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	<title>Glotz_net &#187; Kunst natürlich</title>
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	<description>...Lesen ist seliger denn Gaffen!</description>
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		<title>Tapps Klatsch Klick</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 07:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krempel]]></category>
		<category><![CDATA[Gräfin Bio]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Schritte in der Dunkelheit Verzweifelt suchendes Klatschen an einer über Jahre ausgekühlten Wand Ein Klicken Langsam aufflackerndes Neonlicht erhellt einen virtuellen Raum unter einer noch virtuelleren meterhohen Staubschicht: Hallo? Auf den zweiten GlotzMeine Mama Malt...manchmal oder vielmehr mal wieder. Weil sie derzeit mit angeknackstem Tibiaköpfchen in ihren vier Wänden umhertigern muss. Oder vielmehr "darf". Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schritte in der Dunkelheit<br />
Verzweifelt suchendes Klatschen an einer über Jahre ausgekühlten Wand<br />
Ein Klicken<br />
Langsam aufflackerndes Neonlicht erhellt einen virtuellen Raum unter einer noch virtuelleren meterhohen Staubschicht:</p>
<p>Hallo?</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Rund zwei Meter" href="https://glotz.net/lesen/rund-zwei-meter" rel="bookmark">Rund zwei Meter</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />...so groß ist meine Mutter, nach eigenen Angaben jedenfalls. Da sie die Eins Fuffzich jedenfalls knapp überschritten hat, kann sie hierbei zumindest niemand lügen strafen. Doch das tut eigentlich ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Gar schröckliche Selbstreflexion" href="https://glotz.net/lesen/gar-schrekliche-selbstreflexion" rel="bookmark">Gar schröckliche Selbstreflexion</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Nur noch zehn Wochen bis zum Ende des Projekts 52 Bücher. Bis dahin habe ich beschlossen, den Rückstand aufgeholt zu haben. Ich übe mich nun also im Kurzfassen. Daher flugs zum ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Zettel- und Taschentuch-Alarm</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2014 09:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>
		<category><![CDATA[Opiate des Volks]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verzettel mich ja liebend gern. Daher muss neben den 52 Büchern, dem allgemeinen Vorhaben wieder regelmäßiger zu schreiben und einer komplett aufgerissenen Wohnung auch noch ein zweites Blogprojekt her. Ich kam einfach nicht an der &#8220;Fünf am Freitag&#8221; von Windsprite vorbei. Daher hier das Nenne fünf Bücher, die dich zum Weinen gebracht haben und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2014/08/fünfamfreitag.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2896" title="fünf am freitag" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2014/08/fünfamfreitag-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich verzettel mich ja liebend gern. Daher muss neben den 52 Büchern, dem allgemeinen Vorhaben wieder regelmäßiger zu schreiben und einer komplett aufgerissenen Wohnung auch noch ein zweites Blogprojekt her. Ich kam einfach nicht an der &#8220;Fünf am Freitag&#8221; von <a href="http://traumberuf-schriftstellerin.blogspot.de/" target="_blank">Windsprite</a> vorbei. Daher hier das</p>
<blockquote><p><em><a title="Taschentücher raus!" href="http://traumberuf-schriftstellerin.blogspot.de/2014/08/funf-am-freitag-friday-five-6.html" target="_blank">Nenne fünf Bücher, die dich zum Weinen gebracht haben und sich dadurch für immer in deine Erinnerung eingebrannt haben</a></em></p></blockquote>
<ol>
<li><strong><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Christiane F. &#8211; Wir Kinder vom Bahnhof Zoo</span></strong> &#8230;es waren nicht die Stellen, wo diverse Freunde nach und nach wegsterben oder die Beschreibungen des stetigen Zerfalls des Verhältnis zu ihren Eltern. Es war gegen Ende, als Christiane durch ihre Drogensucht und ständige Abwesenheit in der Schule vom Gymnasium auf die Hauptschule wechseln musste. Ich war damals elf und für mich war so das ein solcher Abstieg so ziemlich das Endgültigste, was einem Menschen mit Potenzial in dieser Gesellschaft passieren konnte. Das ist irgendwie arm. Es sagt aber nicht nur etwas über eine eventuell &#8220;elitäre&#8221; Denkweise meiner damaligen Person aus, sondern vielleicht vielmehr über einen Leistungsdruck, den Kinder in dem Alter eigentlich gar nicht so internalisiert haben sollten.</li>
<li><strong>Alice Walker &#8211; Die Farbe Lila</strong> &#8230;das war mehr oder weniger, weil es so schön war. So erleichternd und doch irgendwie schmerzhaft</li>
<li><strong>Icchokas Meras &#8211; Sara</strong> &#8230;das Buch ist eine einzige Vergewaltigung. Eine Vergewaltigung am Leser und an den Figuren. Und ich bewege mich hier nicht komplett auf der metaphorischen Ebene. Das brach alles am Ende über mir ein. Und nach der Verstörung, kommen wohl im besten Fall Tränen.</li>
<li><strong>Jürgen Kuttner &#8211; Die Geburt des radikalen Islamismus aus dem Hüftspeck des deutschen Schlagers</strong> &#8230;vor lauter Lachen. Ich konnte nicht mehr atmen und nicht mehr sehen.</li>
</ol>
