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	<title>Glotz_net &#187; Geschlecht im Fokus</title>
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	<description>...Lesen ist seliger denn Gaffen!</description>
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		<title>Sie ist wieder da!</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2014 11:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Überschrift bezieht sich keineswegs auf meine Wenigkeit, obwohl das durchaus auch damit gemeint sein könnte. Nein! Vielmehr gehen Jubelschreie durchs Netz, denn die die 52-Bücher-Challenge vom Fellmonster geht in die dritte Runde! Trotz fehlendem Internet in den eigenen vier Wänden oder lediglich Zugang über diese kleinen umständlichen Schlaufone, Karpaltunnelsyndrom und Tennisellenbogen (Richtig: medizinisch heißt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1831" title="52 Bücher reloaded" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher-150x150.jpg" alt="Projekt 52 Bücher" width="150" height="150" /></a>Die Überschrift bezieht sich keineswegs auf meine Wenigkeit, obwohl das durchaus auch damit gemeint sein könnte. Nein! Vielmehr gehen Jubelschreie durchs Netz, denn die die 52-Bücher-Challenge vom Fellmonster geht in die dritte Runde! Trotz fehlendem Internet in den eigenen vier Wänden oder lediglich Zugang über diese kleinen umständlichen Schlaufone, Karpaltunnelsyndrom und Tennisellenbogen (Richtig: medizinisch heißt das gar nicht Tennisarm, sondern Ellenbogen. Wieder was gelernt!) muss ich zu diesem Anlass doch unbedingt wieder regelmäßiger hier was hintippeln.<br />
Ziel diesmal: Keinen Beitrag auslassen!</p>
<p>Zum Auftakt gibt es auch gleich einen Klassiker &#8211; da bleibt sich die Kalamitäten-Kati treu:</p>
<blockquote><p><em><a title="Aktuelle Literatur" href="http://monstermeute.wordpress.com/2014/08/03/52-bucher-woche-1-3/" target="_blank">Was liest du zurzeit?</a></em></p></blockquote>
<p>Ich bin derzeit in der Zwischenphase von zwei Büchern. Das eine hängt mir seelisch noch nach, dass andere wurde bereits begonnen. Prinzipiell ist da noch ein drittes, dessen letzte 50 Seiten schon einige Wochen darauf warten, endlich gelesen zu werden. Aber dieses dritte oder vielmehr dessen Ende macht mir irgendwie Angst oder auch Unlust. Es ist</p>
<h2><em>Venusneid</em> von Rita Mae Brown</h2>
<p>.<br />
Und es begann so gut:<br />
Eine Frau bekommt die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium. In ihrer letzten Nacht im Krankenhaus fühlt sie, dass es jede Sekunde vorbei sein kann, reißt sie sich den Morphinschlauch raus und beginnt, zu schreiben. Sie schreibt allen Menschen einen Brief, die in ihrem Leben eine wichtig Rolle spielen, ob nun durch familiäre, geschäftliche oder freundschaftliche Bindung. Eine Art Abschiedsbrief, in dem sie abgrundtief ehrlich ist. Sie offenbart nicht nur sich selbst, sondern eben auch alle Gefühle und Gedanken, die sie den jeweiligen Menschen gegnüber wirklich hegt. Am nächsten Tag wacht sie widererwartend auf, die Briefe sind bereits abgeschickt und der Arzt bescheinigt ihr eine Fehldiagnose. Es war schlichtweg nur eine schwere Bronchitis. Sie wird überleben. Es ist eine Wiedergeburt in doppelter Hinsicht. Denn dem Tod so nah gewesen zu sein, macht einerseits sicherlich vieles bewusst und stärkt den Willen, in einer neuen Chance alles anders oder vielmehr richtig zu machen. Andererseits kann ein solch abrupter Umbruch, bei welchem du komplett blank gezogen, vielleicht auch unbequeme Wahrheiten ausgesprochen hast, dein komplettes bisheriges Leben inklusive aller Sicherheiten zusammenbrechen lassen. Alles gerät ins Wanken, nicht nur nach und nach, sondern eben auf einmal. Dieses Zusammenspiel von Ende und Neuanfang und wie das einzelne Individuum und dessen Fassaden auf die gesamte Umwelt wirken, fand ich einfach immens spannend. Spannend sind auch Ort und Zeit in der die Handlung spielt, denn ein wichtiger Punkt in den Briefen ist das Coming-Out der Romanheldin, die wie so viele von Rita Mae Browns Figuren lesbisch ist (wenn es keine Katzen sind &#8211; denn sie fing irgendwann an, diese unsäglichen Katzenkrimis zu schreiben &#8211; WARUM?!).  Anfangs mochte ich auch die sporadisch auftretenden Abrutscher ins Irreale. So ist die Protagonistin Kunsthändlerin und eines der Ausstellungsstücke in ihrer Galerie, eine Art Familienbild der griechischen Götter, welches Ewigkeiten in einem Bordell gehangen hat, scheint immer mal wieder Kontakt mit der &#8220;Realität&#8221; aufzunehmen. Doch eines Tages bekommt die Hauptfigur beim Auswechseln einer Glühbirne einen elektrischen Schlag und findet sich tatsächlich zwischen all den Göttern und Göttinen wieder, mit denen sie dann überirdischen Sex hat, dazwischen dann bei Nektar, Ambrosia und Cola philosophische Gespräche über die Menschheit und die Liebe führt. So als Ausflug hätte ich das ja noch ertragen, aber das geht nun schon geschlagene 100 Seiten so und irgendwie verstimmt mich die Aussicht, es könne bis zum Ende so bleiben.</p>
<p>Das Buch, bei dem ich vorgestern die letzte Seite zuklappte und welches mir sicher noch etwas nachhängen wird, trägt ebenfalls einen für mich sonst eher abschreckenden Titel:</p>
<h2><em>Das geheime Prinzip der Liebe</em> &#8211; Hélène Grémillon</h2>
<p>Das Buch hat mir die Quasi-Schwiegermutter geschenkt. Das machte mir schonmal gehörig Angst. Es war nämlich bereits ihr zweites Buch an mich. Bücher schenken ist ja eh schon eine Kunst für sich, aber sie ist zudem passionierte Nicht-Leserin mit einem generell wirklich anderem Geschmack als meinem eigenen. Bei einer solchen Konstellation darf theoretisch vom Schlimmsten ausgegangen werden. Beim letzten Mal bekam ich dann auch eine Art Fürstenroman oder so etwas. Ich gebe zu, ich hab dieses erste &#8220;Buch&#8221; nicht gelesen. Ich habe mir allerdings die ersten 20 Seiten Personenverzeichnis angeschaut. Es las sich ein wenig wie der Anfang der Bibel (&#8220;Dings zeugte Bumms und Bumms wiederum zeugte Knall&#8221; oder so ähnlich). Ich habe sogar die aufgeführten Personen durchgezählt. Etwa 200 Charaktere &#8211; das wirkte mir dann angesichts der zwei bis dreihundert Seiten doch minimal überladen. Und dann lauter ellenlange Adelstitel &#8230;och nööö. Das geheime Prinzip der Liebe hingegen, steht jedenfalls überraschend konträr zu der ersten Erfahrung. Es hat mich von Anfang an gepackt und wirkte, wie gesagt, sogar über das Leseerlebnis hinaus noch nach. Irgendwie zwischen Krimi, Geschichtsroman und Familiendrama.<br />
Ich hau hier mal dennoch nur den Klappentext hin. Zum einen, weil ich bei den ganzen inhaltlichen Verflechtungen und Wendungen einfach nicht den potenziellen Lesern irgendetwas vorweggreifen möchte. Zum anderen, lese ich es ja aktuell gar nicht mehr, es ist also streng genommen gar nicht teil dieser Bücherwoche:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Eine bedingungslose Liebe, die sich während des zweiten Weltkriegs in Paris verliert.<br />
Eine Mittellose Malerin aus der Champagne, die für ihre Gönnerin ein Kind bekommt.<br />
Eine Frauenfreundschaft, die in Hass umschlägt.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Diese Beschreibung trifft es ziemlich gut und sagt dennoch nichts über den Inhalt aus. Denn hinter den einzelnen Worten steckt wie so oft, so viel mehr.</p>
