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	<title>Glotz_net &#187; Schatten</title>
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	<description>...Lesen ist seliger denn Gaffen!</description>
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		<title>1000 x geschrieben &#8211; 1000 x nichts geblieben</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 10:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hinke. Ach, &#8220;hinken&#8221; ist gar kein Ausdruck, wäre ich ein Pferd, hätten die Menschen sicher schon längst Lasagne aus mir gemacht. Doch nachdem Fürstin Flausch so epochal vom Winterschläfer Nummer eins dem Bären wachgeküsst wurde oder sich zumindest in autogener Selbsterweckung probiert, möchte ich ihr keineswegs nachstehen. Daher widmen wir uns einer wunderschönen Zahl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="52 Bücher reloaded" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg" alt="Projekt 52 Bücher" width="216" height="247" /></a> Ich hinke. Ach, &#8220;hinken&#8221; ist gar kein Ausdruck, wäre ich ein Pferd, hätten die Menschen sicher schon längst Lasagne aus mir gemacht. Doch nachdem Fürstin Flausch so epochal vom Winterschläfer Nummer eins dem Bären wachgeküsst wurde oder sich zumindest in autogener Selbsterweckung probiert, möchte ich ihr keineswegs nachstehen. Daher widmen wir uns einer wunderschönen Zahl, einem noch schöneren Thema von dem <a title="Blogger-Schönheit" href="http://www.e-dampf-blog.de/" target="_blank">schönsten aller Blogger</a> (Irgendwas stimmt hier nicht. Soeben überstürzen sich hier die Ereignisse: Während ich ein hämisches Lachen zurückhalte, gleite ich auf einer schleimigen Masse fort von meiner geliebten Tastatur):</p>
<p><a title="Buecherwoche 13" href="http://monstermeute.wordpress.com/2013/04/14/52-bucher-woche-13-2/" target="_blank">Ein Buch, dessen Titel wirklich nichts, aber auch gar nichts, mit dem Inhalt (der Geschichte) zu tun hat.</a></p>
<p>Da fällt mir spontan <strong><em>Transit</em> von Anna Seghers</strong> ein.<br />
<a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/05/Transit-Visa-de-sortie.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2322" title="Transit - Anna Seghers" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/05/Transit-Visa-de-sortie-201x300.jpg" alt="Seghers Transit" width="201" height="300" /></a>Nur weil es auf dem Cover und im Buch selbst am Wort <em>Transit</em>, an <em>Transitsanträgen</em>, an Anträgen für <em>Visa</em> und <em>Visa de sortie</em> nur so wimmelt, ging es doch überhaupt nicht um das <em>Transit</em> selbst. Der Inhalt hatte wirklich rein gar nichts, also überhaupt nichts mit dem Titel zu tun!</p>
<p>Die politischen Flüchtlinge, welche in Seghers Werk vor den näherrückenden Nazis im Marseille der 40er Jahre von Botschaft zu Botschaft strömen, könnten genauso gut Essensmarken für eine Portion Obstsalat beantragen wollen oder einen Seifenblasen-Coupon. Die Sinnlosigkeit des Unterfangens wäre dieselbe. Womit ich keineswegs die Fluchtgedanken an sich oder gar die Notwendigkeit derselben in Frage stellen möchte. Einzig das bürokratische Gebilde des Wahnsinns, welches darüber schwebt, über den Menschenleben, lässt das Transit trotz seiner zahlreichen Erwähnung im Werk so sehr zu einer unwirklichen Absurdität werden. Unterstützt wird dieses Gefühl noch durch die Haltung des Erzählers, welcher selbst während großen Strecken der Handlung überhaupt nicht flüchten möchte. Der Protagonist benötigt demnach nicht einmal ein Transit &#8211; höchstens fadenscheinige Bemühungen darum, um seinen &#8220;vorübergehenden&#8221; Aufenthalt in Marseille zu rechtfertigen. Dennoch beantragt er ein solches. Im Laufe der Geschichte verfällt jener Erzähler zwischenzeitlich sogar dem vorherrschenden Transit- &amp; Reisefieber. Doch wirkt es vielmehr wie eine Art Virusinfekt oder auch eine Trotzreaktion auf eine zum Scheitern verurteilte Liebe.<br />
Natürlich hatte schon damals jeder Flüchtling ganz unterschiedliche Motive zur Ausreise, welche Seghers auch wunderbar aufgreift. Sie flattern durch die Straßen von Marseille, vor allem an Tagen des Alkoholausschanks, überlagern die eigentliche Transitsuche und schweben ungreifbar und dennoch viel fassbarer als die Reisepapiere selbst über allem:<br />
Sei es die Verfolgung durch die Nazis, deren vorrückenden Truppen damals im halbbesetzten Vichy-Frankreich eine stetig näher rückende Bedrohung darstellen. Seien es private Gründe zur Flucht, einer Flucht vor den eigenen Gefühlen, der eigenen Geschichte, welche noch viel mehr im Vordergrund steht, als der zynischer Weise fast schon willkommene Anlass zur Flucht, jene faschistische Schreckensherrschaft. Sei es auch nur der ungeklärte Aufenthaltsstatus, denn einfach in Marseille zu bleiben, ist ebenso behördlich unerwünscht, wie anderswo hinzukommen. Überall muss ein Nachweis erbracht werden, dass der Flüchtling stets bereit ist gleich weiterzureisen zu einem unwahrscheinlichen Endziel, an dem die Menschen bereit zur endgültigen Aufnahme wären.<br />
