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	<title>Glotz_net &#187; Flimmerkiste</title>
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	<description>...Lesen ist seliger denn Gaffen!</description>
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		<title>Fleckmatisch</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 22:45:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guck!]]></category>
		<category><![CDATA[Flimmerkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>
		<category><![CDATA[Opiate des Volks]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab und an hab ich Migräne. Das ist einerseits blöd, andererseits schießen mir dann neben &#8220;Aua, ich will sterben&#8221; auch unzählige Gedanken durch den Kopf, was sicherlich zusätzlich das Gefühl des drohenden Platzens verstärkt. Zudem ist das Gefühl der Lähmung, in welchem jede Bewegung sich anfühlt als würde sich das (Magen-) Innerste nach außen kehren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/kreativer-august.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1521" title="kreativer august" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/kreativer-august-225x300.jpg" alt="kreative augustine" width="225" height="300" /></a>Ab und an hab ich Migräne. Das ist einerseits blöd, andererseits schießen mir dann neben &#8220;Aua, ich will sterben&#8221; auch unzählige Gedanken durch den Kopf, was sicherlich zusätzlich das Gefühl des drohenden Platzens verstärkt. Zudem ist das Gefühl der Lähmung, in welchem jede Bewegung sich anfühlt als würde sich das (Magen-) Innerste nach außen kehren, eine wahre Hinderung auch nur einen Gedankenfetzen auf Papier oder gar Festplatte festzuhalten.</p>
<p>Und so verbringe ich jene, glücklicherweise seltenen Tage damit, stundenlang bewegungslos an die Decke zu starren. In der Hoffnung, alles möge möglichst bald zu Ende sein, ob nun durch Maya-Prophezeiung, <a title="FDP Untergang" href="http://monstermeute.wordpress.com/2012/12/20/das-ware-ja-prima/" target="_blank">FDP-bedingte Apokalypse</a> oder lediglich eine wirksame Schmerztablette ist mir dabei relativ.</p>
<p>Doch ich will hiermit kein Mitleid erregen, sondern lediglich ein weiteres Thema des kreativen Augusts ins Feld führen:</p>
<p style="text-align: center;"><em><a title="Flecken Dokumentation" href="http://erziehung-kreativ.blogspot.de/2012/09/blogparade-flecken-familienalltag.html" target="_blank">&#8220;Dokumentiere alle Flecken</a>, die dir im Laufe eines Tages über den Weg laufen&#8221;<span id="more-1763"></span></em></p>
<div id="attachment_1757" class="wp-caption alignleft" style="width: 402px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/12/Flecken-decken.jpg"><img class="size-full wp-image-1757 " title="Flecken Decken" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/12/Flecken-decken.jpg" alt="Sekte anna Decke" width="392" height="296" /></a><p class="wp-caption-text">Sekt-Meditation (Phase Rot)</p></div>
<p style="text-align: left;">An besagten Tagen, begegnen mir aufgrund des eingeschränkten Bewegungsradius nämlich kaum Flecken. Dennoch starre ich quasi ununterbrochen auf jene Gebilde.<br />
Nun habe ich sie fotografisch festgehalten. An meiner Decke befindet sich eine Art Fresko aus roten Sektflecken. Das rot ahnen jedoch nur noch jene, welche am glorreichen Tag ihrer Entstehung zugegen waren. Doch es war definitiv roter Sekt. Ich weiß weder. wie er eigentlich schmeckte, noch was der Anlass zur Öffnung jener Flasche war. Einzig dass das Getränk sich bereits über Tage ruhend im Kühlschrank befand und somit eigentlich keinerlei physikalischen Anlass zu solch euphorischen Sprüngen in die Freiheit gehabt hätte. Roter Sekt scheint einfach sehr autonom an die Auslegung von Naturgesetzen heranzugehen. Dieses Blubberwasser braucht keinen Grund sich in die Lüfte zu erheben und sich künstlerisch an soeben gemalerten Wänden zu betätigen. Roter Sekt ist proaktiv.</p>
<p style="text-align: left;">Zunächst störte mich das unsymmetrische Gebilde schon ein wenig, aber nach einigen Stunden Schmopfkerzen, bin ich über jede Ablenkung froh, die sich in meinem Gesichtsfeld vollzieht. So genieße ich es dann einfach dazuliegen und starrender Weise Muster, Formen und Gebilde in den Flecken selbst, sowie gedachten Verbindungen untereinander zu entdecken.</p>
<p style="text-align: center;">Danke Flecken!</p>
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<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Rezension einer radioaktiven Marmelade" href="http://glotz.net/lesen/rezension-einer-radioaktiven-marmelade" rel="bookmark">Rezension einer radioaktiven Marmelade</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Die ABC-Challenge werde ich wohl nicht im vorgeschriebenen Zeitrahmen meistern. Diese geht schon mit diesem Monat zu Ende und obwohl ich zwar so ziemlich jeden Buchstaben zerstöbert habe, steuert ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Satz warmer Ohren (8)</title>
		<link>http://glotz.net/musik-video-film/satz-warmer-ohren-8</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 15:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guck!]]></category>
		<category><![CDATA[Schwachfug]]></category>
		<category><![CDATA[Flimmerkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Viehcher]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn mehrere verstörende Faktoren zusammentreffen, wie etwa Montag, fehlende Sonne, Kälte, Arbeit, dann neigt das logische Denken zeitweilig zum Aussetzen. Um diesen Nebenwirkungen des fatalen Zusammenspiels zwischen Zivilisation, Meteorologie und Zeit entgegenzuwirken, bedarf es schwerer Geschütze. Da hilft nur die Geballte Ladung Puscheligkeit, weil wie schon ein weises Monster predigt: &#8220;Puscheligkeit pusht!&#8221; Und was ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn mehrere verstörende Faktoren zusammentreffen, wie etwa Montag, fehlende Sonne, Kälte, Arbeit, dann neigt das logische Denken zeitweilig zum Aussetzen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/IJNR2EpS0jw?rel=0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Um diesen Nebenwirkungen des fatalen Zusammenspiels zwischen Zivilisation, Meteorologie und Zeit entgegenzuwirken, bedarf es schwerer Geschütze.<span id="more-1605"></span></p>
<p>Da hilft nur die Geballte Ladung Puscheligkeit, weil wie schon ein weises Monster predigt: &#8220;Puscheligkeit pusht!&#8221; Und was ist puscheliger als ein <a title="kätzchen" href="http://new.livestream.com/accounts/398160/events/1594566/player_pop_up">Livestream von Katzenbabies</a>. Hier kann die täglich benötigte Portion Niedlichkeit aufgesogen werden. Bei bisherigen Proband_innen konnten bisher allerdings folgende Nebenwirkungen festgestellt werden:</p>
