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	<title>Glotz_net &#187; Moral &amp; Ethik</title>
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	<description>...Lesen ist seliger denn Gaffen!</description>
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		<title>Juchu Montag</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2014 12:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empör dich!]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Viehcher]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kreuze diesen Tag in allen Kalendern des letzten Jahrzehnts am besten rot an. Kommt ja nicht allzu häufig vor, dass jene Worte in der Überschrift mit solch geringer Distanz zueinander und ohne jedwede Spur von Sarkasmus verwendet werden können. Doch das ganze hat ehrlich gesagt einen tragischen Hintergrund oder ist vielmehr sogar der Akkumulation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kreuze diesen Tag in allen Kalendern des letzten Jahrzehnts am besten rot an. Kommt ja nicht allzu häufig vor, dass jene Worte in der Überschrift mit solch geringer Distanz zueinander und ohne jedwede Spur von Sarkasmus verwendet werden können. Doch das ganze hat ehrlich gesagt einen tragischen Hintergrund oder ist vielmehr sogar der Akkumulation diverser trauriger Gründe:</p>
<p>Samstag morgen:<br />
Ich radel nichts Böses ahnend die Straße entlang. Rechts von mir am Straßenrand erstrecken sich wöchentlich aufgebaute Tische und Decken mit Ramsch. Es handelt sich um die Reinickendorfer Varainte eines Flohmarktes. Besonderes Merkmal eines solchen scheint im Gegensatz zu &#8220;echten Flohmärkten&#8221; allerdings, dass jedwede teilnehmende Verkaufspersonen beim Verlassen ihrer Wohnung schnell den Müll mit runter genommen haben und diesen nun versuchen meistbietend an die dümmste, liquide Person zu bringen, die sie treffen. Links von mir tappelt ein Igel über die morgendlich verträumte Straße. Das einzige Auto in gefühlten 100km Umkreis prescht heran. Ein schwarzer Mercedes (was sonst!). Scheinbar sieht der Fahrer das Tier, das nun tatsächlich an Fahrt aufnimmt und noch den sicheren Bordstein erreichen möchte. Noch etwa hundert Meter für den Luxusschlitten, zwanzig Meter für mich zum stacheligen Vekehrsteilnehmer. Ein ungutes Gefühl breitet sich in mir aus, ich trete ein bisschen schneller in die Pedale. Auch der Fahrer gibt Gas. Kein Grund zur Sorge. Die Straße ist zweispurig und leergefegt. Der Kerl kann und wird ja wohl ausweichen. Er macht tatsächlich einen Schlenker. Nach rechts. Absichtlich auf den Igel. Es knackt. Mir wird schlecht. Ich werd so scheiße wütend. Ich reiße meine Fahrradklingel ab und schleuder sie schreiend der beschissenen Dreckskarre hinterher. Ich treffe nicht. Die Flohmarktbesucher schauen zwischen pikiert (über mich), verdutzt (über mich) und desinteressiert (dem Schiksal des Igels gegenüber). Der Igel schaut gar nicht mehr. Seine Augen hängen vermutlich an der Radkappe eines geparkten Autos oder in den eigenen Gedärmen. Bin ich gestört oder alle anderen?</p>
<p>Samstag mittag:<br />