Angesichts des drohenden Todes hat diese doch nunmehr schon fast ein Jahrhundert zurückliegende Handlung nichts an Aktualität eingebüßt. Noch immer bringen diverse Diktaturen oder gar Scheindemokratien Unmengen politischer Verfolgter hervor, welche sich nach ihrer Flucht aus der Heimat einer halsbrecherischen Bürokratie offenbaren müssen. Der sich dann auftuende Abgrund zwischen Menschlichkeit, Solidarität und wirtschaftlicher Interessen im potenziellen Exil hat höchstens seinen geografischen Standpunkt verschoben. Immer noch stehen Menschen hilflos wie hoffnungsvoll vor undurchsichtigen Einreiseabkommen und tödlichen Aufnahmebeschränkungen, von denen es zwecks Durchreise über sichere jedoch überfüllte Zweitstaaten in aufnahmeunwillige Drittstaaten nur so wimmelt. Das Einzelschicksal wird politischen und wirtschaftlichen Interessen untergeordnet, das Bangen realer Personen durch die Bürokratie erfolgreich anonymisiert und somit immerhin für die Protagonisten auf der ablehnenden Seite ein wenig erträglicher gestaltet. Es wird de facto nicht dazu beigetragen Menschenleben zu zerstören, sondern sich lediglich an Gesetze eines offiziell nicht Menschen verachtenden Systems gehalten.</p>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Rezension &#8211; Adams Erbe</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 12:04:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie ich bereits im letzten Beitrag des Projekts 52 Bücher &#8211; Reloaded andeutete, lag mir das hier zu besprechende Werk noch einige Zeit nach der Lektüre schwer im Magen. Das ist an und für sich verständlich, handelt es sich (im weitesten Sinne?) doch um Shoah-Literatur. Es möge mir bitte verziehen sein, dass ich nicht weiß, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1430" title="quer gelesen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1-300x236.jpg" alt="Lesen nach Alphabet" width="300" height="236" /></a>Wie ich bereits <a title="52 Bücher Projektwoche 4" href="http://glotz.net/lesen/zeigt-her-eure-buecher" target="_blank">im letzten Beitrag des Projekts <em>52 Bücher &#8211; Reloaded</em></a> andeutete, lag mir das hier zu besprechende Werk noch einige Zeit nach der Lektüre schwer im Magen.<br />
Das ist an und für sich verständlich, handelt es sich (im weitesten Sinne?) doch um Shoah-Literatur. Es möge mir bitte verziehen sein, dass ich nicht weiß, ob &#8220;im weitesten Sinne&#8221; oder ob es sich doch um einen ganz konkreten Fall von Holocaust-Literatur handelt. Es ist wohl beides der Fall, denn der eigentliche Erzählrahmen reicht hinein bis in unser neues Jahrtausend. Hier treffen sich zwei Erzählebenen. Bis hier erstrecken sich die Schatten der Vergangenheit auf die Erben einer kaum kommunizierten Geschichte.<span id="more-2092"></span></p>
<p>Doch nicht nur die Erzählebenen bereiteten mir Kopfzerbrechen. Auch der Umstand, dass es eigentlich nie wirklich explizit um die unmenschliche Mordmaschinerie, die von Menschen in Gang gebracht, gehalten und letztendlich auch zerstört wurde geht. Es geht vielmehr um die Menschlichkeit darin oder auch um den Verlust und das Bewahren derselben. Um die Liebe, die Kindheit und das Leben. Der eigentlich fehlende Fokus und die teils überpräsente Nonchalance vieler Handlungsträger_innen entzieht sich dem oft üblichen tragischen Fokus und drückt ihn zeitgleich umso intensiver und tiefer in jenen Wahnsinn.</p>
<h2>Astrid Rosenfeld &#8211; Adams Erbe</h2>
<p>Adams Erbe ist eine Art Generationenroman. Nicht im herkömmlichen Sinne, aber die Lesenden lernen aus vier Generationen <span style="line-height: 1.6;">so ziemlich jedes Mitglied der Familie Cohen sowie auch einige Hausfreunde der Familienmitglieder kennen, lieben oder hassen. Wo mir sonst, ob der Menschenmassen der Kopf schwirrt, plätschert diese Familiengeschichte mit einer scheinbaren Leichtigkeit ins Hirn, dass ich mich nach wenigen Seiten bereits fast schon wie zu Hause fühlte.</span></p>
<p>Der Roman von Astrid Rosenfeld ist in drei Bücher geteilt. Die ersten beiden Bücher erzählen zunächst völlig andere Geschichten. Aus der Perspektive zweier gänzlich unterschiedlichen Protagonisten. In zwei absolut nicht vergleichbaren Zeiten.<br />
Die eigentliche Erzählzeit ist das Hier &amp; Jetzt. Der eigentliche Erzähler ist ein gewisser Edward Cohen. Ed wohnt mit seiner Mutter, dem Feindbild einer jeden Feministin, wie er sie betitelt, bei seinen Großeltern. Sein Vater ist ein gewisser Gören oder auch Sören aus Norwegen oder Schweden oder Dänemark. Das weiß eigentlich keiner mehr so genau. Zunächst scheint es lediglich die Geschichte einer recht außergewöhnlichen Jugend. Manche könnten oder würden die Umstände in denen Edward aufwächst womöglich als &#8216;asozial&#8217; betiteln. Seine Großmutter würde sicherlich zu einigen Zeiten jene Wortwahl bevorzugen. Für Edward ist es bis zu einem gewissen Punkt der Himmel auf Erden: Die erste Zigarette mit sieben Jahren, lange Zeit um die Schulpflicht