<ul>
<li>Herzzerreißendes Seufzen</li>
<li>Alberner Ausrufe, welche lediglich das Offensichtliche kommentieren á la &#8220;Oh schau, mal wie süß&#8221; &#8220;Eiii eine Tatze&#8221;</li>
</ul>
<p>Insgesamt wirkte der Geisteszustand jeglicher Testpersonen ein wenig &#8230;.naja, sagen wir mal &#8230;schwachsinnig.<br />
So auch die des werten Schreiberlings. Wer mitdenkt beim Lesen, stellt fest, da oben steht tatsächlich etwas von &#8220;Montag&#8221;. Doch, so wird sich der die das aufmerksame Leser_ine fragen, neigt sich nicht bereits der Dienstag seinem Ende entgegen? Ja, richtig, geschätzte Arbeitstiere. Keine Panik! Die Woche geht vorbei. Irgendwann. Hängt man allerdings den ganzen Tag vor dem Stream-Kätzchen und wartet, dass diese ständig pennenden Kätzchen endlich mal aufwachen und sich kabbeln, dabei umfallen, dann irgendwo hochklettern und dabei umfallen, um aufzustehen und dabei umzufallen, dann, ja dann ist so ein Montag schneller rum, als gedacht. Funktioniert aber sicherlich auch mit beliebigen anderen Wochentagen. Vielleicht sogar schneller. Denn kein Tag vergeht bekanntermaßen zähflüssiger als ein Montag. Deshalb wird die <a title="Montag abschaffen" href="http://mfis.wordpress.com/2012/11/19/eurokrise-wird-der-montag-abgeschafft/" target="_blank">Abschaffung des ersten Wochentages ja auch derzeit wieder in den hiesigen Parlamenten heiß diskutiert</a>. Allerdings unter minimal falschen Vorraussetzungen, wenn es nach unseren &#8220;Biene Maja&#8221;-farbenen Lieblingsparteien ginge.</p>
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In der letzten Woche hat die weitgerühmte Lady Limette in einer Stöckchenschlacht ganze Regenwälder abgeholzt und wird hier somit als Alleinschuldige für die derzeitige Hitzewelle denunziert. ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Sommerwurmloch" href="http://glotz.net/schwachfug/sommerwurmloch" rel="bookmark">Sommerwurmloch</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Endlich wieder Montag! Mensch, mensch, mensch, Wochenenden sind aber auch öde. Nichts zu tun, außer durch die Walachei zu radeln und dabei Gegend gucken, sich zwischendurch in unbekannten ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>GEZ Boykott</title>
		<link>http://glotz.net/aufregen/gez-boykott</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 13:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empör dich!]]></category>
		<category><![CDATA[Mach wat!]]></category>
		<category><![CDATA[Flimmerkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Opiate des Volks]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Update: Vielen Dank an Berhard, welcher den Link zur Online-Petition gegen die allgemeine GEZ-Gebühr auf Avaaz nachgereicht hat. Eine Unterschrift hier (nicht nur bei diesem Anliegen) bringt oftmals einige Schritte nach vorn. Ursprünglich bin ich ja der größte Fan unserer Gebühreneinzugszentrale. Egal, wann und wohin ich umziehe, eine freundliche Begrüßung dieses netten Vereins liegt stets [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/Aufregung.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-155" title="Wehrt euch!" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/Aufregung-228x300.jpg" alt="Empört euch!" width="228" height="300" /></a><strong><span style="text-decoration: underline;">Update</span>: Vielen Dank an Berhard, welcher den Link zur <a title="GEZ Zwangsabgabe stoppen" href="http://www.avaaz.org/de/petition/Stoppt_die_selbstgerechtigkeit_der_GEZ/?cxvAFcb" target="_blank">Online-Petition gegen die allgemeine GEZ-Gebühr auf Avaaz</a> nachgereicht hat. Eine Unterschrift hier (nicht nur bei diesem Anliegen) bringt oftmals einige Schritte nach vorn.</strong></p>
<p>Ursprünglich bin ich ja der größte Fan unserer Gebühreneinzugszentrale. Egal, wann und wohin ich umziehe, eine freundliche Begrüßung dieses netten Vereins liegt stets schon im Briefkasten. In einer eiskalten Welt, wie der unseren ist der Mensch doch dankbar für jede liebenswürdige Aufmerksamkeit. Daher möchte ich mich an dieser Stelle aufrichtig bei der GEZ bedanken, dass sie mich vor der sozialen Isolation bewahren und immer daran erinnern, dass es da draußen noch jemanden gibt, der an mich denkt.</p>
<h2>Schon GEZahlt? Wofür?!</h2>
<p>Ab Anfang des nächsten Jahres sollen ja nun alle Haushalte, egal ob sie im Besitz eines Empfangsgerätes sind und auch unabhängig davon, ob es sich hier um einen Fernseher, ein Radio oder lediglich einen Computer handelt, die volle Rundfunkgebühr zahlen. Die unfairen Abstufungen der Sätze verschwinden und wir zahlen ab 2013 alle das gleiche. Oh, welch heimelige Sozialromantik. Endlich sind wir alle gleich. Ein kleines Stück auf dem Wege der allumfassenden Gerechtigkeit ist hiermit beschritten.<span id="more-775"></span><br />
Sollte hier auch nur irgendeine Zeile, ja nur ein kleines Wort den Eindruck von Ironie oder gar Sarkasmus vermitteln, möchte ich mich ganz unverhohlen von solchen Eindrücken distanzieren. Prinzipiell bin ich ja ein großer Fan der Grundidee, dass qualitatives Fernsehen ohne Abhängigkeiten von Werbeeinnahmen diverser Konzerne funktionieren sollte. Freie, unabhängige Medien wäre ich ja durchaus bereit, finanziell zu unterstützen. Doch was sich mittlerweile selbst in den öffentlich-rechtlichen &#8220;Nachrichten&#8221; schimpft, lässt die blonde Lisplerin aus dem RTL-Mittagsmagazin glatt wie eine Investigativjournalistin der vordersten Front erscheinen. Das politische Mehrheiten in der Schwerpunktsetzung von Beiträgen beachtet werden, kann zwar als Instrument des Stillstandes betitelt werden, da hier das aufklärerische Moment, des &#8220;Über den Tellerrand&#8221;-Schauens zu kurz kommt. Allein das wäre aber noch nicht einmal ein vernichtender Kritikpunkt. Doch wenn Medien, die als unabhängig proklamiert werden, beginnen für die politische Meinungsmache genutzt zu werden und damit der Manipulierung anheim fallen, dann betreten wir gefährliches Terrain.</p>
<h2>Lügen zur Meinungsbildung im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen</h2>
<p>Der kürzlich durch die Kanäle geisternde Fauxpas seriöser Berichterstattung, erhitzte die Gemüter. Anhand dieses Beispiels ist es wirklich fraglich, wie weit die Bereitschaft gehen sollte, für dieses Fernsehen auch noch &#8220;freiwillige Zwangsabgaben&#8221; zu berappen.<br />
Zweimal die gleichen Bilder. Und zwei völlig verschiedene, aber für die europäische Außenpolitik richtungsweisende Themen. Wen hierbei nicht das Gefühl beschlich, dass medial der Boden an der &#8220;Heimatfront&#8221; für Kriegseinsätze fruchtbar gemacht werden sollte, der war wahrscheinlich bei der Ausstrahlung überhaupt nicht zugegen.<br />