<div><span style="line-height: 24px;">Gut da steht zwar &#8220;fünf Bücher&#8221;, doch mir fällt beim besten Willen gerade keines mehr ein. Das heißt nicht, dass es keine Weiteren gab. Ich erinnere mich vage, dass es mehr gegeben haben müsste, aber wenn sie mir spontan nicht einfallen, dann war das Weinen womöglich kein Teil, mit dem sich diese nun anonymen Werke ins Gedächtnis einbrannten.</span></div>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Fleckmatisch" href="https://glotz.net/musik-video-film/fleckmatisch" rel="bookmark">Fleckmatisch</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Ab und an hab ich Migräne. Das ist einerseits blöd, andererseits schießen mir dann neben "Aua, ich will sterben" auch unzählige Gedanken durch den Kopf, was sicherlich zusätzlich das Gefühl des ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Mit dem Linken sieht sie &#8220;besser&#8221;" href="https://glotz.net/aktion/auf-dem-rechten-auge-blind" rel="bookmark">Mit dem Linken sieht sie &#8220;besser&#8221;</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Kurz vor dem jährlich im sonst so schönen Dresden stattfindenden Naziaufmarsch, welcher sich stets hinter dem perfiden Motto des Gedenkens und Trauerns versteckt und dessen ebenso etablierter ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Erkenntnisse über Schleifmaschinen</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2014 17:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krempel]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>

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		<description><![CDATA[1. Schleifmaschinen funktionieren besser mit als ohne Schleifpapier. 2. Schleifpapier liegt ständig im Weg, es sei denn, ich brauche es für eine Schleifmaschine. 3. Kleine Fetzen Schleifpapier, die sich nicht an beiden Seiten der Maschine befestigen lassen, sind Müll. 4. Ich brauch mehr Schleifpapier! 5. Im Falle, dass ein Kleiderschrank abgeschliffen wird, sollte dieser vorher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1. Schleifmaschinen funktionieren besser mit als ohne Schleifpapier.<br />
2. Schleifpapier liegt ständig im Weg, es sei denn, ich brauche es für eine Schleifmaschine.<br />
3. Kleine Fetzen Schleifpapier, die sich nicht an beiden Seiten der Maschine befestigen lassen, sind Müll.<br />
4. Ich brauch mehr Schleifpapier!<br />
5. Im Falle, dass ein Kleiderschrank abgeschliffen wird, sollte dieser vorher geschlossen oder gar entleert werden.<br />
6. Die Haut an den Händen wird ganz weich. Liegt das am Rütteln oder am Staub?<br />
7. Schleifen macht voll Dreck, Lärm und Laune!</p>
<p>Learning bei maching alle möglichen Fehlers</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Zukunftsmusik" href="https://glotz.net/lesen/zukunftsmusik" rel="bookmark">Zukunftsmusik</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Die Mayas haben sich verrechnet!


Oder zumindest jene, die an den Maya-Kalender und dessen Aussagekraft zwecks Weltuntergang glauben.




Ich sag es ja nicht oft, doch dieses Jahr schon das ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Satz warmer Ohren (7)" href="https://glotz.net/musik-video-film/satz-warme-ohren-7" rel="bookmark">Satz warmer Ohren (7)</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Ick werd grad ganz verrückt vor Glück! Toll! Toll! Supertoll!


Danke an Yuppielove für diesePerle musikalischer Völkerverständigung

Darauf eine Runde Scheißherzchen

.           ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Freitags halb neun</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Aug 2014 06:34:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwachfug]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;.im Büro. Die Nerven liegen blank (zumindest die in meinem Arm beim Tippen &#8211; der Rest schläft noch so halb) das durchschnittliche Arbeitsbienen-Hirn befindet sich (nicht nur) angesichts der Temperaturen bereits im Wochenend-Leerlauf. In solchen Zeit-Raum-Konstellationen ergeben sich völlig natürlich die wohl sinnvollsten (und arbeitsrelevantesten) Konversationen zwischen Mitarbeitern: Live aus der Ansteckungszone der SQ-Quarantäne]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;.im Büro.<br />
Die Nerven liegen blank (zumindest die in meinem Arm beim Tippen &#8211; der Rest schläft noch so halb) das durchschnittliche Arbeitsbienen-Hirn befindet sich (nicht nur) angesichts der Temperaturen bereits im Wochenend-Leerlauf.<br />
In solchen Zeit-Raum-Konstellationen ergeben sich völlig natürlich die wohl sinnvollsten (und arbeitsrelevantesten) Konversationen zwischen Mitarbeitern:</p>
<div id="attachment_2842" class="wp-caption aligncenter" style="width: 682px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2014/08/abc1.png"><img class="size-full wp-image-2842" title="abc" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2014/08/abc1.png" alt="Hirntod" width="672" height="1003" /></a><p class="wp-caption-text">Psychogramm und Zeitzeugnis moderner Massenarbeiterhaltung</p></div>