<p>Kommen wir also zu dem Buch, das ich derzeit so wirklich aktiv lese:</p>
<h2>Alice Walker <em>&#8220;Die Farbe Lila&#8221;</em></h2>
<p>Zumindest der Film ist sicherlich recht bekannt. Das war damals einer der ersten &#8220;Erwachsenen-Filme&#8221;, die ich mit meiner Mutter schauen durfte. Beeindruckt war ich schon damals. Dennoch war das alle irgendwie zuviel. Ich habe ihn sicher dreimal im Abstand mehrerer Jahre und Reifephasen gesehen, um irgendwie die ganze Handlung aufzunehmen. Thematisch habe ich den Film auch lange Zeit mit &#8220;Grüne Tomaten&#8221; durcheinander geworfen. Die wandelnden Rollen der Schwarzen in Amerika (und damit auch die der Weißen) sowie die Emanzipation der Frau (und damit auch die der Männer) steht in beiden Büchern und Filmen im Mittelpunkt. Der Umgang mit diesen gesellschaftlichen Umbrüchen könnte allerdings nicht gerade unterschiedlicher verarbeitet sein. Beide Bücher habe ich auch erst nach den jeweiligen Filmen gelesen. Dabei fiel <a title="Filmverbuchung" href="http://glotz.net/lesen/zocker-lesen-nicht" target="_blank">&#8220;Grüne Tomaten&#8221; in meinem ersten Beitrag zum Bücherprojekt überhaupt, der zweifelhafte Titel &#8220;Beste Buchverfilmung&#8221;</a> zu. Zweifelhaft deswegen, da der Film das Buch um Längen schlägt. Bei <em>&#8220;Die Farbe Lila&#8221;</em> sieht das bisher ganz anders aus. Sonderlich weit bin ich zwar noch nicht, aber Zahl und Intensität der Entenpellen und Würgereize, die das Buch bisher auslöste, übertrumpfen jetzt schon die des gesamten Films.</p>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Chaos-Joghurt</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2014 10:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwachfug]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Gräfin Bio]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst natürlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich schickte mir meine Ex-Praktikantin und Nun-Kollegin einen Link zu einer dieser Virtualität gewordenen Stilblüten der Sinnlosigkeit, dem Chantalisator. Hier kann das arglose Menschenkind, so es danach gelüstet, den eigenen Namen eintragen und verschandeln lassen, im Stile der Stillosigkeit. Ein kurzer Spaß, denn eigentlich wird nur der erste Buchstabe des Vornamens genommen und durch einen besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 312px"><img class="   " title="Chantalismus im Endstadium" src="http://31.media.tumblr.com/56f7c26255ce446ee97a466fda59e4f4/tumblr_mnh8ty0g0R1rn5gmlo1_1280.jpg" alt="" width="302" height="403" /><p class="wp-caption-text">Körperliche Symptomatik des Chantalismus - achten sie auf Ausschlag in Schnörkelform! Gefunden bei ...ach Klick doch einfach aufs Bild!</p></div>
<p>Kürzlich schickte mir meine Ex-Praktikantin und Nun-Kollegin einen Link zu einer dieser Virtualität gewordenen Stilblüten der Sinnlosigkeit, dem <a title="Chantalisiere deinen Namen" href="http://www.chantalisator.de/" target="_blank">Chantalisator</a>. Hier kann das arglose Menschenkind, so es danach gelüstet, den eigenen Namen eintragen und verschandeln lassen, im Stile der Stillosigkeit. Ein kurzer Spaß, denn eigentlich wird nur der erste Buchstabe des Vornamens genommen und durch einen besonders typischen Vertreter aus dem Dunstkreis, jener im Chantalismus kreierten Namen mit demselben Initial ersetzt. Natürlich mit dem obligatorischen Bindestrich-Zweitnamen, ohne den in der auch &#8220;Kevinismus&#8221; genannten Strömung einfach gar nichts läuft. Lediglich wenige Sekunden später (oder war es doch davor? &#8211; die Strömungen des Zwischennetzes sind ja ohne den Verlauf herauszukramen unergründlich) fanden wir beide uns bereits im <a title="Chantalismus Blog" href="http://chantalismus.tumblr.com/" target="_blank">Chantalismus-Blog</a> wieder. Hier wird knallhart der Niedergang unserer modernen Gesellschaft dokumentiert. Anhand von allen auffindbaren Namenshinweisen, welche auf jene Modeströmung hindeuten. Denn die Protagonisten jener Bewegung zeichnen sich durch (mindestens) drei Eigenschaften aus:</p>
<ul>
<li>Gnadenlose Rücksichtslosigkeit gegenüber der eigenen Brut bei der Namensgebung.</li>
<li>Ein eindeutiger Hang zu kreativen Schreibinnovationen bereits existenter Namen. Bekanntestes Beispiel ist hier sicher die bereits sprichwörtlich gewordene &#8220;Schantalle&#8221;.</li>
<li>Eine Art erhöhtes Sendungsbewusstsein, jedoch ohne diesen missionarischen Beigeschmack. So pflastern sie jegliche Flächen mit den selbst als schön befundenen Namen ihrer Sprösslinge zu. Besonders beliebt erweisen sich bei diesem ritualisierten Verhalten: Autofenster und Stoßstangen, Türschilder und die eigenen Oberarme.</li>
</ul>
<p>Doch selbst innerhalb des Chantalismus gibt es so etwas wie Strömungen (&#8220;nicht im EEG nachzuweisen&#8221; hierhin zu schreiben, wäre zutiefst ableistisch und wird daher von mir nicht einmal gedacht!). Da gibt es die eher gemäßigte Fraktion und dann gibt es jene:</p>
<div id="attachment_2798" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2014/06/goldenprincess.jpg"><img class="size-medium wp-image-2798   " title="goldenprincess dulcepris" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2014/06/goldenprincess-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Menschen, die ihr Kind Goldenprincess Dulcepris nennen - gefunden bei chantalismus.tumblr.com</p></div>
<p>Eigentlich schreit diese Namensgebung einfach schon nach Hymnen, Applaus und Vuvuzelas im Kreissaal.<br />
Ich habe nach dieser Entdeckung jedenfalls erstmal das deutsche Namensrecht konsultiert, um an eine Liste zugelassener Vornamen in unseren, vor Paragraphen doch sonst so wimmelnden Lande zu gelangen. Schließlich soll und darf mein potenzieller Nachwuchs einer solchen Namenskrönung keineswegs nachstehen. Ich wurde fündig und habe jetzt schon (noch vor der eigentlichen Familienplanung) die ultimative Namenskombination gefunden:<br />
<strong>Chaos-Joghurt</strong>!<br />
Beides zugelassene Vornamen. Sollte die Zusammenstellung dieser beiden einem deutschen Rechtsgelehrten irgendwie sauer aufstoßen, so bin ich kampfbereit und weiß mein Recht zu verteidigen. Denn mit diesem Namen kann Nachwuchs nur eins werden: Derdiedas König_in des Schulhofs und überhaupt!<br />
Allein das Gesicht von hormonbenebelten Menschen, welche sich &#8220;Dutzidutzi&#8221;-brabbelnd in Tragetücher beugen und nach dem Namen des Kleinen fragen. Diesen dann mit stolzgeschwellter Brust, aus voller Kehle mit erhobener Faust und der Intonation von &#8220;This is SPARTA!&#8221;, jenen in die entgeisterten Gesichter zu schmettern. Selbstverständlich wird <strong>Chaos Joghurt</strong> auch IMMER fett geschrieben &#8211; worauf ich beim Eintragen in Personalausweis, Geburtsurkunde und Klassenbuch Wert legen werde. Hach, es gibt noch Dinge auf die ich mich auch jenseits der Dreißig freuen kann.</p>
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Verzweifelt suchendes Klatschen an einer über Jahre ausgekühlten Wand
Ein Klicken