herumgekommen, ein unsichtbares Band, welches ihn auf einzigartige Weise mit seiner Mutter verbindet sowie die zwei einzigen Götter seines Lebens: &#8220;Der einzige Gott seines Großvaters&#8221; und &#8220;Der einzige Gott der Elefanten&#8221;, welcher nebenbei starke Ähnlichkeiten zu Elvis Presley aufweist. Was braucht ein Kind mehr, um glücklich zu sein? Nun, eine eigene Identität vielleicht. Edwards Leben ist großen Umwälzungen ausgesetzt, so wandelt sich sein Name mit jedem neuen Lebensabschnitt sowie vor jedem Menschen mit dem er näher in Kontakt ist. Edward ist wie ein Flickenteppich und einer dieser Flicken ist Adam, dessen Gesichtszüge er geerbt zu haben scheint. Adam ist der zur Zeit der Shoah verschollene Bruder von Edwards Großvater. Über Adam wird nicht geredet, höchstens geflucht und gezischelt. An Adam zerbricht der Großvater eines Tages. An Adam zerbrach einst schon die Familie Cohen. Auch diese unterschwellig mitschwingende Schuld erbt der Träger von Adams Gesicht. Eines Tages treffen sich die Geschichten von Edward und Adam auf dem Dachboden der Cohens. Edward findet die Aufzeichnungen seines Großonkels und kann seine Familiengeschichte wie auch seine eigene Geschichte um einige Puzzleteile ergänzen.</p>
<h4>Eine Art Fazit</h4>
<p>Ich habe das Werk komplett ohne Vorwissen, Rezensionen oder Klappentexte begonnen und musste mich daher in beide Realitäten erst schlagartig unvorbereitet einfinden. Die Art in welcher Astrid Rosenfeld jedoch ihren Figuren Leben einhaucht, gestaltet das Eintauchen in den Roman eher in ein Hineingesogen-Werden. Selten habe ich derart viele Hauptcharaktere &amp; Randfiguren so überaus plastisch aus einem Buch herauslesen können. Ich tendiere normalerweise vielmehr dazu, mich an einige wenige wichtige Personen zu klammern und den Rest eben als notwendiges Beiwerk, welches die Handlung voranbringt oder ausschmückt, billigend hinzunehmen. In Adams Erbe hingegen beeindruckten mich zahlreiche Nebencharaktere fast mehr als die Protagonisten. Ich wollte, völlig untypisch für mein sonstiges ignorantes Dasein, mehr von ihnen wissen und lesen. Möglichst einen eigenen Roman zu Edda oder der Nilpferdfrau, bitte! Besonders die weiblichen Figuren des Romans haben es mir unheimlich angetan. Rosenfeld zeichnet &#8220;echte Typen&#8221; oder vor allem &#8220;Typinnen&#8221;. Doch auch einige unbedarften Schilderungen aus dem Warschauer Ghetto, aus der Perspektive eines Kindes, das in Gefangenschaft geboren, niemals eine andere Realität als den irrealen Alltag des jüdischen &#8220;Wohnbezirks&#8221; kennenlernte, ließ für mich Geschichte noch einmal von einer ganz anderen, naiv begrenzten Seite wahrnehmen, welche die Mauern &amp; Unfassbarkeiten so dermaßen plastisch aufleben ließ, dass es mir kurz den Boden unter den Füßen wegzog. Rosenfeld setzt die schlichten Kindergemüter einige Male aus unterschiedlichsten Perspektiven ein und trifft gerade an diesen Stellen wirklich kunstvoll ins Gemüt der Lesenden.<br />
Ein außergewöhnlich mitreissender Debütroman.</p>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Papa macht mobil</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 15:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krempel]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Opiate des Volks]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>

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		<description><![CDATA[ACHTUNG: Möglicherweise unlesenswerter, abschweifender, blasphemisch wirkender, respektlos klingender Mumpitz &#8212;&#8212;- Im großen D lichten sich nicht nur die Reihen der universitären Würdenträger_innen. Ab Ende Februar sind wir nun also nicht einmal mehr Papst. Eine Schande! Benedikt XVI.: &#8220;Wenn ein Papst zur klaren Erkenntnis kommt, dass er physisch, psychisch und geistig den Auftrag seines Amtes nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ACHTUNG: Möglicherweise unlesenswerter, abschweifender, blasphemisch wirkender, respektlos klingender Mumpitz</strong></p>
<p>&#8212;&#8212;-</p>
<p><span style="line-height: 1.6;">Im großen D lichten sich nicht nur die Reihen der universitären Würdenträger_innen. Ab Ende Februar sind wir nun also nicht einmal mehr Papst. Eine Schande!</span></p>
<blockquote><p><em>Benedikt XVI.: &#8220;Wenn ein Papst zur klaren Erkenntnis kommt, dass er physisch, psychisch und geistig den Auftrag seines Amtes nicht mehr bewältigen kann, dann hat er ein Recht und unter Umständen auch eine Pflicht zurückzutreten.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Dem Amt des Stellvertreter Gottes geistig nicht gewachsen sein. Eine Aussage, die mich doch arg ins Grübeln brachte. Bisher dachte ich gar, um spiritistische Karriereleitern zu erklimmen, würde es sich vielmehr anbieten, psychisch ein wenig neben der Spur zu laufen. Erinnern wir uns nur (mit Grauen oder Ehrfurcht &#8211; je nach Glauben) an die (passendes Adjektiv bitte selbstständig ergänzen, mir fehlen an dieser Stelle weiterhin die Worte) <a title="Religion und Teufelswerk" href="http://www.dark-johann.de/2013/02/05/die-welt-in-der-wir-leben/" target="_blank">Aussagen des Martin Lohmann</a> zur Pille danach, der körperlichen Selbstbestimmung von Frauen oder auch zur Lebensentscheidung &#8220;Scheidung&#8221;.<br />
