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	<title>Glotz_net &#187; Shoah</title>
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	<description>...Lesen ist seliger denn Gaffen!</description>
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		<title>1000 x geschrieben &#8211; 1000 x nichts geblieben</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 10:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hinke. Ach, &#8220;hinken&#8221; ist gar kein Ausdruck, wäre ich ein Pferd, hätten die Menschen sicher schon längst Lasagne aus mir gemacht. Doch nachdem Fürstin Flausch so epochal vom Winterschläfer Nummer eins dem Bären wachgeküsst wurde oder sich zumindest in autogener Selbsterweckung probiert, möchte ich ihr keineswegs nachstehen. Daher widmen wir uns einer wunderschönen Zahl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="52 Bücher reloaded" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg" alt="Projekt 52 Bücher" width="216" height="247" /></a> Ich hinke. Ach, &#8220;hinken&#8221; ist gar kein Ausdruck, wäre ich ein Pferd, hätten die Menschen sicher schon längst Lasagne aus mir gemacht. Doch nachdem Fürstin Flausch so epochal vom Winterschläfer Nummer eins dem Bären wachgeküsst wurde oder sich zumindest in autogener Selbsterweckung probiert, möchte ich ihr keineswegs nachstehen. Daher widmen wir uns einer wunderschönen Zahl, einem noch schöneren Thema von dem <a title="Blogger-Schönheit" href="http://www.e-dampf-blog.de/" target="_blank">schönsten aller Blogger</a> (Irgendwas stimmt hier nicht. Soeben überstürzen sich hier die Ereignisse: Während ich ein hämisches Lachen zurückhalte, gleite ich auf einer schleimigen Masse fort von meiner geliebten Tastatur):</p>
<p><a title="Buecherwoche 13" href="http://monstermeute.wordpress.com/2013/04/14/52-bucher-woche-13-2/" target="_blank">Ein Buch, dessen Titel wirklich nichts, aber auch gar nichts, mit dem Inhalt (der Geschichte) zu tun hat.</a></p>
<p>Da fällt mir spontan <strong><em>Transit</em> von Anna Seghers</strong> ein.<br />
<a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/05/Transit-Visa-de-sortie.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2322" title="Transit - Anna Seghers" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/05/Transit-Visa-de-sortie-201x300.jpg" alt="Seghers Transit" width="201" height="300" /></a>Nur weil es auf dem Cover und im Buch selbst am Wort <em>Transit</em>, an <em>Transitsanträgen</em>, an Anträgen für <em>Visa</em> und <em>Visa de sortie</em> nur so wimmelt, ging es doch überhaupt nicht um das <em>Transit</em> selbst. Der Inhalt hatte wirklich rein gar nichts, also überhaupt nichts mit dem Titel zu tun!</p>
<p>Die politischen Flüchtlinge, welche in Seghers Werk vor den näherrückenden Nazis im Marseille der 40er Jahre von Botschaft zu Botschaft strömen, könnten genauso gut Essensmarken für eine Portion Obstsalat beantragen wollen oder einen Seifenblasen-Coupon. Die Sinnlosigkeit des Unterfangens wäre dieselbe. Womit ich keineswegs die Fluchtgedanken an sich oder gar die Notwendigkeit derselben in Frage stellen möchte. Einzig das bürokratische Gebilde des Wahnsinns, welches darüber schwebt, über den Menschenleben, lässt das Transit trotz seiner zahlreichen Erwähnung im Werk so sehr zu einer unwirklichen Absurdität werden. Unterstützt wird dieses Gefühl noch durch die Haltung des Erzählers, welcher selbst während großen Strecken der Handlung überhaupt nicht flüchten möchte. Der Protagonist benötigt demnach nicht einmal ein Transit &#8211; höchstens fadenscheinige Bemühungen darum, um seinen &#8220;vorübergehenden&#8221; Aufenthalt in Marseille zu rechtfertigen. Dennoch beantragt er ein solches. Im Laufe der Geschichte verfällt jener Erzähler zwischenzeitlich sogar dem vorherrschenden Transit- &amp; Reisefieber. Doch wirkt es vielmehr wie eine Art Virusinfekt oder auch eine Trotzreaktion auf eine zum Scheitern verurteilte Liebe.<br />
Natürlich hatte schon damals jeder Flüchtling ganz unterschiedliche Motive zur Ausreise, welche Seghers auch wunderbar aufgreift. Sie flattern durch die Straßen von Marseille, vor allem an Tagen des Alkoholausschanks, überlagern die eigentliche Transitsuche und schweben ungreifbar und dennoch viel fassbarer als die Reisepapiere selbst über allem:<br />
Sei es die Verfolgung durch die Nazis, deren vorrückenden Truppen damals im halbbesetzten Vichy-Frankreich eine stetig näher rückende Bedrohung darstellen. Seien es private Gründe zur Flucht, einer Flucht vor den eigenen Gefühlen, der eigenen Geschichte, welche noch viel mehr im Vordergrund steht, als der zynischer Weise fast schon willkommene Anlass zur Flucht, jene faschistische Schreckensherrschaft. Sei es auch nur der ungeklärte Aufenthaltsstatus, denn einfach in Marseille zu bleiben, ist ebenso behördlich unerwünscht, wie anderswo hinzukommen. Überall muss ein Nachweis erbracht werden, dass der Flüchtling stets bereit ist gleich weiterzureisen zu einem unwahrscheinlichen Endziel, an dem die Menschen bereit zur endgültigen Aufnahme wären.<br />
Angesichts des drohenden Todes hat diese doch nunmehr schon fast ein Jahrhundert zurückliegende Handlung nichts an Aktualität eingebüßt. Noch immer bringen diverse Diktaturen oder gar Scheindemokratien Unmengen politischer Verfolgter hervor, welche sich nach ihrer Flucht aus der Heimat einer halsbrecherischen Bürokratie offenbaren müssen. Der sich dann auftuende Abgrund zwischen Menschlichkeit, Solidarität und wirtschaftlicher Interessen im potenziellen Exil hat höchstens seinen geografischen Standpunkt verschoben. Immer noch stehen Menschen hilflos wie hoffnungsvoll vor undurchsichtigen Einreiseabkommen und tödlichen Aufnahmebeschränkungen, von denen es zwecks Durchreise über sichere jedoch überfüllte Zweitstaaten in aufnahmeunwillige Drittstaaten nur so wimmelt. Das Einzelschicksal wird politischen und wirtschaftlichen Interessen untergeordnet, das Bangen realer Personen durch die Bürokratie erfolgreich anonymisiert und somit immerhin für die Protagonisten auf der ablehnenden Seite ein wenig erträglicher gestaltet. Es wird de facto nicht dazu beigetragen Menschenleben zu zerstören, sondern sich lediglich an Gesetze eines offiziell nicht Menschen verachtenden Systems gehalten.</p>
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<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Ein Buch namens Dietmar" href="https://glotz.net/lesen/ein-buch-namens-dietmar" rel="bookmark">Ein Buch namens Dietmar</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />ACHTUNG! ACHTUNG! Es folgt eine Durchsage:

Das hier vorgestellte Buch ist hyperphänomentastogigantomantistoberaffentittengeil!