Langsam aufflackerndes Neonlicht erhellt einen virtuellen Raum unter einer noch ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Weh Tee Eff</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 09:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empör dich!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen formen]]></category>
		<category><![CDATA[Opiate des Volks]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich in der Marketing-Abteilung von Ferrero: Hey Leute, das mit dem rosa Ü-Ei für Mädchen lief zwar nicht exakt so, wie geplant, aber diese ganzen kleinen Motztiraden aus der feministischen Ecke, die eh keiner ernst nehmen kann, haben immerhin mehr Aufmerksamkeit erregt, als wir ursprünglich erwartet haben. Wir sollten an etwas ähnlich miesem arbeiten. Hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich in der Marketing-Abteilung von Ferrero:</p>
<p>Hey Leute, das mit dem rosa Ü-Ei für Mädchen lief zwar nicht exakt so, wie geplant, aber diese ganzen kleinen Motztiraden aus der feministischen Ecke, die eh keiner ernst nehmen kann, haben immerhin mehr Aufmerksamkeit erregt, als wir ursprünglich erwartet haben. Wir sollten an etwas ähnlich miesem arbeiten. Hat jemand eine Idee? Irgendetwas, womit wir erneut Schimpf und Schande auf uns ziehen, uns aber wieder damit rausreden können, dass ja auch Mädchen, sich von der unmarkierten Variante angesprochen fühlen dürfen, selbst wenn die dichotome Aufteilung eindeutig jedem seinen Platz zuweist.</p>
<p>Wie wäre es, wenn wir etwas zur Fußball-Weltmeisterschaft raushauen? Sportliche Großveranstaltungen sollten nicht einfach werbetechnisch ungenutzt verstreichen. Wir haben ja schließlich schon die Olympischen Spiele verpasst. Lasst uns doch Ü-Eier für Weltmeister rausbringen! Das rosa Ei kann ja in der Zeit den Aufdruck &#8220;Spielerfrau&#8221; tragen. Das ist dann immerhin dasselbe Konzept in grün &#8230;bzw. rosa und versteckt blau.</p>
<p>Und alle so: Yeah.</p>
<p><a href="http://www.2-blog.net/2014/jungs-sind-weltmeister-maedels-sind-spielerfrauen/"><img class="aligncenter" title="Spielerfrau Ü-Ei" src="http://www.2-blog.net/wp-content/uploads/2014/03/%C3%BCei_weltmeister_spielerfrau-680x382.jpg" alt="Spielerfrau und Weltmeister" width="680" height="382" /></a><span style="font-size: xx-small;"><a title="Luca Hammer" href="http://www.2-blog.net/" target="_blank">via Luca Hammer</a></span></p>
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Aber in der Hitze des Gefechts, im meteorologischen Auf &amp; Ab dieses Winter-Sommers kann selbst das bekloppteste Köpfchen ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Chabos wissen, wer der Babo ist" href="https://glotz.net/musik-video-film/chabos-wissen-wer-der-babo-ist" rel="bookmark">Chabos wissen, wer der Babo ist</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Dieses Wissen geht mir zwar im Konkreten abhanden, doch ich verfüge immerhin über eine mehr als vage Vorstellung was ein Babo ist. Das ist an und für sich merkwürdig: Denn der Babo wurde nun zum ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Mundpropaganda gegen homophobe Propaganda</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Dec 2013 15:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empör dich!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>

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		<description><![CDATA[Da traut sich (laut Focus) ein Ian McKellen* aus Angst vor den &#8220;neuen&#8221; Gesetzen gegen &#8220;homosexuelle Propaganda&#8221;** nicht nach Russland einzureisen. Nun da die Olympischen Spiele in Sotschi fast schon die sprichwörtliche Fußmatte erreicht haben, wird die Diskussion um das kürzlich verschärfte*** Homophobie-Gesetz in Russland wieder angeheizt. Es braucht scheinbar sportliche Ereignisse, um nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da traut sich (laut Focus) ein Ian McKellen* aus Angst vor den &#8220;neuen&#8221; Gesetzen gegen &#8220;homosexuelle Propaganda&#8221;** nicht nach Russland einzureisen. Nun da die Olympischen Spiele in Sotschi fast schon die sprichwörtliche Fußmatte erreicht haben, wird die Diskussion um das kürzlich verschärfte*** Homophobie-Gesetz in Russland wieder angeheizt. Es braucht scheinbar sportliche Ereignisse, um nicht nur die ewig selben &#8220;Nörgler&#8221; ihre dauerkritische Stimme erheben zu lassen, sondern auch die breite**** mediale Aufmerksamkeit zu erreichen. Ich hoffe ja in meinem niemals versiegenden Optimismus, noch auf ein Massenouting in Fußballerkreisen, geschlossene Mannschaftsabsagen und derlei idealistische Maßnahmen, bevor es 2018 nach <a title="Homosexualität in Bahrain" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Bahrain" target="_blank">Bahrain</a> geht. Witziger wäre nur noch ein Nachdenken vor der Vergabe von derlei öffentlichen Austragungsorten.<br />
Doch auch in den vermeintlich fortschrittlichen und weltoffenen Demokratien herrscht teilweise immer noch ein Menschen-(und Demokratie-)bild, das mich immer wieder von meiner rosaroten Wahrnehmungswolke zu schubsen vermag. So fand ich dann heute unter besagtem Artikel ein heiteres Kommentar, welches mich glatt in bulämische Launen versetzte:<br />
<a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/12/focus-leser-wissen-mehr.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2707" title="focus leser wissen mehr" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/12/focus-leser-wissen-mehr-300x180.jpg" alt="Focus-Leser wissen mehr" width="300" height="180" /></a><br />
Wirklich ätzend wird es, wenn sich auch noch offener Hass zu solch argumentatorischen Tieffliegern gesellt oder sie gar rudelweise auftreten.***** <span style="font-size: 1rem;">Zum Glück gehört es zu meinen Grundsätzen, nicht mit Spaten zu diskutieren.****** Sonst hätte ich mich womöglich noch geärgert. Da freue ich mich dann, wenn auch in unserer vermeintlichen Vorzeigegesellschaft, in der eine Merkel im Wahlkampf sagen kann, sie hätte ein schlechtes &#8220;Gefühl&#8221; (ein GEFÜHL!) es einfach ohne Expertenrat (was?!) zu erlauben, dass Homosexuelle Kinder adoptieren dürften*******, von nicht ganz unrespektablen Künstlern ein wenig Nährboden zum Wachstum echter Toleranz geschaffen wird:</span></p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/RkhvYintpJ0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>___<br />
* Für alle, die (genau wie ich) nicht ganz so firm mit Schauspielernamen sind: Das ist der Mensch, der den Gandalf im &#8220;Herr der Ringe&#8221; verkörpert hat.</p>
<p>** AU! AUA! AUTSCH! &#8230;&#8221;zum Kinderschutz&#8221;! AAAAAAAAH!</p>
<p>*** eigentlich wurde hier augenscheinlich nur an gesellschaftliche Gegebenheiten angepasst und somit Übergriffe durch reaktionäre Hohlköppe auf Homosexuelle quasi rechtlich legitimiert, indem eine nicht definierte &#8220;Beeinflussung&#8221; der Jugend unter Strafe gestellt wurde, welche sowohl die Erwähnung von Sexualität außerhalb der heteronormativen Norm, auch zum Zwecke der reinen Sexualkunde-Aufklärung, als auch die &#8220;Zurschau-Stellung&#8221; was vom unschuldigen Händchenhalten bis hin zu Sex in der Öffentlichkeit reichen kann, untersagt.</p>
<p>****im Sinne &#8220;echter&#8221; Massenmedien</p>