Im ersten Beitrag dürfen wir die Berichterstattung des ZDF von der Jordanisch-Syrischen Grenze bestaunen. Auf verschlungenen Wegen zugespielte Videos sollen angebliche Übergriffe von Bundesbeamten an Gefangenen beweisen. Hier werden die Menschenrechte mit Füßen getreten. Freiheitskämpfer wurden schwer misshandelt mit Keulen, aus denen Nägel ragten. Ich möchte mich keineswegs aus dem Fenster lehnen und irgendwelche Realitäten in Ländern anzweifeln, deren politische Zustände mir tatsächlich lediglich aus den Medien bekannt sind. Doch wenn die gleichen Bilder bereits 5 Jahre im Netz existieren und hier völlig andere Missstände in gänzlich anderen Ländern, wie hier dem Irak zeigen, möchte ich ehrlich gesagt, meinen Vertrauensvorschuss an die &#8220;sauberen&#8221; Medien der ersten, zweiten und dritten Programme zurückfordern und sämtliche anstehende Zahlungsaufforderungen postwendend mit der Ablage &#8220;P&#8221;(apierkorb) vertraut machen.<br />
<object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6RAM0YhJQMg?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/6RAM0YhJQMg?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Nun gut, da könnte mensch einwerfen, bei diesem Beispiel handelte es sich halt um verjährtes Bildmaterial. Als Journalist kann schließlich nicht jede, jemals gesendete Bildfrequenz im Gedächtnis verankert bleiben. Haben die Intendanten, Redakteure und Medienheinzis halt einfach vergessen, übersehen und die Quellen, ob der Brisanz mal eben eher mittelmäßig bis lasch durchleuchtet. Kann im Eifer des Gefechts ja durchaus mal passieren. Oder?!</p>
<p>Nein, leider kein Einzelfall. Das folgende Beispiel zeigt sogar, dass die Zuschauer von ARD und ZDF in ihrer Gesamtheit offenbar für derart verkalkt und dämlich gehalten werden, dass sie ein und dieselben Bilder am gleichen Tag in zwei völlig anderen zusammenhängen bringen können.<br />
<object width="420" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Ey-sgV-XAa8?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="420" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Ey-sgV-XAa8?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<h2>GEZ &#8211; Zwangsabgabe verhindern, abschaffen boykottieren &#8230;whatever</h2>
<p>Wem es unnötig erscheint, Geld dafür zu zahlen, um hinters Licht geführt zu werden, oder wer sich tatsächlich diesen Nachrichtenkanälen verweigert, dem stehen eigentlich schon seit Monaten unterschiedlichste Maßnahmen zur Verfügung, um wenigstens seinen Protest auszudrücken, wenn nicht sogar doch irgendetwas an der bevorstehenden Pflichtabgabe zu ändern. Es schwirren so viele Ideen und Möglichkeiten durchs Netz. Doch scheinbar nimmt kaum jemand Notiz davon.</p>
<p>Da kursieren beispielsweise unterschiedliche detailierte Leitfäden von Rechtskundigen zur professionellen Verweigerung, Verzögerung und allem, was der Pauschalabgabe die angestrebte Lockerheit nimmt. Als Massenprotestaktion überaus vielversprechend und mit nerviger Witzigkeit gesegnet, empfinde ich zum Beispiel diese Vorgehensweise:</p>
<blockquote><p><em>Nach § 9 Abs. 1 RGebStV handelt ordnungswidrig, wer ganz oder teilweise länger als sechs Monate keine Rundfunkgebühr leistet. Eine entsprechende Formulierung findet sich auch im neuen RBStV. Schauen wir uns mal den Umkehrschluss an: Eine Verzögerung, die weniger als sechs Monate erfolgt, ist nicht ordnungswidrig. Als Einzelner spart man dabei Bankzinsen – wenn man jedoch viele Menschen zu Zahl-Nix-Aktionen aufzurufen in der Lage ist (und viele mitmachen), fehlt den Anstalten genau das, worauf es Ihnen in Wirklichkeit ausschließlich ankommt: Geld. Aktivieren Sie Ihre Facebook- und Twitterfreunde!</em></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Noch wichtiger erachte ich hingegen die <a title="gez boykottieren" href="http://www.online-boykott.de/de/unterschriftenaktion/">Unterschriftenliste der Plattform Online-Boykott</a>. Geistert zwar auch schon längere zeit durchs Netz, aber erst jetzt, kurz vor Jahresende und der damit einhergehenden Greifbarkeit des bevorstehenden Ereignisses, füllte sich die Liste zusehends und überschritt vor einigen tagen die 10.000er Marke.</p>
<p>Qualität gibt es auch außerhalb der Öffentlichen Programme. Das wissen die sogar selbst. So wird inmitten der ganzen Diskussionen um das Urheberrecht derweil sogar fleißig und ohne Nennung von Quellen fleißig gekupfert und geklaut, dass es eine wahre Wonne ist. Schlimm nur, wenn es gerade aus den Richtungen kommt, wo ich es persönlich nicht einmal erwartet hätte. Also nicht nur, dass die bösen Netz-Maoisten mit ihrer lockeren Auffassung vom geistigen Eigentum, nun von den braven wie gesetzestreuen Rundfunkanstalten beklaut werden, also entgegengesetzt aller Annahmen und Vorurteile, sondern auch noch <a href="http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/431902_ttt-titel-thesen-temperamente/11454958_-schluss-mit-moor-ueber-die-moeglichkeiten-von">vom guten alten Dieter Moor</a><br />
&#8230;zumindest erinnert der Beitrag fast wortwörtlich an diesen, weit vorher erschienenen <a title="Neue Zeitform" href="http://www.der-postillon.com/2012/08/neue-zeitform-futur-iii-eingefuhrt-um.html" target="_blank">Artikel über ein grammatisches Phänomen der Neuzeit</a></p>
<p>Lieber Dieter und werte GEZ, das ist zwar billig, kann ich aber eben auch kostengünstiger bekommen&#8230;</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Rostock Lichtenhagen &#8211; 20 Jahre danach" href="http://glotz.net/aufregen/rostock-lichtenhagen-20-jahre-danach" rel="bookmark">Rostock Lichtenhagen &#8211; 20 Jahre danach</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Dem Land zwischen Verdrängung und Gedenken steht diesen Sommer ein Jubiläum ins Haus, welchem in meiner Wahrnehmung und Medienrezeption bisher noch kaum wirkliche Beachtung gezollt wurde. Um ganz ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Du alte Faltschachtel&#8230;" href="http://glotz.net/schwachfug/du-alte-faltschachtel" rel="bookmark">Du alte Faltschachtel&#8230;</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Wir melden uns live zwischen Kartons, Sperrmüll und Laminatspänen mit ein wenig unterirdischem Umzugshumor:

</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Shitstorm mit Panorama-Blick</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jul 2012 20:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empör dich!]]></category>
		<category><![CDATA[Guck!]]></category>
