<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Glotz_net &#187; Berlin</title>
	<atom:link href="http://glotz.net/tag/berlin/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://glotz.net</link>
	<description>...Lesen ist seliger denn Gaffen!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 14 Feb 2018 20:53:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Valentinstag</title>
		<link>http://glotz.net/lyrischer-fisch/valentinstag</link>
		<comments>http://glotz.net/lyrischer-fisch/valentinstag#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Feb 2018 20:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrischer Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>
		<category><![CDATA[Mock]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=2971</guid>
		<description><![CDATA[Für den Mock, Du bist abends der letzte Gedanke vorm Schlafengehen. Morgens drängst du dich auch abrupt in meine Gedanken. Meist so gegen vier Uhr früh. Diese Angewohnheit hältst du echt hartnäckig, egal, was ich versuche. Ob ich dich später ins Bett bringe oder früher, dich auspowern lasse oder dir einen chilligen Tag bereite, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Für den Mock,</h2>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2018/02/IMG_20180129_164057.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2973" title="Mock-am-Mal" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2018/02/IMG_20180129_164057-225x300.jpg" alt="Der Mock steht vorm Gedenkstein für die Opfer des Faschismus" width="225" height="300" /></a>Du bist abends der letzte Gedanke vorm Schlafengehen. Morgens drängst du dich auch abrupt in meine Gedanken. Meist so gegen vier Uhr früh. Diese Angewohnheit hältst du echt hartnäckig, egal, was ich versuche. Ob ich dich später ins Bett bringe oder früher, dich auspowern lasse oder dir einen chilligen Tag bereite, ob du krank oder gesund bist. Ganz ehrlich, in den ersten Augenblicken bin ich nicht sooo erfreut darüber. Oft versuche ich, weiter zu schlafen. Du aber bist hartnäckig. Kannst stundenlang das Mantra &#8220;Mama, aufstehen!&#8221; singen. Trällerst wahlweise auch &#8220;Alle Vögel sind schon da&#8221; oder andere schmissige Kracher von &#8220;Oh, Tannebaum&#8221; bis &#8220;We will rock you&#8221; &#8211; auch wenn du das R und das F vielleicht noch differenzieren üben solltest. Oder du findest ein Spielzeugauto, das ganz unbedingt zum Schlafen mit ins Bett musste und funktionierst mich zur Autobahn um. Jedenfalls könnte ich manchmal&#8230; Fahre hoch&#8230; und dann grinst du so schräg. Zack &#8211; ist Valentinstag im Herzen. Jeden verdammten Morgen.</p>
<h2>Vom Valentinstag zum Weihnachtsabend</h2>
<p>Am Valentinstag begann auch deine Geschichte. So ganz traditionell. Nein, nicht die mit den Bienen und Blümchen. Also schon die auch, aber da warst du dennoch weitere sechs Jahre &#8220;Quark im Schaufenster&#8221;, wie meine Mutter, die nun Oma Biene heißt, zu sagen pflegte. Du selbst bist mein kleines Weihnachtswunder. &#8220;Der Nachstrebende&#8221;, wie dein Name es auch besagt. Der direkt einzog, als einfach alles schief ging. Unerwartet von allen anderen &#8211; ich war mir mit einer erstaunlichen Ruhe dessen fast bewusst. Alle sagten, ich soll es verdauen, mich nicht grämen, wenn es nun erstmal nicht wieder klappt. Nichts erzwingen. Du bist weder erzwungen, noch irgendwie ein Ersatz für einen Verlust. Du bist der Mensch, den ich mir nicht besser hätte wünschen können. Ich bin jeden Tag aufs Neue erstaunt, wie irre toll du einfach bist. So offen krähst du jedem ein &#8220;Hallo!&#8221; entgegen. Und oft genug erweichst du auch ein miesepetrig deutsches Herz. Sorry, dass du in diesem Land mit dem wenigen Lächeln aufwächst. Ich hoffe inständig, es enttäuscht dich nicht irgendwann zutiefst. Gerade auch in diesen Zeiten. Manchmal schaust du traurig, wenn du Ignoranz begegnest &#8211; viel zu oft. Aber du trötest einfach den nächsten an. Bewahre dir das bitte. Bewahre dir deine ganze bekloppte Persönlichkeit, die du bisher entfaltet hast. Ich muss es ja wohl nicht sagen, aber: Ich liebe dich!</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="MusterFa &#8211; Die AntiTerra-Elite" href="http://glotz.net/aktion/musterfa-die-antiterra-elite" rel="bookmark">MusterFa &#8211; Die AntiTerra-Elite</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Das Projekt "Der Kreative August" ist zwar offiziell schon beendet, aber ich hab grad beim Aufräumen angefangener Beiträge diese Perle hier ausgegraben. Zum Thema
Zeichne dir Farben und Muster ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Ausbruch, Widerstand und Aufstand" href="http://glotz.net/lesen/ausbruch-widerstand-und-aufstand" rel="bookmark">Ausbruch, Widerstand und Aufstand</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Seit Freitag wirds ganz schwärmerisch ja nahezu verträumt bei den 52 Büchern. Zum Thema

Bücher, die Euch von der Hauptfigur haben träumen lassen! Motto: Ich will so sein, wie ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/lyrischer-fisch/valentinstag/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>JA und NEIN!</title>
		<link>http://glotz.net/musik-video-film/ja-und-nein</link>
		<comments>http://glotz.net/musik-video-film/ja-und-nein#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 May 2014 14:02:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guck!]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=2782</guid>
		<description><![CDATA[Kommendes Wochenende wird aller Wahrscheinlichkeit nach ja ein offizieller Rechtsruck durch Europa gehen. Nicht nur in Deutschland brauen sich braune Wolken über der kommenden Wahl zusammen. Mindestens auch in Frankreich und Österreich scheinen rechtspopulistische Bauernfänger leichtes Spiel mit unbedarften EU-Krisenkritikern zu haben. Aber ich will meine Weltuntergangsfantasien zwecks der neuen Salonfähigkeit rechten Gesinnungsmülls ja überhaupt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kommendes Wochenende wird aller Wahrscheinlichkeit nach ja ein offizieller Rechtsruck durch Europa gehen. Nicht nur in Deutschland brauen sich braune Wolken über der kommenden Wahl zusammen. Mindestens auch in Frankreich und Österreich scheinen rechtspopulistische Bauernfänger leichtes Spiel mit unbedarften EU-Krisenkritikern zu haben.<br />
Aber ich will meine Weltuntergangsfantasien zwecks der neuen Salonfähigkeit rechten Gesinnungsmülls ja überhaupt nicht an dieser Stelle in die Welt posaunen. Zudem hoffe ich zunächst weiterhin, dass diese meine Ansicht eher ein Resultat selektiver Wahrnehmung ist und ich schlichtweg meinen Fokus zu sehr auf die mediale Präsenz gehirnverschwurbelter AFD-Anhänger und Aluhütchen tragender Montagsdemonstranten lege. Womöglich lasse ich all diese Ängste einmal zu einem anderen Zeitpunkt ausschweifend hier über die Seite fließen, doch vorerst versuche ich den porösen Staudamm um jene Gefühlswallungen erstmal dichtzuhalten. Denn hier in unsrer schönen Hauptstadt steht am 25. Mai noch ein anderes Thema auf der Agenda und dem Wahlzettel.<br />
<iframe src="//player.vimeo.com/video/95711894" width="500" height="281" frameborder="0" webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/95711894">Tempelhofer Feld Volksentscheid &#8211; gemeinsam für ein gemeinsames Berlin</a> from <a href="http://vimeo.com/user28240846">Der letzte Berliner</a> on <a href="https://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Natürlich mit wunderbar verquaster Formulierung, wie es sich nicht nur für dieses Blog, sondern auch scheinbar für jeglichen Volksentscheid gehört. Neben dem Europaparlament können die Berliner nämlich auch gegen die Bebauung des Tempelhofer Felds abstimmen, einem wunderbaren, bisher nicht kommerziellen Freiraum, mit grün und bunt und weit und allem, was eine Stadt eben auch als Rückzugsort benötigt sowie attraktiv macht. Wie genau da die Kreuze zu setzen sind, ist ohne eine minimale Beschäftigung mit der Thematik vorab nicht unbedingt klar. Zum Glück klärt <a href="http://www.yuppie-love.de/" title="Yuppie Love" target="_blank">Der letzte Berliner</a> in einem unglaublich gelungenen Spot die richtige Kreuzverteilung und liefert ganz nebenbei noch so etwas wie ein emotional aufgeladenes &#8220;Warum?&#8221; dazu. Das dieser Film bereits kurz nach Schnitt bereits ein episches Meisterwerk der politischen Kleinkunst ist, versteht sich bei einem Blick auf die Darsteller_innen und dem wie immer gekonnten Geschnipsel von <del>Frollein Anneliese</del> dem letzten Berliner natürlich von selbst.</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Katerstimmung ist Garfield-Laune" href="http://glotz.net/musik-video-film/katerstimmung-ist-garfield-laune" rel="bookmark">Katerstimmung ist Garfield-Laune</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Montag morgen (ja, "Morgen" ist ein dehnbarer Begriff). Der gruseligste Tag einer gefühlten Woche:



Dinge wie Geist, Kreativität und jegliche Eigenschaften, die mit Wach-Sein verknüpft sind, ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Mit dem Linken sieht sie &#8220;besser&#8221;" href="http://glotz.net/aktion/auf-dem-rechten-auge-blind" rel="bookmark">Mit dem Linken sieht sie &#8220;besser&#8221;</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Kurz vor dem jährlich im sonst so schönen Dresden stattfindenden Naziaufmarsch, welcher sich stets hinter dem perfiden Motto des Gedenkens und Trauerns versteckt und dessen ebenso etablierter ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/musik-video-film/ja-und-nein/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>An meine Enkel</title>
		<link>http://glotz.net/schwachfug/an-meine-enkel</link>
		<comments>http://glotz.net/schwachfug/an-meine-enkel#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 19:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwachfug]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=2236</guid>
		<description><![CDATA[Meine Lieben, Früher, als eure Eltern noch Quark im Schaufenster waren und eure Oma noch jung und, wie manch ein Verwirrter sogar waghalsig behauptete, schön, da sah die Welt noch völlig anders aus. Wir wohnten noch nicht alle in Iglus und liefen stets in dicken Klamotten herum. Nein, die Kälte und der Schnee waren auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Lieben,</p>
<p>Früher, als eure Eltern noch Quark im Schaufenster waren und eure Oma noch jung und, wie manch ein Verwirrter sogar waghalsig behauptete, schön, da sah die Welt noch völlig anders aus. Wir wohnten noch nicht alle in Iglus und liefen stets in dicken Klamotten herum. Nein, die Kälte und der Schnee waren auf einige Monate im Jahr beschränkt. Wir teilten die Jahre damals noch in vier Jahreszeiten ein. Diese kälteste und dunkelste unter ihnen nannten wir &#8220;Winter&#8221;.</p>
<div id="attachment_2237" class="wp-caption alignleft" style="width: 594px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/ewiges-eis.jpg"><img class="size-full wp-image-2237" title="eiszeit" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/ewiges-eis.jpg" alt="media spree eis" width="584" height="440" /></a><p class="wp-caption-text">Packeis auf der Spree - FrOstern</p></div>
<p>Manchmal gab es sogar nicht einmal im Winter Schnee. Wir erkannten dann nur an dem wenigen Tageslicht und den fehlenden Blättern an den Bäumen, dass Winter war. Ja, damals hatten die Bäume manchmal noch Blätter.<span id="more-2236"></span> Fast das ganze Jahr über. Im Frühling, der damals direkt auf den Winter folgte, fingen diese Blätter plötzlich an zu wachsen und die Welt wurde grün. Nicht nur auf den Bäumen sondern auch am Boden. Das nannte sich dann &#8220;Wiese&#8221;. Wiese ist ein wenig wie Schnee, nur eben grün und warm, aber genauso weich. Da legten wir uns dann im Sommer drauf. Dieser &#8220;Sommer&#8221; kam immer nach dem Frühling. Da wurde es dann noch viel viel wärmer. Fast so warm, wie an unseren Lagerfeuern heute. Wir konnten sogar ganz ohne Anziehsachen über die Wiesen laufen, auf ihnen Purzelbäume schlagen und in Seen baden. Ach ja die Seen. Das muss ich euch natürlich erklären:</p>
<p>Die Eisflächen, auf denen ihr heute immer Schlittschuh lauft, die schmolzen damals im Frühling. So der Winter denn überhaupt so kalt war, dass unsere Seen überhaupt gefroren. Dann wurde das Eis flüssig. Ihr kennt das. Wenn wir heute den Schnee für Tee schmelzen, dann entsteht auch Wasser. Seen waren so &#8211; nur eben ganz viel Wasser. Soviel Wasser und so warm, dass wir an warmen Tagen darin baden konnten. Viele von uns konnten sogar schwimmen. Das war eine Fortbewegungsmethode durch das tiefe Wasser. Denn in Wasser konnten die Menschen nicht einfach laufen. Es ist viel dünner als Schnee, der gefrorene Boden und die Untergründe, die ihr heute so kennt. Aber es machte Spaß dieses &#8220;Schwimmen&#8221;. Danach legten wir uns dann leicht bekleidet an den Strand oder auf die Wiese und trockneten uns in der Sonne.</p>
<p>Ooh, &#8220;Sonne&#8221;. Die war damals auch noch wesentlich wärmer. Manchmal veränderte sich sogar unsere Hautfarbe, wenn wir zu lange darunter herumlagen. Weiße Menschen wurden dann rot oder braun. Ihr könnt euch das vorstellen, wie die Tiere, die wir heute braten, deren Fleisch verfärbt sich ja auch über dem Feuer.</p>
<p>Damals gab es im Übrigen auch noch ganz andere und vielmehr Tiere. Viele haben das nicht verkraftet, als damals im Jahr 2013 der Winter einfach nicht mehr aufgehört hat und für immer blieb. Viele Tiere, die wärmere Temperaturen zur Nahrungssuche brauchten starben schnell, als der Frühling einfach nicht mehr kam.</p>
<p>Hach, ich könnte euch noch so viel über die Welt damals erzählen. Aber schlaft erstmal schön in euren Büffelfellen. Ich wache derweil am Lagerfeuer. So ist ja auch schön. Womöglich vermisst ihr die Wärme ja überhaupt nicht. Ihr kennt sie ja nicht. Ich würde mich freuen. Noch einmal den Frühling mit bunten Blumen und diesen anderen Geruch, den die Welt damals plötzlich annahm zu erleben. Ja sie war schön. Die Welt. Als die Winter noch vorüber gingen&#8230;</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img title="verrecke Frau Holle" src="http://1.bp.blogspot.com/-sG_U7lcBJ6U/UUt2zJyr7fI/AAAAAAAABQY/iS3gzmVF-pg/s640/Skalitzer+stra%C3%9Fe-manuel.jpg" alt="Winter verpiss dich" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Winter adé - Scheiden juchee</p></div>
<p>&#8212;</p>
<p>Dieser Beitrag ist die Zigarette, welche ich mir an der Haltestelle anzünde, damit der Bus kommt. Ich hoffe, er interessiert morgen, wenn schlagartig der Frühling ausbricht, keine Sau mehr und wird halb gelesen am Bordstein ausgetreten.</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Nasenmilch" href="http://glotz.net/musik-video-film/nasenmilch" rel="bookmark">Nasenmilch</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Das neue Jahr blinzelt noch schlaftrunken mit den Augen, da wird es schon von einer Horde überambitionierter Jogger niedergetrampelt. Die ganze Welt scheint zugeschissen mit guten Vorsätzen. ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Federviehcher sind auch nur Vögel" href="http://glotz.net/lesen/federviehcher-sind-auch-nur-vogel" rel="bookmark">Federviehcher sind auch nur Vögel</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />...oder etwa nicht?

Beim Motto der 18. Bücherwoche fiel mir spontan ein Buch ein, welches mir die gute Mestra Yllana aber schon vor der Nase weggeschnappt hatte. Nils Holgerson.

Also musste ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/schwachfug/an-meine-enkel/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hundeleben im Wedding</title>
		<link>http://glotz.net/kaufen/hundeleben-im-wedding</link>
		<comments>http://glotz.net/kaufen/hundeleben-im-wedding#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Mar 2013 14:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsumiere!]]></category>
		<category><![CDATA[Mach wat!]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[KONSUM! (Drogen Schuhe Süchte halt)]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Viehcher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=2150</guid>
		<description><![CDATA[Zeitangaben im Artikel sind bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung minimal vertagt &#8230;ich gestehe, ich haderte. &#8212; Bereits gestern nahm mich das literarische Schaffen des Ministers für innere Schönheit mit. &#8220;Mit&#8221; &#8211; in die Welt der Labormaus. &#8220;Mit&#8221; &#8211; auf dieser &#8220;Aua Welt &#38; Seele&#8221;-Schiene. Heute morgen ging die Fahrt an derselben Stelle weiter. Diesmal mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeitangaben im Artikel sind bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung minimal vertagt &#8230;ich gestehe, ich haderte.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Bereits gestern nahm mich das literarische Schaffen des Ministers für innere Schönheit mit. &#8220;Mit&#8221; &#8211; in die Welt der <a title="Labormaus" href="http://mfis.wordpress.com/2013/02/26/die-maus/" target="_blank">Labormaus</a>. &#8220;Mit&#8221; &#8211; auf dieser &#8220;Aua Welt &amp; Seele&#8221;-Schiene. Heute morgen ging die Fahrt an derselben Stelle weiter. Diesmal mit einem wirklich bedrückend eindrucksvollen Film über Hunde, welche aus dem Versuchslabor flüchten und ein echtes Leben suchen:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/xBxfOvx7QmU?rel=0" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Was mir am gestrigen Tage also zum Thema durch den Kopf schoß, sich aber keinen Weg durch die Sprachlosigkeit schlug, sondern an diversen Schranken* aufgehalten wurde, muss nun doch raus. Ich starte allerdings keine Aufrufe oder propagiere irgendwelche Handlungsempfehlungen &#8211; ich habe mich aus guten Gründen** bereits kurz nach dem Projekt &#8220;Schöpfung der Erde, aus dem aktuellen Tagesgeschehen zurückgezogen und dabei bleibt es.<span id="more-2150"></span></p>