Ich bin beileibe kein_e Freund_in von Superlativen &amp; ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Rezension einer radioaktiven Marmelade</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 11:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>
		<category><![CDATA[KONSUM! (Drogen Schuhe Süchte halt)]]></category>
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		<category><![CDATA[Shoah]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ABC-Challenge werde ich wohl nicht im vorgeschriebenen Zeitrahmen meistern. Diese geht schon mit diesem Monat zu Ende und obwohl ich zwar so ziemlich jeden Buchstaben zerstöbert habe, steuert mich mein derzeitiges Handycap namens Kapaltunnelsyndrom geradewegs in den Abgrund des Versagens. Da ich jedoch unfertige Dinge nicht leiden kann, wird hier ohne Rücksicht auf irgendwelche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1430" title="quer gelesen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1-300x236.jpg" alt="Lesen nach Alphabet" width="300" height="236" /></a>Die <a title="Lesen nach Alphabet" href="http://glotz.net/lesen/abc-des-lesens" target="_blank">ABC-Challenge</a> werde ich wohl nicht im vorgeschriebenen Zeitrahmen meistern. Diese geht schon mit diesem Monat zu Ende und obwohl ich zwar so ziemlich jeden Buchstaben zerstöbert habe, steuert mich mein derzeitiges Handycap namens Kapaltunnelsyndrom geradewegs in den Abgrund des Versagens. Da ich jedoch unfertige Dinge nicht leiden kann, wird hier ohne Rücksicht auf irgendwelche Zeitrahmen oder Sättigung bei etwaigen Leser_innen die Liste noch beendet.<br />
Heute lernen wir also den Buchstaben R kennen: Krümelmonster, erzähl uns doch etwas über das R! Wo kommt es her, wo geht es hin?<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/lGqtyIklfPQ?rel=0" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Das <em>R</em> repräsentiert also gleich mehrere Buchstaben. Wieder was gelernt. Ob ich diese Abkürzung noch nutzen sollte, um das Projekt doch im vorgegebenen Zeitfenster abzuschließen?<br />
Darüberhinaus brachte mir der Buchstabe <em>R</em> allerdings auch eine wunderbare Überraschung: Ich durfte neben einem bewegenden Buch auch einen scheinbar ziemlich duften Verlag kennenlernen.<span id="more-2279"></span> Den <a title="außergewöhnliche Bücher" href="http://www.u-line-verlag.de/" target="_blank">U-Line Verlag</a>. Da gibt es eine Reihe, die sich Anti-Pop nennt und aus der gleich mehrere Titel überaus ansprechend wirken, sowohl hinsichtlich des Covers, Genres &amp; Klappentextes. Eines dieser Bücher habe ich nun über <a title="Blogger und Verlage" href="http://www.bloggdeinbuch.de/" target="_blank">Blogg dein Buch</a> erhalten:</p>
<h2>Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter</h2>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/05/radioaktive-Marmelade.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2294" title="Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/05/radioaktive-Marmelade.jpg" alt="Ramona Ambs isst radioaktive Marmelade" width="300" height="300" /></a>Es ist die Geschichte von Romy. Eigentlich von Romy, der Zweiten. Denn Romy wächst bei ihren Großeltern, Überlebenden des Holocausts auf. Ihre Mutter, ebenfalls Romy, starb am Heroin kurz nach der Geburt der eigenen Tochter. So verändert sich im Haus der Großeltern eigentlich kaum etwas. Die Geschichte startet einfach von neuem. Es gibt eine neue Romy, die wächst und gedeiht und dabei nicht nur äußerlich der eigenen Mutter immer ähnlicher wird. Auch Romy Zwei zieht es schon früh in den Rausch. Sie schnüffelt gemeinsam mit ihrem Opa an den Lacken und Farben im Keller und erfreut sich anschließend an den watteweichen Treppenstufen, beim Verlassen des Kellers. Später zieht es auch sie zum Heroin, auf die Straße und auf den Strich.<br />
Woran es liegt, das sich die Geschichte so hartnäckig wiederholt, versucht auch Romy herauszufinden. Liegt es einfach nur am herrlich freien Zustand des Draufseins? Oder ist dieser Zustand, welcher sich so warm und sorglos anfühlt einfach nur noch verlockender, weil hier eben der Zwang des Überlebens, des Weitertragen der jüdischen Kultur, als eine Art Pflicht der Nachkommen Überlebender der Shoa, für kurze Zeit durchbrochen werden kann? Kein Überlebenszwang. Im Gegenteil: verboten süße Todesnähe. Ohne die verpflichtende Last einer ganzen Generation und aller vorangegangenen auf den Schultern tragen zu müssen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<div id="attachment_2203" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/Dill-tastisch.jpg"><img class="size-medium wp-image-2203" title="Dill-tastisch" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/Dill-tastisch-300x69.jpg" alt="Dilliziös" width="300" height="69" /></a><p class="wp-caption-text">Fünf von fünf möglichen Dillsträuschen und das eindeutige Urteil: Dilltastisch!</p></div>
<p>Thematisch haut die Autorin Ramona Ambs gleich in mehrere Kerben, die im Fokus meines persönlichen Interesses stehen. Die Verknüpfungen dieser einzelnen Spektren finde ich allerdings unheimlich gelungen und im Nachgang eigentlich erstaunlich selten derart umgesetzt.<br />
Stilistisch feiere ich so viele Kleinigkeiten und die Detailverliebtheit dieses Büchleins. Ich möchte es auf einen Baumstamm stellen und einfach ein wenig drumherum tanzen. Da ist zum Beispiel die recht unkonventionelle Art der Kapitelbezifferung. Es beginnt bei Kapitel 135. Da das Leben ja auch nicht irgendwo anfängt, sondern es immer ein Davor geben wird, wählen Romy und Ramona fast schon trotzig eine willkürliche Zahl, welche dem Leben Raum gibt. Zwischendrin werden auch einfach einige Kapitel übersprungen, denn das Leben geht weiter, auch wenn es aktiv an einer passiven Protagonistin vorbeiströmt. Irgendwie rührte mich diese Lösung.<br />
Auch der Erzählstil verändert sich schleichend. Sind die ersten Schilderungen aus den Kindheitstagen der Erzählerin noch in knappen, kindlichen, ja fast naiven Sätzen gehalten, so werden sie mit zunehmendem Heranwachsen komplizierter. Mit zunehmendem Wissenstand komplexer.<br />
Wer Lust hat, dieses kleine außergewöhnliche Büchlein zu erstöbern und sich mit Romy auf eine Reise durch die psychischen Nachwehen der deutsch-jüdischen Geschichte sowie in den Alltag des Drogenkonsums zu begeben, dem sei das Werk wärmstens ans Herz gelegt.<br />