<p>Live aus der Ansteckungszone der SQ-Quarantäne</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Chaos-Joghurt</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2014 10:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwachfug]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Gräfin Bio]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich schickte mir meine Ex-Praktikantin und Nun-Kollegin einen Link zu einer dieser Virtualität gewordenen Stilblüten der Sinnlosigkeit, dem Chantalisator. Hier kann das arglose Menschenkind, so es danach gelüstet, den eigenen Namen eintragen und verschandeln lassen, im Stile der Stillosigkeit. Ein kurzer Spaß, denn eigentlich wird nur der erste Buchstabe des Vornamens genommen und durch einen besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 312px"><img class="   " title="Chantalismus im Endstadium" src="http://31.media.tumblr.com/56f7c26255ce446ee97a466fda59e4f4/tumblr_mnh8ty0g0R1rn5gmlo1_1280.jpg" alt="" width="302" height="403" /><p class="wp-caption-text">Körperliche Symptomatik des Chantalismus - achten sie auf Ausschlag in Schnörkelform! Gefunden bei ...ach Klick doch einfach aufs Bild!</p></div>
<p>Kürzlich schickte mir meine Ex-Praktikantin und Nun-Kollegin einen Link zu einer dieser Virtualität gewordenen Stilblüten der Sinnlosigkeit, dem <a title="Chantalisiere deinen Namen" href="http://www.chantalisator.de/" target="_blank">Chantalisator</a>. Hier kann das arglose Menschenkind, so es danach gelüstet, den eigenen Namen eintragen und verschandeln lassen, im Stile der Stillosigkeit. Ein kurzer Spaß, denn eigentlich wird nur der erste Buchstabe des Vornamens genommen und durch einen besonders typischen Vertreter aus dem Dunstkreis, jener im Chantalismus kreierten Namen mit demselben Initial ersetzt. Natürlich mit dem obligatorischen Bindestrich-Zweitnamen, ohne den in der auch &#8220;Kevinismus&#8221; genannten Strömung einfach gar nichts läuft. Lediglich wenige Sekunden später (oder war es doch davor? &#8211; die Strömungen des Zwischennetzes sind ja ohne den Verlauf herauszukramen unergründlich) fanden wir beide uns bereits im <a title="Chantalismus Blog" href="http://chantalismus.tumblr.com/" target="_blank">Chantalismus-Blog</a> wieder. Hier wird knallhart der Niedergang unserer modernen Gesellschaft dokumentiert. Anhand von allen auffindbaren Namenshinweisen, welche auf jene Modeströmung hindeuten. Denn die Protagonisten jener Bewegung zeichnen sich durch (mindestens) drei Eigenschaften aus:</p>
<ul>
<li>Gnadenlose Rücksichtslosigkeit gegenüber der eigenen Brut bei der Namensgebung.</li>
<li>Ein eindeutiger Hang zu kreativen Schreibinnovationen bereits existenter Namen. Bekanntestes Beispiel ist hier sicher die bereits sprichwörtlich gewordene &#8220;Schantalle&#8221;.</li>
<li>Eine Art erhöhtes Sendungsbewusstsein, jedoch ohne diesen missionarischen Beigeschmack. So pflastern sie jegliche Flächen mit den selbst als schön befundenen Namen ihrer Sprösslinge zu. Besonders beliebt erweisen sich bei diesem ritualisierten Verhalten: Autofenster und Stoßstangen, Türschilder und die eigenen Oberarme.</li>
</ul>
<p>Doch selbst innerhalb des Chantalismus gibt es so etwas wie Strömungen (&#8220;nicht im EEG nachzuweisen&#8221; hierhin zu schreiben, wäre zutiefst ableistisch und wird daher von mir nicht einmal gedacht!). Da gibt es die eher gemäßigte Fraktion und dann gibt es jene:</p>
<div id="attachment_2798" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2014/06/goldenprincess.jpg"><img class="size-medium wp-image-2798   " title="goldenprincess dulcepris" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2014/06/goldenprincess-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Menschen, die ihr Kind Goldenprincess Dulcepris nennen - gefunden bei chantalismus.tumblr.com</p></div>
<p>Eigentlich schreit diese Namensgebung einfach schon nach Hymnen, Applaus und Vuvuzelas im Kreissaal.<br />
Ich habe nach dieser Entdeckung jedenfalls erstmal das deutsche Namensrecht konsultiert, um an eine Liste zugelassener Vornamen in unseren, vor Paragraphen doch sonst so wimmelnden Lande zu gelangen. Schließlich soll und darf mein potenzieller Nachwuchs einer solchen Namenskrönung keineswegs nachstehen. Ich wurde fündig und habe jetzt schon (noch vor der eigentlichen Familienplanung) die ultimative Namenskombination gefunden:<br />
<strong>Chaos-Joghurt</strong>!<br />
Beides zugelassene Vornamen. Sollte die Zusammenstellung dieser beiden einem deutschen Rechtsgelehrten irgendwie sauer aufstoßen, so bin ich kampfbereit und weiß mein Recht zu verteidigen. Denn mit diesem Namen kann Nachwuchs nur eins werden: Derdiedas König_in des Schulhofs und überhaupt!<br />
Allein das Gesicht von hormonbenebelten Menschen, welche sich &#8220;Dutzidutzi&#8221;-brabbelnd in Tragetücher beugen und nach dem Namen des Kleinen fragen. Diesen dann mit stolzgeschwellter Brust, aus voller Kehle mit erhobener Faust und der Intonation von &#8220;This is SPARTA!&#8221;, jenen in die entgeisterten Gesichter zu schmettern. Selbstverständlich wird <strong>Chaos Joghurt</strong> auch IMMER fett geschrieben &#8211; worauf ich beim Eintragen in Personalausweis, Geburtsurkunde und Klassenbuch Wert legen werde. Hach, es gibt noch Dinge auf die ich mich auch jenseits der Dreißig freuen kann.</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Dunkle Schatten vergangener Nächte" href="https://glotz.net/lesen/dunkle-schatten-vergangener-nachte" rel="bookmark">Dunkle Schatten vergangener Nächte</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Frankreich-Ukraine fällt offensichtlich ins Wasser - es stürmt und dunkelt über Шахтар Донецьк. Da kann man ruhig ein gutes Buch zur Hand nehmen und gleich thematisch am Ball der 30. ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Zitat: Nahrungskette" href="https://glotz.net/lyrischer-fisch/zitat-nahrungskette" rel="bookmark">Zitat: Nahrungskette</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Wie kann man nur so eiskalt sein?!