<p>***** Nicht nur auf nationalistischen, vermeintlich christlichen Plattformen oder eben im Kommentarbereich der BILD &#8211; traurig empfinde ich die tief verwurzelte Homophobie auch in großen Teilen der HipHop-Bewegung. Hier tut sich für mich ein gewisser Abgrund aus, da viele Künstler und auch einfach nur dem Lebenstil frönende Gesellen aus diesem Bereich, mir seit Kindheitstagen immer eher &#8220;links, weltoffen und selbst irgendwie in der Außenseiterstellung befindlich&#8221; begegneten. Dass durchaus sexistisch angehauchte &#8220;Battle-Rap-Vokabular&#8221; nahm ich selbst teilweise sogar eher als kritisch, zynisch oder eben nicht länger sexistisch aufgeladen wahr. Doch als ich kürzlich &#8220;die Zungenkuss-Debatte&#8221; um einen Trailerpark-Auftritt verfolgte, war ich kurz geneigt, manchen Hardcore-Feminist_innen in ihrer Abneigung zum Rap im allgemeinen ein wenig mehr Zustimmung zu gewähren.</p>
<p>****** Nichts gegen ein Pläuschchen mit Gartengeräten &#8211; ich möchte an dieser Stelle ausschließlich auf humanoide Klappspaten verweisen.</p>
<p>******* ganz ehrlich AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU! Sollte die Sorge um das eigene Land nicht ins Unermessliche wachsen, wenn die vermeintlich weltliche Führung, wie ein Echo der &#8220;geistlichen Elite&#8221; klingt?</p>
<blockquote><p><a title="Das große Kotzen" href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/churer-bischof-kanzelthomosexuelle-ab-1.18200247" target="_blank">&#8220;Eine «Auslieferung von Kindern an gleichgeschlechtliche Paare» beraubt sie «der Grundlage einer gesunden psychischen Entwicklung».</a></p>
<p><a title="Das große Kotzen" href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/churer-bischof-kanzelthomosexuelle-ab-1.18200247" target="_blank">- Vitus Hounder, Bischof in einem &#8220;fortschrittlichen&#8221; Land -</a></p></blockquote>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Sex" href="https://glotz.net/lesen/sex" rel="bookmark">Sex</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />....wäre das Thema der 24. Bücherwoche beim Frau Doktor (strg c) Doktor (geguttenbergt) Fellmonsterchen gewesen. Noch bin ich aber nicht auf das passende Buch gekommen. Ein anderes Werk blockiert ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Liebesbrief?" href="https://glotz.net/lyrischer-fisch/liebesbrief" rel="bookmark">Liebesbrief?</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />HeyHo SubstiTypies,

Caro-Herz-Dame
suchtStruktur:

großes Herz, nicht großes Ego zeichnet die Schönen
eiskalt nassschwitzig
aber_witzig.

BoaNane

&nbsp;

Das Leben ist zu kurz, um ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Regenbogenliteratur</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Nov 2013 09:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guck!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Viehcher]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neunte Bücherwoche hat bei mir persönlich zu gewaltigem Hirnquietschen geführt: Regenbogen Das ist ja nicht einmal nur ein Thema. Wäre ich ausschweifend, so würde ich nach Farben sortieren und dann darin nochmal nach Symbolik, Kultur-Geschichte und spiritueller Wirkung. Zum Glück hat das Eva Heller bei &#8220;Wie Farben wirken&#8221; &#8211; dem Standardwerk im Regenbogenspektrum bereits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="52 Bücher reloaded" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg" alt="Projekt 52 Bücher" width="216" height="247" /></a>Die neunte Bücherwoche hat bei mir persönlich zu gewaltigem Hirnquietschen geführt:</p>
<p><a title="Regenbogen" href="http://monstermeute.wordpress.com/2013/03/17/52-bucher-woche-9-2/" target="_blank">Regenbogen</a></p>
<p>Das ist ja nicht einmal nur ein Thema. Wäre ich ausschweifend, so würde ich nach Farben sortieren und dann darin nochmal nach Symbolik, Kultur-Geschichte und spiritueller Wirkung. Zum Glück hat das Eva Heller bei &#8220;Wie Farben wirken&#8221; &#8211; dem Standardwerk im Regenbogenspektrum bereits erledigt.<br />
Bucherwähnung abgeschlossen.<br />
Artikel zu ende.<br />
Nicht?<br />
Regenbögen in Einzelteilen gülden nicht?<br />
Nun denn, so präsentiere ich die ersten zwei halbwegs literarischen Assoziationen, die mir zum Thema durch den Kopf latschten:</p>
<h2>Spinnboden &#8211; Das Lesbenarchiv</h2>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/05/regenbogen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2455" title="regenbogen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/05/regenbogen-300x199.jpg" alt="queen der regenbögen" width="300" height="199" /></a>Der erste Gedanke bei Büchern und Regenbögen geht natürlich unweigerlich in Richtung queere, schwul-lesbische oder sonstwie abseits der Heteronormativität gefärbte Literatur. Davon habe ich ein lächerliches Regal zu Hause rumstehen. Doch unweit der heimischen Bücherbestände existiert ein uriger Dachboden, der <a title="Lesbenarchiv" href="http://www.spinnboden.de/" target="_blank">&#8220;die größte Sammlung von Zeugnissen und Spuren lesbischer Existenz europaweit&#8221;</a> beherbergt. Hier finden sich interkulturelle Schätze der Frauen- &amp; Lesbenliteratur, seltene Filme (wie die Reportage von Ulrike Meinhoff zur <a title="Meinhoff Kinderheim" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heimkampagne" target="_blank">Heimkampagne</a>) Lesungen &amp; Veranstaltungen. Insgesamt eines der geschichtsträchtigsten Stöberstübchen, das bei einem Besuch in Berlin durchaus mal berücksichtigt werden sollte. Kleiner Semikritikpunkt dabei: Ich bin mir nie ganz sicher, wie frei zugänglich die Räumlichkeiten und Veranstaltungen &#8220;männlichen&#8221; Wesen sind. Das hat nichts mit Ausgrenzung zu tun, sondern ist, sollte wem der Eintritt tatsächlich einmal temporär verwehrt werden, sicher eher Phänomenen wie Rückzugsräumen oder gar auch Übergriffserfahrungen geschuldet. Wie zweifelhaft nun dabei die Sache mit der Geschlechtszuweisung und pauschaler Ausgrenzung betrachtet werden könnte, möchte ich, da ich nicht einmal gesicherte Erkenntnisse über aktuelle Zutrittsbedingungen habe, lieber außen vorlassen.</p>
<h2>Regenbogenbrücke</h2>
<p>Den Ort und das Gedicht dazu kennt wahrscheinlich jedes Menschenkind, das bereits ein Tier vermisst. Als ich zum ersten Mal davon hörte, fand ich es furchtbar albern und kitschig und überhaupt abgrundtief blöd. Doch ich kam <span style="text-decoration: underline;">damals</span> gerade mit dem grandiosen Freaky (Hund aller Hunde) sowie mit einer ebenso niederschmetternden wie plötzlichen Diagnose vom Tierarzt: &#8220;Darmkrebs &#8211; maximal eine Woche noch&#8221; wurde mir volles Karacho in die Magengegend geschleudert. So saß ich kurz darauf aufgelöst in der Küche meiner besten Freundin, die mir auf unergründlichen Wegen zwei Flaschen Jägermeis*e* eingeflößt hatte (ich hasse Jägerm*ist*). Zudem bin ich kein besonders besonnener Trauertyp. Ich find das Gedicht im übrigen auch heute noch furchtbar albern und kitschig und überhaupt abgrundtief blöd. Ich werde es hier auch nicht reinstellen. Zum einen kennt das ja eh jede_r. Zum anderen fliegen mir bei jedem Lesen auf mysteriöse Weise etwa sieben Kilo Sand in die Augen inklusive der rein körperlichen Abwehrreaktion des Ausschwemmens jenes feinkörnigen Gerölls &#8230;und da ich ja nie heule und auch nicht in die Nähe eines solchen Verdachts geraten möchte, lassen wir das mal&#8230;</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Krankhafte Empathie &#8211; Die Unfähigkeit zum Hass" href="https://glotz.net/lesen/krankhafte-empathie-unfaehigkeit-zu-hassen" rel="bookmark">Krankhafte Empathie &#8211; Die Unfähigkeit zum Hass</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Manchmal wünsche ich mir einen symbolischen Nussknacker oder einen nussigen Symbolknacker, genaueres weiß ich nicht. Jedenfalls materialisierte sich dieser Wunsch zunehmend, nachdem ich nun schon ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Ausbruch, Widerstand und Aufstand" href="https://glotz.net/lesen/ausbruch-widerstand-und-aufstand" rel="bookmark">Ausbruch, Widerstand und Aufstand</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Seit Freitag wirds ganz schwärmerisch ja nahezu verträumt bei den 52 Büchern. Zum Thema