Leute, <a title="radioaktive Marmelade bestellen" href="http://www.ubooksshop.de/product_info.php/info/p721_Die-radioaktive-Marmelade-meiner-Gro-mutter---Ramona-Ambs.html" target="_blank">bestellt radioaktive Marmelade</a> &#8211; gesunde Nervennahrung für literarische Leckermäuler.</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Kinderbücher &#8211; Qual der Wahl" href="https://glotz.net/lesen/kinderbucher-qual-der-wahl" rel="bookmark">Kinderbücher &#8211; Qual der Wahl</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Pünktlich zu den Feierlichkeiten, meines persönlichen jährlich stattfindenden Events anlässlich der Verjährung meiner eigenen Kindheit (also des sozial anerkannten Zeitabschnitts dafür) habe ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Satz warmer Ohren (3)" href="https://glotz.net/musik-video-film/warme-ohren-3" rel="bookmark">Satz warmer Ohren (3)</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Es ist Montag. Das allein kann einem ja schon bestens die Stimmung verhageln, wenn dann aber auch noch Dinge wie "Aufstehen", "Losgehen (durch all diese Menschen)" oder gar "Arbeiten (mit all diesen ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Rezension &#8211; Adams Erbe</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 12:04:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie ich bereits im letzten Beitrag des Projekts 52 Bücher &#8211; Reloaded andeutete, lag mir das hier zu besprechende Werk noch einige Zeit nach der Lektüre schwer im Magen. Das ist an und für sich verständlich, handelt es sich (im weitesten Sinne?) doch um Shoah-Literatur. Es möge mir bitte verziehen sein, dass ich nicht weiß, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1430" title="quer gelesen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1-300x236.jpg" alt="Lesen nach Alphabet" width="300" height="236" /></a>Wie ich bereits <a title="52 Bücher Projektwoche 4" href="http://glotz.net/lesen/zeigt-her-eure-buecher" target="_blank">im letzten Beitrag des Projekts <em>52 Bücher &#8211; Reloaded</em></a> andeutete, lag mir das hier zu besprechende Werk noch einige Zeit nach der Lektüre schwer im Magen.<br />
Das ist an und für sich verständlich, handelt es sich (im weitesten Sinne?) doch um Shoah-Literatur. Es möge mir bitte verziehen sein, dass ich nicht weiß, ob &#8220;im weitesten Sinne&#8221; oder ob es sich doch um einen ganz konkreten Fall von Holocaust-Literatur handelt. Es ist wohl beides der Fall, denn der eigentliche Erzählrahmen reicht hinein bis in unser neues Jahrtausend. Hier treffen sich zwei Erzählebenen. Bis hier erstrecken sich die Schatten der Vergangenheit auf die Erben einer kaum kommunizierten Geschichte.<span id="more-2092"></span></p>
<p>Doch nicht nur die Erzählebenen bereiteten mir Kopfzerbrechen. Auch der Umstand, dass es eigentlich nie wirklich explizit um die unmenschliche Mordmaschinerie, die von Menschen in Gang gebracht, gehalten und letztendlich auch zerstört wurde geht. Es geht vielmehr um die Menschlichkeit darin oder auch um den Verlust und das Bewahren derselben. Um die Liebe, die Kindheit und das Leben. Der eigentlich fehlende Fokus und die teils überpräsente Nonchalance vieler Handlungsträger_innen entzieht sich dem oft üblichen tragischen Fokus und drückt ihn zeitgleich umso intensiver und tiefer in jenen Wahnsinn.</p>
<h2>Astrid Rosenfeld &#8211; Adams Erbe</h2>
<p>Adams Erbe ist eine Art Generationenroman. Nicht im herkömmlichen Sinne, aber die Lesenden lernen aus vier Generationen <span style="line-height: 1.6;">so ziemlich jedes Mitglied der Familie Cohen sowie auch einige Hausfreunde der Familienmitglieder kennen, lieben oder hassen. Wo mir sonst, ob der Menschenmassen der Kopf schwirrt, plätschert diese Familiengeschichte mit einer scheinbaren Leichtigkeit ins Hirn, dass ich mich nach wenigen Seiten bereits fast schon wie zu Hause fühlte.</span></p>
<p>Der Roman von Astrid Rosenfeld ist in drei Bücher geteilt. Die ersten beiden Bücher erzählen zunächst völlig andere Geschichten. Aus der Perspektive zweier gänzlich unterschiedlichen Protagonisten. In zwei absolut nicht vergleichbaren Zeiten.<br />
Die eigentliche Erzählzeit ist das Hier &amp; Jetzt. Der eigentliche Erzähler ist ein gewisser Edward Cohen. Ed wohnt mit seiner Mutter, dem Feindbild einer jeden Feministin, wie er sie betitelt, bei seinen Großeltern. Sein Vater ist ein gewisser Gören oder auch Sören aus Norwegen oder Schweden oder Dänemark. Das weiß eigentlich keiner mehr so genau. Zunächst scheint es lediglich die Geschichte einer recht außergewöhnlichen Jugend. Manche könnten oder würden die Umstände in denen Edward aufwächst womöglich als &#8216;asozial&#8217; betiteln. Seine Großmutter würde sicherlich zu einigen Zeiten jene Wortwahl bevorzugen. Für Edward ist es bis zu einem gewissen Punkt der Himmel auf Erden: Die erste Zigarette mit sieben Jahren, lange Zeit um die Schulpflicht herumgekommen, ein unsichtbares Band, welches ihn auf einzigartige Weise mit seiner Mutter verbindet sowie die zwei einzigen Götter seines Lebens: &#8220;Der einzige Gott seines Großvaters&#8221; und &#8220;Der einzige Gott der Elefanten&#8221;, welcher nebenbei starke Ähnlichkeiten zu Elvis Presley aufweist. Was braucht ein Kind mehr, um glücklich zu sein? Nun, eine eigene Identität vielleicht. Edwards Leben ist großen Umwälzungen ausgesetzt, so wandelt sich sein Name mit jedem neuen Lebensabschnitt sowie vor jedem Menschen mit dem er näher in Kontakt ist. Edward ist wie ein Flickenteppich und einer dieser Flicken ist Adam, dessen Gesichtszüge er geerbt zu haben scheint. Adam ist der zur Zeit der Shoah verschollene Bruder von Edwards Großvater. Über Adam wird nicht geredet, höchstens geflucht und gezischelt. An Adam zerbricht der Großvater eines Tages. An Adam zerbrach einst schon die Familie Cohen. Auch diese unterschwellig mitschwingende Schuld erbt der Träger von Adams Gesicht. Eines Tages treffen sich die Geschichten von Edward und Adam auf dem Dachboden der Cohens. Edward findet die Aufzeichnungen seines Großonkels und kann seine Familiengeschichte wie auch seine eigene Geschichte um einige Puzzleteile ergänzen.</p>
<h4>Eine Art Fazit</h4>
<p>Ich habe das Werk komplett ohne Vorwissen, Rezensionen oder Klappentexte begonnen und musste mich daher in beide Realitäten erst schlagartig unvorbereitet einfinden. Die Art in welcher Astrid Rosenfeld jedoch ihren Figuren Leben einhaucht, gestaltet das Eintauchen in den Roman eher in ein Hineingesogen-Werden. Selten habe ich derart viele Hauptcharaktere &amp; Randfiguren so überaus plastisch aus einem Buch herauslesen können. Ich tendiere normalerweise vielmehr dazu, mich an einige wenige wichtige Personen zu klammern und den Rest eben als notwendiges Beiwerk, welches die Handlung voranbringt oder ausschmückt, billigend hinzunehmen. In Adams Erbe hingegen beeindruckten mich zahlreiche Nebencharaktere fast mehr als die Protagonisten. Ich wollte, völlig untypisch für mein sonstiges ignorantes Dasein, mehr von ihnen wissen und lesen. Möglichst einen eigenen Roman zu Edda oder der Nilpferdfrau, bitte! Besonders die weiblichen Figuren des Romans haben es mir unheimlich angetan. Rosenfeld zeichnet &#8220;echte Typen&#8221; oder vor allem &#8220;Typinnen&#8221;. Doch auch einige unbedarften Schilderungen aus dem Warschauer Ghetto, aus der Perspektive eines Kindes, das in Gefangenschaft geboren, niemals eine andere Realität als den irrealen Alltag des jüdischen &#8220;Wohnbezirks&#8221; kennenlernte, ließ für mich Geschichte noch einmal von einer ganz anderen, naiv begrenzten Seite wahrnehmen, welche die Mauern &amp; Unfassbarkeiten so dermaßen plastisch aufleben ließ, dass es mir kurz den Boden unter den Füßen wegzog. Rosenfeld setzt die schlichten Kindergemüter einige Male aus unterschiedlichsten Perspektiven ein und trifft gerade an diesen Stellen wirklich kunstvoll ins Gemüt der Lesenden.<br />
Ein außergewöhnlich mitreissender Debütroman.</p>
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<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Beim Stachelschwein-Melken den Zeigezeh verbrannt" href="https://glotz.net/lyrischer-fisch/beim-stachelschwein-melken-den-zeigezeh-verbrannt" rel="bookmark">Beim Stachelschwein-Melken den Zeigezeh verbrannt</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Hauchhose Nuppen zweitgleich ERschauERn

Intensi-Viren - Wahrheitschmack, geh!
….G.(?)

Oh, Herrin des Rosmarinschinkens!
Ich will klopfen!