Hinterfotzig!
Verlogen!
Ego!
Lass dich einweisen!
Ekelhaft!
Merkst bestimmt nicht einmal wie verletzend deine gefühlsverkrüppelten Attacken sind!

Ich ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Stock &gt; Papier &gt; Buch</title>
		<link>https://glotz.net/lesen/stock-papier-buch</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Nov 2013 19:53:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Spielereien]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Fellmonster hat mal wieder Holz vor der Hütt&#8217;n &#8230;öhm liegenlassen. Ein Bücherstöckchen! Wie grandios ist das denn bitte, so mitten beim Aufholjagen?! 1. Orientierst du dich beim Bücherkauf an Sternebewertungen? Ich orientiere mich bei so manchen Dingen an Sternen. Bücher gehören eindeutig nicht dazu. Die wenigen Menschen auf die ich bei Empfehlungen zu hören gedenke, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2611" class="wp-caption alignleft" style="width: 143px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/11/stock.jpg"><img class="size-medium wp-image-2611" title="Sitzstock" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/11/stock-133x300.jpg" alt="Stocksitz" width="133" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Epischer Stock des Sitzens ...von Oppa</p></div>
<p>Das <a title="monströse Felligkeit" href="https://monstermeute.wordpress.com/" target="_blank">Fellmonster</a> hat mal wieder Holz vor der Hütt&#8217;n &#8230;öhm liegenlassen. Ein Bücherstöckchen! Wie grandios ist das denn bitte, so mitten beim Aufholjagen?!</p>
<p><strong>1. Orientierst du dich beim Bücherkauf an Sternebewertungen?</strong><br />
Ich orientiere mich bei so manchen Dingen an Sternen. Bücher gehören eindeutig nicht dazu.<br />
Die wenigen Menschen auf die ich bei Empfehlungen zu hören gedenke, schwärmen eher von Angesicht zu Angesicht. Hier könnte ich natürlich die Sterne in den Augen zählen.<br />
Bei den Bloggern meines Vertrauens existiert auch kein Sternesystem.<br />
Und im Buchladen lasse ich mich von allem möglichen verführen. (Böse Buchläden!) Hoch im Kurs stehen dabei Cover. (Böse Cover!) Oder schlichtweg Lieblingsautoren. (Böse Lieblingsautoren!)</p>
<p><strong>2. Hat dich eine Sternebewertung schon mal in die Irre geführt?</strong><br />
Nein. Einmal habe ich mich, entgegen meines B(a)uchgefühls, von einer nicht vertrauenswürdigen Person zu einem Leseexperiment breitschlagen lassen. Was dabei rumkam, kann mensch sich entweder denken oder <a title="weiße Massai in den Boden gestampft" href="http://glotz.net/lesen/ueberschaetzte-literatur" target="_blank">hier nachlesen</a></p>
<div id="attachment_2202" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/Dill-schnitt.jpg"><img class="size-medium wp-image-2202" title="DillSchnitt" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/Dill-schnitt-300x120.jpg" alt="absoluter DillSchnitt" width="300" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">absoluter DillSchnitt - ein Fragment des Dilliriumskatalogs</p></div>
<p><strong>3. Wie bewertest DU?</strong><br />
Aus besagtem Bauch heraus und demnächst auch wieder mehr mit <em>&#8220;DillEmmas Dillstraußsystem von Dillentantisch bis Dilliziös&#8221;</em>.</p>
<p><strong>4. Bist du beim Bewerten ein neutraler Kritiker oder bewertest du subjektiv?</strong><br />
Ich bemühe mich stets um objektive Subjektivität. Also im Ernst &#8220;neutrale Kritik&#8221;?! Da müsst ich ja mit irgendwelche gängigen Bewertungsmaßstäbe ansetzen oder auch nur kennen.</p>
<p><strong>5. Zeige ein Buch, das du mit 2 oder weniger Sternen bewertet hast, ein mittelmäßig bewertetes Buch und ein 5 Sterne Buch!</strong><br />
Ein Sterne-Bücher werden von mir meist schon vor dem Lesen mit größtmöglicher Missachtung gestraft und schaffen es daher überwiegend nicht einmal auf die Bewertungsstreckbank. Als alter Masochist setze ich mich manches Mal jedoch schon im Sinne der Forschung fataler &#8220;Literatur&#8221; aus: Darunter fallen dann vorzugsweise pseudowissenschaftliche Werke, die erklären wollen wieso Frauen so und Männer eben so sind und warum das auch unabänderlich und immer so in Stein gemeißelt bleiben wird. Wir Kenner nennen diese Selbstgeißelung &#8220;Feindforschung&#8221;.<br />
Echtes Mittelmaß bei einem Buch im generellen hingegen finde ich ziemlich schwer zu fassen: Ist etwas wirklich &#8220;mittelmäßig&#8221;, heißt das, es findet sich nichts herausragendes. Weder besondere sprachliche Merkmale, noch außergewöhnliche Wendungen in einer Erzählung oder schlichtweg Wissenswertes. Das Attribut &#8220;mittelmäßig&#8221; würde ich demnach in die Kategorie &#8220;nichtssagend&#8221; packen, womit echtes Mittelmaß ebenfalls und unbedingt in die Kategorie &#8220;grottenschlecht&#8221; gehört.<br />
