Übersetzungslücken, Interpretation und “nicht”-Einfügen

LesenACHTUNG – ACHTUNG – Hier kommt ein Thema des Krötengenerals. Die Anhänger der 52-Bücher werden hiermit aufgefordert, sich unverzüglich dem bisher wohl krudest zusammengestoffelten Thema der ganzen Parade zu widmen! Anderweitig wird von klebrigen Krötenzungen Gebrauch gemacht werden. Dies ist die dreihundertfünfundsiebzichste Aufforderung!

Aliens oder schau mal wer da zum Essen kommt

Da steht eindeutig ein “oder”, oder? Natürlich versucht sich Frau Monster mal wieder lupenrein aus der Affäre zu ziehen: Sie hätte damit nichts zu tun, wird da scheinheilig kundgetan.

Switch Reloaded

Doch wir haben gnadenlos retschertschiert

Nur wenige Artikel zuvor ist von “eigenen Auswahlkriterien” und “Willkür bei der Themenwahl” die Rede.

Ich versuche, eine abwechslungsreiche Mischung zu finden, aus diesem Grunde lose ich die Themen nicht aus, sondern wähle sie gezielt (und willkürlich ;) )

Wie unglaublich selbstentlarvend ist das denn!? Ertappt! Doch was kümmert eine zukünftige Weltherrscherin schon das Gewäsch der vergangenen Beiträge? Oder ist es gar alles Politik? Gerüchten zufolge sollen der Aga-Kröterich und das Fellmonster ja um die Ersterringung der Universal-Herrschaft ganz minimal konkurrieren. Vielleicht hat es daher bei beiden noch nicht zur Machtergreifung gelangt – welch Verschwendung der eigenen Kräfte, die kleinen Armeen gegeneinander marschieren zu lassen, statt sich um das große Ganze zu kümmern…

Nunja – da mir zum Thema verfressene Außerirdische lediglich der filmische Hot-Dogverzehr der Coneheads in den Sinn kommt

Zahnarzt

In Ermangelung von Fachkenntnissen zum Einbau bewegter Bilder direkt im Blog behelfen wir uns mit einem Umweg-Beweis: dem visuellen Eindruck der Kauleisten, jener extraterrestischer Spezies

muss eben die ein oder andere Expandierung der zugrund liegenden Problematik vorgenommen werden.

Aliens: lat. alienus – fremd, fremdartig

Beginnen wir beim Abschütteln dieser Wesen aus dem All. Diese Begrifflichkeit ist viel zu eng gefasst – endlich ist dieses lästige Lateinstudium mal zu etwas nütze. Wir brauchen also lediglich auf die im Wortstamm und immer noch im Ursprungssinn enthaltene Wortbedeutung zurückgreifen und erhalten schon eine wesentliche Vereinfachung. Tatsächlich bin ich schon auf der Spur, welches literarische Werk mir durchaus tauglich dazu erscheint, um es in den vorgegebenen Rahmen zu pressen. Getreu dem martialischen Motto “reim dich oder ich fress dich”.

Birgit Vanderbeke

Miesmuschel-Matriarchat-Mmmmentstehung

So ein Tisch mit Essen – da haben wir doch schon mal ein wenig Bezug gesetzt. Fairerweise muss ich mir gleich wieder einen Punktabzug erteilen, denn derjenige, für welchen die Muscheln ursprünglich gedacht waren, kommt überhaupt nicht zum Essen. Schade für ihn, nicht nur weil er damit völlig am Thema vorbeirauscht, sondern weil der werte Herr Vater (ja, wir klären auf, wir zeigen Fakten, wir nennen Namen ….nur wer ist eigentlich “wir”?) durch seine Abwesenheit am Abendbrotstisch von seiner heimeligen Familie völlig demontiert wird. Ja, die ganze scheinbare Familienidylle, welche sich der Patriarch da über die Jahre aufgebaut und herangezüchtigt hat, möchte man fast sagen, all das wird innerhalb eines Abendessens in seiner Abwesenheit, aber mit stetiger Präsens seiner Person im Gespräch seiner lieben Untertanen Familienmitglieder als Farce entlarvt.

Birgit Vanderbeke zeichnet ein Familienportrait, was bezeichnend für eine Zeit des Wandels ist – nicht nur auf die Rolle der Frau und die Konstruktion eines herkömmlichen Familienbildes bezogen, es lassen sich auch ganze Parallelen zu totalitären Herrschaftsformen und ganzen staatlichen Systemen wie Regimen im allgemeinen ziehen.

Der Patriarchat wird plötzlich kollektiv als Fremdkörper im Familienbild sowie dem eigenen Selbstbild der einzelnen Mitglieder wahrgenommen. Mutter, Tochter und Sohn arbeiten in wenigen Stunden der Abstinenz des Familienoberhaupts plötzlich jegliche Schieflagen auf. Und da kommt gewaltiges wie gewalttätiges zu Tage, sowohl in ihren eigenen Leben als auch im Zusammenspiel als Gemeinschaft.

So. Ein Buch, welches von einem handelt, der nicht zum Essen kommt und damit zum Fremdling wird oder als solch einer entlarvt wird, der die anderen von sich selbst entfremdet. Find ich gut und volle Kanne direkt nebens Thema gehüpft – aber so nahe – das gilt. :)

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  1. [...] ich im Laufe des Projektes durchaus auch schon lukullische Literatur vorstellen durfte. Von der sozialen Komponente des kulinarischen Miteinander bis hin zur feuchtfröhlichen Seite der Sozialisation. Doch ein literarisches Werk allein besetzt [...]

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