Das letzte Ei hängt mal wieder seit Stunden ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Gut behütete Familiengeheimnisse</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Oct 2012 09:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch die 48. Woche im Projekt der 52 Bücher hält wieder ein Thema bereit, mit welchem ich so rein gar nichts anfangen kann. Langsam vermute ich in meinem Größenwahn ja pure Absicht, förmlich einen persönlichen Feldzug dahinter, eine Welt(herrscherinnen)verschwörung, welche politische wie literarische Ausmaße annimmt. Die monströsen Fäden sponnen sich bisher überwiegend gut versteckt durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a>Auch die 48. Woche im Projekt der 52 Bücher hält wieder ein Thema bereit, mit welchem ich so rein gar nichts anfangen kann. Langsam vermute ich in meinem Größenwahn ja pure Absicht, förmlich einen persönlichen Feldzug dahinter, eine Welt(herrscherinnen)verschwörung, welche politische wie literarische Ausmaße annimmt. Die monströsen Fäden sponnen sich bisher überwiegend gut versteckt durch die einzelnen Themenwochen, doch mittlerweile scheint meine Taktik aufzugehen, zum allgemeinen Preisverfall für Limetteneinkäufe beizutragen. Das Caipi-Monster wird unvorsichtiger, lässt sich zu offensiven Gehässigkeiten à la &#8220;Turm der ungelesenen Bücher&#8221; und &#8220;irgendwas mit Farben&#8221; herab.<span id="more-1284"></span></p>
<div id="attachment_1293" class="wp-caption alignleft" style="width: 364px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/merkutin.jpg"><img class="size-full wp-image-1293" title="Merkel und Putin - Macht Verschwörung" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/merkutin.jpg" alt="Merkel und Putin - Liebe und Verschwörung" width="354" height="558" /></a><p class="wp-caption-text">Dies Bild besitzt doch alles, was in einem guten Politthriller vorkommen sollte: Liebe, Macht, Politik, Offensichtliches und hintergründiges Miteinander...</p></div>
<p>Es wird also ganz offensichtlich: Mit Verschwörungstheorien jeglicher Art habe ich nichts am Hut, in meiner Welt beruht alles auf empirisch nachweisbaren Tatsachen. Daher kann ich wohl dem Genre <a title="Thriller politisch" href="http://monstermeute.wordpress.com/2012/09/28/52-bucher-woche-48" target="_blank"><em>Politthriller</em></a> so gar nichts abgewinnen. Das Thriller-Element in diesen Büchern verstört mich. Ich halte politische Machenschaften für eh schon strapaziös wie verflochten genug, als dass ihnen eine zusätzlich verschwörerische Komponente hinzugefügt werden müsste. Meist scheint diese dem politischen Weltgeschehen eh schon inhärent, was fiktionale Ausschweifungen dahingehend für meine Verhältnisse völlig überflüssig macht.<br />
Seien es Abhandlungen zu lobbyistischen Machenschaften, Maßnahmen zum Machterhalt auf parteipolitischer Ebene oder gar im globalen Geschäft, Politik ist nervenzerfetzend! Brauche ich da tatsächlich noch einen Zusatzthrill?</p>
<p>Also setze ich mich an dieser Stelle mit einem Roman auseinander, welcher in meiner kleinen Welt beide Eigenschaften hervorragend verbindet, jedoch bei meiner Suche nach den klassischen Politthrillern mit keinem Wort auf einer Auflistung solcher Werke Erwähnung findet. Wahrscheinlich zurecht, es gibt keine Verschwörungen, sondern lediglich eine fiktive Geschichte, welche sich so jedoch durchaus vielfach nach dem Ende des 2. Weltkriegs zugetragen haben könnte.</p>
<h2>Uri Orlev: <em>Julek und die Dame mit dem Hut</em></h2>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/Julek-und-die-Dame-mit-dem-Hut.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1298" title="Julek und die Dame mit dem Hut" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/Julek-und-die-Dame-mit-dem-Hut.gif" alt="Uri Orlev" width="205" height="287" /></a> Julek scheint als einziger aus seiner Familie die Shoa überlebt zu haben. Seinen Vater sah er mit eigenen Augen im Lager sterben. Über das Schicksal seiner Mutter sowie seinen Schwestern herrscht für ihn keine absolute Gewissheit. Getreu dem Credo &#8220;Die Hoffnung stirbt zuletzt&#8221; macht sich der 17-jährige zwei Jahre nach Kriegsende noch einmal auf in sein Heimatschtetl. Doch laut der überwiegend feindselig eingestellten Dorfbewohner, kam kein Überlebender zum Haus der Familie. Mit dieser tragischen Gewissheit im Gepäck findet Julek endlich die noch fehlende Kraft sein Vorhaben nach Eretz Israel auszuwandern. Heim ins gelobte Land. Allein diese Auswanderung in den Anfangszeiten des politischen Zionismus und gegen Ende des britischen Völkerbundmandats für Palästina bietet schon großes Potenzial zum Politthriller. Die britische &#8220;Herrschaft&#8221; sollte eine friedliche und sukzessive Einwanderung der jüdischen Bevölkerung nach Palästina bzw. Israel regeln. Doch menschliche Träume und bürokratisches Vorgehen haben noch nie wirklich harmoniert. So brechen während dieser Heimkehr nach der jahrhundertelangen Diaspora &amp; den unmenschlichen Erlebnissen des Holocaust alte Wunden auf und neue Traumata entstehen. Sowohl die Beschwerlichkeiten, welche die jüdischen Flüchtlinge auf sich nehmen müssen, als auch gewalttätige Eskalationen auf beiden Seiten beschreibt Uri Orlev in seinem Werk auf eine eindringliche Weise. Jene Geschehnisse, welche im allgemeinen Geschichtsverständnis meist von den vorhergehenden und nachfolgenden Ereignissen überdeckt werden, bringt Orlev den Lesenden auf eine menschliche Weise so nahe, dass in mir das Gefühl entstand, etwas Licht an einen dunklen Fleck in meinem Geschichtswissen getragen zu haben. <em>Julek und die Dame mit dem Hut</em> ist damit nicht nur ein spannender Politthriller, sondern auch ein packendes Familiendrama sowie ein überaus erhellendes Werk zur Geschichte der jüdischen Emigration, dem erhofften Ende der Diaspora, über den Zionismus und die schmerzlichen Nachwirkungen der Shoah.</p>
<p>Doch wer ist die Dame mit dem Hut? Welche Stellung nimmt sie in der Geschichte ein? In welcher Beziehung steht sie zu Julek, den Juden &amp; den Briten? Soviel sei gesagt, dies alles erschließt sich ihr selbst auch erst im Laufe der Handlung. Wer es wissen mag, kann sie auf ihrem politisch-familiären Selbsterfahrungstrip begleiten. Gemeinsam mit der gut behüteten Dame den Geschehnissen aus körperlich sicherer Position beiwohnen und dabei doch vielleicht seelisch ebenso genauso mitgenommen werden, wie jene Dame, Julek und die übrigen Protagonisten.</p>
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Hoch & runter. 
Hin & her.
Auf Hinterhofmauern.
In Schwalbennestern. 
Lockt die GhettoGaffer auf ihre, 
sonst nur als bessere Abstellkammer ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Neues Jahr &#8211; 52 neue Bücher" href="https://glotz.net/lesen/neues-jahr-52-neue-bucher" rel="bookmark">Neues Jahr &#8211; 52 neue Bücher</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Phänomentastische Ereignisse werfen ihre monstermäßigen Schatten voraus.