Bücher, die Euch von der Hauptfigur haben träumen lassen! Motto: Ich will so sein, wie ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Erotisches Leseerlebnis</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Nov 2013 09:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Masse skandiert: &#8220;Aufholjagd! Aufholjagd!&#8221; &#8211; So fügen wir uns der euphorischen Menge und zerren das nächste Thema aus dem bis zum Bersten angeschwollenen Topf unbearbeiteter 52 Bücher-Beiträge: Ein Buch, wodurch du etwas gelernt hast. Mein aus Büchern erworbenes Wissen beschränkt sich nicht lediglich auf Kenntnisse um das Fähnlein Fieselschweif. Das mag den einen oder anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1831" title="52 Bücher reloaded" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg" alt="Projekt 52 Bücher" width="216" height="247" /></a>Die Masse skandiert: &#8220;Aufholjagd! Aufholjagd!&#8221; &#8211; So fügen wir uns der euphorischen Menge und zerren das nächste Thema aus dem bis zum Bersten angeschwollenen Topf unbearbeiteter 52 Bücher-Beiträge:</p>
<blockquote><p><em><a title="Lernbuch" href="http://monstermeute.wordpress.com/2013/08/18/52-bucher-woche-28-2/" target="_blank">Ein Buch, wodurch du etwas gelernt hast</a>.</em></p></blockquote>
<p>Mein aus Büchern erworbenes Wissen beschränkt sich nicht lediglich auf <a title="Fähnlein Fieselschweif" href="http://glotz.net/krempel/naechstes-halloween" target="_blank">Kenntnisse um das Fähnlein Fieselschweif</a>. Das mag den einen oder anderen nun sicherlich in Erstaunen versetzen, ja, womöglich gar ganze Realitäten erschüttern, doch ich bin ein leidenschaftlicher Leser von Sachbüchern. Um die soll es im Folgenden aber überhaupt nicht gehen. Auch nicht um die vulgärste Trivialliteratur, welcher ich, so sie mir denn in die Hände fällt, ebenfalls Wissenswertes zum Bereichern meiner persönliche Schatzkammer entsaugen kann. Nein! Das grandiose Spektakel, bei welchem ich kürzlich etwas gelernt habe, ist nicht nur ein Buch, es sind sogar gleich mehrere. Hinzu kommt formidabler Weise, dass die Literatur an sich dabei ausnahmsweise sogar mal (zumindest teilweise) in den Hintergrund tritt.<br />
Womöglich kennt es der, die, das ein_e oder andere auch schon. Ich jedenfalls stieß erst kürzlich darauf und war fasziniert, begeistert und sowieso. Es handelt sich um ein Projekt namens <a title="hysterische Literatur" href="http://hystericalliterature.com/" target="_blank">Hysterical Literature</a>, was sich gewissermaßen mit der Abspaltung zwischen Körper und Geist beschäftigt.<br />
Nachdem ich mich nun gefragt habe, ob ich die Sessions einfach für sich sprechen und potentielle Voyeure schlicht unvorbereitet hineinstolpern lassen sollte, kam ich zu dem Entschluss: Ich mache beides! Wer sich also von diesem, in so vieler Hinsicht wundervollem bis verstörenden Projekt überraschen lassen mag, klickt entweder einfach auf die Seite selbst oder direkt zu der von mir als herausragendst empfundenen Session:<br />
<iframe src="//www.youtube.com/embed/nHt4IEyYuyQ" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Wer allerdings jetzt weiterliest, ohne geschaut zu haben, wird nun gespoilert:</p>
<p>Für das Kunstprojekt Hysterical Literature bat <a title="Clayton Cubitt" href="http://claytoncubitt.com/" target="_blank">Clayton Cubitt</a> einige Frauen, eine Passage aus ihrem Lieblingsbuch vorzulesen. Unter dem Tisch verbirgt sich dabei der &#8220;Geheimnisvolle Fremde&#8221; ausgestattet mit vibririerender Gerätschaft sowie dem Ansinnen dem Körper der Lesenden Zerstreuung zu verschaffen und ihren konzentrierten Geist auf Abwege zu locken. Vor dem Tisch muss auch mindestens ein Kameramensch (womöglich Cubitt selbst?) herumspringen, was der insgesamt schon abstrusen Situation noch eine weitere potenziell hemmende Komponente hinzufügen könnte. Die Leserinnen können dabei jederzeit die Sitzung unterbrechen, indem sie ihren Namen und den Titel des vorgelesenen Buches abschließend verkünden.<br />
Das Projekt wird als eine Art feministische Installation angekündigt, welche die Dualität zwischen Körper und Geist erforschen und sichtbar machen soll. Klingt trockener als es ist. Ich persönlich empfinde den &#8220;Kampf&#8221; der Probandinnen um volle Konzentration aufs Buch, Seriosität, Körperkontrolle und das ziemlich häufige Unterliegen in diesem Zwiespalt, das sukzessive Loslassen und anschließende (teilweise bereits begleitende) Reflektieren dessen, was frau da eigentlich gerade macht, als extrem spannend, witzig oder gar absurd erotisch. Da bekommt doch die Vorstellung abends noch gemeinsam ein Buch zu lesen plötzlich eine völlig neue spannende Bedeutungskomponente. Grandios sind dabei auch die Veränderung in den Gesichtern. In mehreren der Sessions hatte ich den Eindruck, dass zu Beginn und zu Ende der jeweiligen Sitzung zwei völlig andere Frauen dasitzen, beziehungsweise ein und dieselbe, welche gerade (fast ausschließlich in Gesicht und Stimme) so viel intimes ihrer eigenen Persönlichkeit preisgegeben hat, dass der eigentliche Mensch für den Betrachter in gewisser Weise sichtbarer geworden ist. Das häufige Lachen am Ende dieser Sessions, finde ich übrigens auch wahnsinnig faszinierend. Ist es Befreiung? Scham, nachdem der Geist den Körper wieder zurückdrängt?Ein allgemeines unterschiedlichster Gefühle, die das ganze (ja nicht unbedingt alltägliche) Brimborium so in den Probandinnen ausgelöst hat?</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Geschichten aus dem Untergrund (1)" href="https://glotz.net/musik-video-film/geschichten-aus-dem-untergrund-1" rel="bookmark">Geschichten aus dem Untergrund (1)</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Die Berliner U-Bahn. Durchaus hassenswert, überaus liebenswert. Da gehen die Meinungen selbst innerhalb ein und derselben Person oft auseinander. Ich persönlich reg mich unheimlich gern drüber ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Chic Lit isst keine Choc&#8217;late zum Frühstück" href="https://glotz.net/lesen/chic-lit-vs-choclate" rel="bookmark">Chic Lit isst keine Choc&#8217;late zum Frühstück</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Ursprünglich wollte ich diese Woche in Streik treten. Das Thema der 19 Woche der 52 Bücher beim Monster hat mich zunächst förmlich umgebatzt.