Ganz generell kann ich jedoch vielen Werken (zumindest jenen, die es schaffen, von mir auch tatsächlich erschmökert zu werden) etwas besonderes und einzigartiges abgewinnen. Manchen Werken und Autoren hingegen auch wirklich herausragendes oder gar Suchtpotenzial. Derzeit erforsche ich, der geborene Spätzünder gerade akribisch die Scheibenwelt &#8211; deren Geschichten wohl eindeutig in diese Fünf-Dillstrauß-Sparte fallen müssen.</p>
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		<title>Gedächtnis an Krücken</title>
		<link>https://glotz.net/lesen/gedaechtnis-an-kruecken</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Nov 2013 18:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachperlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kurze Verschnaufpause haben wir uns nochmal gegönnt. Immerhin befinden wir uns ja nach langer Muskelerschlaffung erst im Aufbautraining. Da hat die erste Hürde den Oberschenkel noch ganz schön zum &#8220;Mimimimimi&#8221;-Singen gebracht. So salben und ölen wir kurz unsere Wunden, lecken einmal kurz hinüber und donnern schon volles Karacho auf die nächste Hürde zu (Notiz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="52 Bücher reloaded" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg" alt="Projekt 52 Bücher" width="216" height="247" /></a>Eine kurze Verschnaufpause haben wir uns nochmal gegönnt. Immerhin befinden wir uns ja nach langer Muskelerschlaffung erst im Aufbautraining. Da hat die <a title="Deutscher Krimi" href="http://glotz.net/lesen/deutschstunde" target="_blank">erste Hürde</a> den Oberschenkel noch ganz schön zum &#8220;Mimimimimi&#8221;-Singen gebracht. So salben und ölen wir kurz unsere Wunden, lecken einmal kurz hinüber und donnern schon volles Karacho auf die nächste Hürde zu (Notiz an mich: Lern aus deinen Fehlern: Drüberspringen scheint schmerzloser als umrennen &#8230;Eleganz ist auch nicht gerade deine Sache, wa?)<br />
<a title="Lesezeichen" href="http://monstermeute.wordpress.com/2013/08/25/52-bucher-woche-29-2/" target="_blank">Lesezeichen</a><br />
Das ist doch ein schönes und so vielfältiges Motto.<span id="more-2537"></span> Zumal jene Gedächtnisstützen Menschen mit einem so unheimlich grandiosem Zahlengedächtnis ( ich kann mir meine zehnstellige Kontonummer ohne weiteres merken und weiß auch noch die Telefonnummern, sämtlicher Grundschulfreunde &#8211; da geht nur keiner mehr ran &#8211; doch sobald eine vierstellige Pin oder wahlweise eben eine zwei- bis dreistellige Seitenzahl auf mich zugewatschelt kommt, bricht der Angstschweiß in Strömen aus, die Knie schlackern und das Gedächtnis schaltet auf Durchzug. Degeneration durch Schnellwahltasten. Die Technik ist also schuld. Also widmen wir uns den liebgewonnenen Hilfsmittel im Dschungel der Zahlen.</p>
<h2>Das Eselsohr</h2>
<h4>lat.<em> <a title="folium libri complicatum" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eselsohr_(Lesezeichen)" target="_blank">folium libri complicatum</a></em></h4>
<p>- die verworrene Seite des Buches</p>
<p>&#8230;dient bei mir zur Markierung ganz besonders wertvoller Stellen, welche ich auf ewig immer und immer wiederfinden möchte.<br />
Der geneigte Bücherliebhaber wird nun womöglich spontan die starke Intention verspüren, mir solche Flausen mittels Faustabdruck aus dem allzu hellen Köpfchen zu abstergieren. Doch sei stark, werter Librophilos, denn diese Beichte nimmt sogar noch weitaus größere Ausmaße an:<br />
Ich verfüge sogar über ein ausgeklügeltes Eselsohren-System! Da diese Unterkategorie eines Lesezeichen insbesondere dazu dient, herausragende Formulierungen zu markieren, versuche ich mit der Spitze des Eselsohr möglichst auf den Satzanfang oder gar auch nur auf das betreffend Wort zu zielen. Je nach Format des jeweiligen Buches, sind dabei Origami-Kenntnisse für Fortgeschrittene überaus nützlich.</p>
<h2>Tabakpackung</h2>
<h4>lat. <em>folium librum involucrum tabaci</em> &#8211; so zumindest die vom Gott des Rauchens höchstselbst überlieferte Übersetzung, dieses altehrwürdigen Lesezeichens. Leider wurden schriftliche Dokumente, welche diesen Urahnen aller Lesezeichen als solchen belegen bei einem Großbrand durch eine aus der schläfrigen Hand geglittenen Opiumpfeife bereits schon in den Ursprüngen vernichtet. Jene Brandkatastrophe führte nicht nur zur abrupten Neufindungsphase anderweitiger Gegenstände, welche den derzeitigen Stand des Lesevergnügens kennzeichnen sollten. So liegt es durchaus auch Bereich des Möglichen, dass sich im Laufe der Geschichte mündlicher Überlieferung zum Vergessen jenes Ur-Lesezeichen auch Grammatikfehler in die Ursprungsbezeichnung eingeschlichen haben. Nur darauf ist ein eventuell fehlerhafter Titel und die wahrscheinliche Nicht-Auffindbarkeit jener Historie zurückzuführen &#8211; Nicht etwa auf dreiste Lügengeschichten und mangelnde Lateinkenntnisse der Nicht-Urheberin dieses Begriffes.</h4>