Das Projekt 52 Bücher der limettengrünen, rautenherzigen, puschlig-kuschligen, Bärchen-Pärchen dichtenden ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Schuldfragen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jul 2012 10:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem mein Umzug der Artikel zum 52 Bücherprojekt nun endlich abgeschlossen ist, möchte ich mich mal wieder an die Aufholjagd machen. Es stehen lediglich nur noch drei Themen aus und das vordergründig* ernsthafteste unter denen schnappen wir uns heute: Deutsche Nachkriegszeit (nach dem 2. Weltkrieg) Als Schubladenfetischist wollte ich natürlich sichergehen, dass das von mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="52 Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a>Nachdem mein Umzug der Artikel zum 52 Bücherprojekt nun endlich abgeschlossen ist, möchte ich mich mal wieder an die Aufholjagd machen. Es stehen lediglich nur noch drei Themen aus und das vordergründig* ernsthafteste unter denen schnappen wir uns heute:</p>
<blockquote><p><em><a title="Nachkriegsliteratur" href="http://monstermeute.wordpress.com/2011/11/18/52-bucher-woche-3/" target="_blank">Deutsche Nachkriegszeit (nach dem 2. Weltkrieg)</a></em></p></blockquote>
<p>Als Schubladenfetischist wollte ich natürlich sichergehen, dass das von mir auserwählte Werk auch tatsächlich in diese Definition gepresst werden kann. Wie das beim Kategorisieren aber gern mal so vorkommt, werden Grenzen je nach theoretischem Ansatz unterschiedlich gezogen. So geht manch Theorie davon aus, dass das Genre der Nachkriegsgeschichte, welches sich in unserem Sprachraum generell auf die Zeit nach dem 2.Weltkrieg bezieht, mit der Auflösung der <em>Gruppe 47</em> endet. Diese Zusammenkunft von deutschsprachigen Autoren widmete sich intensiv der Aufarbeitung jener Deutschen Geschichte und dem Wiederbeleben der Deutschen Kultur wie Literatur. Die Schriftstellertreffen enden jedoch bereits im Jahre 1967. Die 60er Jahre jedoch sind geprägt vom Lautwerden einer Generation, welche das Schweigen der Eltern, auf Opfer wie auf Täterseite endlich brechen möchte, versucht Standpunkte zu beziehen, sich den Greueltaten sowie den Leiden ihrer Vorgängergeneration zu stellen, Distanz zu schaffen oder doch zumindest zu verstehen.</p>
<p>Einschneidende Vorgänge in der Gechichte lassen sich nicht einfach mit einem Systemwechsel abstreifen.<span id="more-595"></span> Geschichte wird von Menschen gemacht und sie prägt wiederum die Seelen derselben in jener Zeit als auch darüber hinaus. Der zweite Weltkrieg, Faschismus sowie die Shoah als kollektiv traumatisches Erbe entzweite und vereinte insbesondere jene zwei Menschengruppen, die maßgeblich Teil davon wurden oder sich dazu machten. Das Erlebte jener Zeit ist jedoch nicht einfach mit der Beendigung des Krieges oder veränderten Machtverhältnissen passé. Solche Erlebnisse können nicht spurlos an den Beteiligten vorbeigehen. Die Überlebenden sind gezwungen ihre Erinnerungen mitzunehmen. Sie werden zum Teil ihrer Persönlichkeit, welche im Verschweigen wie im Reden ihre nachfolgende Generation prägt. Scham oder Wut ehemaliger Täter, die Überlebensschuld der Opfer, jegliche Nachwehen fließen in die Erziehung der Hoffnungsträger. Sie ist das Erbe der Nachkriegskinder und auch deren Kindeskinder.<br />
Jenem schwer greifbaren und daher hier so umschwafelten Erbe widmet sich Doron Rabinovic in seinem Roman</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Suche nach M &#8211; Roman in zwölf Episoden&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Jenes mancherorts schon ins Surreale tendierende Werk beschäftigt sich mit dieser Last des Überlebens und ihren Auswirkungen auf die nachfolgende(n) Generation(en). In den Elternhäusern der zwei Protagonisten nimmt das Schweigen der Eltern über die erlebten Grausamkeiten &amp; die Ausrottung der eigenen Familien einen immensen Stellenwert ein. Obwohl kaum bis gar nicht konkret über die Vergangenheit gesprochen wird, graviert sich das Erlebte der Eltern in den Charakter &amp; die Zukunft ihrer Kinder. Es wird an einer Stelle des Romans konkret als jene unsichtbare Tätowierung benannt, welche die KZ-Insassen noch sichtbar auf der Haut tragen. Ihre Nachkommen hingegen auf der Seele.</p>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/07/Mullemann.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-614" title="Schuldgespenst" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/07/Mullemann.jpg" alt="Manifestation der Schuld" width="150" height="250" /></a>Dani &amp; Arieh bauen entgegen der Intention ihrer Eltern eine tiefe Beziehung zu dem Thema Schuld auf. Die Kinder, als Symbol der Hoffnung und des Überlebens, welche ferngehalten werden sollten von jener belastenden Vergangenheit, verstricken sich auf scheinbar entgegengesetzte Art &amp; Weise mit den Lasten ihrer Vorfahren. Das Schweigen lässt sie feinste Antennen für das Unterbewusste &amp; Unterschwellige in ihrer Umgebung entwickeln &#8211; Gaben der Intuition, welche einem 6. Sinn gleichkommen. Dani nimmt pathologisch jegliche Schuld auf sich, geht ganz in den zerfressenden Zweifeln der eigentlichen Täter auf, wird gemartert von allem unterschwellig Geleugneten. In diesem Berg aus Schuld verliert sich nach und nach seine eigene Persönlichkeit und selbst die körperliche Präsenz vollkommen, löst sich gänzlich auf, bis er nur noch ein personifiziertes Bündel aus Schuld ist. Die Außenwahrnehmung jenes neu entstandenen &#8220;Individuums&#8221; oder vielmehr kollektiven Gedächtnisses(?) hängt von der persönlichen Psyche, einer Selbstwahrnehmung zu den eigenen Vergehen ab. So fürchten, hassen oder lieben gar alle dieses Schreckgespenst der wandelnden Schuldzuweisung oder das Monstrum aus tatsächlichen Vergehen.<br />
Arieh hingegen entwickelt die Gabe mit den Schuldigen zu verschmelzen, sich förmlich in diese zu verwandeln und sie so aufzuspüren. Beide Schicksale werden abstrus ineinander verwoben, ebenso wie eine Vielzahl von Randfiguren. Die 12 Episoden sind streckenweise derart geschickt gestrickt, entbehren nie einem gewissen Element der Verwirrung sowie einem formvollendeten Reichtum an Interpretationsebenen &amp; Auflösung.</p>
<p>Der bereits im Titel gesetzte Bezug zu dem deutschen Kriminalfilm aus den 30er Jahren &#8220;M &#8211; Eine Stadt sucht einen Mörder&#8221; setzt sich in den leichtfüßig gestalteten Erzählungen fort und zeichnet seine ganz eigene Deutung des Filmwerkes sowie der darin thematisierten Hysterie. Die Suche nach dem oder den Schuldigen, das damit verbundene Ablenken von der eigenen Schuld vor sich wie vor anderen, die Angst vor Entlarvung &amp; Wirklichkeit &#8211; all diese Themen greift Rabinovic in der &#8220;Suche nach M&#8221; auf und komponiert es zu einem völlig neuen und fantastischen Schaubild der menschlichen Psyche, Ängste &amp; Verhaltensweisen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*natürlich sind jegliche Themen des Fellmonsters hochgradig seriös. Diese Gerüchte um generelle Beklopptheit der Felligkeit sind ja lediglich zur Verharmlosung gestreut, um die Krötenarmee und andere Mitstreiter auf dem Weg zur Weltherrschaft in Sicherheit zu wiegen. (Ich zweifle daran dieses eine Wort in diesem Satz unter einer solchen Thematik stehenzulassen &#8211; es bereitet mir Bauchweh. Entbehren mag ich es dennoch nicht&#8230;)</p>