Einst musste ich hart lernen,<span id="more-2056"></span> dass bei diversen psychischen Störungen, die Krankheitseinsicht einige Jahre in Anspruch nimmt. Wenn die betreffenden Personen allerdings in ihrer Realitätsflucht bekräftigt werden, beispielsweise indem ein in sich geschlossenes und erstaunlicherweise funktionierendes System um sie herum errichtet wird, wie etwa die Institution Kirche, kann jene Einsicht weiter verzögert werden oder womöglich nie eintreten. Das Konstrukt Kirche (ich nehme Abstand hierbei so etwas wie &#8220;echten&#8221; Glauben oder Religion mit zu meinen), ein Ort an dem ihre Wahrnehmung als Realität anerkannt wird, eine Stätte in der sie Gleichgesinnte treffen können, wo sie so etwas wie eine Aufgabe haben und sich fühlen, als ob auch sie etwas zum Leben in der Gemeinschaft beitragen würden, kann also fatale Auswirkungen auf die Chancen geistiger Genesung haben. Bietet jedoch in der Regel immerhin ein sicheres Auffangbecken für geistig Verwirrte &#8211; im Gegensatz zum deutschen Gesundheitssystem. In der katholischen Glaubensgemeinschaft soll es unter Umständen vorkommen, dass &#8220;Stimmen hören&#8221; oder &#8220;Visionen haben&#8221; die Betroffenen auf den ab dem 28. Februar um 20 Uhr, vakanten Sessel katapultiert. Hier darf nun nach Lust und Laune mit den Stimmen geplaudert werden, wenn es denn auf Latein, nach vorgeschriebenen Zeremonien und mit der Anrede Gott einhergeht. Wer sich diesen Rahmenbedingungen nicht unterordnen will oder kann, muss weiterhin noch die örtlichen psychiatrischen Anstalten aufsuchen. Macht aber nichts, die Pharmaindustrie wird sie als lebende Versuchskaninchen mit allerlei wirk- jedoch eher weniger heilsamen Mittelchen versorgen. Zudem stellen wir Ihnen einen Schlafplatz mit interessanten wie abwechslungsreiche Menschen, sowie diverses und ausreichendes Kantinenessen zur Verfügung. Wahlweise haben wir auch noch lustige Mal-, Spiel-, Bastel-, oder gar Musizierkurse im Angebot, denen Sie sich keineswegs verweigern sollten, wenn sie als &#8220;therapiefähig&#8221; gelten und damit einen längeren Aufenthalt bei uns sicher haben möchten. Sollten Sie sich von dem Angebot genervt oder gar nicht ernst genommen fühlen, setzen wir Sie gern kurzerhand an die Luft und warten, bis Sie das nächste Mal bei uns auf der Matte stehen, weil irgendwer sie beim Spazierengehen auf der Autobahn aufsammelte, oder sie am Messer packt (mit welchem Sie ihrem Finder lediglich das dritte Auge öffnen wollten) und zu uns führt. Für weitere Fragen, zu einschlägigen Adressen, Aufnahmeritualen oder dezidierten Beipackzetteln, fragen Sie Ihre Autorin, welche mit Vorliebe in der dritten Person von und mit sich spricht, sie wird sich karitativ um jedes entlaufene Schäfchen kümmern.</p>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>ScheinStolz mit StolzSchein</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Oct 2012 21:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrischer Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwächen du hattest keine ich hatte eine: ich liebte. …dies hätte besser &#8220;Fehler&#8221; geheißen, HerrBert. Ich lege mein Kennzeichen auf die Hutablage und träume: &#160; Das Gummiband ist abgeschnallzt. Die Schultern frei, die Augen trocken und beides ohne Camouflage. Und wenn halt doch die Äpfel sprudeln, so wird es niemand flennen nennen. Beim Versuch den Willen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Schwächen<br />
du hattest keine<br />
ich <a href="http://de.youtube.com/watch?v=KQLP4dPCSRY" target="_blank">hatte</a> eine:<br />
ich liebte.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">…dies hätte besser &#8220;Fehler&#8221; geheißen, HerrBert.</p>
<h5>Ich lege mein Kennzeichen auf die Hutablage und träume:</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/11/auge.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1508" title="tote augen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/11/auge-189x300.jpg" alt="luft erde" width="189" height="300" /></a>Das Gummiband ist abgeschnallzt.<br />
Die Schultern frei,<br />
die Augen trocken<br />
und beides ohne Camouflage.<br />
Und wenn halt doch die Äpfel sprudeln,<br />
so wird es niemand flennen nennen.</p>
<p>Beim Versuch den Willen zu beugen<br />
bricht das keusche Licht<br />
durch Tränen<br />
zerfällt es in sausend Farben.<br />
Baut eine Brücke<br />
vom Nichts in die Unendlichkeit</p>
<p>Zerfallend geordnet<br />
Matte x Tisch<br />
= das Absolute im Milchglas des Wesens</p>
<p>Nur Teile seines Scheines gelangen über den Brechungswinkel als Erkanntes hinaus</p>
<p>!resseb thcin hcua sthcam sträwkcür</p>
<p>&nbsp;</p>
<pre style="padding-left: 60px;">Bitte gehen Sie weiter! Hier gibt es nichts zu sehen!