<p>Diese Art von Lesezeichen benutze ich bevorzugt auf Arbeit. Statt Mittagspause habe ich es mir mittlerweile angewöhnt, alle ein bis zwei Stunden eine kurze Raucherpause zu machen und dabei einige Seiten zu lesen. &#8220;Schmökern &amp; Schmöken&#8221; &#8211; wie eine kleine Bevölkerungsgruppe im nördlichen Westphalen am Rhein es titulieren würde (Diese Phrase stand da plötzlich und wird aufgrund mangelnden Interesses an geografischen Begebenheiten jetzt keiner weiteren Überprüfung unterzogen, der sie womöglich nicht standhalten würde. Dann müsste ich da ja etwas ändern! Also lebt damit.)</p>
<h2>Krempel</h2>
<h4>lat. <em>res</em> (ganz ehrlich: diesen Witz finde ich gerade grandios und griene in mich hinein &#8211; auch wenn er wahrscheinlich keinen Menschen, nicht einmal die oft mit krudem Humor ausgestatteten Philologen zu einem müden Lächeln ermuntert &#8211; es ist allerdings auch Montag, wo selbst ich erwiesener Maßen auch mal zu Fehleinschätzungen und hochgradiger Albernheit neige)</h4>
<p>Diese Kategorie erstreckt sich von wichtigen Unterlagen, über Rechnungen, Wahlbenachrichtigungen bis hin zu Visitenkarten. Daher muss ich, sobald irgendetwas Klärung bedarf auch immer alle Bücherregale ausräumen, so dass sich all meine beseiteten Freunde stets einer ausgiebigen Lüftung &amp; (Zu)Wendung erfreuen. Auch ist diese Praxis für das lesende Element jener symbiotischen Beziehung ein andauerndes wie freudvolles Gedächtnistraining, da es sich innerhalb einer fortwährend neuen Ordnung des Literaturbestands zurechtzufinden muss.</p>
<div id="attachment_2556" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/11/Das-kannste-schon-so-machen.jpg"><img class="size-medium wp-image-2556" title="Das kannste schon so machen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/11/Das-kannste-schon-so-machen-225x300.jpg" alt="dann isses halt kacke" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Einfach episch! Wer kann schon von sich behaupten, dass jemand nur zum Beantworten der eigenen Fragen extra einen ganzen Schwung Visitenkarten hat drucken lassen? Demnächst folgt dann auch das passende T-Shirt (für Sichiboom: &quot;Nicki&quot;) mit der Aufschrift &quot;Einmal mit Profis arbeiten...&quot; - ebenso phänomenal: Zwei Lesezeichen in einem Bild. Fehlt nur noch der Tabak, aber ich will ja nicht schleichwerben. Außerdem ist rauchen ganz schlecht, liebe Kinder!</p></div>
<p>Zu jenen Unterlagen gehören dann, wie erwähnt, oftmals auch Visitenkarten von mehr oder (eher) minder &#8220;wichtigen&#8221; Menschen. Eine dieser Selbstdarstellerkärtchen jedoch hat in den letzten Tagen tatsächlich mein Herz erobert. Sie wurde mir von einem Kollegen überreicht. Ungefragt. Dabei hätte er sicher nur wenige Minuten warten müssen, um mir wegen irgendeiner unqualifiziertn Anfrage eine solche Karte statt Antwort zu reichen. Schließlich hat er die Dinger doch nur aus diesem Grund bestellt. Entweder erlag er in diesem Fall seiner Vorfreude, die aufgrund der langen Lieferzeiten schlichtweg überdehnt war oder ich bin einfach ein ganz besonderer Fall von Mitarbeiter &#8230;.eine, die eben auch ohne Anlass jederzeit ein solches Souvenir verdient.</p>
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<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Gut behütete Familiengeheimnisse" href="https://glotz.net/lesen/gut-behutete-familiengeheimnisse" rel="bookmark">Gut behütete Familiengeheimnisse</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Auch die 48. Woche im Projekt der 52 Bücher hält wieder ein Thema bereit, mit welchem ich so rein gar nichts anfangen kann. Langsam vermute ich in meinem Größenwahn ja pure Absicht, förmlich ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Deutschstunde</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Oct 2013 12:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[BILD-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach langer, langer Zeit melden wir uns zurück zu den 52 Büchern. Wir holen tief Luft und starten in etwa den drölfzigsten Anlauf zur angekündigten &#8220;spektakulären Aufholjagd&#8221; &#8211; einer Art Hürdenlauf. Die erste Hürde überspringen wir noch mit reichlich Atem in den verteerten Lungen. Wie bei jeder größeren Sportveranstaltung wimmelt es dabei natürlich von Geldgebern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="52 Bücher reloaded" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg" alt="Projekt 52 Bücher" width="216" height="247" /></a>Nach langer, langer Zeit melden wir uns zurück zu den 52 Büchern. Wir holen tief Luft und starten in etwa den drölfzigsten Anlauf zur angekündigten &#8220;spektakulären Aufholjagd&#8221; &#8211; einer Art Hürdenlauf. Die erste Hürde überspringen wir noch mit reichlich Atem in den verteerten Lungen. Wie bei jeder größeren Sportveranstaltung wimmelt es dabei natürlich von Geldgebern, welche mit ihren Werbeslogans die einzelnen Hürden verzieren. Der erste Schriftzug rauscht in einem enormen Tempo von mindestens doppelter Schneckengeschwindigkeit an uns vorüber. Gerade noch können wir ihn entziffern:</p>