<p>Sich nun in Nacht- &amp; Nebelaktionen der Befreiung versklavter Tiere zu widmen, ist ja aus rechtlichen, zeitlichen oder sonstigen Gründen nicht wirklich jedes Menschenkinds Sache.<br />
Kritischer Konsum, welcher ja immer wieder in Zeiten der akuten Empörung &amp; des Skandals zum politischen Druckmittel des scheinbar machtlosen Endverbrauchers schlechthin avanciert, gestaltet sich, wie eine ebenfalls im <a title="Tierversuche Produkte" href="http://www.wermachtwas.info/" target="_blank">Ministerium für innere Schönheit entwendete Liste</a> beweist, nicht nur in dem Fall als recht sperriges Instrument der Auflehnung. Zudem habe ich an diesen Methoden meinen ganz persönlichen Zweifel &#8211; auch wenn ich diverse Hersteller, Produkte et cetera ebenfalls boykottiere. Ohne den aktuellen Skandal im Hintergrund, ist entweder der Einbruch von Verkaufszahlen minimal und zudem die Gründe für eine Weigerungshaltung, so denn nicht von Medien oder Demonstrationen klar formuliert für den jeweiligen Konzern nicht nachvollziehbar. Meist verpufft der ganze Effekt darin, dass auf Händlerseite einfach dem Marketing noch ein wenig mehr Feuer unterm Hintern gemacht wird, womit im &#8220;Idealfall&#8221; die kritischen Nicht-Käufer durch neue Kundengruppen oder ein verstärktes Kaufverhalten seitens der (Noch-)Käufer ausgeglichen werden. Eine langfristig umsichtige wie sich selbstständig aufgeklärende Käufermasse, halte ich halt für eine verträumte Utopie. Doch bekanntermaßen kann ich auch schwer von traumhaften Ideen trennen.</p>
<p>Doch was mir nun gestern wie heute eigentlich durch den Kopf schoss, ist eine überaus persönliche Sache. Ein Umstand, der mich immer mal wieder verstört, maßlos aufregt und in gewisser Weise so widerwärtig hilflos fühlen lässt. Ich gebe mich jetzt mal ungewohnt Obrigkeitshörig, eine Haltung auf der ich noch nicht so viel Erfahrung gesammelt habe, der Konzern, welchen ich im folgenden mit Mutmaßungen und gesammelten Erfahrungsberichten in Verbindung bringe, möge mir meine etwaige Unbeholfenheit verzeihen. Doch ich lebe im Schatten &#8211; im Schatten der Festund Bayer-Schering.</p>
<h2>Klaut Schering Hunde?</h2>
<p>Ich wohne seit einigen Jahren unweit der Schering AG in Berlin Wedding. Ein großer Gebäudekomplex den ich noch nie von innen sah. Vermutlich Labore, Büros und sonstig Unkurioses. Im Umkreis des Hauptsitzes jener ehemaligen Aktiengesellschaft, welche nun wohl vollständig in <em>Bayer HealthCare Pharmaceuticals</em> aufgegangen ist, verschwinden seit Jahren immer wieder Hunde. Klar, das passiert nicht nur dort. Eine besondere Häufung solcher Vorkommnisse kann ich ohne gesicherte Daten natürlich nur als rein gefühlt höher einschätzen, als außerhalb des mutmaßlichen Einzugsgebietes für Versuchszwecke. Die Stories, welche betroffene Ex-Hundebesitzer zu berichten haben, sind immer wieder aufs neue kurios. Da wird von stets treu hinterhertrottenden Hunden berichtet, welche nach dem Gang über den Nettelbeckplatz plötzlich nicht mehr an vermuteter Stelle hinter ihren Besitzer_innen laufen. Viele Hundebesitzer_innen lassen aufgrund der Vorkommnisse ihre vierbeinigen Begleiter nicht mehr einfach unbeaufsichtigt vor den umliegenden Supermärkten warten, denn hier befinden sich einige der Knotenpunkte jenes Wuffmuda-Dreiecks.<br />
Die Gerüchte unter den Halter_innen über das, was dort im Schatten des Gebäudekomplexes abläuft, reißen jedenfalls seit Jahren nicht ab. Doch wie beweist mensch so etwas?</p>
<p>Kürzlich kam einer der verlorenen Hunde nach zwei Monaten zurück. Er stand urplötzlich vor der Haustür seiner Menschen. Rasiert. Nadeleinstiche. Hochgradig verstört. Das anfängliche Glücksgefühl über die Wiederkehr ihres geliebten Vierbeiners schlug innerhalb kürzester Zeit in Wut, Trauer &amp; Hilflosigkeit um. Aus einem ehemals ausgeglichenen wie liebevollen Familienhund war ein Bündel Angst geworden. Nach den Geschehnissen und dem Ort seines Verbleibs zu fragen, ist bei einem Hund nun wahrhaft aussichtslos. Die Injektionsstellen sind keine eindeutigen Beweise. Die Familie, zu welcher der Hund gehört, scheut sich vor einer Klage. Mit welchen Beweisen auch? Die Menschen des Berliner Bezirks Wedding sind nicht gerade für ihren Reichtum bekannt &#8211; die Warteschlangen vor dem Jobcenter müssen an manchen Tagen polizeilich überwacht werden, damit sie auf der 150 Meter entfernten Kreuzung den Verkehr nicht zum Erliegen bringen. Vielleicht rekrutiert sich daraus ja genau das passende Klientel, bei welchem die Chancen, in einer juristischen Auseinandersetzung mit dem eigenen gut bezahlten Anwaltsteam zu bestehen, besonders günstig liegen. Besser jedenfalls als in Villengegenden, welche gerüchteweise auch in der &#8220;arm aber aber sexy&#8221;-Metropole existieren.<br />
Vielleicht handelt es sich auch lediglich um eine dieser hartnäckigen urbanen Legenden. Diese Ansammlung an Mutmaßungen klingt für Außenstehende, ja sogar für die Hundebesitzer_innen selbst hochgradig nach einer paranoiden Verschwörungstheorie. Denn hat es ein solch großes Unternehmen wirklich nötig, für Tierversuche Hunde von der Straße zu entwenden? Ich weiß es nicht. Ich weiß ja noch nicht einmal, woher die Hunde für Laborversuche auf legalem Weg bezogen werden. Ich will das auch gar nicht wissen. Meine Rosa Brille ist eh schon ein fragiles Etwas, was lediglich durch puren Zufall und das Glück der Unbedarften, entgegen aller physikalischer Gesetze nicht auseinanderfällt.<br />
Womöglich sind alle Anhaltspunkte, die ich so im Laufe meiner Wohnnähe zu Schering so sammelte, lediglich eine Anhäufung von Zufällen. Vielleicht handelt es sich bei den Hundebesitzer_innen im Umkreis jenes Gebäudekomplexes lediglich um eine besonders schusselige Menschenansammlung, die schlichtweg keine Ahnung haben, wie der Hund an sich möglichst nicht abhanden kommt. Wahrscheinlich projezieren sie die Ergebnisse ihrer eigenen Unzulänglichkeit nur auf den naheliegenden Konzern &#8211; unfähig die Schuld beim wahren Übeltäter zu suchen &#8211; sich selbst. Dennoch, nur um sicher zu gehen, falls das hier mal irgendwer liest, der gerade nach Berlin Wedding zog oder da schon wohnt und sich erst kürzlich einen Hund zulegte, somit also vielleicht noch nicht in den Genuss der kursierenden Ammenmärchen durch andere Hundehalter_innen gekommen ist:</p>
<p>Hab ein Auge auf deinen Hund! Immer.<br />
Habe zwei Augen auf deinen Hund, wenn du mit einem unangeleinten Hund durch den Wild Wild Wedding streunst.<br />
&#8212;<br />
* Diverse Schranken:</p>
<ul>
<li><strong>Schranke 1:</strong> Gibt es nicht zahlreiche &#8220;wichtigere&#8221; Sachen über die du schreiben könntest? &#8211; Ja, aber tust du ja eh nicht.</li>
<li><strong>Schranke 2:</strong> Möchtest du dich mit unhaltbaren Anschuldigungen der Gefahr aussetzen, deine nicht vorhandenen Ersparnisse in die Rachen einer Armada von Juristen schleudern zu müssen? &#8211; Ach komm hör auf, ich beschuldige niemanden! Ich reihe lediglich auf der Straße aufgeschnappte Äußerungen aneinander, gebe zufällige Geschehnisse wieder an einem Ort, wo eh kaum wer vorbeischaut <img src='http://glotz.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p>** Schöpfung erwies sich als über die Maßen beratungsresistent und renitent</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Sommerwurmloch" href="http://glotz.net/schwachfug/sommerwurmloch" rel="bookmark">Sommerwurmloch</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Endlich wieder Montag! Mensch, mensch, mensch, Wochenenden sind aber auch öde. Nichts zu tun, außer durch die Walachei zu radeln und dabei Gegend gucken, sich zwischendurch in unbekannten ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Hans-Wurst Krieger &#8211; Weißwurst versus Currywurst" href="http://glotz.net/lesen/hans-wurst-krieger-weisswurst-versus-currywurst" rel="bookmark">Hans-Wurst Krieger &#8211; Weißwurst versus Currywurst</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Diese kleine warzige Gift-Kröte!