Dies ist eine Datenrettung aus Schattenzeiten.
Präsentiert von "Die Verstaubte Krempelkiste".</pre>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Sand Im Licht</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Oct 2012 09:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrischer Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[KONSUM! (Drogen Schuhe Süchte halt)]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>

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		<description><![CDATA[gegegege &#8211; Gegensätze Geselle Gern Gesetze Supporter @ Saboteur &#8211; Protokoll einer unzulänglichen Abwesenheit Werde lachen, schreien, beben, Präfinal das Beste geben. Dann postmortal ein Widerruf, weil ich es war, die Leben schuf. Da war sie wieder. Beende bitte behende! Umgänglichst, [i]hr [i]nneres Wie verbleibt mensch nun? Tunlichst tuend? tüchtig flüchtig? Empfänger ist aus Angst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gegegege &#8211; Gegensätze Geselle Gern Gesetze</p>
<h4>Supporter @ Saboteur &#8211; Protokoll einer unzulänglichen Abwesenheit</h4>
<p>Werde lachen, schreien, beben,<br />
Präfinal das Beste geben.<br />
Dann postmortal ein Widerruf,<br />
weil ich es war, die Leben schuf.</p>
<p>Da war sie wieder.<br />
Beende bitte behende!</p>
<p>Umgänglichst,<br />
[i]hr [i]nneres</p>
<p>Wie verbleibt mensch nun?<br />
Tunlichst tuend?<br />
tüchtig flüchtig?<br />
Empfänger ist</p>
<p style="text-align: right;">aus Angst vor dem eigenen Schatten untern Tisch</p>
<p>verzogen.</p>
<pre style="padding-left: 60px;">Bitte gehen Sie weiter! Hier gibt es nichts zu sehen!
Dies ist eine Datenrettung aus Schattenzeiten.
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beim Stachelschwein-Melken den Zeigezeh verbrannt</title>
		<link>http://glotz.net/lyrischer-fisch/beim-stachelschwein-melken-den-zeigezeh-verbrannt</link>
		<comments>http://glotz.net/lyrischer-fisch/beim-stachelschwein-melken-den-zeigezeh-verbrannt#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2012 12:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrischer Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen formen]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>

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		<description><![CDATA[Hauchhose Nuppen zweitgleich ERschauERn Intensi-Viren - Wahrheitschmack, geh! ….G.(?) Oh, Herrin des Rosmarinschinkens! Ich will klopfen! Das letzte Ei hängt mal wieder seit Stunden zwischen den N&#8217;s.&#8217; &#160; NIEWIEDER Flöße der Furcht &#8211; monströs säu(se)lEnde Götzen Respekt = das Wort zur schöneren Maske nur ein perfekter Versager (ungeboren; aber mehr als gut konditioniert) DANACH &#160; Bitte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hauchhose Nuppen zweitgleich ERschauERn</p>
<p>Intensi-Viren - Wahrheitschmack, geh!<br />
….G.(?)</p>
<p>Oh, Herrin des Rosmarinschinkens!<br />
Ich will klopfen!</p>
<p>Das letzte Ei hängt mal wieder seit Stunden zwischen den N&#8217;s.&#8217;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">NIEWIEDER</p>
<p style="text-align: center;">Flöße der Furcht &#8211; monströs säu(se)lEnde Götzen<br />
Respekt = das Wort zur schöneren Maske</p>
<p style="text-align: center;">nur ein perfekter Versager<br />
(ungeboren; aber mehr als gut konditioniert)</p>
<p style="text-align: center;">DANACH</p>
<p>&nbsp;</p>
<pre style="padding-left: 60px;">Bitte gehen Sie weiter! Hier gibt es nichts zu sehen!
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Zitronen können ...</li>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geistige Fehlwicklungen</title>
		<link>http://glotz.net/lyrischer-fisch/geistige-fehlwicklungen</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2012 12:28:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrischer Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gräfin Bio]]></category>
		<category><![CDATA[KONSUM! (Drogen Schuhe Süchte halt)]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>

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		<description><![CDATA[ich &#8230;&#8230;aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa atme tasten taste atem der mensch ein stier stech mir a-atme a at me a-a at me Bitte gehen Sie weiter! Hier gibt es nichts zu sehen! Dies ist eine Datenrettung aus Schattenzeiten. Präsentiert von "Die Verstaubte Krempelkiste". Auf den zweiten GlotzTapps Klatsch KlickSchritte in der Dunkelheit Verzweifelt suchendes Klatschen an einer über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">ich</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: xx-small;">&#8230;&#8230;aaaaaaaaaa</span>aaaaaaaaaaaaa<span style="font-size: large;">aaaaaaaaaaaaaaaaaaaa</span><span style="font-size: xx-large;">aa<span style="font-size: 50;">a</span><span style="font-size: 60;">a</span><span style="font-size: 70;">a</span><span style="font-size: 80;"><span style="color: #ff0000;">a</span></span><strong><span style="font-size: 100;">a</span></strong></span></p>
<p style="text-align: center;">atme tasten<br />
taste atem<br />
der mensch ein stier<br />
st<span style="color: #ff0000;">ech</span> mir<br />
a-a<span style="color: #ff0000;">t</span>me<br />
a at me<br />
a-a at me</p>
<pre style="padding-left: 60px;">Bitte gehen Sie weiter! Hier gibt es nichts zu sehen!
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Liebe, Weltfrieden, Gesundheit und natürlich allen voran DER POPINATOR!