		<category><![CDATA[Flimmerkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Opiate des Volks]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Während eines Beitrag der letzten Sendung des Politik-Magazins Panorama geriet ich bereits ins Zweifeln. Bin ich paranoid oder gar extremistisch? Thema war der &#8220;Shitstorm (oder wie das Merkel akzentuiert &#8220;Schit-Tschtorm&#8221;) im Internet und seine Auswirkungen auf die freie Meinungsäußerung von Politikern&#8221;. Mal abgesehen davon, dass politische TV-Formate des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nun generell nicht gerade berüchtigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während eines Beitrag der letzten Sendung des Politik-Magazins Panorama geriet ich bereits ins Zweifeln. Bin ich paranoid oder gar extremistisch?<br />
Thema war der &#8220;Shitstorm (oder wie das Merkel akzentuiert &#8220;Schit-Tschtorm&#8221;) im Internet und seine Auswirkungen auf die freie Meinungsäußerung von Politikern&#8221;.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/HpwuVLajeuA" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe><br />
Mal abgesehen davon, dass politische TV-Formate des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nun generell nicht gerade berüchtigt sind für ihre parlamentarische Unabhängigkeit, prägt diesen Bericht eine derart undifferenzierte bis polemisierende Darstellung des sogenannten Shit-Storms, dass Bauchweh gegenüber dieser Art der Berichterstattung leider nicht ausblieb.<span id="more-605"></span> Was mich an diesem Bericht so (ver)störte sind schlichtweg die wenigen konkret gesetzten Bezüge. Gegen Ende des TV-Beitrags fielen eher beiläufig einige Gruppen, welche sich tatsächlich eher, wohl aus Mangel an realen Argumenten, des &#8220;Stilmittel Shitstorm&#8221; bedienen, ohne ebenfalls der Gleichmacherei verfallen zu wollen. Dabei sind gerade diese eine präzisere Betrachtung wert.Da ist von &#8220;Islamfeinde, Schwulenhasser, Computerspiele-Fans und so weiter&#8221; die Rede. Ja, bei der Nennung jener ersten zwei Gruppen werden Lisa Normalverbraucher und ich doch nickend miteinstimmen. Doch wer versteckt sich denn hinter dem und so weiter? Ist etwa wirklich jegliche geballte Kritik in den Weiten des Internets gleich ein Fäkalsturm? Ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, der unsere armen Politiker mundtot macht? Bei Weitem nicht! Auch wenn Medien &amp; Politik das gern so abtun würden, hierfür zu solch einseitig Mitleid heischenden Fernseh-Beiträgen greifen.<br />
Die Vermischung der Begrifflichkeiten, das Gleichsetzen von &#8220;Shitstorm&#8221; mit &#8220;Proteststurm&#8221; ist nicht nur inhaltlich falsch, sondern öffnet eben auch Scheunentor und Hintertür für eine gefährliche Generalisierung.</p>
<p><a href="http://d24w6bsrhbeh9d.cloudfront.net/photo/4624443_460s.jpg"><img class=" alignleft" title="Homophobie Shitstorm" src="http://d24w6bsrhbeh9d.cloudfront.net/photo/4624443_460s.jpg" alt="Homoehe Kirche" width="276" height="2029" /></a></p>
<p>Den Panorama-Beitrag durchziehen immer wieder aus dem Off gesprochene Phrasen, Beleidigungen der niedersten Kategorien bishin zu Todesdrohungen und vor tatsächlicher Dummheit strotzender Kommentare, welche so tatsächlich als Resonanz zu bestimmten Reden auf den Internetpräsenzen einzelner Politiker zu finden waren. Derartig dümmliche Angriffe, sind natürlich einfach nur eins, nämlich entbehrlich. Man sollte sich zu solcherlei destruktiven Kommunikationsmustern natürlich nicht hinreißen lassen, auch wenn manch verzapfte Gülle der lieben Politiker noch so ärgerlich bis manchmal gar langfristig existenzbedrohend wirkt. Wenn diese Kommentare in Massen auftreten und einem unkonstruktive Scheiße schlicht um die Ohren fliegt, dann darf getrost von einem Shit-Storm gesprochen werden.<br />
Ein Prachtexemplar von dämlicher Scheiße-Stürmerei kann im nebenstehenden Bild bewundert werden. Haltlos, einer freiheitlich-demokratischen oder gar humanen Grundlage entbehrend &#8211; jedoch nicht mit einem argumentativen Protest-Sturm gleichzusetzen. Diese Vermischung der Termini ist nichts als Gleichmacherei und entbehrt schlichtweg jeder argumentativen Grundlage. Das ist einfach nur falsch &amp; gefährlich.</p>
<p>Eine allgemeine Verurteilung von Massenprotesten im Netz, wie sie mittlerweile auch beliebtes Mittel von nicht gefestigten Personenverbänden wie beispielsweise Anonymous sind, als Gefahr für die Demokratie darzustellen, entbehrt leider jeglicher Grundlage. Ein Großteil der Beiträge bei einem Protest-Sturm, der eben KEIN SHITSTORM ist, kommt ohne Beleidigungen, persönliche Angriffe oder gar Todesdrohungen aus. Überwiegend wird gar gehaltvoll wie konstruktiv kritisiert, richtig gestellt &amp; diskutiert. Mancherorts werden sogar alternative Lösungsvorschläge aufgezeigt. Dass diese zutiefst demokratischen Beiträge in einer Masse von Beschimpfungen untergehen, habe ich bei derlei Aktionen noch nicht erlebt. Und dennoch folgte dem TV-Spektakel die <a title="Acta-Protest ist Shitstorm" href=" https://www.taz.de/Acta-Protest-und-Shitstorm/!96701/" target="_blank">Antwort aus den Printmedien</a> auf dem Fuße. Da werden die Proteste zu Acta umgehend in der durch Panorama erweiterten Begrifflichkeit des Shitstorms noch einmal mit ganz anderen Augen betrachtet. Bravo. Im Land der Definitionen und Wortklaubereien wird eine derartige begriffliche Vermengung ja offenbar gern aufgegriffen, wenn der politische Kontrahent argumentativ gefährlich wird.</p>
<p>Da drängt sich fast schon die Frage auf, wer hier mundtot gemacht werden soll. Eine neue Art der virtuellen Protestkultur, um sich Machtansprüche zu sichern? Oder die armen Mächtigen, welchen ich durchaus zutrauen würde einen &#8220;echten Gülle-Tornado&#8221; von &#8220;gehaltvollem Protest&#8221; unterscheiden zu können. Demnach auch entweder kopfschüttelnd die angesprochenen Beleidigungen einfach abperlen zu lassen oder eben den genannten Argumente doch wenigstens den Respekt zu zollen, den sie in einer Demokratie haben sollten. Wirklichen mündigen Protest einfach kleinzureden und als &#8220;namenlose anynome Minderheit&#8221; abzutun, die sich einen Mehrheitsanspruch lediglich anmaßt, das ist vermessen &amp; dumm &#8211; Verzeihung für dieses tendenzielle Abrutschen in windigen Stuhl. Dennoch fördert diese Einstellung, jenes Ohren &amp; Augen verschließen lediglich Wut &amp; Hilflosigkeit bei politisch interessierten wie ambitionierten Teilen der Bevölkerung. Gerade die Strategie &#8220;auf Durchzug zu schalten&#8221; könnte früher oder später selbst die ausdauernsten Idealisten verzweifeln und zum durchschnittlichen Shitstormer oder schlimmeren mutieren lassen. Das will doch auch keiner &#8230;.oder?</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Hundeleben im Wedding" href="http://glotz.net/kaufen/hundeleben-im-wedding" rel="bookmark">Hundeleben im Wedding</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Zeitangaben im Artikel sind bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung minimal vertagt ...ich gestehe, ich haderte.