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Ein Buch, das man wunderbar unter ein ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Niemals aufgeben!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jun 2012 00:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Shoah]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ich meine Aufholjagd bei den 52 Büchern des Fellmonsters zwischenzeitlich etwas schleifen ließ, passt das Thema zum Nachholen heute wie der sprichwörtliche Arsch auf den Eimer: Das abgebrochene Buch Bücher, deren (an sich sehr lesenswerter) Inhalt Euch so mitgenommen hat, das ihr aus emotionalen Gründen nicht weiterlesen konntet. An und für sich breche ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="52 Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a>Da ich meine Aufholjagd bei den 52 Büchern des Fellmonsters zwischenzeitlich etwas schleifen ließ, passt das Thema zum Nachholen heute wie der sprichwörtliche Arsch auf den Eimer:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><a href="http://monstermeute.wordpress.com/2011/12/30/52-bucher-woche-9/"><span style="text-decoration: underline;">Das abgebrochene Buch</span></a><br />
Bücher, deren (an sich sehr lesenswerter) Inhalt Euch so mitgenommen hat, das ihr aus emotionalen Gründen nicht weiterlesen konntet.</p>
</blockquote>
<p>An und für sich breche ich lesenswerte Bücher generell nicht ab. Ist der Lesestoff auch noch so schwer verdaulich, die Neugier, Wissbegierde, der Voyeurismus oder wie auch immer man die Motive betiteln mag, treiben es rein.<span id="more-233"></span></p>
<p>Vor wenigen Jahren musste ich jedoch dennoch ein Buch zumindest zeitweilig beiseite legen. Ich nahm die Lektüre einige Wochen später zwar wieder auf, aber erst nachdem ich meine Gefühlswelt ein wenig überdacht habe.</p>
<blockquote><p>Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten</p></blockquote>
<p>Der Roman geisterte kurz nach seiner Veröffentlichung in deutscher Sprache 2008 auch einige Zeit durch die Medien. Von &#8220;<em>ekelhaft</em>&#8221; bis &#8220;<em>meisterlich</em>&#8221; waren jegliche Maßstäbe auf der Werteskala hiesiger Kritiker vertreten, natürlich auch das gern im fiktionalen Umgang mit <strong>Literatur zur Shoah</strong> gefragte &#8220;<em>Darf man das?</em>&#8220;.</p>
<p>Warum der Roman so ein Aufreger war, ist auch den Menschen, welche das Brimborium ums Werk nicht mitbekommen haben, schnell erklärt:<br />
<strong>Littell beschreibt den Holocaust</strong> aus einer recht strittigen Perspektive. Der französische Autor widmet sich der Frage, wie aus Menschen Mörder werden, indem er sich mittels seines Protagonisten förmlich in die damaligen Vorgänge hineinfrisst. <em>Die Wohlgesinnten</em> wird aus der <strong>Ich-Perspektive des fiktiven SS-Obersturmbannführers Aue</strong> erzählt. Maximilian Aue ist ein überaus gebildeter, sogar sympathischer und geistig aufgeweckter Charakter. Auf vielen Ebenen steht er durchaus im Widerspruch mit den Nazi-Ideologien der damaligen Zeit. Er setzt sich kritisch, aber rhethorisch geschickt mit seinen eigenen homosexuellen Neigungen auseinander und ist (nicht nur) inzestuös mit seiner Zwillingsschwester Una verbunden. Für sich selbst und auch den Leser kann Aue jedoch jegliche Unvereinbarkeit zwischen seiner Ideologie und seinem realen Empfinden gekonnt vereinen.</p>
<p>Ich unterlasse es aus dem <strong>1400 Seiten umfassenden Roman</strong> zu zitieren, weil jeglicher Fetzen nur aus dem Zusammenhang gerissen werden kann. Das Werk baut in sich schlüssig aufeinander auf und der Leser gerät in den widerwärtigen Sog, welcher die <strong>Sichtweise des SS-Offiziers</strong> Aues ausmacht. Der Autor versteht es meisterlich, sich in seine selbst erschaffene Figur hineinzuversetzen und den Leser dabei mitzureißen. Maximilian ist nur ein <strong>Rädchen in der Tötungsmaschine</strong> der Nazizeit. Auch er hat eben die menschlichen Regungen wie Ekel, Mitgefühl ist geschockt und beschämt. All das, was wir gern mit dem Abstand auf solche Greuel den Mördern jener Zeit aberkennen, uns fragen wo es bleibt, wird in den brachial geschichtsnahen und abscheulich authentischen Geschehnissen beim Protagonisten durchlebt. Doch auch die Verarbeitung, das Wegstecken und &#8220;Schönreden&#8221;, das zum Weiterleben und Weitermorden notwendige Rechtfertigen und Einordnen sowie Abstumpfen in diesem Getriebe erlebt der Leser mit. Die Identifizierung mit dieser verwirrend, abartigen Seite des menschlichen Seins ließ mich auch Pausieren. Natürlich mordet man nicht selbst. Die Fragen, welche man sich jedoch immer mal wieder bei der Konfrontation mit der Thematik des systematischen Völkermordes stellt &#8220;was hätte ich getan?&#8221;, jene Problematisierung der eigenen Ansichten mit dem Abstand, welchen meiner Generation glücklicherweise die Zeit gewährt hat, diese Fragen beantwortet Littell brachial mit der von ihm gewählten Perspektive eben einfach mal anders, als man es für sich selbst lieber tun würde, anders als es gesellschaftlich oder für das eigene Selbstbild vielleicht zulässig ist.</p>
<p>Ein wenig schade finde ich an manchen Stellen, dass die Darstellung des Maximilian Aue ein bisschen zu sehr in die Richtung eines tragischen Helden abzurutschen droht, was sicher auch dem beschriebenen Gedankenkonstrukts des Protagonisten selbst geschuldet ist. Aber insgesamt ist Jonathan Littells Werk trotz oder auch gerade wegen der Dramatik, die es im Inneren durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Idealen mit einem so anstellt eine unheimlich bereichernde Sichtweise, die zusätzlich abschreckt vor Vergessen und an die Vorsicht vor der eigenen Arroganz aufrüttelt. Geschichtlich bestechend gut recherchiert und emotional wahnsinnig glaubwürdig rübergebracht. Auch das Zusammenspiel verschiedenster Faktoren auf dem Weg zur absoluten Entmenschlichung wird wunderbar beleuchtet, so ist Max Aue weder der verrohteste Mörder des damaligen Systems noch lediglich Gefangener seiner Sozialisierung. Seine Zwillingsschwester, welche ihm in so vielerlei Hinsicht gleicht, rutscht aus gutem Grund eben nicht in jene Abgründe des menschlichen Daseins ab, Der Mensch hat die Wahl, das zeigt und verdeutlichen Littell, sein Werk und der Protagonist, aber eben auch, dass und wie mit &#8220;anderen Entscheidungen&#8221; gelebt werden kann oder muss. Man bringt so Verständnis für einzelne Motive zur <strong>Mitwirkung in dieser Völkermord-Maschine</strong> auf, ohne dabei irgendwelchen fadenscheinigen oder mitleidtriefenden Entschuldigungen auf den Leim gehen zu müssen. Schwere Kost also, aber ein geistiger Leckerbissen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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Chic Lit
Eine ziemlich unerwartete Wahl für eine ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Bibel, Brust und Bilderwahn" href="https://glotz.net/lesen/bibel-brust-und-bilderwahn" rel="bookmark">Bibel, Brust und Bilderwahn</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Mein Damen und Herren, liebe Spielkinder,

Wir befinden uns nunmehr in der 22 Woche von Fellmonsterchens 52 Bücher-Blogprojekt. Die Parade von Puscheligkeit und Puch hat also nun zum zweiten mal ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Nationalsozialismus, Faschismus oder schlicht Holocaust?</title>
		<link>https://glotz.net/lesen/nationalsozialismus-faschismus-holocaust</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jun 2012 21:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Faschopack]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Shoah]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine ordentliche Portion Durchgeknalltheit wirkt hauptsächlich bei jenen Menschen interessant, wo die Verrücktheit lediglich schillernde Oberfläche eines vielschichtigen Nährbodens ist. Boah! *sülz* &#8211; ich scheine ein echtes Problem damit zu haben, gerade heraus zu sagen: &#8220;Dit Fellmonster is knorke. Mir jefällt die Mischung aus Intelligenz und Blödelei.&#8221; Na siehste, war das nun so schwer? Muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="52 Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a>Eine ordentliche Portion Durchgeknalltheit wirkt hauptsächlich bei jenen Menschen interessant, wo die Verrücktheit lediglich schillernde Oberfläche eines vielschichtigen Nährbodens ist. Boah! *sülz* &#8211; ich scheine ein echtes Problem damit zu haben, gerade heraus zu sagen: &#8220;Dit Fellmonster is knorke. Mir jefällt die Mischung aus Intelligenz und Blödelei.&#8221; Na siehste, war das nun so schwer? Muss man immer alles so verklausulieren? Näheprobleme oder lediglich ein Einstimmen auf die Ernsthaftigkeit folgender Problematik der Bücherwoche 26?</p>