Gefunden bei dem Herr ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Überschätzte Literatur" href="http://glotz.net/lesen/ueberschaetzte-literatur" rel="bookmark">Überschätzte Literatur</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Es ist heiß, schwül und Freitag. Ersteres regt nicht gerade zum Gebrauch der grauen Zellen an, letzteres seit einigen Wochen rituell schon: Es ist Fellmonster-Tag! Zeit für Bücher! Heute mit ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Freunde, Römer, Bäckersfrauen!</title>
		<link>http://glotz.net/lyrischer-fisch/1155</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2012 13:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrischer Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Spiel - Spaß]]></category>

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		<description><![CDATA[Hiermit erkläre ich folgendes Sekret für sanitärpflichtig: - Schleimspuren - Hochverratsschweiß - Überheblichkeitsgedünstetes Wir gehen nun folgendermaßen vor: {a}us BauSchauM{a} Zukunftsmelodien kneten die kann ma wenigstens [N]ich im Klo unter Krieg[/N] &#160; &#160; Ziehen Sie die Maus rechtzeitig rechtsseitig &#38; Drücken Sie das Kreuz bis zum Anschlag durch Wunderstöhnen Quark *poch* Stöhnende WunderQuark, Schnitte ich&#8230; ich&#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1165" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/09/Pisse.jpg"><img class="size-full wp-image-1165" title="Klo grafiti" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/09/Pisse.jpg" alt="klo malerei" width="215" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">phabete mir hiermit Analtapeten</p></div>
<p>Hiermit erkläre ich folgendes<br />
Sekret für sanitärpflichtig:</p>
<p>- Schleimspuren<br />
- Hochverratsschweiß<br />
- Überheblichkeitsgedünstetes</p>
<p>Wir gehen nun folgendermaßen vor:</p>
<p>{a}us BauSchauM{a} Zukunftsmelodien kneten<br />
die kann ma wenigstens [N]ich im Klo unter Krieg[/N]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ziehen Sie die Maus rechtzeitig rechtsseitig<br />
&amp;<br />
Drücken Sie das Kreuz bis zum Anschlag durch</p>
<p>Wunderstöhnen Quark *poch*<br />
Stöhnende WunderQuark, Schnitte</p>
<p>ich&#8230;<br />
ich&#8230;<br />
ich&#8230;<br />
&#8230;ach ich weiß nich</p>
<p>Kehr back avec Gebäck nach Quebec!<br />
&nbsp;</p>
<pre style="padding-left: 60px;">Bitte gehen Sie weiter! Hier gibt es nichts zu sehen!
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Die kapriziöse Caipilady hat erneut Gebüsche zerschreddert und großzügig mit Geäst um sich geschmissen. Ein ganz dreister Trick à la "Wer das liest ist doof" schwemmte auch eines der ...</li>
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</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/lyrischer-fisch/1155/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>60-90-60 nimmt 90-60-90</title>
		<link>http://glotz.net/lyrischer-fisch/60-90-60-nimmt-90-60-90</link>
		<comments>http://glotz.net/lyrischer-fisch/60-90-60-nimmt-90-60-90#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2012 14:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrischer Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gräfin Bio]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen formen]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Traum repräsentieren alle Handlungsträger das Ich Ich bin ein fleischiges, unförmiges Monster. Ich gehe gebückt, quer über Motorhauben und Dächer im Autokino. Zielstrebig zu einer überschminkten Blondine. Als Sie, seh&#8217; ich mich kommen, mich auf sie stürzen spüre, wie ich sie mir aneigne, unterwerfe. Ich spüre ihre Angst, ihren Atem, ihren Schmerz. Blicke und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Im Traum repräsentieren alle Handlungsträger das Ich</h2>
<p>Ich bin ein fleischiges, unförmiges Monster.<br />
Ich gehe gebückt, quer über Motorhauben und Dächer im Autokino.<br />
Zielstrebig zu einer überschminkten Blondine.<br />
Als Sie, seh&#8217; ich mich kommen,<br />
mich auf sie stürzen<br />
spüre, wie ich sie mir aneigne,<br />
unterwerfe.<br />
Ich spüre ihre Angst,<br />
ihren Atem,<br />
ihren Schmerz.<br />
Blicke und Gefühle aus beiden Perspektiven.<br />
Diametrale Synchronitäten.<br />
Selbstekel macht sich breit…<br />
<a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/09/fettmonster.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-1090" title="609060" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/09/fettmonster.gif" alt="brigitte diskussion" width="150" height="234" /></a></p>
<p style="text-align: right;">…dumm &amp; hilflos.<br />
ich bin ein fleischiges, unförmiges Monster.<br />
Ich werde sterben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<pre style="padding-left: 60px;">Bitte gehen Sie weiter! Hier gibt es nichts zu sehen!
Dies ist eine Datenrettung aus Schattenzeiten.
Präsentiert von "Die Verstaubte Krempelkiste".</pre>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Perlentaucher &#8211; Bücherberg-er" href="http://glotz.net/lesen/perlentaucher-bucherberg-er" rel="bookmark">Perlentaucher &#8211; Bücherberg-er</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Das Thema der 17. Woche der 52 Bücher bei Miss Puscheligkeit trägt den prägnant eingängigen Titel

Wie wär’s also mit Büchern, die man am Anfang so überhaupt gaaaaar nicht lesen wollte, ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Abwesenheitsnotiz" href="http://glotz.net/ruhe/abwesenheitsnotiz" rel="bookmark">Abwesenheitsnotiz</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Ich bin dann mal Drag...