Keine Beleidigung! Dem steht da so. Autorität des virtuellen Wissens, verkündigt derartiges über gewisse Kröteriche. Im Ernst - Menschen &amp; ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/kaufen/hundeleben-im-wedding/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rezension zum Club der polnischen Versager</title>
		<link>http://glotz.net/lesen/rezension-club-der-polnischen-versager</link>
		<comments>http://glotz.net/lesen/rezension-club-der-polnischen-versager#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 21:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen formen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=2036</guid>
		<description><![CDATA[Der Club der polnischen Versager hat seit Ende 2001 eine feste Lokalität gefunden. Nämlich unweit des Café St. Oberholz, dessen literarische Auswüchse ebenfalls erst kürzlich hier vorgestellt wurden (Bald schreibe ich nur noch Artikel zu Büchern, welche auf den Erfahrungen diverser Berliner Institutionen beruhen &#8211; so! Wäre immerhin mal ein Schritt Richtung Spezialisierung.). Zuvor war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1430" title="quer gelesen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1-300x236.jpg" alt="Lesen nach Alphabet" width="300" height="236" /></a>Der <em>Club der polnischen Versager</em> hat seit Ende 2001 eine feste Lokalität gefunden. Nämlich unweit des Café St. Oberholz, dessen literarische Auswüchse ebenfalls erst kürzlich <a title="Rezension st oberholz" href="http://glotz.net/lesen/sieben-auf-einen-streich" target="_blank">hier vorgestellt</a> wurden (Bald schreibe ich nur noch Artikel zu Büchern, welche auf den Erfahrungen diverser Berliner Institutionen beruhen &#8211; so! Wäre immerhin mal ein Schritt Richtung Spezialisierung.). Zuvor war jener Club eine &#8230;eine &#8230;ja was eigentlich?<span id="more-2036"></span> Eine Ansammlung polnischer Versager? Ein aufgewecktes Häufchen Menschen, welche irgendwie nicht so recht in die &#8220;Mitte der (erfolgreichen) Gesellschaft&#8221; passen wollte? Eine Idee zur Erforschung und Verbesserung deutsch-polnischer Beziehungen? Genau diese unvollkommene Definitionsmöglichkeit macht diesen Club sicher zu genau der Besonderheit, die er heute noch ist. Irgendwie wahrscheinlich von allem ein bisschen. Lockeres Konzept, Spielwiese, Anlaufstelle für unterschiedlichste Menschen, kulturelle Begegnungsstätte. Den Club mit dem ansprechenden Namen gibt jedoch nicht nur als undefiniertes Etablissement im Herzen Berlin. Der Club der polnischen Versager, kann sogar <a title="club der polnischen versager" href="http://www.polnischeversager.de/" target="_blank">virtuell besucht</a> werden und seit kurzem sogar in handlichem <a title="club der polnischen versager buch" href="http://www.rowohlt.de/buch/Adam_Gusowski_Der_Club_der_polnischen_Versager.2964664.html" target="_blank">Taschenbuchformat</a> mit sich herumgetragen werden.</p>
<h2>Das Buch zum Club der polnischen Versager</h2>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/02/club-der-polnischen-versager.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2082" title="club der polnischen versager" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/02/club-der-polnischen-versager-197x300.jpg" alt="rezension club polnischen versager" width="197" height="300" /></a>Adam Gusowski und Piotr Mordel gründeten ihn 2001, den sagenumwobenen <em>Club der polnischen Versager</em>. Wie es dazu kam, was die beiden Autoren, Schauspieler &amp; Filmschaffenden überhaupt von Polen nach Berlin trieb, und wie das so ist mit der wirklich merkwürdigen Beziehung zwischen Polen und Deutschland, das schildern sie hier auf wirklich amüsant entrückte Weise. Das Buch handelt von den Tücken der Deutschen Sprache und dem Deutschen Desinteresse oder der Überforderung an der Polnischen Landessprache. Der Fokus den Adam und Piotr hier auf die beiden Kulturen werfen, gleicht einem Flickenteppich an Kuriositäten. Es geht um irgendwie alles: Ein wenig Fußball, Arbeitsmoral, Versagensängste, den Papst &#8211; also eigentlich um beide, den Polnischen und den Deutschen, um sprachliche Besonderheiten &amp; lächerliche Dialekte, um absurde Frisuren und darum, wie es sich anfühlt Pole und insbesondere Pole in Deutschland zu sein. Die Recherche dazu erschien wohl vor allem auf polnischer Seite überaus schwierig, denn eine These des wunderbar bekloppten Werkes ist, dass Polen sich am liebsten unsichtbar machen wollen in Deutschland, es scheint eine Art tiefsitzende Scham damit verbunden als Pole entlarvt zu werden, so jedenfalls die Autoren. Das Buch lässt die Lesenden beide Kulturen unter einem wirklich charmant dämlichen Gesichtspunkt neu entdecken. Auf diese Art habe zumindest ich weder Deutschland noch Polen wahrgenommen &#8211; naja zumindest nicht so intensiv. Mal stichelt das Werk, mal klingt es versöhnlich und am Ende ist alles wunderbar unklar was die Polnisch-Deutsche Beziehung angeht. Oder um es mit dem Klappentext zu sagen:</p>
<blockquote><p>Muss man sich erst noch kennenlernen, oder kann man sich schon nicht mehr sehen? Kann daraus irgendwann eine Liebe werden? Oder nur eine kriselnde Ehe kurz vor der Scheidung? Was ist mit der Völkerverständigung?</p></blockquote>
<p>Viel Aufklärung bietet das Werk bei diesen Fragen wahrlich nicht. Dafür aber eine Menge interessanter Einblicke in dieses verworrene Beziehungsgeflecht aus Unsichtbarkeit &amp; Ignoranz, aus schamhafter Rücksicht auf scheinbare Unterschiede und progressiver Gleichmacherei.<br />
Das Buch schildert neben den individuellen Geschichten, wie Adam &amp; Piotr ins Land kamen, wie sie sich an Deutschland annäherten auch die Gründung des Club der polnischen Versager. Ein ganz notwendiges Resultat aus all den kruden Annäherungsversuchen und deren scheinbarem oder auch tatsächlichem* Scheitern.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>*eine der rührendsten und dennoch aberwitzigsten Geschichten, war für mich hier die eines polnischen Priesters, der in ein Brandenburgisches Dorf &#8220;exportiert&#8221; wurde. Überaus empfindliches Exportgut, diese polnischen Priester, in Polen nahezu als Rockstars gefeiert, spielen sie in Deutschland vor ungewohnt leerem Haus. Aus Mangeln an Sprachkenntnissen übersetzte jener Priester seine Predigten mit Google-Translator (möglichst mehrfach hin und her, da sie so wohl etwas überaus liturgisches bekamen). Das Ergebnis sollte sich jeder, welcher einmal einen Satz in die Übersetzungsmaschine geworfen hat, ausmalen können, aber die tragische Schönheit jenes kleinen Einblicks ging mir Tage nicht aus dem Kopf.</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Grenzwertige Literatur" href="http://glotz.net/lesen/grenzwertige-literatur" rel="bookmark">Grenzwertige Literatur</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />
Getreu dem Motto "Das Beste kommt zum Schluss" präsentiert Ihre Felligkeit zur vorerst vorletzten Bücherwoche ein eigens erdachtes Thema:
Ein Buch, das Du auch mit 10 XXL-Caipis intus oder für ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="In aller Kürze und schlaftrunken" href="http://glotz.net/schwachfug/in-aller-kurze-und-schlaftrunken" rel="bookmark">In aller Kürze und schlaftrunken</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Da hier hinterm Pluto seit Aberkennung des Planetenstatus nur noch vereinzelt Meldungen durchdringen und dank des neuen intergalaktischen Föderationsabkommens prinzipiell auch nur noch von jenen ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/lesen/rezension-club-der-polnischen-versager/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geschichten aus dem Untergrund (1)</title>
		<link>http://glotz.net/musik-video-film/geschichten-aus-dem-untergrund-1</link>
		<comments>http://glotz.net/musik-video-film/geschichten-aus-dem-untergrund-1#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 13:20:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guck!]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen formen]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=1729</guid>
		<description><![CDATA[Die Berliner U-Bahn. Durchaus hassenswert, überaus liebenswert. Da gehen die Meinungen selbst innerhalb ein und derselben Person oft auseinander. Ich persönlich reg mich unheimlich gern drüber auf. Ich reg mich aber einfach generell gern auf. Gleichzeitig fühle ich mich mit diesem Transportmittel seit frühester Kindheit inniglich verbunden. Bereits in frühester Jugend faszinierte mich die Optik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berliner U-Bahn. Durchaus hassenswert, überaus liebenswert. Da gehen die Meinungen selbst innerhalb ein und derselben Person oft auseinander. Ich persönlich reg mich unheimlich gern drüber auf. Ich reg mich aber einfach generell gern auf.<br />
Gleichzeitig fühle ich mich mit diesem Transportmittel seit frühester Kindheit inniglich verbunden. Bereits in frühester Jugend faszinierte mich die Optik jener Gefährte, die ich schon damals mit Finsterbergmaden verglich, als ich noch gar nicht von der Existenz jener metallenen Erdwürmer wusste.</p>
<div id="attachment_1997" class="wp-caption aligncenter" style="width: 679px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/02/Tunnelpfeiffer.jpg"><img class="size-full wp-image-1997 " title="Tunnelpfeiffer Berlin" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/02/Tunnelpfeiffer.jpg" alt="Tunnelpfeifer Berlin" width="669" height="502" /></a><p class="wp-caption-text">Schwer begeistert gewesen über derart sinnentleerte (Kunst-?)Aktionen im offiziell wirkenden </p></div>
<p>Trotz diverser Wetteranfälligkeiten sowie sonstiger Macken, ist das an und für sich gute Öffentliche Berliner Verkehrssystem sicherlich mitverantwortlich dafür, dass ich entgegen immer wieder aufkeimender Vorhaben noch keine Fahrschule von innen gesehen habe. Echte Berliner_innen fahren Bahn oder Fahrrad.<span id="more-1729"></span> Mit dem Auto ist mensch hier eh doppelt so lang unterwegs. Also schuldig im Sinne der Anklage, neben den Mitverantwortlichen &#8220;persönliche Links-Rechts-Schwäche&#8221; &amp; einer &#8220;Neigung zu temperamentvollen Ausbrüchen gegenüber allen Wesen, die nicht augenblicklich so funktionieren wollen, wie ich es ihnen mittels Telepathie doch eindeutig vorschreibe&#8221;.<br />
Da ich die nächste Zeit doch zunächst einmal wieder vom <a title="Fahrrad statt Bahn" href="http://glotz.net/lyrischer-fisch/rennsemmeln" target="_blank">Rad auf die U-Bahn</a> umsteige, empfinde ich es ganz passend einige Eindrücke aus diesem spannenden Gefährt ab und an hier zu verewigen. Schon allein als Gegenmaßnahme zum <a title="Schwabist" href=" http://www.dark-johann.de" target="_blank">geballten Schwabismus</a>*, der mir hier ab und an entgegenschlägt. Nicht zuletzt aber auch, weil sie Leben bedeutet, die liebe Bahn.<br />