Chic Lit
Eine ziemlich unerwartete Wahl für eine ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Verschlossen</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 09:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsumiere!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[KONSUM! (Drogen Schuhe Süchte halt)]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[oder &#8220;Du kommst hier nit rein!&#8221; Ich bin ja ein Kind meiner Zeit: Also ständig mit dem Ohr am Puls des TickTacks &#8211; stets top auf dem Datum und immer bestens über die neusten Trends informiert &#8230;jedenfalls unter Berücksichtigung des Einsteinschen Merksatzes &#8220;alles ist relativ&#8221;. Und im Sinne meines Bildungsauftrags daher auch des Öfteren auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>oder</p>
<h2>&#8220;Du kommst hier nit rein!&#8221;</h2>
<p>Ich bin ja ein Kind meiner Zeit: Also ständig mit dem Ohr am Puls des TickTacks &#8211; stets top auf dem Datum und immer bestens über die neusten Trends informiert &#8230;jedenfalls unter Berücksichtigung des Einsteinschen Merksatzes &#8220;alles ist relativ&#8221;. Und im Sinne meines Bildungsauftrags daher auch des Öfteren auf diesen Kickstarter-Plattformen unterwegs. Auf einer dieser Seiten fand ich dann kürzlich eine Idee, über deren Sinn und Unsinn ich nun seit geraumer Zeit grüble:<br />
Die Anti-Rape Wear &#8211; so eine Art Keuschheitsgürtel, der gegen Vergewaltigung schützen soll.</p>
<p><iframe src="//player.vimeo.com/video/74514464" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe><br />
<span style="font-size: xx-small;">gefunden auf <a title="Anti-Rape-Wear" href="http://www.indiegogo.com/projects/ar-wear-confidence-protection-that-can-be-worn" target="_blank">indiegogo</a></span></p>
<p>In welchen Situationen soll frau denn bitte mit dem Ding rumlaufen? Immer? Nachts im Park? Auf Parties?<br />
Verführt das Höschen womöglich nicht gar zu einem falschen Sicherheitsempfinden? (Marodierende Frauengangs stiften Terror bei nächtlichen Treffen auf Friedhöfen und in bisher als für Frauen unsicher geltenden Reiseländern).<br />
Zeichnet sich eine Vergewaltigung einzig und allein durch Penetration aus?<br />
Könnte es nicht gar zu ernsthaften Verletzungen führen, wenn ein_e Angreifer_in gar versucht, die Barriere gewaltsam und womöglich unter Einsatz von Schneidwerkzeug zu überwinden?<br />
Ist es der eigenen Gesundheit tatsächlich zuträglich, wenn Madame angesichts eines wutentbrannten Angreifers mit der Kombination nicht freiwillig rausrückt?<br />
Wird die Pille danach irgendwann nur noch ausgegeben, wenn frau nachweislich mit dem AR-Slip unterwegs war?<br />
Erübrigen sich jenes Verhütungsmittel sowie Gerichtsprozesse dann nicht sogar, da Frauen, welche leichtsinnig und fahrlässig auf die korrekten Vorsichtsmaßnahmen verzichtet haben, wieder genauso viel Schuld an solchen Vorfällen tragen dürfen, wie vor gefühlten fünf Minuten noch die aufreizend gekleideten Minirockträger_innen?<br />
Sehe ich das alles gar zu schwarz und sollte mich doch eigentlich freuen?</p>
<p>Selbstschutz ist ja die eine Seite der Medaille, gerechter fände ich es persönlich, wenn nicht die potenziellen Opfer alle erdenklichen Vorkehrungen treffen müssten, sondern potenzielle Täter, die wir natürlich ganz pauschal einzig übers Hebammengeschlecht bestimmen, in Sippenhaft genommen werden und welche dann bei Bedarf freigeschlossen werden können. Das Ganze sähe dann etwa so aus:<br />
<a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/11/keuschheit-mann.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2582" title="keuschheitskondom" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/11/keuschheit-mann-300x270.jpg" alt="Keuschheitsgürtel für den Mann" width="300" height="270" /></a><span style="font-size: xx-small;">erwerbbar bei <a title="Keusche Männer" href="http://cb-x.com/" target="_blank">A.L.Enterprises</a> &#8211; gefunden auf <del>Otto.de</del> <a title="Spiegel Offline" href="http://www.schleckysilberstein.com/" target="_blank">SchleckySilberstein</a></span></p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Rezension einer radioaktiven Marmelade" href="https://glotz.net/lesen/rezension-einer-radioaktiven-marmelade" rel="bookmark">Rezension einer radioaktiven Marmelade</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Die ABC-Challenge werde ich wohl nicht im vorgeschriebenen Zeitrahmen meistern. Diese geht schon mit diesem Monat zu Ende und obwohl ich zwar so ziemlich jeden Buchstaben zerstöbert habe, steuert ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Dunkle Schatten vergangener Nächte" href="https://glotz.net/lesen/dunkle-schatten-vergangener-nachte" rel="bookmark">Dunkle Schatten vergangener Nächte</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Frankreich-Ukraine fällt offensichtlich ins Wasser - es stürmt und dunkelt über Шахтар Донецьк. Da kann man ruhig ein gutes Buch zur Hand nehmen und gleich thematisch am Ball der 30. ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Von der Gefährlichkeit entschwindender Weibsbilder</title>
		<link>https://glotz.net/musik-video-film/von-der-gefahrlichkeit-entschwindender-weibsbilder</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Jul 2013 15:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guck!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer von weitem eine gehende Frau sieht, nimmt eher an, dass sie sich entfernt. Ein gehender Mann scheint sich eher zu nähern. So steht es in irgendeiner wissenschaftlichen Studie, welche die Neon in der Kategorie &#8220;Unnützes Wissen&#8221; kürzlich ausgrub. Dieser Fakt an sich wäre jetzt an sich mäßig belustigend und würde vermutlich nur zu wenigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em><a title="Neon" href="http://www.neon.de/artikel/kaufen/produkte/wer-von-weitem-eine-gehende-frau-sieht-nimmt-eher-an-dass-sie-sich-entfernt-ein-gehender-mann-scheint-sich-eher-zu-naehern/1042511?utm_source=facebook_uw&amp;utm_medium=facebookeintrag&amp;utm_campaign=uw" target="_blank">Wer von weitem eine gehende Frau sieht, nimmt eher an, dass sie sich entfernt. Ein gehender Mann scheint sich eher zu nähern.</a></em></p></blockquote>
<p>So steht es in irgendeiner wissenschaftlichen Studie, welche die <a title="NEON unnützes Wissen" href="http://www.neon.de/" target="_blank">Neon</a> in der Kategorie &#8220;Unnützes Wissen&#8221; kürzlich ausgrub.<br />
Dieser Fakt an sich wäre jetzt an sich mäßig belustigend und würde vermutlich nur zu wenigen geschärften Blicken in nächtlichen wie schlecht beleuchteten Gassen führen. Doch ich liebe einfach das Bestreben jeglicher Wissenschaftler (nicht nur Verhaltensforscher!) derartige statistische Verteilungen bei den Geschlechtern immer gleich fast schon zwanghaft evolutionstheoretisch erklären zu wollen. Dabei entstehen dann so wunderbare Stilblüten wie in diesem Fall:</p>
<blockquote><p><em>Die Forscher haben für dieses Phänomen eine Vermutung: Von sich nähernden Männern ging früher wahrscheinlich größere Gefahr aus als von sich nähernden Frauen.</em></p></blockquote>