Nahe eines bekannten Substitutionsarztes in einer nicht ganz so schicken Ecke Berlins. Hier hängen oft düster anmutende Gestalten rum. Der Ton ist nicht unbedingt durchgängig der Feinste. Manchmal wird es laut, manchmal lustig, selten auch mal handgreiflich. Vor einem Auto stehen lautstark diskuttierende Junkies. Vorüberziehende Passanten bemühen sich, möglichst derart zu gucken, als sei niemand da, weder potenziell gefährliche, in diesem Fall offensichtlich über irgendetwas aufgebrachte Menschen, noch sie selbst. In ihren Augen läuft neben kalter Angst auch teleprompterartig das Mantra solcher Situationen &amp; Menschen durch &#8220;Alles ist gut. Wir sind gleich vorbei.&#8221; Ich bin ein neugieriger Mensch und glaube, Gefahr für mich und Gefahr für andere recht gut auseinanderhalten zu können. Ich bleibe stehen. In dem von den Süchtigen belagerten Auto sitzt ein Hund. Das Auto steht mitten in der Sonne. Kein Fahrer ist in Sicht. (Vielleicht traut er sich auch nur nicht mehr ran?)<br />
&#8220;Wir warten hier schon fuffzehn Minuten!&#8221; gröhlt mir einer der Typen entgegen. &#8220;Dat Vieh verreckt doch in der Karre!&#8221; Der Hund wirkt tatsächlich schon etwas apathisch. &#8220;Wir brechen das jetzt auf!&#8221;, schlägt ein schlacksiger Kerl aus der Gruppe vor. Ein kleiner Dicker setzt sich daraufhin in Bewegung zu einer nur wenige Meter entfernten Baustelle. Hier weicht der eben noch sichere Aktivismus scheinbar kurz einer Unsicherheit. Entgegen aller mythischen Legenden über die gespenstische Leere auf Berliner Baustellen war diese sogar an einem Wochenendtag besetzt. Doch als der zu kurz geratene Stiernacken sich grade versucht, trotz massiver Körpermaße unauffällig und harmlos wirkend umzuschauen, schallt es bereits vom Gerüst: &#8220;Da lieg&#8217;n Steine, Meista! Nimm die ma!&#8221; Stolz kommt er mit einem ollen Backstein zurückgeschlurft und schmettert den Brocken durch die Scheibe des Wagens. Der Hund wird gemeinsam rausgezogen. Er scheint echt fertig zu sein und klatschnass. Letzteres wundert mich später beim Zurückfahren. Erst erschien mir das logisch, weil er wirkte wie komplett verschwitzt. Körper dehydriert, alles Wasser im Fell. Allerdings schwitzen Hunde doch überhaupt nicht durch die Haut&#8230;<br />
Zufriedenheit macht sich unter den umstehenden Gestalten breit. Alle streicheln einmal am Geretteten entlang, versichern sich, dass alles in Ordnung ist. Die Gruppe verstreut sich weitgehend, einige machen sich schnell noch auf, denn die Vergabestelle schließt bald. Andere waren bereits da und warten noch am Auto (übrigens wieder ein Mercedes &#8211; ich will ja nix sagen, aber&#8230;) &#8220;Wir warten hier, falls der Pisser zurückkommt. Der kricht wat zu hörn!&#8221; Einerseits gönne ich das dem &#8220;Pisser&#8221;, andrerseits, mach ich mir grad minimal Sorgen um ihn. Die Polizei kommt auch noch vorbei. Scheinbar wurden sie durch hilfreiche Passanten informiert. Vermutlich mit den Worten, dass gewaltbereite Junkies sich vor Luxuskarossen zusammenrotten. Sie halten kurz eine Art Thermometer durch die gesplitterte Scheibe ins Innere des Autos. Bei 62°C (da war die Scheibe schon etwa 2-3 Minuten offen!) ziehen sie es wieder raus. &#8220;Is&#8217; nur pro forma&#8221;, sagt einer der Bullen kollegial und grinst, &#8220;Alles richtig gemacht! Selbst wenn&#8217;s weniger Temperatur gewesen wäre.