Also das soll nun keine Hommage an &#8220;Die schönsten Bahnstrecken Deutschlands&#8221; werden. (Diese Sendung gibt es allen Ernstes sogar auf DVD! Dies musste ich einst beim Bezahlen meiner Schwarzfahrschulden feststellen! Ernsthaft, wer kauft sowas?! Wer sich nicht freiwillig meldet, den werde ich im Falle gröbster Langeweile eines Tages entlarven, indem ich mich wochenlang, bewaffnet mit Kamera neben die Vitrine mit jenen Filmkunstwerken stelle und warte!) Bei einer Fahrt mit der U-Bahn ist die Sicht auf Berlin ja überwiegend eher eingeschränkt, zumindest unter landschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. Für leidenschaftliche Hobby-Anthropologen, Erlebnis- und gar Sensationshungrige ist sie allerdings ein wahrer Segen. Und darum geht&#8217;s. Und weil dieses übermächtige Vorwort schon viel zu lange hier in den Entwürfen schlummert (mittlerweile hat mein pedalbetriebenes Fortbewegungsinstrument, ja schon eine Reparatur und erneute Wunden, bei einem Absturz des Hinterrades in ein Schlagloch mit den Ausmaßen von etwa halb Mittelerde, erleiden müssen. Dann kam Schnee und seit gestern besitze ich also doch endlich ein Jahres-Abo , gegen welches ich mich ja eigentlich, nachdem ich jahrelang mit den preisgünstigen Konditionen für Student_innen verwöhnt wurde, ewig weigerte. Jedenfalls beste Grundvoraussetzungen stets Nachschub für Untergrundgeschichten zu beschaffen).</p>
<p>Fangen wir mit dem Positiven an: Letztens also geriet ich in eine fahrende, singende &amp; schwingende Demonstration (schätzungsweise vom Refugee Protest Camp). Unterschiedlichste Beschallung &amp; Performance in U-Bahnwagons ist zwar an und für sich nicht gerade etwas außergewöhnliches &#8211; nicht umsonst gibt es ganz bestimmt irgendwo eine Statistik, die Inhaber_innen von Monatskarten eine geringere Präsens auf &#8220;richtigen&#8221; kulturellen Veranstaltungen bescheinigen würde. Wozu auch, gibt es ja alles umsonst sowie in nicht zu unterschätzender Vielfalt im Untergrund. Doch anstatt eines Einzelkünstlers oder den ebenso häufig vertretenen Duetten oder Trios, standen strategisch gut verteilt im ganzen Abteil etwa 20 Personen klatschend, tanzend und singend:</p>
<p style="text-align: center;">Oh lala<br />
Oh lélé<br />
Solidarité<br />
avec le sans papiers</p>
<p>Das Spektakel war derart ansteckend, das nach etwa ein bis zwei Stationen kaum noch ein Unterschied zwischen &#8220;echten&#8221; Demonstrant_innen und den eigentlichen Fahrgästen auszumachen war. Alles stimmte mit ein, tanzte vereinzelt gar mit, kein Mensch lehnte Flyer ab, viele stellten sogar Fragen, &#8220;Wieso?&#8221;, &#8220;Warum?&#8221; und was der Text bitte hieße. Das war schlicht schön. Und das war&#8217;s auch schon.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>*Eine wunderschöne Begrifflichkeit, welche mir gestern (kann <a title="Kuttner Sendungsmittschnitt Sprechfunk" href="http://www.radioeins.de/programm/index.to.01-02-2013_05-00.psdoc.%21content%21rbb%21ein%21programm%21sendungen%21sendungen%2199%211301%21130131_eins_sondersendung_3524.from.31-01-2013_05-00.musiktitel.true.html" target="_blank">heute immer noch nachgehörcht</a> werden) neben anderen Epochalitäten durch mein großes geistiges Vorbild zuteil wurde und die ich mir <del datetime="2013-02-01T10:09:53+00:00">erdreistete</del> erlaubte hier und fortan zu recyclen. Der Begriff funktioniert übrigens nach altbewährter Berliner Ignoranz: Alles, was sich geografisch weiter als 25 Kilometer (großzügige Auslegung) im <del datetime="2013-02-01T10:09:53+00:00">Tal der Ahnungslosen</del> Brandenburger Umland und darüber hinaus befindet, ist Schwabenländle (Ausnahmen bestätigen bei dieser nicht ganz wertfreien Zuordnung allerdings die Regel &#8211; worunter allerdings NICHT Niedersachsen fällt <img src='http://glotz.net/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' />  ).</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Russische Versöhnung literarischer Art" href="http://glotz.net/lesen/russische-versohnung-literarischer-art" rel="bookmark">Russische Versöhnung literarischer Art</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Ursprünglich hatte ich eine chronologische Aufholjagd zu Miss Puscheligkeits 52 Büchern geplant. Neben der Tatsache, dass dies sicher nicht unbedingt im Sinne einer Chaotin sei, hat mich auch ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Perlentaucher &#8211; Bücherberg-er" href="http://glotz.net/lesen/perlentaucher-bucherberg-er" rel="bookmark">Perlentaucher &#8211; Bücherberg-er</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Das Thema der 17. Woche der 52 Bücher bei Miss Puscheligkeit trägt den prägnant eingängigen Titel

Wie wär’s also mit Büchern, die man am Anfang so überhaupt gaaaaar nicht lesen wollte, ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/musik-video-film/geschichten-aus-dem-untergrund-1/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Held_in des Tages</title>
		<link>http://glotz.net/schwachfug/held_in-des-tages</link>
		<comments>http://glotz.net/schwachfug/held_in-des-tages#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2013 21:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwachfug]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Feierlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=1875</guid>
		<description><![CDATA[Fanfaren, Konfetti und was so zum handelsüblichen Jubel konsumiert werden sollte: Ich habe soeben eine neue Kategorie gegründet. Eigentlich befinde ich mich während des Schreibens ja sogar noch mitten im Gründungsprozess. Noch eigentlicher ist diese neue Kategorie Verdienst einer Penny-Verkäuferin. Meiner Penny-Verkäuferin nämlich (ich neige zur Annektierung jeglichen Dienstleistungspersonals): Begebenheit Soeben flitzte ich noch einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fanfaren, Konfetti und was so zum handelsüblichen Jubel konsumiert werden sollte:<br />
Ich habe soeben eine neue Kategorie gegründet. Eigentlich befinde ich mich während des Schreibens ja sogar noch mitten im Gründungsprozess. Noch eigentlicher ist diese neue Kategorie Verdienst einer Penny-Verkäuferin. Meiner Penny-Verkäuferin nämlich (ich neige zur Annektierung jeglichen Dienstleistungspersonals):</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Begebenheit</span><br />
Soeben flitzte ich noch einmal zum hiesigen Penny, um mal wieder kurz vor knapp &amp; Ladenschluss meine Katzenfuttervorräte zu korrigieren. Nebenbei landete auch noch ein Joghurt sowie ein Päckchen Zigarettenpapier im nicht vorhandenen Einkaufswagen (ich bin bekennende Kartonträgerin und lehne diese sperrigen Wägen kategorisch ab &#8211; ein Plädoyer für Milchkartons! Die eignen sich auch viel besser zum Sammeln des Papiermülls als Einkaufswägen, welche sich nur hinderlich, mit Mühe und unter aufreibender Kraftanstrengung in den vierten Stock tragen lassen). Zigarettenpapier fällt seit Neuestem (vielleicht auch schon immer, wer weiß das schon) als Rauchzubehör unter den Jugendschutz.<span id="more-1875"></span> Es darf also erst ab 18 Jahren Papier in diesem besonderen Format gekauft werden. Die heikle Ware piepst daher zweimal beim Einscannen. Das Signal alarmierte meine gute, liebe und hochverehrte Penny-Fachkraft umgehend, woraufhin sie mir zunächst ihren standartmäßigen kritisch prüfenden Doppel-Pieps- zuwirft. Doch die Zeit dehnt sich, Unsicherheit zeichnet sich in ihrem menschlich geschulten Gesicht ab. Die ausufernde Länge dieses Blickes ließ gar folgenden weitschweifenden Gedankengang meinerseits zu:</p>
<p>&#8220;Ja, was hat sie denn? Hab ich was im Gesicht? Ich hab nicht geklaut! Hab ich etwa versehentlich geklaut? Ach nein! Sie wird doch nicht wohl&#8230;? Denkt sie etwa&#8230;? Oh, sie will tatsächlich fragen! Los frag! Ja, bitte, bitte frag! Ich hab zwar keinen Ausweis bei, aber das wäre es wert. Ich bin so unvorbereitet auf solche Ehrungen, wüsste überhaupt nicht, wem ich im Falle einer Frage grüßen würde. Ein Dank ginge sicher an meine Eltern, die mir all dies ermöglicht haben und an die vielen ungesunden Konservierungsstoffe im Joghurt.&#8221;</p>
<p>Letztendlich schienen meine Gesichtszüge wohl einfach zu sehr ins Verzweifelte, ja fast schon vorfreudig Bettelnde gerutscht zu sein. Die gute, liebe &amp; hochverehrte Penny-Fachfrau schloss wieder ihren bereits geöffneten Mund und verkniff sich die Frage doch noch. Aber dass sie ihr so offensichtlich auf der Zunge lag, ist mir Genugtuung genug an diesem finsteren verschneeregneten Montag. Es reichte mir vollkommen, den Laden fröhlich hüpfend zu verlassen und dabei fast den Sturz meines Joghurts aufs Straßenpflaster zu riskieren (doofe Milchkartons).</p>
<p>Danke liebe, gute, unbekannte Penny-Fachfrau!</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Wuli, SaB &#038; SuB" href="http://glotz.net/lesen/wuli-sab-sub" rel="bookmark">Wuli, SaB &#038; SuB</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Das Monster ist krank. Also nicht nur bekloppt, sondern tatsächlich vergrippt oder so etwas in der Art. Daher ist es wohl verständlich, dass es im Fieberwahn schreibt, wenn es behauptet
Das Buch, ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Drollige Trolle" href="http://glotz.net/musik-video-film/drollige-trolle" rel="bookmark">Drollige Trolle</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />

Eine häufig verschätzte Spezies unserer Internetlandschaft ist der "Gemeine Forentroll" (Trollus forum primarius terroris). Häufig werden ihre Beiträge als sinnentleert, störend oder ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/schwachfug/held_in-des-tages/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sieben auf einen Streich</title>
		<link>http://glotz.net/lesen/sieben-auf-einen-streich</link>
		<comments>http://glotz.net/lesen/sieben-auf-einen-streich#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 17:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gräfin Bio]]></category>
		<category><![CDATA[Monstren-Ufos-Autonome]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=1726</guid>
		<description><![CDATA[Wir bewegen uns heute auf den Pfaden eines legendären Schneiders*. Entgegen allen guten Vorsätzen, demnächst keinem neuen Buch Obdach in meinen vier Wänden zu gewähren, habe ich mich mal eben bei dem Projekt Blog dein Buch beworben. Hier findet zusammen, was zusammen gehört: Verlage &#38; Blogger_innen. Wer gern liest und rezensiert, kann sich hier also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1430" title="quer gelesen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1-300x236.jpg" alt="Lesen nach Alphabet" width="300" height="236" /></a>Wir bewegen uns heute auf den Pfaden eines legendären Schneiders*.</p>