<p>Ja, so weit, so diskussionswürdig. Wer wollte dem schon widersprechen und wozu. Doch es geht ja noch weiter:</p>
<blockquote><p><em>Umgekehrt signalisierte das Weggehen von Frauen Gefahr.</em></p></blockquote>
<p>Nun. Wieso?<br />
Weil der zurückgelassene Mann dann womöglich selbst hätte kochen müssen und (natürlich) dem Hungertod geweiht war?<br />
Weil die gute Gattin dann in die Nachbarhöhle trabte und dort mit der Frau des besten Freundes tratschte, was sicherlich beide Männer in arge Bedrängnis brachte. Denn ein solcher Austausch zwischen Weibchen schafft ja auch immer Bedürfnisse, denen Er dann wiederum nachkommen muss.<br />
Sei es nun auf der Arbeit: &#8220;Der Fred strengt sich viel mehr an und wurde letzte Woche zum Faustkeil Manager befördert&#8221;.<br />
Oder im Bett: &#8220;Die Betty sagt, der Fred massiert ihr vorm Vögeln die Füße und dreht sich danach nicht einfach zum Schlafen um, sondern redet noch mit ihr&#8221;.<br />
Oder innerhalb jener berühmt berüchtigten und gern zitierten Frauendomäne, dem Shopping: &#8220;Barney hat der Wilma letzte Woche so einen schicken Säbelzahntigermantel mitgebracht, wieso schenkst du mir nie so etwas?&#8221;<br />
Ein Schreckensszenario gehender Frauen ist natürlich sicher auch gewesen und somit selbstverständlich tief in unseren Genen verankert: Sie zieht hinaus in die weite Welt und merkt, dass sie auch ohne Ihn zurechtkommt. Wir stellen uns in einer kurzen Schweigeminute einmal die katastrophalen Folgen und den Zusammenbruch unserer gerade zart keimenden Zivilisation vor&#8230;</p>
<p>Doch wo war denn bitte das Problem? Konnte eine gehende Frau nicht einfach mit der Keule umgenietet werden und an den Haaren zurück in die eigene Höhle zum Brutzeln über dem Feuer zurückgeschliffen werden? Vielleicht ist aber meine Urzeitvorstellung zu sehr von (Feuerstein-)Klischees geprägt. Vielleicht bin ich da aber auch nicht unbedingt allein mit, liebe Biolog_innen.</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Fellmonsters Fragenmix" href="https://glotz.net/krempel/fellmonsters-fragenmix" rel="bookmark">Fellmonsters Fragenmix</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />

Frollein Monster scheint kürzlich durchs Unterholz gehüpft zu sein. Sie popelt nun die ganzen Hölzchen aus dem Zottelfell und wirft sie in der Gegend rum. Jene hündischen Urinstinkte in mir ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Übersetzungslücken, Interpretation und &#8220;nicht&#8221;-Einfügen" href="https://glotz.net/lesen/transkription-interpretation" rel="bookmark">Übersetzungslücken, Interpretation und &#8220;nicht&#8221;-Einfügen</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />ACHTUNG - ACHTUNG - Hier kommt ein Thema des Krötengenerals. Die Anhänger der 52-Bücher werden hiermit aufgefordert, sich unverzüglich dem bisher wohl krudest zusammengestoffelten Thema der ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Abwesenheitsnotiz</title>
		<link>https://glotz.net/ruhe/abwesenheitsnotiz</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 12:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ruhe!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen formen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin dann mal Drag&#8230; weitere Tourdaten: Montag: tot Dienstag: auferstanden und jetzt schon voll motiviert auch mal wieder die Finger zum Tippen zu schwingen &#8230;persönliche Tourdaten unter ein Musikvideo zu schreiben, könnte falsch verstanden werden und trägt zudem einen Hauch von Anmaßung in sich. Tja. Auf den zweiten GlotzKinderkramDas Thema der 11. Woche gab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin dann mal Drag&#8230;</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/BZvF1_XyIKU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>weitere Tourdaten:</strong><br />
Montag: tot<br />
Dienstag: auferstanden und jetzt schon voll motiviert auch mal wieder die Finger zum Tippen zu schwingen</p>
<p>&#8230;persönliche Tourdaten unter ein Musikvideo zu schreiben, könnte falsch verstanden werden und trägt zudem einen Hauch von Anmaßung in sich.<br />
Tja.</p>
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Leider muss ich akut jedoch still auf diesem Bürostuhl sitzen. Domestiziert. Merkwürdige Arbeit verrichtend.  

Habe soeben nach zweijähriger Suche die Zusage ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Renzension: Munkel Trogg</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 19:38:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Frei-Naiv-Kindlich]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Monstren-Ufos-Autonome]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Reise, die eigentlich gerade erst ihren Anfang nimmt, nahm bereits bei mir ein vorläufiges Ende. Munkel Trogg &#8211; Der kleinste Riese der Welt Munkel Trogg sprang vor einiger Zeit bei Blogg-dein-Buch auf meine WuLi und kletterte von dort, mühsam mit seinen kurzen Beinchen auf meinen SuB. Da saß er dann. Schaute aus seinen kleinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1430" title="quer gelesen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1-300x236.jpg" alt="Lesen nach Alphabet" width="300" height="236" /></a> Eine Reise, die eigentlich gerade erst ihren Anfang nimmt, nahm bereits bei mir ein vorläufiges Ende.</p>
<h2>Munkel Trogg &#8211; Der kleinste Riese der Welt</h2>
<p>Munkel Trogg sprang vor einiger Zeit bei <a title="Verlage suchen Blogger" href="http://www.bloggdeinbuch.de/" target="_blank">Blogg-dein-Buch</a> auf meine WuLi und kletterte von dort, mühsam mit seinen kurzen Beinchen auf meinen <a title="WuLi, SaB und SuB" href="http://glotz.net/lesen/wuli-sab-sub" target="_blank">SuB</a>. Da saß er dann. Schaute aus seinen kleinen Riesen-Augen erwartungsvoll zu mir hinauf, bis ich mich seiner erbarmte und ihn so richtig durch&#8230;*öhm*&#8230;las.<span id="more-2190"></span></p>
<h4>Wieso ein Kinderbuch?</h4>
<p>Auch wenn ich lange keines mehr gelesen hatte: Ich mag Kinderbücher noch immer unheimlich gern, trotz der nahenden großen Drei (<a title="Das ewige Kind" href="http://www.youtube.com/watch?v=uMP_bA_Gx74&amp;" target="_blank">Ich bin ein Kind und ich weiß es nicht besser</a> &#8211; da muss nun aber nicht unbedingt in Anwesenheit von Kindern drauf geklickt werden). Zudem möchte ich Bücher vorab lesen, die ich an den stiefmütterlich erworbenen Nachwuchs zu verschenken gedenke. Da kommt mir dann schon von vornherein weder rosa-plüschige &#8220;Mädchenliteratur&#8221; ins Haus, noch babyblau überpinselte Grundsteine zur Reproduktion hegemonialer oder sonstiger &#8220;Männlichkeit&#8221;. Von der Farbe Grün lasse ich mich also schon der vermeintlichen Geschlechtsneutralität wegen schneller überzeugen. Ich habe das Buch natürlich nicht nur des giftgrünen Hintergrunds wegen gewählt. Stets sortiere ich streng nach ganz persönlichen Vorlieben: Irgendwo zwischen anspruchsvoll, fantasievoll und rotzfrech sollte ein gutes Kinderbuch angesiedelt sein. Die witzig groben Illustration deuteten jedenfalls auf einen Treffer. Ob Munkel Trogg auch hielt, was ich mir versprach? Mal schaun:</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/munkel-trogg.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2206" title="munkel trogg riese" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/munkel-trogg-300x300.jpg" alt="kleiner riese munkel trogg" width="300" height="300" /></a>Der kleinste Riese der Welt entsprang der Fantasie von Janet Foxley. Der Roman für Kinder ab 8 Jahre ist bei den <a title="Fischer Verlag" href="http://www.fischerverlage.de/" target="_blank">Fischer Verlagen</a> erschienen &#8211; in Giftgrün, was generell schon eine positive Grundstimmung in mir erzeugt.<br />