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Bereits gestern nahm mich das literarische Schaffen des Ministers für ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Wenn ich" href="http://glotz.net/aufregen/wenn-ich" rel="bookmark">Wenn ich</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />...nicht innerhalb der nächsten drei Tage ein NPD-Kondom in meinem Briefkasten finde, dann bin ich zutiefst beleidigt und werde Kindergeld-Kürzer_in.



Immer diese Kinderschiene bei denen. Das ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Zocker lesen nicht</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jun 2012 10:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Flimmerkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#8230;.so die gängigen Vorurteile. Und in der Tat: Games, insbesondere jene zeitintensiven Online-Rollenspiele kosten eine Menge wertvolle Zeit, die gut und gerne auch in ganze Bibliotheken investiert werden könnten. &#160; &#160; Da ich mir in meiner Studienzeit jedoch schon das private Lesen minimal abgewöhnen musste, trat an diese Stelle eben das recht seichte Genre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="52 Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a></p>
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<p>&#8230;.so die gängigen Vorurteile. Und in der Tat: Games, insbesondere jene zeitintensiven Online-Rollenspiele kosten eine Menge wertvolle Zeit, die gut und gerne auch in ganze Bibliotheken investiert werden könnten.</p>
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<div id="attachment_1382" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><a href="http://lukasfrese.blogspot.de/"><img class="size-full wp-image-1382  " title="zeitfresser" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/zeitfresser.jpg" alt="zeit fressen" width="232" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">Diesen attraktiven Zeitfresser verdanke ich der Stöberei bei Azghoul auf conceptart.org ...ein Klick aufs Bild zeigt auch das sehenswerte Blog dahinter</p></div>
<p>Da ich mir in meiner Studienzeit jedoch schon das private Lesen minimal abgewöhnen musste, trat an diese Stelle eben das recht seichte <strong>Genre MMORPG</strong>- zum Entspannen von der hohen Lektüre quasi. Doch nichtsdestotrotz verirrt sich auch in das Leben eines Spielkindes das ein oder andere Buch, was es mit Inbrunst zu fressen bereit ist.<span id="more-236"></span></p>
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<h2>52 Bücher &#8211; Blogprojekt</h2>
<p><img class="alignleft" title="Fellmonster" src="http://1.gravatar.com/avatar/4380ef770c54b259e5bd7dc4162f2a38?size=420" alt="Puscheligkeit" width="336" height="336" />Die Blogparade der 52 Bücher geistert ja nun schon seit einiger Zeit durch die verschiedensten (nicht nur) Bücherblogs und begeistert mich immer wieder aufs Neue für diverse Schinken &amp; Heftchen. Die gelungenste Umsetzung des ganzen Spektakels habe ich jedoch bisher bei unserer <a href="http://monstermeute.wordpress.com">zukünftigen Weltherrscherin</a> bewundern dürfen (links im Bilde).</p>
<blockquote>
<h2><em><a href="http://monstermeute.wordpress.com/2012/01/13/52-bucher-woche-11/"><strong>Die beste und die schlechteste Buchverfilmung</strong></a></em></h2>
</blockquote>
<p>genickgriffelte mich jene Verfechterin für weltweite Puscheligkeit. Nun denn lasset uns zur Tat schreiten und ehren, wem dies gebührt, sowie teeren &amp; federn die Verwurster literarischer Kunstwerke.</p>
<h3><strong>Spitzenreiter</strong></h3>
<p>Hat mir die werte Frau Fellmonster dreister Weise vorweg genommen. Für mich ganz klar die <strong>beste Buchverfilmung aller Zeiten</strong> – ein wahrer Einzelfall, bei welchem ich gestehen muss, dass mir zum ersten und einzigen Mal ein<strong> Film besser als das Buch</strong> gefiel – darum ist es auch einer Mehrfachnennung würdig:</p>
<h3>Fanny Flagg – Grüne Tomaten</h3>
<p>Die filmische Umsetzung ist schlichtweg grandios. Lach- &amp; Weinkrämpfe nutzen sich trotz mehrmaligem Gucken nicht ab und ich platze jedesmal auf’s Neue, wenn ich den Film einer jener raren Personen dieser Welt zeigen kann, die ihn eklatanter wie frevelhafter Weise noch nicht kennen. Das Buch hingegen ist mir persönlich minimal zu konfus geschrieben. Nichts gegen kreatives Chaos, aber ich war schlichtweg überfordert mit der guten Fanny.</p>
<h3><strong>Außenseiter</strong></h3>
<p>Diese Überschrift ist so gnädig wie milde gewählt. Generell finde ich es eine Schandtat filmisch auf grandiosen <strong>Meisterwerken der Schreibkunst</strong> möglichst mühelos &amp; schlampig lediglich mitreiten zu wollen. Es ist natürlich was anderes, wenn sich die Filmschaffenden Mühe geben und man das Bestreben merkt, den Lesefaulen die Macht der Bilder nahezubringen, welche diesen beim Bücher-Ignorieren sonst abhanden gingen.</p>
<p>Für schlechte Verfilmungen gibt es leider recht viele Beispiele, aber wahrscheinlich, weil die eigene <strong>Fantasie oft gewaltiger als auch akzentuierter</strong> daherkommt, als es die filmischen Mittel hergeben. Ich möchte nicht auf jede einzelne Schandtat eingehen. Jedoch das Machwerk, welches mich in die tiefsten Depressionen riss, hiermit an den Pranger stellen:</p>
<h3><strong>Douglas Adams – Per Anhalter durch die Galaxis</strong></h3>
<p>Die Buchreihe, welche mich vermutlich zum Nerd mutieren ließ, zumindest aber einiges an Gedanken weckte. Dieser tiefschürfenden <strong>Romanserie</strong>, welche bei mir jahrelang, gleich einer <strong>mobilen Bibel</strong>, direkt an der Frau platziert war, wurde durch die Filmindustrie der sprichwörtliche Dolch ins Herz gerammt. Schon bei der Ankündigung des “Kinohits” verfiel ich in eine Starre aus <strong>quietschender Vorfreude &amp; böser Vorahnung</strong>. Ein Werk aus so vielen Ebenen neben der eigentlichen Story, einer unbeschreiblichen Vielfalt an Ideen, Sphären und Wahnsinn war von vornherein zum Scheitern auf der großen Leinwand verurteilt. Dem war so. Allein die Darstellung von Marvin…</p>