<p>Entgegen allen guten Vorsätzen, demnächst keinem neuen Buch Obdach in meinen vier Wänden zu gewähren, habe ich mich mal eben bei dem Projekt <a title="Blog dein Buch" href="http://www.bloggdeinbuch.de/" target="_blank">Blog dein Buch</a> beworben. Hier findet zusammen, was zusammen gehört: Verlage &amp; Blogger_innen. Wer gern liest und rezensiert, kann sich hier also anmelden und für Titel bewerben, welche den innigen Wunsch nach Lesen und Rezensieren wecken. Denkt der jeweilige Verlag dann: &#8220;Och wird schon schief gehen&#8221; so erhält der-die-das Blogger_in das Wunschbuch, welches es nun in einer gemächlichen Frist von 30 Tagen zu verschlingen, durchdenken und wiederzukäuen** gilt.<br />
Ich entschied mich für das Werk von Ansgar Oberholz &#8220;<em>Für hier oder zum Mitnehmen?</em>&#8221; aus dem <a title="Ullstein Buch Verlage" href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/" target="_blank">Ullstein Verlag</a></p>
<h3>Böse Überraschung?</h3>
<p>Die Entscheidung für jenen Titel traf ich anhand nur weniger Informationen. Ich las lediglich &#8220;Berliner Cafékultur&#8221;, &#8220;Rosenthaler Platz&#8221; und schon war es um mich geschehen. Als das Werk dann bei mir eintraf und ich mich dem Klappentext widmete, überrannte mich zunächst eine Welle bornierter Vorurteile, welche als Stromstöße durch meinen Körper peitschten und in Form von Schweißperlen auf meiner Stirn wieder zu Tage traten.<span id="more-1726"></span><br />
In besagtem Klappentext hieß es:<br />
<em>Berlin, Rosenthaler Platz:</em></p>
<p style="text-align: center;">Unsanierte Altbauten, der Geruch von Kohleöfen, die brüllende Vierspurigkeit der Torstraße. Inmitten dieses Ost-Charmes tritt ein junger Mann auf den Plan: Er will die Gastronomie ganz neu denken und ein Café eröffnen, das die Welt noch nicht gesehen hat. Und obwohl ihm anfangs Gäste und Mitarbeiter auf der Nase herumtanzen: Aus Aschingers Bierquelle, wo Alfred Döblin und Georg Grosz einst Stammgäste waren, wird das Zentralcafé der Digitalen Bohème&#8221;</p>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/Gentrifizierung.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1780" title="Gentrifizierung Berlin" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/Gentrifizierung-224x300.jpg" alt="Berliner Gentrifizierungsproblematik" width="224" height="300" /></a>&#8220;<em>Na Großartig</em>&#8220;, dachte ich bei mir &#8220;<em>Digitale Bohème, meine absoluten Lieblingsmenschen</em>&#8220;. Wie konnte ich nur derart unaufmerksam ans Werk gehen und mir derart zielstrebig für meine erste Rezension in einem neuen Projekt gleich ein Werk raussuchen, welches schon durch Autor und Protagonisten zugleich zum Scheitern an positiven Worten verurteilt zu sein schien?<br />
Widerwillig begann ich also mit der Lektüre und etwa zehn Seiten später, also spätestens beim Auftritt des hauseigenen Handwerkers <em>Klamotte</em>, einem Berliner Urgestein, hatte mich mein personifiziertes Feindbild, jener gentrifizierende Wessi, der Oberholz bereits mit dicken Tauen und gekonnten Knoten auf meinem Lesesessel gefesselt und folterte meine Ressentiments kitzelnder Weise mit Federn und einer Ziege, welche Salz von den Füßen antiker Delinquenten leckt.</p>
<h2>Für hier oder zum Mitnehmen?</h2>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/Oberholz-für-hier-oder-zum-mitnehmen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1779" title="Oberholz für hier oder zum mitnehmen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/Oberholz-für-hier-oder-zum-mitnehmen-200x300.jpg" alt="Angar Oberholz - St Oberholz Buch" width="200" height="300" /></a>Die Geschichte von Ansgar Oberholz ist die Geschichte der Eröffnung des Cafés St. Oberholz. Trotz aller beschriebenen Startschwierigkeiten steht jenes Etablissement auch immer noch am Rosenthaler Platz, sieht original aus, wie im Buch beschrieben und ist durchaus gut besucht (ich habe nachgeschaut &#8211; und Überraschung, sooo furchtbar Digital wirkte die anwesende Bohème dann auch wieder nicht).<br />
Oberholz flüchtet aus seiner Werbeagentur und möchte sich mit der Eröffnung seinen eigenen, eigentlich erst für das 50. Lebensjahr geplanten Traum verwirklichen. Ein Café, das zwar irgendwie nobel ist, dabei jedoch auf die gängigen Konventionen pfeift. Eigentlich passt die Idee ganz gut in die Berliner Philosophie. Die Startphase der Umsetzung finde ich persönlich sogar noch viel gelungener: Das Personal, allen voran die &#8220;Schauspielerin&#8221; Milena führt ein munteres Eigenleben und funktioniert gelinde gesagt nicht ganz so, wie der frisch gebackene Café-Inhaber, der sich zunächst noch mit seiner Chefrolle anfreunden muss, es sich vorgestellt hat. Da werden Gäste nach den eigenen Vorstellungen aussortiert oder zwecks privaten Differenzen, wie Liebeskummer oder Geistererscheinungen schlichtweg ignoriert. Das Menschliche steht bei der Belegschaft zunächst weit über dem Geschäftlichen. Kuriose Personen tauchen auf und bereichern plötzlich die Stammbelegschaft. Stammkunden, welche kurz vor dem Rausschmiss standen, werden unvermutet zum unverzichtbaren Inventar für die überaus kritischen Bediensteten. Im Oberholz geht es chaotisch familiär zu, überaus sympathisch, wenn eben auch nicht wirklich gewinnbringend.</p>
<h3>Fazit: Zum Einpacken &amp; Mitlesen</h3>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/kneipen-kommunikation.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1868" title="stammtischreden mal anders" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/kneipen-kommunikation-300x225.jpg" alt="dienst am gast" width="300" height="225" /></a>Das Buch war für mich tatsächlich eine der größten Überraschungen des Jahres 2012 und ich hätte vor dem Lesen niemals gedacht, dass ich hemmungslos und ehrlich auf den <a title="Oberholz Für hier oder zum Mitnehmen" href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteinext/buch.php?id=42195&amp;page=suche&amp;auswahl=a&amp;pagenum=1&amp;page=buchaz" target="_blank">Literarischen Lieferdienst von <em>Für hier oder zum Mitnehmen</em></a> verweisen könnte oder gar will. Nachdem ich in der Bahn angesprochen wurde, was das für ein Buch sei, welches ich da so unheimlich fasziniert verschlinge, komme ich nicht umhin volle fünf Sterne zu vergeben &#8211; wahrhaft deliziös!<br />
Zwar ist das Werk weitgehend autobiografisch angelegt, dennoch sind manche Begebenheiten einfach derart absurd, dass sie schon fast wieder ein wohliges Heimatgefühl wecken oder dermaßen überspitzt dargestellt, dass es einfach genauso gewesen sein muss oder eben ganz anders.<br />
Der Schreibstil des Gastronoms ist jedenfalls wahrhaft virtuos &#8211; ein einfacher Wechsel von der Werbebranche in die Schriftstellerei, also ohne Umwege über die Gastronomie wäre also durchaus auch angemessen gewesen (ein kleiner Seitenhieb, den ich mir einfach aus Prinzip nicht klemmen wollte, sei an dieser Stelle vergönnt, zuviel Schattenspringerei am Anfang des Jahres überfordert mich schlicht und es soll ja noch etwas Generosität für die kommenden Monate über bleiben). Allerdings wären ohne diesen Umweg der Leserschaft so wunderbare Charaktere vorenthalten worden, wie die energische Milena, das umwerfende Medium Aurinia, der promiskuitive Magnus und die liebenswerten Berliner Urgesteine (neben Klamotte, hat hier auch noch ein rüstiges Zwillingspaar aus dem benachbarten Nagelstudio einige herzerfrischend komische Gastauftritte). In Bezug auf &#8220;die Berliner&#8221; bekommt der Herr Oberholz dennoch einen kleinen Sympathieabzug, für den Rausschmiss von den großartigen Straßenzeitungsverkäufern Fred &amp; dem General. Das dürfte allerdings verschmerzbar sein. Das emotionale Hadern zum Umgang mit jenen Gestalten sowie auch sein Gefühlswirrwarr gegenüber Milena, macht den Autor selbst wenigstens ein kleines Stückchen greifbarer für die Lesenden. Denn bei aller literarischen Malerei, die ihm bei den zahlreichen Nebencharakteren so glanzvoll gelingt, bleibt der Erzähler, Autor und die eigene Hauptfigur selbst immer etwas fade und im Hintergrund, trotz oder gerade wegen aller berechnenden Erwägungen gegenüber seiner Umwelt. Doch das ist vielleicht sogar Absicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Sieben Fliegen:</p>
<ol>
<li>Eine Rezension für zwei Projekte gleichzeitig: Die ABC-Challenge und das &#8220;Blog dein Buch&#8221;-Projekt</li>
<li>Grenzen überwinden: Sich nicht mit eigenen Vorsätzen, wie Bücher-Embargo boykottieren</li>
<li>Die eigenen Vorurteile hinter sich lassen und derartige Perlen beim Blick über den Tellerrand erblicken</li>
<li>Den ersten Beitrag im neuen Jahr endlich hinaus zu posaunen</li>
<li>Nachträglich allen liebgewonnenen Lesern ein wunderbares Weihnachtsfest und ein noch grandioseres 2013 zu wünschen.</li>
<li>Fadenscheinig wirkende Gründe zu präsentieren, wieso dieses eigentlich geplante Festtagsanliegen nicht umgesetzt werden konnte.</li>
<li>dazuschummeln und die Gründe auflisten: Kurz vor Weihnachten kam es zu einer mittelschweren Familienkatastrophe, die mein spontanes Eingreifen erforderlich machte und mich weitab der Blogossphäre herumschwirren ließ. So begleitete ich zu Heilig Abend eine persönliche Prominenz durchs Tal der Tränen, verhalf ihr sogleich zu einem verspäteten Weihnachtswunder (Traumwohnung zur Traummiete innerhalb von fünf Tagen in einer der schönsten Ecken Berlins &#8211; ein Schicksalswink nach eiskalter Trennung zwei Tage vor dem &#8220;Fest der Liebe&#8221;). Im Anschluss brachte mein pompöses Ego den Auspuff vor Neid zum Platzen, welcher mich und eine handverlesene Silvestergesellschaft zur angestrebten Jahreswechsel-Dörflichkeit bringen sollte. Es folgten plötzliche Krankenhausaufenthalte die mich zwangen den Jahreswechsel ohne Schwippschwagers Stiefzwilling bei einem Picknick aufm Friedhofsacker in T-Shirt (was für ein Wetter!) aber dennoch bester Gesellschaft zu verbringen. Alles in allem aufregende und dennoch wunderschöne zwei Wochen, die hinter mir liegen, mir jedoch gerade einen genussvollen Schauer über den Rücken jagen, endlich wieder in heimischen Gefilden zu sein und mich endlich einigen literarischen Weihnachtsköstlichkeiten zu widmen (Meine erste Reise in die Scheibenwelt).</li>
</ol>
<p>** <em>&#8220;Blogger, die literarischen Rindviehcher&#8221;</em> aus den Chroniken der symbolverliebten BseBse-Fliege</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Gar schröckliche Selbstreflexion" href="http://glotz.net/lesen/gar-schrekliche-selbstreflexion" rel="bookmark">Gar schröckliche Selbstreflexion</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Nur noch zehn Wochen bis zum Ende des Projekts 52 Bücher. Bis dahin habe ich beschlossen, den Rückstand aufgeholt zu haben. Ich übe mich nun also im Kurzfassen. Daher flugs zum ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="60-90-60 nimmt 90-60-90" href="http://glotz.net/lyrischer-fisch/60-90-60-nimmt-90-60-90" rel="bookmark">60-90-60 nimmt 90-60-90</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Im Traum repräsentieren alle Handlungsträger das Ich
Ich bin ein fleischiges, unförmiges Monster.