Munkel Trogg ist der älteste Sohn der Familie Trogg, aber mit seinen zehn Jahren viel winziger als sein drei Jahre jüngerer Bruder Raubauz. Ja, er ist sogar kleiner als die jüngste Schwester Pumpel. Und die steckt noch in den Windeln!<br />
Munkel steht kurz vor dem Gigantur, seinem Abschluss auf der Riesenschule. Ein besonders guter Schüler ist er nicht. Oft traut er sich nicht einmal zum Unterricht aus Angst vor den anderen Riesenkindern, die ihn nur allzu gerne ärgern und als Spielball auf dem Schulhof benutzen. Lieber schleicht sich Munkel während der Zeit, welche er eigentlich in der Schule verbringen sollte aus dem Rumpelberg. Der Rumpelberg ist das Zuhause der Riesen. Er liegt versteckt vor den bösen Kleinlingen (den Menschen) im Wald. Alle Zugänge zum Rumpelberg sind mit Sträuchern verdeckt und werden von Riesen bewacht. Eigentlich ist es streng verboten den Berg ohne Erlaubnis des Königs zu verlassen, da die Riesen sich vor den Menschen und ihren tödlichen Zauberstöcken fürchten. Vor langer Zeit flohen sie an diesen sicheren Ort, verrammelten die Türen und verließen den Rumpelberg nur noch nachts für die Jagd. So gerieten die Riesen bei den Menschen nach und nach in Vergessenheit &#8211; aus Erinnerungen wurden Sagen &amp; Legenden. Doch ebenso wie die Menschen die Riesen über die Jahrhunderte vergaßen, ließ auch bei den Riesen die Sorge um die Tore zum Berg nach.<br />
Munkel ist trotz aller Verbote neugierig auf die Welt der Kleinlinge, auch wenn seine Noten in Kleinlingskunde nicht gerade die besten sind. Oft schleicht er sich aus den bereits marode gewordenen Toren hinaus in den Wald. Bei einem seiner Ausflüge entdeckt Munkel, dass diese gefährlichen Zauberwesen lediglich nur so groß sind wie er selbst. Auch in Drachenkunde seinem zweiten Prüfungsfach für das Gigantur steht es um Munkels Noten nicht gerade zum besten. Dabei wünscht er sich wahrhaft inbrünstig einen Drachen. Nur ist seine Familie viel zu arm für solche Luxusanschaffungen. Daher besucht Munkel seinen Vater am liebsten bei dessen Zweitjob in der Drachenaufzuchtstation. Dass er im Laufe der Geschichte sogar der erste Riese ist, dem es gelingt, auf einem Drachen zu reiten, das verrate ich an dieser Stelle gar nicht. Könnte ich aber, denn die Spannung steigt auch erst mit dem Drachen empor zum Himmel.<br />
Und wer wissen möchte, wie der kleine Munkel Trogg zu einem ganz großen Helden im Reich der Riesen wird, der soll laut Bloggdeinbuch <a title="Amazon-Link brrr" href="http://amzn.to/WmwuRg" target="_blank">diesem Link folgen</a>. Den gebe ich allerdings erstmal nur unter Vorbehalt an, denn das Buch kann auch auf der Verlagsseite erstanden werden &#8211; <a title="Munkel Trogg kaufen" href="http://www.fischerverlage.de/buch/munkel_trogg_der_kleinste_riese_der_welt/9783596854950" target="_blank">und zwar hier</a> (da brauch mensch nicht die dubiosen Machenschaften von Amazon zu unterstützen&#8230;)</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Neben der Farbgebung des Covers  und den schrägen Zeichnungen, wurde ich beim ersten Blättern von weiteren Illustrationen des Buches enorm angesprochen. Erinnert ein wenig an<em> &#8220;Die Olchis&#8221;</em>, einer echten Kinderbuchperle. Auch inhaltlich lassen sich einige Paralellen erkennen. Janet Foxley spielt ebenso mit der Verdrehung pädagogischer Werte, wie Olchi-Schöpfer Erhard Dietl. Dreckig ist sauber, eklig ist schmackhaft und so weiter. Nach meiner Erfahrung finden die Lütten so etwas ja tatsächlich witzig und auch ich finde es immerhin amüsant. Ein wenig gestört hat mich in dieser verkehrten Welt allerdings das Festhalten an überholten Geschlechtermodellen. Gleich im ersten Kapitel wartet die Familie auf den Riesenvater, der von der Jagd zurückkommen soll. Mutter Riese hat den ganzen Tag in der Küche standen und gekocht &#8211; DillEmma ist ein wenig brüskiert, rät noch bevor die Geschichte so recht in Fahrt kommt Schwippschwagers Stiefzwilling von einer Schenkung an dessen Tochter ab. Sie erntet nachlässiges Lächeln, überwindet sich, dem Roman noch eine Chance zu geben und lässt sich immerhin von der schön erzählten Geschichte fangen. Doch immer wieder stechen die stereotypen Rollenverteilungen in den Genuss. Held Munkel Trogg ist männlich und darf sich sogar als Retter eines kleinen hilflosen Mädchens beweisen.</p>
<div id="attachment_2199" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/Dill-ikat.jpg"><img class="size-medium wp-image-2199" title="Dill-Delikatesse" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/03/Dill-ikat-300x88.jpg" alt="Dillikatesse" width="300" height="88" /></a><p class="wp-caption-text">Prädikat: Dill_ikat</p></div>
<p>Das nagt irgendwie und ist für mich in Sachen Identifikationsfiguren für Mädchen vielleicht nicht so der Renner. Schade. Dieser Umstand bringt Munkel Trogg dann auch nur vier von fünf möglichen Dillsträußen ein &#8211; meiner neuen absolut wahnwitzigen Wertungsmethode.<br />
Trotz dieser wirklich hartnäckigen Störfaktoren ist das Buch, aufgrund seiner fantasievollen Geschichte doch durchaus lesenswert. Natürlich würde ich jederzeit eine abgedrehtere Erzählung trockenen Titeln wie <em>&#8220;Erna geht zur Schule&#8221;</em> vorziehen. Dennoch erhoffe ich mir für die Folgebände dieses insgesamt gelungenen ersten Teils, ein bisschen mehr Mut zum Rumgespinne (vielleicht ja sogar in ganz wagemutigen Experimenten mit Geschlechtsrollen-Stereotypen <img src='https://glotz.net/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':P' class='wp-smiley' />  ).<br />
Auch den minimalen padägogischen Aspekt, der irgendwo im Hintergrund scheu gewunken hat, möchte ich für seine Unaufdringlichkeit danken. Schön, dass du da warst und dennoch nicht den klitzekleinen Riesen und die schönen Drachen ersticken musstest.</p>
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Das (f)lauschigste aller Feste bollert lautstark an die Tür und auch der Weihnachtsmann freut sich schon bannig darauf, mit der Rute um die Häuser zu ziehen. Ich werde mich nun erst einmal ins ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Pipi inne Oogen" href="https://glotz.net/musik-video-film/pipi-inne-oogen" rel="bookmark">Pipi inne Oogen</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Gegen Abend werde ich häufig zunehmend debil.
Anders kann ich die springflutartigen Sturzbäche, welche mir soeben aus den Augen die Wange hinabquellten, nicht erklären.

...oder quollen?</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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