<div id="attachment_599" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Wahrheit-und-Dichtung-Umgang-mit-dem-Holocaust.jpg"><img class="size-full wp-image-599" title="Wahrheit und Dichtung - Umgang mit dem Holocaust" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Wahrheit-und-Dichtung-Umgang-mit-dem-Holocaust.jpg" alt="Dichtung und Wahrheit - Holocaust in der Literatur" width="600" height="750" /></a><p class="wp-caption-text">X-Files: The Truth is out there ...oder irgendwo dazwischen</p></div>
<p>Es ist aber wirklich auch kein einfaches Thema. Nicht nur, dass Unmengen Literatur der unterschiedlichsten Sorte dazu existiert &#8211; vom Erfahrungsbericht, unzähligen Biografien, sowohl von Tätern wie Opfern<span id="more-313"></span> als auch von denen, welche eine Art Mischwesen sind oder sein wollen, über geschichtliche wie politische Auseinandersetzung und wissenschaftliche Analyse zur Entstehung und Verlauf jener nicht so leicht fassbaren Zeit (emotional wie literarisch) bishin zu fiktiver Literatur, die sich dem Thema auf völlig neue Art nähert und damit überwiegend Versuch ist, das nicht wirklich fassbare oder durch vielerlei Tabu ungreifbar gestaltete Thema zu durchdringen. Die Rede ist, man ahnt es schon vom</p>
<blockquote><p><a href="http://monstermeute.wordpress.com/2012/05/04/52-bucher-woche-27/">Nationalsozialismus</a></p></blockquote>
<p>Ich bin in vielerlei Hinsicht dieser sehr unkonkreten bis falschen Selbstbezeichnung abgeneigt, dessen Praktiken so wenig mit Sozialismus, auch nicht auf nationaler bzw. &#8220;völkischer&#8221; Ebene, zu tun hatten. Es bieten sich leider kaum hilfreichere Titel an, die alle Phänomene und Abgründe jener Zeit unter einen Terminus zusammen fassen. Selbst die Shoa, welche sicherlich größtes Symptom jener Zeit darstellt, ist zu kurz gegriffen, gegenüber den Vorgängen, welche da mit anderen Bevölkerungsgruppen auf Opfer- &amp; Täterseite abliefen. Der Holocaust, als nicht auf die Juden beschränkter Begriff (anders als bei dem spezifischeren Ausdruck &#8220;<a href="http://glotz.net/tag/shoah">Shoah</a>&#8220;) für Völkermord, scheint mir daher irgendwie angemessener, wenn natürlich auch nicht allumfassend. Faschismus vielleicht &#8230;aber der referenziert ja auch schon wieder weiter.</p>
<p>Eine Auswahl aus diesem manchmal schon abschreckend riesigen Berg an Literatur zu jener an sich schon erschreckenden Zeit zu treffen, kann also nur unzureichend sein. Allerdings wird das ja auch irgendwie wieder durch die bunte Mischung der anderen Beiträge im Projekt einigermaßen relativiert.<br />
Ich möchte mich dem Thema von zwei Seiten nähern:</p>
<h2>Die Täter-Perspektive</h2>
<p>Auch wenn es die ewige Streitfrage ist, ob man den Tätern von je her nicht mehr bis zuviel Beachtung gegenüber den Opfern schenkt, so halte ich diesen Blick persönlich für einen wichtigen. Er hilft, sich mit eigenen Unzulänglichkeiten in den Dialog zu begeben, zu verstehen, wie solche Mordmaschinerien in Gang kommen können und damit auch, stets wachsam zu sein, um nicht arglos solche Zeiten, Verhaltensweisen und menschliche Abgründe zu reproduzieren.<br />
Natürlich gestaltet sich die Täter-Definition bei einem solchen Massenphänomen auch als eine unheimlich facettenreiche. Fast könnte man die nationalsozialistische Mordmaschinerie mit einem großen Konzern vergleichen, jeder Mitarbeiter, Kunde, Zulieferer und Aktieninhaber trägt seinen Teil der Verantwortung, hat mal mehr oder weniger Einblick in die Abläufe, trägt aber zum Funktionieren des Großen Ganzen maßgeblich bei. Natürlich ist in einer solchen Struktur jeder Mitarbeiter potentiell ersetzbar, die Weigerungshaltung eines Einzelnen, wird also nicht zum Konkurs der Firma beitragen, zudem möchte auch keiner der Arbeitslosigkeit anheim fallen, gibt daher sein Bestes oder versucht sogar innerhalb der Strukturen aufzusteigen. Der Vergleich ist natürlich arg vereinfacht, aber er strukturiert immerhin minimal unterschiedliche Dimensionen von Schuld. Außerhalb des Unternehmen selbst sowie innerhalb vom Firmeninhaber, über die Chefetage, Managements-Ebene bis hin zum kleinen Angestellten oder gar dem Saboteur. Weiterhin gibt er wenigstens einige Motive preis, für die Mittäterschaft in einem solch perfiden Konstrukt.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Monologe-aus-dem-Führerhauptquartier.jpg"><img class="size-full wp-image-605" title="Blick hinter die Kulissen des Führer" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Monologe-aus-dem-Führerhauptquartier.jpg" alt="Hitler privat" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Monologe aus dem Führerhauptquartier&quot; - Eine Einsicht in die obere Führungsetage</p></div>
<p>Heinrich Heim, Adjutant des Reichsleiter Martin Bormann zeichnete (heimlich?) die allabendlichen Monologe auf, welche Hitler vor seinen engen Vertrauten in kleiner Runde und privatem Ton zum Besten gab. Es ist keine wortwörtliche Mitschrift sondern ein gekürztes Gedächtnisprotokoll, welches sicherlich auch positiv eingefärbt sein kann durch persönliche Bewunderung oder vorauseilendem Gehorsam. Man weiß es nicht. Dennoch bieten diese Monologe einen interessanten Einblick ins Persönlichkeitsprofil des gefährlich charismatischen Menschen hinter der Medienfigur. Damals wie heute wurde war die Person Hitler selbst lediglich durch die öffentliche Darstellung fassbar, ob nun zeitlebens inszeniert oder im Nachhinein betrachtet. Bis zur Lektüre dieses Werkes war mir das erstaunlicherweise kaum bewusst. Aus dem Blickwinkel der heutigen Zeit erscheint es einem bei gesundem Menschenverstand ja eigentlich unverständlich, dass dieser winzige Hampelmann, mit seinem Geschrei tatsächlich die Massen begeistert haben könnte. Die vertraulichen Reden zeigen jedoch einen durchaus belesenen Mann mit teilweise wahnwitzigen, aber auch interessanten Ideen und Weltansichten. Ich möchte diesen Menschen hier keineswegs schönreden, dass da ganz schön was quer lief in diesem Kopf, wird durchaus auch in jenen überwiegend unpolitischen oder zumindest vom Kriegsalltag losgelösten Schilderungen ziemlich schnell bewusst. Eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit diesen privaten Gesprächen lässt jedoch zumindest im Ansatz Verständnis für eine gewisse Faszination aufkommen.</p>
<h2>Die Opfer-Perspektive</h2>
<p>Einen meiner liebsten Romane überhaupt und eben auch in Hinsicht auf den Nationalsozialismus schrieb Edgar Hilsenrath mit</p>
<div id="attachment_609" class="wp-caption alignleft" style="width: 403px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/der_nazi_und_der_friseur.jpg"><img class="size-full wp-image-609" title="Literatur Nationalsozialismus" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/der_nazi_und_der_friseur.jpg" alt="Edgar Hilsenrath: Nazi &amp; Friseur" width="393" height="626" /></a><p class="wp-caption-text">Der Nazi und sein Friseur</p></div>