<div id="attachment_162">
<p><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/01/marvin29ka.jpg"><img class="alignleft" title="marvin29ka" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/01/marvin29ka-206x300.jpg" alt="" width="206" height="300" /></a>oooh Marvin, was haben sie dir angetan?!</p>
</div>
<p>Das eigentlich Tragische hierbei ist, dass mir Lebewesen bekannt sind, welche den Film als gut befunden und meinen, das Buch ja nicht mehr lesen zu müssen. Einem ganzen Universum wird die Tür vor der Nase zugeknallt, weil ein Stern darin schon zum “Star” avancierte.</p>
<p>Und bei so viel Trauer wundert man sich noch, wieso sich manche Menschen in die <strong>virtuellen Welten der Online-Rollenspiele</strong> flüchten…</p>
<p>Jedoch, das Thema Buch packte mich beim Schreiben nun doch wieder – ich schrieb mir meine eigene Leselust wieder ein wenig lebendig. Vielen Dank, liebes Monsterle …ich würde dies gern nicht den letzten Beitrag zuThematik sein lassen. Du hattest irgendwo etwas mit Betriebsanleitungen – da gehen sicher auch Besprechungen zu <strong>Regelwerken von Rollenspielen</strong>. Also nicht die <strong>Steuerung im Onlinerollenspiel</strong>, sondern zu den <strong>Tischrollenspielen</strong>… ich werde wohl nochmal dein Blog durchwühlen, sei gewarnt!</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="42 &#8211; Vergiss niemals dein Handtuch!" href="http://glotz.net/lesen/42-handtuch" rel="bookmark">42 &#8211; Vergiss niemals dein Handtuch!</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Die Offensichtlichkeit ist das beste Versteck. Wer hätte also in der 42. Woche in Madame Flauschs Projekt "52 Bücher" folgendes Thema erwartet:
“42″
Meinereiner sicher nicht. Dennoch bin ich ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Lyrik zur Nacht" href="http://glotz.net/lesen/lyrik-zur-nacht" rel="bookmark">Lyrik zur Nacht</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Ganz klar: Jetzt kommen die Glitzer-Vampire! Nana nana nana nana Batman!
Was würde besser zum gruseligen Auftakt der 41. Woche im Blogprojekt 52 Bücher bei Frollein von und zu Fellmonster passen, ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Familienzusammenführung &#8211; Sätze und Autoren</title>
		<link>http://glotz.net/lesen/familienzusammenfuhrung-satze-und-autoren</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 19:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Flimmerkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben hier ja auch einen sozialen Anspruch, einen kulturellen Auftrag quasi als Mitglieder der maoistischen Netzgemeinde 2.0 &#8211; Mist ich würde ja jetzt gern ordentlich zitieren, aber mein Gülleverdrängungsmechanismus im letalen Hypothalamus &#8230;nee is Schwachsinn, ich mag dem komischen CDU-Emporkömmling und Schöpfer jener &#8220;digitalen Maoisten&#8221; Ansgar Heveling einfach nur nicht mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="52 Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a>Wir haben hier ja auch einen sozialen Anspruch, einen kulturellen Auftrag quasi als Mitglieder der maoistischen Netzgemeinde 2.0 &#8211; Mist ich würde ja jetzt gern ordentlich zitieren, aber mein Gülleverdrängungsmechanismus im letalen Hypothalamus &#8230;nee is Schwachsinn, ich mag dem komischen CDU-Emporkömmling und Schöpfer jener &#8220;digitalen Maoisten&#8221; Ansgar Heveling einfach nur nicht mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen, als er eh schon nicht verdient hat. Zumal dieser Wortakrobat beim Jonglieren mit der Sprache reziprok zum eigentlichen Thema in Erscheinung tritt. Daher weg von den Christdemokraten, zurück zum Anspruch:<br />
Meine ganz persönliche Aufholjagd nimmt langsam Formen an, um nicht von euphorisch zwanghaften Ausmaßen zu sprechen.<span id="more-185"></span></p>
<div id="attachment_614" class="wp-caption aligncenter" style="width: 509px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Aufholjagd.jpg"><img class="size-full wp-image-614" title="Aufholjagd" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Aufholjagd.jpg" alt="Am Arsch" width="499" height="618" /></a><p class="wp-caption-text">Persönliche Aufholjagd - Dicht auf den Fersen oder voll am Arsch</p></div>
<p>Im mittlerweile fünften Beitrag dieser Woche, will ich mich dem wahrhaft grandiosen Thema des Projektes &#8220;52 Bücher &#8211; Woche 4&#8243; widmen:</p>
<blockquote><p><a href="http://monstermeute.wordpress.com/2011/11/25/52-bucher-woche-4/">Der schönste Satz</a></p></blockquote>
<p>Das absolute Meisterwerk, eine Ansammlung an herausragenden Sätzen und Quelle für einen immensen Anteil von bekannten Sprichwörtern, idiomatischen Wendungen oder Bezeichnungen, die sich bis heute hartnäckig in der deutschen Sprache halten und bewähren, stammt aus der Feder eines der größten deutschen Dichter aller Zeiten. Ständig stolpert man in Goethes <em>Faust </em>über hochmoderne Konstruktionen, die für uns Sprachalltag darstellen, aber hier tatsächlich zum allerersten mal Eingang in den Sprachschatz fanden. Olle Johann Wolfgangs geballte Pranke hat sich Miss Monstrum allerdings wohlweislich gleich geschnappt. Natürlich wäre es bei einem Werk, dass vor schönen Sätzen nur so strotzt, ein Leichtes, einfach wahllos eine andere Seite aufzuschlagen und dort zu zitieren, aber ganz so einfach und reduziert möchten wir uns dann lieber doch nicht aus der Affäre ziehen. Bevor ich deshalb aber zu einem anderen Werk mit wunderbaren Sätzen schreite (es sollen ja durchaus noch mehr geschrieben zu Papier gebracht worden sein &#8211; oder mit anderen großartigen<a href="http://msannthropy.wordpress.com/2011/11/26/52-bucher-4-der-schonste-satz/"> &#8220;schönste Sätze zum Thema schönster Satz&#8221;-Worten</a>), hier eine kleine audiovisuelle Ergänzung zum <em>Faust</em> &#8211; kann ja eh nie genug sein. Es folgt also eine kurze Modernisierung, um auch künftige Generationen für die zeitlose Aktualität des Klassikers zu begeistern:</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/rbqGfrJKnEY?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/rbqGfrJKnEY?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Kommen wir also endlich zum oben angekündigten sozialen Engagement und einem tränenreichen Talkshow-Klassiker:</p>