<blockquote><p><a title="Bücherwoche 30 Numero zwo" href="http://monstermeute.wordpress.com/2013/09/01/52-bucher-woche-30-2/" target="_blank"><em>Deutsche Krimis</em></a></p></blockquote>
<p>Meine fast schon traditionsgeladene Geschichte der persönlichen Lektüre von Kriminalromanen wächst und gedeiht zu einem wahren Epos:<br />
Erst kürzlich (genau genommen gestern) gesellte sich ein neuer Krimi zur munteren Meute aus vormals einem ganzen gelesenen Exemplar dieses Genres ( <a title="Der erste Krimi" href="http://glotz.net/lesen/rezension-jo-nesbo-die-larve" target="_blank">wir berichteten</a>). Damit habe ich mal eben den Gesamtbestand verdoppelt! Im Vorbeigehen quasi.<span id="more-2508"></span><br />
Der pure Zufall will es so, dass dieses Werk auch tatsächlich aus der Feder eines deutschen Autors stammt, einem gewissen Bernhard Jaumann.</p>
<div id="attachment_2529" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/09/österreicher-zwerg.png"><img class="size-medium wp-image-2529" title="Little-man-syndrom" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/09/österreicher-zwerg-300x148.png" alt="BILD-Kommentare Nazi" width="300" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">So reagierten BILD-&quot;Leser&quot;, als sich ihre geliebte &quot;Zeitung&quot; unvermutet öffentlich auf Facebook, für den rosa behemdeten Hitlergrüßler vor dem Hellerdorfer Asylanten-Heim schämt. Irgendwer überrascht? Nein? Nuja...</p></div>
<p>Die Handlung selbst ist zwar in Österreich verortet, doch da Österreich und Deutschland ja sprachlich, kulturell und an zu beiderseitigem Leidwesen auch geschichtlich (nicht nur) an sensiblen Punkten derart miteinander verwoben sind, dass einst selbst der überbordenste Nationalstolz (also diese ungesunden Auswüchse von &#8220;Stolz&#8221;, die mit selbigem ursprünglich positiven Wohlgefühl auf selbst Erschaffenes nicht einmal im Ansatz mehr verbandelt sind) wahrhaft grenzüberschreitend in die haarsträubenden Theorien über willkürlich festgelegte Rassen, Nationen und sonstig gefährliches Spinnwerk eingeflochten werden konnte, zählt das. Letzteres ist sicherlich der Vorteil an Theorien welche derart aus der Luft gegriffen sind, dass jene, die sie er&#8221;denken&#8221;, sie auch dergestalt zurechtrücken können, wie es ihnen und ihren Zielen eben am besten in den Kram passt. Das Ganze ist ja auch heute noch eher gängiges Prinzip. So liegt die Definitionsmacht meist bei den Herrschenden selbst, wobei &#8220;Herrschende&#8221; im Weiterdenken nicht auf ein reines Führerprinzip &#8211; wenn wir grad beim Thema sind &#8211; referiert, sondern auch ganze bevorzugte Bevölkerungsgruppen mitmeinen sollte. Gut, zu sehen auch gern immer wieder in der Wissenschaft oder schlicht bei der Schwerpunktlegung des Nachrichtenwerts und deren Deutung in den Medien. Aber wir verlaufen uns schon wieder. Schlittern auf Glatteis. Aalen uns im Licht der Erkenntnis. Sühlen uns im Schmutz düsterer Wahrheiten, anstatt schnell wieder zurück auf unsere Hürdenstrecke zu spurten. Nun denn &#8211; Auf zum Buch und Schluss mit philosophischen Abwegen zu hässlichen Gnomen mit <a title="Little-Man-Syndrom" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Napoleon_complex" target="_blank">Little-Man-Syndrom</a>und ihrer paradigmatischen Leuchtturmfunktion in puncto Terminologischer Determiniertheit (oder wie immer man das nennen will, wenn irgendwo in dem Geschwafel oben schon einmal Definitionsmacht steht und der schreibende KirrWopf nichts ärger scheut als stumpfe Wiederholungen).</p>
<h2>&#8220;Hörsturz&#8221; &#8211; Joachim Naumann</h2>
<p>Dieser deutsche Krimi ist nicht nur meine erste deutsche Krimilektüre, es ist auch noch der erste Kriminalroman, den dieser Herr Jaumann je verfasst hat. Zufall? Wir wissen es nicht.<br />
Bei Hörstürz handelt es sich jedenfalls um den Auftakt einer besonderen Krimireihe, welche sich den fünf Sinnen widmet. Der Titel sorgt dabei für Überraschungen:<br />
Es geht um den Hörsinn.<br />
Wer hätte das gedacht.<br />
Vielmehr geht es sogar um das sinnliche Hören.<br />