<p>Dass ich gerade diesen Roman unter der Opferperspektive vorstelle, sollte keineswegs falsch interpretiert werden. Das lyrische Ich ist ganz klar Täter &#8211; und was für einer: KZ-Aufseher, Massenmörder &amp; SS-Sturmführer Max Schulz, der überdies seinen besten Freund aus Schulzeiten Itzig Finkelstein und dessen Eltern später im Zuge seines &#8220;Berufs&#8221; gewissenlos hinrichtet. Das perfide an der Sache ist, dass die Finkelsteins ihm in Kinderzeiten sicher mehr Familie waren als die eigene Mutter, eine Prostituierte und der prügelnde Stiefvater. Überboten wird diese Kaltblütigkeit lediglich von dem Umstand, dass Max nach der Niederlage Deutschlands auch noch die Identität seines ehemals besten Freundes annimmt und nach Palästina reist, um dort ein neues, jüdisches Leben zu beginnen.</p>
<div id="attachment_610" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Edgar-Hilsenrath.jpg"><img class="size-full wp-image-610" title="Edgar Hilsenrath" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Edgar-Hilsenrath.jpg" alt="deutsch-jüdischer Schriftsteller" width="800" height="533" /></a><p class="wp-caption-text">Edgar Hilsenrath</p></div>
<p>Der Roman ist purer Wahnsinn. Edgar Hilsenrath, deutsch-jüdischer Schriftsteller, der im Alter von 12 aus Nazideutschland nach Rumänien floh, nach der Besetzung ins Ghetto verschleppt wurde, bis dieses von der Roten Armee befreit wurde, setzt sich auf eine denkwürdige Art &amp; Weise mit den Schatten seiner eigenen Vergangenheit auseinander. Das Opfer schwingt sich literarisch zum Täter auf, beide Identitäten vermischen sich im Laufe des Romans in einem überforderten Geist. Die Geschichte steckt so voller Sarkasmus, Ironie und Brutalität, dass man sich des Öfteren bei einem fassungslosen oder befreienden Lachen ertappt, sich jedoch gleich wieder, ganz deutsch fragt, ob man das dürfe. So versetzt Hilsenrath den Leser gekonnt in einen grotesken Geisteszustand der Beklemmung und Verwirrung, der vielleicht im Ansatz das Gefühlschaos, welches die Zeit der Nationalsozialisten in Tätern und Opfern auslöste und hinterließ, spüren lässt. Eine wirklich gelungene, unterhaltsame und in mancher Hinsicht heilsame Auseinandersetzung mit den Nachwehen des Faschismus.</p>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Federviehcher sind auch nur Vögel</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jun 2012 11:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;oder etwa nicht? Beim Motto der 18. Bücherwoche fiel mir spontan ein Buch ein, welches mir die gute Mestra Yllana aber schon vor der Nase weggeschnappt hatte. Nils Holgerson. Also musste zum Thema Federvieh Nochmal eingehender gerübelt werden. Das Werk, welches es nun getroffen hat, ist eher mäßig mit Federn besehen, dafür aber mit ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="52 Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a>&#8230;oder etwa nicht?</p>
<p>Beim Motto der 18. Bücherwoche fiel mir spontan ein Buch ein, welches mir die gute Mestra Yllana aber schon <a href="http://mestrayllana1.blog.de/2012/03/02/52-buecher-woche-12982653/">vor der Nase weggeschnappt</a> hatte. Nils Holgerson.</p>
<p>Also musste zum Thema</p>
<blockquote><p><a href="http://monstermeute.wordpress.com/2012/03/02/52-bucher-woche-18/">Federvieh</a></p></blockquote>
<p>Nochmal eingehender gerübelt werden. Das Werk, welches es nun getroffen hat, ist eher mäßig mit Federn besehen, dafür aber mit ganz vielen<strong> komischen Vögeln</strong> oder Menschen, welche scheinbar eine Meise haben. Das soll aufgrund der eher <strong>tragischen Thematik</strong> jetzt nicht dispektierlich anklingen, es handelt sich dabei nämlich um Myron Levoys</p>
<blockquote><p><strong><em>Der gelbe Vogel</em></strong></p></blockquote>
<p>Das Federvieh hat in diesem Falle keine einzige davon am Leib, es handelt sich nämlich um ein Modellflugzeug, welches die verstörte Naomi Kirschbaum im Laufe der Handlung von ihrem Freund Alan Silvermann geschenkt bekommt.<span id="more-261"></span></p>
<p><a href="http://www.kuk-west.de"><img class="alignleft" title="gelber Vogel" src="http://www.kuk-west.de/Images/Postkartenset2009/Nilofar-Kasravi-der-gelbe-Vogel-kl.jpg" alt="Der gelbe Vogel" width="300" height="212" /></a>Der gewiefte Onomastiker hat sicher schon bei der Namensnennung erkannt, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit um jüdische Nachnamen handel. Da sowas in Romanen ja nie zufällig platziert wird, ist es sicher auch nicht schwer zu erraten, dass es irgendwas mit dem Inhalt zu tun hat.</p>
<p>Die Handlung streift die <strong>Judenverfolgung im Dritten Reich</strong> und während des zweiten Weltkriegs. Der Ort an dem sich das ganze abspielt ist jedoch in Amerika, sowie in der traumatischen Erinnerung von Naomi, einem etwa 12 jährigen Mädchen, welches mit ihrer Mutter vor der Besetzung der Nazis aus Frankreich geflohen ist. Naomi hat der Erschlagung ihres Vaters durch die Nazis beiwohnen müssen. Sie gibt sich eine Mitschuld daran, da sie nicht so schnell verräterische Papiere zerreißen konnte, welche die <strong>Mitgliedschaft ihres Vaters im Widerstand</strong> bewiesen. Seither ist sie verständlicherweise stark verstört, redet nicht und hängt in dem Erlebten fest indem sie stetig damit beschäftigt ist Papier zu zerreißen. In einem solchen Augenblick lernt sie auch Alan kennen, welcher mit seinem Schlagball-Schläger das Wohnhaus betritt und ihr damit ungewollt gehörige Angst verschafft. Da er im gleichen Alter wie Naomi ist, treffen die Eltern der beiden Familien ein Abkommen. Er soll sich mit ihr beschäftigen und eine Art gesunder Sozialkontakt sein.</p>
<p>Alan schafft es tatsächlich mit Hilfe einer Puppe zu Naomi vorzudringen und ihre Apathie zu durchbrechen. Sie lernen sich auch ohne die Spielzeuge kennen und das Mädchen wird sogar fähig, sich ganz normal wieder in die Schule einzugliedern. Leider sind nicht alle Menschen so sensibel im Umgang mit der Thematik oder Mädchen oder überhaupt. Ein Klassenkamerad beschimpft Naomi im Beisein Alans aufs Übelste mit <strong>antisemitischen Äußerungen</strong>. Der Verteidigungsmechanismus von Alan, gegenüber seiner Freundin springt natürlich an und es kommt zur blutigen Schlägerei. Gegenüber dieser Gewalt bricht das überwunden geglaubte Trauma Naomis wieder aus. Sie flieht panisch und nach einer erfolgreichen Suchaktion wird sie völlig verstört aufgefunden und in die Psychiatrie eingewiesen.</p>
<p>Auch wenn das Buch recht tragisch endet, so ist irgendwie alles offen, denn was einmal gelungen ist, kann immer wieder gelingen. Der Funke Hoffnung ist nicht völlig erloschen. Das Erlebte hat zudem Alans Aufmerksamkeit geweckt, für das sonst eher beim eigenen Vater kritisch betrachtete politische Interesse. Zudem findet Alan durch den Verlust Naomis auch wieder mit seinem besten Freund zusammen. Also alles in allem ein bittersüßes, <strong>lebensnahes Jugendbuch</strong>. Sowohl politisch, aber auch über die bewegenden Dinge der <strong>Lebendigkeit, wie Freundschaft, Liebe und Verlust</strong>.</p>
<p>Das schöne an dem Roman ist, dass er sich auch wunderbar als Theaterstück aufführen lässt, so kam ich überhaupt mit jenem <strong>Lesestoff in Kontakt</strong>, durch eine Laienspielgruppe, bei welcher sich in den Proben ebensolch freundschaftliche Bande knüpfen ließen, wie beschrieben. Das Einstudieren solcher Stücke, bringt teilweise mehr, als das &#8220;Sich Berieseln Lassen&#8221; oder ausschließliche Lesen. Die Auseinandersetzung mit den Figuren und das Hineinversetzen in die psychischen Zustände bereichert meines Erachtens die Empathie und das Verständnis für solch schwer fassbare Problematiken enorm. Egal ob bei Heranwachsenden oder auch schon vermeintlich Ausgewachsenen</p>
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Kennen Sie das? Sie arbeiten versonnen oder gar hoch ambitioniert vor sich hin und dann das: Ihr Abteilungsleiter kommt von einem Meeting mit dem Boss. Offensichtlich wurde Chefchen soeben von ...</li>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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