<p><strong>Familienzusammenführungen</strong></p>
<p>Die gute Tochter unseres nächsten Talkgastes hat uns bereits am Valentinstag das Herz mit <a href="http://glotz.net/lesen/marchenhafte-romantik-zur-valentins-bucherwoche">romantischem Zeug</a> geöffnet. Meine Damen und Herren, wir dürfen sogleich in unserer illustren Runde den herausragenden Vater der Moderatorin und Schriftstellerin Sarah Kuttner begrüßen, damit er seinen schönsten Satz zum Besten gibt und anschließend flugs wieder die Bühne verlässt, um die Ästhetik des Gesamtkonstrukts durch seine flüchtige Erscheinung zu unterstreichen. Quasi <span style="color: #333333; font-style: normal; line-height: 24px;">symbolisch für die Vergänglichkeit des Momentes.</span></p>
<div id="attachment_613" class="wp-caption aligncenter" style="width: 383px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Jürgen-Kuttner.jpg"><img class="size-full wp-image-613 " title="Kuttner, Radiomoderator" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Jürgen-Kuttner.jpg" alt="Kuttner, Philosoph" width="373" height="560" /></a><p class="wp-caption-text">Applaus für den Radiomoderator der Herzen (zumindest meines), den herausragenden Philosophen des Sprechfunks, den Regisseur, Erfinder und Tausendsassa KÄPTN KIRK KUTTNER!!!</p></div>
<blockquote><p>Die Geburt des radikalen Islamismus aus dem Hüftspeck des deutschen Schlagers: und andere west-östliche Denkwürdigkeiten</p></blockquote>
<p>So schonmal der Titel des Werkes, in welchem sich die schönsten Sätze nur so die Klinke in die Hand geben, über den Haufen rennen und gegenseitig eins über die Rübe ziehen. Moment mal &#8211; *kurze Vollbremsung* &#8211; wieso wird mir erst jetzt bewusst, dass eben diese Schlagzeile eigentlich auch eine Punktlandung in der Rubrik <a href="http://glotz.net/lesen/nachruf-auf-berlin">bescheuerte Buchtitel</a> gewesen wäre? Offensichtlich geblendet von zuviel Schönheit fahre ich wohl besser fort mit der nicht ganz einfachen Auswahl der umwerfendsten Aneinanderreihung von Worten dieses Meisters der Sprachkunst. Wem diese Schwärmerei übrigens langsam zu schwulstig wird, der sollte wirklich mal versuchen, die Kodderschnauze live zu erleben, ohne vorm Schöngeist dahinzuschmelzen.</p>
<p>So Mist! Verrannt! Ich mach mir ja immer Elselsohren in die Seiten, welche grandiose Sätze enthalten &#8211; dementsprechend sieht Kuttners Buchgewordene Betrachtung der deutschen Fernsehlandschaft auch aus. Ein Werk, welches &#8220;<em>eine Propädeutik, eine Handreichung, eine Sehhilfe sein</em>&#8221; will, &#8220;<em>die es Ihnen ermöglichen soll, dem vermeintlich hirnlosen Treiben auf dem flachen Bildschirm eine tiefere geistige Dimension abzuringen</em>&#8220;. Dank der Eselsohren habe ich das Standardformat eines Buchen eigenhändig revolutioniert: Von viereckig auf fünfeckig mit einer herabfallenden Kante oben rechts.</p>
<div id="attachment_620" class="wp-caption aligncenter" style="width: 285px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/die-geburt-des-radikalen-islamismus-aus-dem-speckgürtel-des-deutschen-Schlagers.jpg"><img class="size-full wp-image-620 " title="die geburt des radikalen islamismus aus dem hueftspeck des deutschen Schlagers" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/die-geburt-des-radikalen-islamismus-aus-dem-speckgürtel-des-deutschen-Schlagers.jpg" alt="brillianter wortwitz" width="275" height="420" /></a><p class="wp-caption-text">kleine Veranschaulichung - unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel in Ermangelung meiner Kamera</p></div>
<p>Macht die Auswahl aus einem Werk, dass der Autor selbst als &#8221; den Versuch, [...] die Deutungshoheit über die Historie und ihre Bilder von den Kathedern der Universitäten, den Redaktionsstuben selbsternannter Meinungsmacher und nicht zuletzt den T-Shirt-Produzenten zurückzuerobern&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Ich treffe meine Auswahl also mal spontan nach persönlichem Interessenschwerpunkt und da sticht mir doch gleich das erste Kapitel zur Emanzipation ins Auge (tut dank der konsequent fehlenden Ecke aber kaum weh).</p>
<blockquote><p>Kapitel 1<br />
TALIBAN IM TELETEST<br />
oder<br />
DIE FRAU IM RÜCKSPIEGEL MÄNNLICHER OHNMACHT GESEHEN</p></blockquote>
<p>Ich versuche jetzt einfach mal anhand einer Aneinanderreihung der schönsten Sätze hieraus, einen Geschmack vom brillianten Wortwitz dieses epochalen Genies der pointierten Beobachtung zu vermitteln &#8211; man verzeihe mir die ausschweifende Definition von &#8220;Der schönste Satz&#8221; &#8211; die Vernachlässigung des Singulars ist lediglich dem Widerwillen geschuldet etwas aus dem Zusammenhang zu reißen. Ohne Kontext keine Schönheit &#8211; Ohne Gut kein Böse.<br />
Zunächst muss natürlich erklärt werden, warum er sich bei einer kritischen Auseinandersetzung mit der Kultur des Fernsehen den Frauen widmet:</p>