Ich gehe gebückt, quer über Motorhauben und Dächer im Autokino.
Zielstrebig zu einer ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/lesen/sieben-auf-einen-streich/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rennsemmeln</title>
		<link>http://glotz.net/lyrischer-fisch/rennsemmeln</link>
		<comments>http://glotz.net/lyrischer-fisch/rennsemmeln#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2012 17:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrischer Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen formen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachperlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=1637</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem ich gestern Abend zu faul war, mein Fahrrad bis in den fünften Stock zu schleppen, erwartete mich heute morgen das Nikolausgeschenk eines zu Scherzen aufgelegten Petrus&#8217;. Da ich metaphorisch betrachtet zu der Gruppe Autofahrer gehöre, die angesichts des unerwarteten Wintereinbruchs im Dezember noch mit ihren Sommerreifen durch die Gegend schlittern würden, so sie denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich gestern Abend zu faul war, mein Fahrrad bis in den fünften Stock zu schleppen, erwartete mich heute morgen das Nikolausgeschenk eines zu Scherzen aufgelegten Petrus&#8217;. Da ich metaphorisch betrachtet zu der Gruppe Autofahrer gehöre, die angesichts des unerwarteten Wintereinbruchs im Dezember noch mit ihren Sommerreifen durch die Gegend schlittern würden, so sie denn einen Führerschein hätten, fiel ich an der ersten Kreuzung völlig aus den Wolken, als sich meine Bremsen kein Stück bewegen wollten und ich im mörderischen Tempo auf den schleichenden, jedoch dicht gedrängten Berufsverkehr zuraste. Mit aller Macht versuchte ich die vereist scheinenden Geschwindigkeitsdrossler zu lösen und hatte plötzlich ein Déjà-Vu von meiner ersten Fernseherfahrung: Werner Beinhart knattert mit einem Schrottmotorrad bergab auf seine Baustelle zu, als sich seine Bremse in Wohlgefallen auflöst und die Einzelteile in Zeitlupe an ihm vorbeiflattern.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/gP5NIQBGvQc?rel=0" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe><br />
Eine Slow-Motion Perspektive konnte ich, ob der sich mir nähernden Gefahr leider nicht ausmachen, aber Parallelen waren dennoch vorhanden. <span id="more-1637"></span>Die Kabel, welche beim betätigen der Bremse dafür sorgen sollten, dass sich die Bremsklötze sicher um die Räder des Fahrrads legen und es somit zum Stillstand bringen platzten laut knallend ab. Die Hebel waren nun komplett heruntergedrückt am Lenkrad, die Geschwindigkeit jedoch keineswegs gedrosselt und zusätzlich hatte ich auch noch die Kabelage im verschneiten Sichtfeld.<br />
Lange Rede ohne Sinn: Ich überlebte und nahm anschließend die U-Bahn.<br />
Hier kann man ja wenigstens vorm Arbeitsbeginn noch ein wenig dösen, so dachte ich. Offenbar hatte mein Schlafbedürfnis in der längeren &#8220;Öffentliche Verkehrmittel&#8221;-Abstinenz ganz und gar verdrängt, dass diese motorisierten modernen Massentransportmittel nicht nur lauter Unwillige tagein tagaus zum Ort des Grauens, im Volksmund auch schlicht wie verniedlichend &#8220;Arbeitsplatz&#8221; genannt, transportieren. Der öffentliche Nahverkehr ist in Berlin, wie sicher auch in anderen kulturell belebten Großstädten eine Art fahrendes Varieté. Etwa fünf Stationen und drei Kleinkünstler später (eine Opernsängerin, welche nicht annähernd so modern aussah, wie ihre Stimme es meinen geschlossenen Augen vorgaukelte &#8211; eine rustikale Band mit Saxophon, Gitarrist und laut schmetternd sammelndem Sängerknaben, sowie ein lauthals intonierender Rapper, bei dem etwa die Hälfte der U-Bahn Besatzung, welche an &amp; für sich einiges gewohnt und somit verwöhntes Publikum ist, ob der aggressiv vorgetragenen Performance zunächst wohl eher dachte nun gleich ausgeraubt zu werden, bei Identifizierung des leicht vom sonstigen Störfaktor abweichenden Schnorrverhaltens, aber sogleich wieder in ihre gewohnte &#8220;ich höre nichts, ich sehe nichts, ich gebe nichts&#8221;-Starre verfiel).<br />
Auf der Hälfte der von mir zu absolvierenden Strecke also stieg ein fast bis zu den eigenen Knien gebückter, überaus heruntergekommener Mann ein. Seine Fingernägel, die unter dem viel zu großen Cord-Jacket wie blutige Krallen hervorlugten, hatten in etwa denselben erdigen Farbton wie seine Zähne. Er entschuldigte sich für die erneute Störung, direkt im Anschluss an die ihm wohl zumindest in Sachen Lautstärke bekannte Band. Anschließend stellte er sich in die Mitte und meinte, er würde nun drei Gedichte vortragen.<br />
Dieser mickrige Mann, gebeugt wie er war, hielt seinen Vortrag mehr oder weniger in Richtung des eigenen Bauches. Nahezu jedes seiner Worte, welches sich tapfer durch die verschmutzten Maschen seines sicherlich nur mager vor der Kälte schützendes Pullovers zu den Fahrgästen gekämpft hatte, verreckte erschöpft von der erfolgreichen Schlacht im Krach der lärmenden U-Bahn. Er wirkte wie das personifizierte Elend, das fleischgewordene Scheitern. Daher überraschte und beeindruckte mich die Auswahl seiner mit krächzender Stimme vorgenuschelten Gedichte umso mehr. In Wortfetzen erkannte ich Heinz Erhardts &#8220;Der Einsame&#8221; und irgendetwas von Joachim Ringelnatz, was der Darbietende allerdings unter dem Titel &#8220;Die Made&#8221; ankündigte. Die einzig mir bekannte Made entsprang allerdings auch der Feder von Heinz Erhardt (Belehrungen eines besseren, werden wie immer gern entgegen genommen). Komplett in einer schmerzhaft quietschenden Kurve gingen allerdings Dichter Nummer Drei sowie auch der dazugehörige Titel unter. Ein Geheimnis, welches mich nun den ganzen Tag schon nicht loslässt. Ich wette ja auf Jandl oder Morgenstern &#8211; die beiden wurden zu jener faszinierenden Mischung aus tragischer Komik passen, welche nicht nur in Gedichten lag, sondern die gesamte Aura dieses alten Mannes durchströmte. So bin ich wohl gezwungen mir morgen freizunehmen und stundenlang U-Bahn zu fahren, um dieses poetische Mysterium zu lüften. Trotzdem sicher nicht nur an mir nahezu die komplette Rezitation akustisch vorbeilief und auch sein Stil in keiner Weise herausragend war, öffneten sich die gut verriegelten Herzen und Portemonnaies der Fahrgäste so zahlreich wie bei keinem seiner Vorgänger.</p>
<p>Es lag in der Luft, dass dies keine Gesten des Mitleids waren, gegenüber der äußerlich erbärmlichsten Figur, die bis dahin jenen U-Bahn-Wagon zu unterhalten versuchte. Ich konnte mich einfach nicht gegen den Eindruck wehren, dass es an dieser eigensinnigen unpassend passenden Auswahl seines Repertoires lag und der beeindruckenden Haltung zum ganzen Dasein, die er damit durch seine eher abschreckende Gestalt blitzen ließ.</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Bibel, Brust und Bilderwahn" href="http://glotz.net/lesen/bibel-brust-und-bilderwahn" rel="bookmark">Bibel, Brust und Bilderwahn</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Mein Damen und Herren, liebe Spielkinder,

Wir befinden uns nunmehr in der 22 Woche von Fellmonsterchens 52 Bücher-Blogprojekt. Die Parade von Puscheligkeit und Puch hat also nun zum zweiten mal ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Gib mir Tiernamen!" href="http://glotz.net/lesen/gib-mir-tiernamen" rel="bookmark">Gib mir Tiernamen!</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />
Tiere sind schlichtweg grandios!