weitere Tourdaten:
Montag: tot
Dienstag: auferstanden und jetzt schon voll motiviert auch mal wieder die Finger zum Tippen zu schwingen

...persönliche Tourdaten ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://glotz.net/lyrischer-fisch/60-90-60-nimmt-90-60-90/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Krankhafte Empathie &#8211; Die Unfähigkeit zum Hass</title>
		<link>http://glotz.net/lesen/krankhafte-empathie-unfaehigkeit-zu-hassen</link>
		<comments>http://glotz.net/lesen/krankhafte-empathie-unfaehigkeit-zu-hassen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2012 20:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal wünsche ich mir einen symbolischen Nussknacker oder einen nussigen Symbolknacker, genaueres weiß ich nicht. Jedenfalls materialisierte sich dieser Wunsch zunehmend, nachdem ich nun schon über eine Woche gefühlt ununterbrochen darüber sinniere, ob ich einfach nur unfähig für solch tiefe Gefühle wie Hass bin, oder mein Vorhaben zur vollständigen Abkehr von der Menschheit, jene Mutation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a>Manchmal wünsche ich mir einen symbolischen Nussknacker oder einen nussigen Symbolknacker, genaueres weiß ich nicht. Jedenfalls materialisierte sich dieser Wunsch zunehmend, nachdem ich nun schon über eine Woche gefühlt ununterbrochen darüber sinniere, ob ich einfach nur unfähig für solch tiefe Gefühle wie Hass bin, oder mein Vorhaben zur vollständigen Abkehr von der Menschheit, jene Mutation zum perfekten Misanthropen lediglich an einer pathologischen Empathie scheitert.</p>
<p>Das Thema, der 40.Bücherwoche<br />
<em><a title="Hass &amp; Unverständnis" href="http://monstermeute.wordpress.com/2012/08/03/52-bucher-woche-40/" target="_blank">Dein Hasscharakter (im Sinne von: unnachvollziehbare Handlungen)</a></em><br />
warf mich jedenfalls vorerst sowohl im Projekt 52. Bücher zurück als auch letztendlich menschlich wie tiefenpsychologisch vollends aus der Bahn. <span id="more-832"></span>Selbstzweifel malträtierten meinen ideelen Selbstentwurf vom Menschenfeind. Der Hypochonder in mir bescheinigte sich selbst ad hoc ein gestörtes Verhältnis zwischen Identifikation &amp; Abgrenzung, eine Art reziprok narzisstischen Komplex. Anschließend verordnete er jedoch sogleich ein Rezept für wunderbar wattige Psychopharmaka angerichtet auf einem Blaubeer-Soßenspiegel mit fluffigen Knödeln.<br />
Derart allein gelassen zwischen all den herrlichen wie hasserfüllten Rezensionen der Mitstreiter_innen, kroch letztendlich doch das schmerzlich vermisste Gefühl empor. Rückblickend erklomm es bei Sabienes <a title="Frauenliteratur" href="http://www.sabienes.de/2012/08/03/der-tod-des-marchenprinzen/" target="_blank">wahrhaft verachtenswert gekonnter Infragestellung diverser Prinzipien eines Romans aus der zweiten Phase des modernen Feminismus</a> mein lymbisches System.</p>
<h3>Liebe &amp; Hass &#8211; Das alte Seemanns-Lied vom Ozean der Gefühle</h3>
<p>Bewunderung liegt eben derart spürbar nah am Neid. Angekommen im negativen Gefühlsspektrum, muss sich doch auch irgendwo der Hass verstecken. Beim Tauchen durch dieses Gefühlschaos schlummerte erleuchtend das alte Prinzip von Ying &amp; Yang. Sprücheklopfer-Weisheiten bemächtigten sich meiner Erkenntniswelt und schlug mir wieder einmal vorwurfsvoll auf den ignoranten Hinterkopf.</p>
<p style="text-align: center;">&#8220;<em>Nur aus echter Liebe entspringt wirklicher Hass</em>&#8220;</p>
<p>Diese nicht nur überholte, sondern auch sicher etwas überzogene Philosophie bewahrheitet sich jedoch immer wieder. Dabei spielt nicht nur das abgegriffene Schema eine Rolle, bei welchem nahestehende Personen einen verständlicherweise am tiefsten verletzen können:<br />
Einmal aus der emotionalen Deckung herausgetreten und den Panzer voller Zuversicht abgelegt, sitzt der Stich ins Herz schlichtweg umso tiefer. Leicht verständlich, dass hier Ärger über die eigene Naivität, gekränkter Stolz &amp; verletzte Kämpferehre zum Hass auf jene einstig geliebte Angreifer gebündelt wird.<br />
Doch schon allein die Angst vor dem Verlust geliebter Wesen oder gar materiellen Gutes bzw. Privilegien kann einen quasi &#8220;vorauseilenden Hass&#8221; provozieren:<br />
Die politische Nutzbarkeit jener explosive Gefühlsmischung aus Angst &amp; Hass wird schon seit jeher zum Machtinstrument stilisiert. Billige Klischees von bösen Fremden, die einem den Job klauen könnten bis hin zum perfiden Spiel mit der Angst um das eigene Kind sind immerhin keineswegs Erfindungen dubioser &#8220;Parteien&#8221; von heute, welche mittels &#8220;Tod den Kinderschändern&#8221;-Plakaten an instiktive bis animalische Schutzbedürfnisse appellieren.<br />