Die ganze Geschichte beginnt während einer Radiosendung der reichlich (nicht nur musikalisch) überreizten Moderatorin Ruth Strelecky, welche in ihrer Show lediglich überaus sarkastisch das Thema <em>&#8220;Wien wie es singt und klingt&#8221;</em> behandeln möchte:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Unser Wochenthema ist die Art von akustischer Umweltverschmutzung, die hierzulande gern als Musik bezeichnet wird und auf die wir Wiener allgemeiner Überzeugung nach stolz zu sein haben. Kommt euch die Brühe aus Walzern und Operetten, Heurigenliedern und Musicalsongs auch schon zu den Ohren heraus? Ruft uns an! 06-6066996. Sagt uns eure Meinung zum Mythos &#8220;klingendes Wien&#8221;. Zur Anregung hier: Bahn frei für</em> [an dieser Stelle stand der Titel irgendeines Marsches, den WordPress dank Absturz gelöscht hat. Ich könnte ihn zwar hier wieder einfügen, aber fragt mich mal, wo nun das Buch abgeblieben ist, wo dieser Artikel doch schon in den Entwürfen vor sich hinstaubte]</p></blockquote>
<p>In besagte Sendung platzt dann eine Anruferin mit dem geheimnisvollen Namen <em>&#8220;Minnie aus dem 6. Bezirk&#8221;</em>. Ruth, in ihrer unverwechselbar hochnäsigen Art, gedenkt Minnie schon allein des Namens wegen, zunächst ungefähr so ernst nehmen zu wollen, wie deutsche Lehrer es mit Kindern namens Justin, Chantal und dergleichen gerne praktizieren. Leider verändert Minnie mal so ganz nebenbei Ruths Leben grundlegend. Sie verliest ein Kommuniqué, in welchem sie Aktionen gegen die dekadente Musikkultur Wiens ankündigt. Am Abend kracht es dann auch im ersten Konzert. Dies ist weder Minnies letzter Anruf in Ruths Sendung noch bleibt es bei diesem einen Anschlag auf die Opernhäuser.<br />
Bei einem jener Attacken auf Wiens musikalisches Nachtleben, verschwindet auch Ruths Schwester, während sie in einer Aufführung der <em>Zauberflöte</em> die Pamina singt. Soviel darf ich zumindest noch verraten, weil es auch im Klappentext steht. Es folgt die unvermeidliche Suche nach den Tätern. Parallel sucht Ruth nach ihrer Schwester, denn natürlich haben beide Fälle etwas miteinander zu tun. Das sieht die Polizei zwar anfangs nicht (wie womöglich üblich in Kriminalwerken über Laien-Ermittlungen aus dem Angehörigenumfeld), aber für jede_n halbversierte Tatort-Kenner_in oder sonstige geradeaus denkende Menschen, ist das relativ klar ersichtlich (schließlich hätte ja sonst auch ein Handlungsstrang ausgereicht). Dass hier zu einem womöglich in Krimikreisen weiter verbreitetem Aufbau des Spannungsbogen gegriffen wird mindert allerdings keineswegs den Genuss der Lektüre im allgemeinen.<br />
Was bietet das Buch also sonst noch? Zahlreiche Leichen, die sicherlich coolste &#8211; im Sinne von traurig und schreiend komisch zugleich &#8211; Beerdigung aller Zeiten und einen Papageien namens Kant, der statt Aufklärung nur &#8220;Au, Au&#8221; sagen kann. Zudem mochte ich einige Formulierungen des Autors einfach unheimlich gern. Und in Sachen Sinnlichkeit beschlich mich streckenweise das Gefühl, es wird eine ähnliche Strategie zur Veranschaulichung der Geräuschkulissen gefahren, wie Süskind es mit den Gerüchen im Parfum vollzieht. Nicht abgekupfert aber stilistisch durchaus davon beeinflusst.<br />
Fazit:<br />
Ich bin ja nicht sonderlich erprobt darin zu berurteilen, was ein Krimi nun alles mitbringen sollte, um gut zu sein. Meine kriminalistische Versiertheit erstreckte sich bis vor kurzem ganz spießbürgerlich nun tatsächlich nahezu ausschließlich auf denn sonntäglichen Tatort (worunter für mich auch der Polizeiruf fällt) und einige Folgen der Kommissarin Lund. Literarisch bewege ich mich also eher auf #Neuland und das hat es ja generell an sich erstmal vieles unvorbehaltener und positiver zu sehen, als ein geübtes, aber auch womöglich schon übersättigtes Auge. Ich war also amüsiert, wenn auch nicht nachhaltig beeindruckt. Doch ich denke, dass ja auch Kurzweil primäres Ziel jenes nun nicht übermäßig tiefgründigen Genres ist. Also: Ziel erreicht. Zum entspannten Genuss-Lesen würde ich mir also jederzeit einen der Folgebände gönnen.</p>
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Das hier vorgestellte Buch ist hyperphänomentastogigantomantistoberaffentittengeil!

Ich bin beileibe kein_e Freund_in von Superlativen &amp; ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Bücher zum Verlieben &#038; Entlieben" href="https://glotz.net/lesen/bucher-zum-verlieben" rel="bookmark">Bücher zum Verlieben &#038; Entlieben</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br /> Die verflixte Sieben hat mir nun schon das zweite (inklusive Hinterhand_Ansammlung sogar dritte oder vierte) Nachholthema beschert. Es kommt von der Frühlingsbotin Katja, die scheinbar, nachdem ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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