Auch wenn ich Menschen nicht mag, die es mit der Tierliebe übertreiben und ihre soziale Imkompetenz damit kompensieren - meist garniert mit fadenscheinigen ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/lyrischer-fisch/rennsemmeln/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kommunistisches Känguru trifft anarchistischen Kleinkünstler</title>
		<link>http://glotz.net/lesen/kommunistisches-kanguru-trifft-anarchistischen-kleinkunstler</link>
		<comments>http://glotz.net/lesen/kommunistisches-kanguru-trifft-anarchistischen-kleinkunstler#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2012 14:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>
		<category><![CDATA[Monstren-Ufos-Autonome]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glotz.net/?p=1485</guid>
		<description><![CDATA[Da es sich hier um den zweiten Beitrag zur ABC-Challenge handelt, sollen auch gleich zwei Werke vorgestellt werden. Dies wird natürlich nicht als Tradition etabliert. Ich werde gewiss nicht zum 26. Buchstaben auch 26 Bücher rezensieren. Diese zwei gehören jedoch einfach zusammen. Nicht nur, weil es sich um Band I &#38; II einer hoffentlich auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1430" title="quer gelesen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1-300x236.jpg" alt="Lesen nach Alphabet" width="300" height="236" /></a> Da es sich hier um den zweiten Beitrag zur ABC-Challenge handelt, sollen auch gleich zwei Werke vorgestellt werden. Dies wird natürlich nicht als Tradition etabliert. Ich werde gewiss nicht zum 26. Buchstaben auch 26 Bücher rezensieren. Diese zwei gehören jedoch einfach zusammen. Nicht nur, weil es sich um Band I &amp; II einer hoffentlich auch bald von Teil III gekrönten Fortsetzung handelt. Sondern insbesondere auch, da der literarische Genuss der &#8220;<em>Känguru-Chroniken&#8221;</em> und des Folgebandes dem <em>&#8220;Känguru-Manifest&#8221;</em> für mich eines der brüllend komischsten wie intelligentesten Leseerlebnisse der letzten Zeit repräsentieren.</p>
<h2>Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Chroniken</h2>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/Känguru-chroniken.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1497" title="Känguru-chroniken roman" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/Känguru-chroniken-189x300.jpg" alt="känguru marc-uwe kling" width="189" height="300" /></a>Marc-Uwe Kling seines Zeichens Kleinkünstler und Anarchist bekommt einen neuen Nachbarn. Ein Känguru. Es ist gerade gegenüber eingezogen als es schon klingelt, um sich Eier zum Eierkuchen* backen bei ihm zu leihen. Kaum fällt die Tür hinter dem Beuteltier ins Schloss, klingelt es gleich wieder, um sich auch noch fehlendes Salz, Milch &amp; Mehl auszuborgen. Als es wenig später erneut klingelt, bittet es um Mixer und Schüssel. Beim letzten Klingeln fiel ihm wohl auf, dass es noch gar keinen Herd besitzt und läd sich prompt selbst zum Essen ein.<span id="more-1485"></span> Von diesem Augenblick an kehrt es, meinen Spekulationen zufolge, eigentlich nur später noch einige Male in die eigene Wohnung zurück, um seine wenigen Habseligkeiten endgültig in Marc-Uwes Domizil zu verfrachten und dort komplett einzuziehen. Selbstverständlich als kostenloser Untermieter, immerhin handelt es sich um ein kommunistisches Känguru. Wobei &#8220;Kommunismus&#8221; (nicht nur **) in den Augen des Kängurus offensichtlich Auslegungssache ist. Diese flexible und dennoch geistreich analytische Sichtweise auf politische Ideologien &amp; Verhältnisse zieht sich konsequent durch Klings Känguru Bücher. In den meist nur einige Seiten kurzen Anekdoten streifen, kitzeln und erschlagen Känguru &amp; Kleinkünstler die unterschiedlichsten Themenkreise auf überaus humorvolle Art.</p>
<div id="attachment_1505" class="wp-caption alignleft" style="width: 303px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/Känguru-manifest.jpg"><img class="size-full wp-image-1505 " title="Känguru manifest hörbuch" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/Känguru-manifest.jpg" alt="kling känguru buch" width="293" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Meine Liebe zu Hörbüchern hält sich normalerweise in engen Grenzen. Der Marc-Uwe Kling klingt aber verdammt dufte und als Autor hat er ja wenigstens schon beim Schreiben eine Vorstellung davon entwickelt, wie sich seine Dialoge gesprochen anhören sollten.</p></div>
<p>Trotz dieser überwiegend in sich geschlossenen Betrachtungen unterschiedlichster Phänomene unserer Zeit, ziehen sich einige Ideen der kuriosen Wohngemeinschaft wie ein roter Faden durch die Bücher. Es könnte glatt behauptet werden, die Werke leben von einer aufs genialste zugespitzten Komik eines Sammelsurium abstruser Running Gags, welche die Beziehung zwischen Marc-Uwe &amp; Beuteltier so unglaublich realistisch, eheähnlich und beneidenswert zeichnen.<br />
Da wäre beispielsweise die <em>&#8220;Not-to-do-Liste&#8221;</em>*** des Kängurus, an der es seine Tagesplanung orientiert und so auch Unannehmlichkeiten, wie dem unsäglichen Badputz und anderen Gefälligkeiten im Zusammenleben konsequent aus dem Weg geht.<br />
Dann die überaus charmante Idee bekannte Zitate in einen völlig neuen Kontext zu stellen, indem ihnen ein neuer Urheber zugeschrieben wird.****<br />
Schlussendlich natürlich auch der grandiose Einfall, eine Anti-Terror Organisation zu gründen und Anti-Terror-Anschläge der konsumkritischen Art zu veranstalten. Ob hierzu auch der interne Wettbewerb zwischen Beutelboxer &amp; Berliner gehört, gewisse Gesprächspartner, wie Polizisten und den Spitzenkandidaten einer rechten Partei auf derart subtile Weise zu beleidigen, dass dem Gegenüber dieser Umstand nicht auffällt, ist mir gerade unklar. Aber erwähnen und weiterempfehlen wollte ich diese schöne kulturelle Sitte doch noch ganz unauffällig.</p>
<p>Die Känguru-Bücher von Marc-Uwe Kling strotzen jedenfalls nur so von unkonventionellen Ideen, welche große Lust bereiten, ein wenig von dieser geschilderten Lebensweise zu übernehmen. Die Nachahmung dürfte zwar überwiegend gesellschaftlich nicht gerade empfehlenswert sein, dafür aber eben epochal spaßig.</p>
<p>Nachteil: Im Anschluss an die Lektüre, eigentlich schon währenddessen, keimt der dringliche Wunsch im Lesenden, auch ein sprechendes kommunistisches Känguru zum Mitbewohner zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Für alle Nicht-Berliner: <em>&#8220;Eierkuchen&#8221;</em>, so nennt der Berliner das, was sonst landläufig als <em>Pfannkuchen</em> bekannt ist. Als <em>Pfannkuchen</em> hingegen bezeichnen Berliner die Dinger, welche durch die umliegenden Bundesländer kannibalischer Weise &#8220;<em>Berliner&#8221;</em> genannt werden.</p>
<p>**In den wenigen fehlgelaufenen Realisierungen der kommunistischen Idee als Staatsform, beweist sich diese Auslegungssache von politischer Utopie und diktierter Ideologie. Sozialismus &amp; Kommunismus stellen in diesem Scheitern diverser Gesellschaftsformen jedoch keine Ausnahme, sondern vielmehr das Paradebeispiel der Regel menschlichen Versagens dar.</p>
<p>***243. Glastüren übersehen<br />
244. Aus Langeweile ein Detektivbüro gründen<br />
245. Zu Leuten mit Migräne sagen: &#8221; Ich habe heut auch ein bissel Kopfschmerzen&#8221;<br />
246. Wenn jemand sagt: &#8220;Ich finde dich ganz toll&#8221;, antworten: &#8221; Na, da können wir ja &#8216;nen Club aufmachen&#8221;<br />
247. Wenn man Geburtstag feiert, und nur einer ist gekommen, und der singt: &#8220;Heut ist dein Geburtstag, deshalb sind wir hier. Alle deine Freunde feiern heut mit dir&#8221;, sagen: &#8220;Du bist nicht mein Freund.&#8221;</p>
<p>****<em>&#8220;Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten.&#8221;</em> Heidi Klum</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Pädagogisch wertvolle Literatur" href="http://glotz.net/lesen/literatur-erziehung" rel="bookmark">Pädagogisch wertvolle Literatur</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Ein kontroverses Thema, was Mella da in der 22 Woche des Projekts "52 Bücher" in den Ring wirft:

Bücherregal für Jugendliche einrichten (welche Bücher gehören gut versteckt  )

Da bin ich ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Märchenhafte Romantik zur Valentins-Bücherwoche" href="http://glotz.net/lesen/marchenhafte-romantik-zur-valentins-bucherwoche" rel="bookmark">Märchenhafte Romantik zur Valentins-Bücherwoche</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Die romantischen Zeiten sind vorbei. Nicht nur, dass wie bereits erwähnt, dies Jahr die Existenz vom Valentinstag mathematisch außer Kraft gesetzt war. Nun hat das gute alte deutsche Märchen vom ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/lesen/kommunistisches-kanguru-trifft-anarchistischen-kleinkunstler/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