Geschafft! Mittels simpler Plakativität gelingt es doch noch den inneren Misanthropen wachzukitzeln: &#8220;Hallo werter Menschenhass, wünsche gut geruht zu haben. Wie sieht&#8217;s aus, was sagst du zu literarischer Verachtung? Keine fiktiven Personen? Nichtmal personifizierte Ansammlungen menschlicher Abgründe? Zu unpersönlich? Nun gut, was schlägst du vor?&#8221;<br />
Mein innerer Menschenfeind ist ein fauler, verachtenswerter &amp; träger Sack. Also setze ich mich lieber mit meinem Unverständnis hin und plaudere bei einer Partie Autoquartett mit ihm über menschliche Abgründe. Nachdem wir eine tiefgehende gegenseitige Verbindung feststellten insbesondere in puncto Abscheu gegenüber Fahrradfahrern, die man gerade überholt hat, welche sich aber an der nächsten roten Ampel wieder vor einen stellen, widmen wir uns der literarischen Seite. Nach kurzem ratlosem rumstochern, kurz bevor wir uns beide abermals von Selbstzweifeln über zuviel Menschlichkeit &amp; Mitgefühl übermannen lassen, finden wir auch hier doch noch einen gemeinsamen Konsenz.</p>
<h2><em>Rita Mae Brown &#8211; &#8220;Jacke wie Hose&#8221;</em></h2>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/08/jacke-wie-hose.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-858" title="jacke wie hose roman" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/08/jacke-wie-hose.jpg" alt="rita mae brown - literatur" width="342" height="456" /></a>Rita Mae Brown war ursprünglich als Autorin und Aktivistin der Frauenbewegung bekannt. Zu wirklicher Berühmtheit gelangte die Mitbegründerin der <em>Radicalesbians</em> allerdings erst durch ein Genre, was in mir tatsächlich arges Unverständnis auslöst: Katzenkrimis. Mit Literatur aus Sicht von Vierbeinern geschrieben kann ich leider generell kaum etwas anfangen. Ich habe es sogar bei einem Werk aus ihrer Feder versucht, da mir andere Bücher der amerikanischen Schriftstellerin überaus zusagten. Ich bin jedoch gnadenlos gescheitert. Da können die Verleger dieses Genre noch so wirr versuchen, schön zu schreiben mit Sätzen wie „Katzen sind Erkennungszeichen lesbischer Krimiautorinnen bzw. -heldinnen, ähnlich wie Kriminalhauptkommissare gerne Pfeife rauchen.“ &#8211; ich finde leider keinen Draht zur Erzählperspektive.<br />
Der Roman &#8220;Jacke wie Hose&#8221; allerdings hat mich auf jeglichen Gefühlsebenen stark bewegt. Kein Krimi aus Katzensicht, sondern eine Art Generationenbildnis um zwei überaus unterschiedliche wie skurrile Schwestern, sowie ihre Wurzeln &amp; Triebe (um bei dieser handelsüblichen Stammbaummetapher zu bleiben). Allein die geschichtliche Zeitspanne, welche die Handlung des Romans zwischen 1909 bis 1980 umfasst, bietet einiges an politischem wie kriegerischem Potenzial für Tragödie &amp; Komödie im gesellschaftlichem Wandel, zwischen Weltkriegen, Aufschwung, Emanzipation &amp; Prohibition. Eine ganze Familie an irren Charakteren, jede wie jeder für sich liebevoll gezeichnet, ja fast schon menschlich plastisch greifbar. Lediglich eine Begebenheit verstörte mich damals beim Lesen zutiefst und scheint immernoch mit meinem zutiefst monogamen Weltbild unvereinbar:<br />
In die bewundernswert schöne Liebesbeziehung zweier nicht nur für diese Zeit außergewöhnlicher Frauen, mischt sich eine dritte Person. Die jüngere der beiden verliebt sich ebenfalls in einen jungen Mann, beginnt ein Verhältnis, kann &amp; will sich nicht zwischen den zwei gleich geliebten Menschen entscheiden. Muss sie auch nicht. Denn auch nachdem dieses brisante Geheimnis ans Licht kommt, reagiert ihre Frau mit einem Verständnis, dass mich einfach fassungslos, nahezu schon neidisch macht. Ein Satz in dieser klärenden Konversation ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf und selbst jetzt, etwa 15 Jahre später, stehe ich diesem immernoch mit großem Unverständnis oder vielmehr Fassungslosigkeit gegenüber &#8211; und man glaube mir, ich möchte begreifen, nicht nur auf rationaler Ebene, sondern eben auf dieser scheinbar erlösenden emotionalen Ebene. Jener lapidare Satz lautete in etwa: &#8220;Es ist nicht so, dass sich die Liebe aufteilen ließe auf nun zwei Personen; sie verdoppelt sich &#8211; beiden gegenüber&#8221;. Mir ist nicht einmal mehr in Erinnerung, wem dieser Ausspruch entspringt, ob &#8220;der Betrogenen&#8221; oder &#8220;der Betrügerin&#8221;, um bei gesellschaftlich konventionalisierten  Begrifflichkeiten gängiger Partnerschaftsmodelle zu bleiben. Bei beiden würde die Aussage keineswegs fehl am Platze wirken oder gar kitschig wirken. Das Schlimme daran ist, die gesamte Situation wirkt derart stimmig, unkitschig und würdevoll, dass man als spießiger Normal-Eifersüchtler einfach nur vor Neid und Ehrfurcht erblassen könnte. Dennochbleibt der fade Nachgeschmack durch Sozialisierung oder was auch immer ich an diesem Unverständnis die Schuld geben möchte.</p>
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“42″
Meinereiner sicher nicht. Dennoch bin ich ...</li>
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