<blockquote><p>Große Männer werden ja in den Annalen immer über die Zahl der Toten definiert, die sie verschuldet haben: 5 Millionen oder 20 Millionen; – Frauen dagegen über die Zahl der Schuhpaare in ihrem Schrank. Nehmen wir nur einmal Imelda Marcos: 1000 Paar besaß sie angeblich. Manche behaupten sogar, 4000, aber auch wenn es nur 500 gewesen sind – im kollektiven Gedächtnis hat Frau Marcos einen Stammplatz. Ihr Mann dagegen, der einst gefürchtete philippinische Diktator Ferdinand Marcos, ist heute so gut wie vergessen, und das, obwohl man ihn im Norden des Landes bis heute in einem Glassarg bewundern kann. Aber – und das lehrt uns schon der Fall Lenin – selbst die größte Sepulkralleistung verpufft vor der manipulativen Kraft der Medien: Einmal mit der Kamera übers Schuhregal geschwenkt, und schon sind 10000 hingemordete Filipinos vergessen!</p></blockquote>
<p>Soweit, so nachvollziehbar &#8211; die Darstellung der Reduzierung des Frauenbildes ist hierbei jedoch noch nicht auf ihrem vorurteilsbeladenen Höhepunkt angelangt &#8211; daher zur Ursachenforschung:</p>
<blockquote><p>Womit wir nach einem kurzen medienhistorischen Exkurs wieder beim eigentlichen Thema wären – der Frau. Küche ist da diesbezüglich natürlich ein höchst problematisches Stichwort. Aber wenn wir ehrlich sind, stellt für Männer alles, was irgendwie anders ist – ob schwarz, behindert oder weiblich –, eine Bedrohung dar und muss deshalb entweder in der Beschreibung domestiziert werden, oder es muss in einem klar abgegrenzten Reservat bleiben: Schwarze im Benetton-Katalog, Tote auf dem Friedhof und Frauen eben in der Küche.</p></blockquote>
<p>Kuttner widmet sich in seinem Werk sozialisationsbedingt hauptsächlich Sendungen aus dem DDR Fernsehen und gestaltet den Übergang zum Anschauungsobjekt, einer Aufklärungssendung für junge Frauen folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>Der Osten kam ohne die Frauen nicht aus und konnte ihre Arbeitskraft nicht in den Küchen gesamt-gesellschaftlich nutzlos verpuffen lassen</p></blockquote>
<p>Eine situative Beschreibung von Setting und Ablauf der besagten Fernsehsendung, wird von Hintergrundbetrachtungen wie dieser durchbrochen:</p>
<blockquote><p>Aber das eigentlich Bizarre ist der Aufklärer, der wie ein gerissener Neufundländer vor dem Schappi-Napf sitzt und den leckeren Fleischbrocken erklärt, wie sie sich vor den gefräßigen jungen Hunden schützen können. Vielleicht trifft man die Situation noch besser, wenn man sich jenen Grimm’schen Wolf vorstellt, der als Geiß getarnt an die Tür der alleingelassenen Zicklein klopft: Also der Mann hat pfundweise Kreide gefressen, aber seinen Hormonhaushalt trotzdem nicht ganz im Griff; ihm wird der Mund trocken, und er muss sich hin und wieder die Lippen lecken, während er seinem Aufklärungswerk frönt.<br />
Man sieht aber auch, dass er bei dem Versuch, größtmögliche Nähe herzustellen, um den Jungfrauen ihre Situation zu erklären, die Hierarchie nie aus den Augen verliert. Er ist derjenige, der vorne sitzt, er ist der mit allen Wassern gewaschene Mann, der Auskenner. Dessen ist er sich natürlich bewusst, und das verleiht seinem Antlitz auch so einen seligen Gourmetausdruck, während die blühende, ahnungslose Unschuld an seinen Lippen hängt oder hängen sollte. Sein Versuch, gleichberechtigte Verhältnisse herzustellen, scheitert. Wenn man nicht im Fernsehen der DDR wäre, könnte man vielleicht darauf hoffen, dass er seine Kreide auskotzt und sich mit fletschenden Zähnen ins Auditorium stürzt.</p></blockquote>
<p>Geschichtliche und politische Parallelen werden gezogen, welche vielleicht den ein oder anderen überfordern oder langweilen könnten, weshalb ich sie mal eben weglasse und alsbald zu den prognostizierten Folgen, der durch den sogenannten Aufklärer <span style="color: #333333; font-style: normal; line-height: 24px;">geschilderten Inhalte,</span>kommen möchte:</p>
<blockquote><p>Nicht genug, dass die DDR-Frauen am Hochofen standen, an Mopeds rumschraubten und die Kugel doppelt so weit stießen wie ihre Landsmänner – nein, jetzt saßen sie auch noch, triumphierend «Sowjetunion – njet, mein Sohn!» trompetend, im Bett und zogen zittrige, schwitzende Knabenhände unbarmherzig aus ihren Schlüpfern vom volkseigenen Damenuntertrikotagenwerk mit Namen – richtig! – «Clara Zetkin»</p></blockquote>
<p>Und auch wenn nun der ein oder andere vielleicht schon entnervt weggeklickt hat, möchte ich doch das zielgenaue Fazit, welches mir persönlich so aus der Seele spricht, nicht schuldig bleiben:</p>
<blockquote><p>Ich bin immer wieder erstaunt, dass man sich über das Frauenbild der Taliban so wundert. Der wesentliche Unterschied zu dem unsrigen ist doch kaum mehr als ein technologischer: Was dem Taliban die Burka, ist der deutschen Öffentlichkeit Photoshop mit seinem Rote-Augen-Werkzeug, dem Sofortreparatur-Pinsel und der Möglichkeit, Frauen bis in eine Farbtiefe von 48 Bit nachzubearbeiten. Insofern würde ich für programmatische Bildbearbeitungsbomber für Afghanistan plädieren; Photoshop-Kurse in pakistanischen Ausbildungscamps!<br />
Und um Max Horkheimer zu variieren: Wer von den Taliban redet, darf von Mario Barth nicht schweigen. Unbeachtet von der Öffentlichkeit gelang es dem, mitten in der deutschen Hauptstadt, im Olympiastadion, 70000 geistige Selbstmordattentäter zu versammeln! Kein Bundesinnenministerium schreitet ein, kein Krisenstab beim Kanzleramt interveniert, kein Irren-Experte, kein Scholl-Latour wird um Rat gefragt. Selbst Hendryk M. Broder, Maxim Biller und Durs Grünbein schweigen!</p></blockquote>
<p>Keine Ahnung, ob das Gesamtkonstrukt nun überhaupt noch nachvollziehbar ist, aber manches kann irgendwie auch so für sich stehen bleiben. Der schönste Satz ist für mich hier jener über Mario Barth, welcher zwar auch ohne die anderen schon eine gewaltige Qualität besitzt (also Satz, nicht Barth), aber im Gesamtzusammenhang schlichtweg ein Bouquet entfaltet, um welches edelste Weine der besten Jahrgänge jene Wortperlen beneiden würden.</p>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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