&#8221; Das wusste tatsächlich keiner. Selbstverständlich war der Akt dennoch für alle Beteiligten. Es folgt noch eine kurze Aufklärung seitens der Bullerei über Rechte in solchen Situationen. Wir erfahren, eigentlich besteht die Erlaubnis zur Rettung des hilflosen Lebewesen im Autoinneren sogar dann, wenn eine Klimaanlage laufen würde, weil deren Existenz von außen keiner erahnen kann. Alle freuen sich über so sympathische Polizisten und nennen sie zwischendurch sogar so. Die Polizisten fahren weiter, geben denen, die noch hingebungsvoll auf den Fahrer warten wollen, den Rat, keine Dummheiten zu bauen. &#8220;Nee nee, Wachmeista. Keen Problem. Nur &#8216;ne Ansage, aber den Hund krichta nich wieda!&#8221; Auch ich fahre weiter und schaue mich verstohlen um, ob jener Fahrer nicht doch hinter einer nahegelegenen Ecke oder in einem Gebüsch kauert, wo er das Spektakel beobachtet hat und nun wartet, dass er doch klammheimlich, wenn schon nicht seinen vierbeinigen, so doch wenigstens den viertürigen Gefährten wieder in die Arme schließen kann.</p>
<p>Sonntag nachmittag:<br />
Der Stiefzwilling holt sein Töchterchen aus irgendeinem Dorf von der einen Oma ab, um es in irgendein anderes Dorf zu der anderen Oma, also seiner Mutter zu schleppen.<br />
Einige Zeit nach Aufsammeln meines Quasistieftöchting erreichen mich lauter Nachrichten, welche gegen Ende komplett großgeschrieben sind. Weder das Nutzen der Caps Lock-Funktion noch der darin an den Tag gelegte Ton entsprechen dem sonst so ruhigen Gemüt des Stiefzwillings. Da fielen Worte, wie sie eher in schlechtem Ghetto-Rap oder miesen Sado-Pornos zu finden sein dürften. Alle Nachrichten drehten sich um den Wachhund der Oma des Stieftöchtings. Also der Oma, welche die Mutter der Stiefzwillingen-Ex ist. Ein riesiger Hund namens Athos. Ein wunderschöner Berner Sennenhund. Gewesen. Keine vier Jahre ist der Kerl alt geworden. Stieftöchting hat ihn also schon als Welpen kennenlernen dürfen und stieg entsprechend traumatisiert zu ihrem Vater in den Zug: &#8220;Athos ist tot, Papa. Die Oma hat ihn nicht geschert und bei der Hitze einfach im Zwinger gelassen.&#8221; Dem Tier wurden wohl nicht einmal bei Fellwechsel die alten Haare rausgekämmt. Dass Hunde in den Zwinger gehören und den Großteil ihres Lebens dort auch abseits des Rudels zu verbringen haben, scheint in jener Familie (außer beim Stieftöchting und einer Schwester der Ex) Konsenz mit Normalitätscharakter zu sein. Eine Sicht auf Hunde, die in der damaligen Beziehung zwischen Stiefzwilling und Ex schon zu diversen Differenzen führte. Noch heute wird unsere Hundehaltung inklusive &#8220;Im Bett schlafen dürfen&#8221; von jener Seite aus als der Gipfel jeglicher Verhätschelung belächelt oder gar schief beguckt. Dass die mangelnde Zuwendung einem Lebewesen gegenüber allerdings solche Ausmaße der Gleichgültigkeit annimmt, dass sie dabei elendig verrecken, scheint ein neuer fataler Höhepunkt zu sein. Stieftöchting hatte beim Streicheln ganze Büschel Haare in den Händen. Bat während der heißen Tage mehrmals, den Hund doch mit in den Schatten nehmen zu dürfen. Keine Verständnis. Kein Einlenken. Nun soll ein neuer Hund her. Der Hof muss ja bewacht werden. Wir überlegen die umliegenden Tierheime und Züchter möglichst mit Namen über diesen Vorfall zu informieren. Würde dennoch ein Welpe ausgehändigt werden?<br />
Mag sein, dass manche Menschen diese Sicht auf das Zusammenleben der verschiedenen Spezies als archaisch oder gar richtige Geisteshaltung verstehen und meine/unsere Ansicht als verweichlicht. &#8220;Ist doch nur ein Hund!&#8221; Ich bin vielmehr der Auffassung, dass ein Mangel an Respekt gegenüber vermeintlich biologisch minderwertigen Kreaturen ein ganz allgemeines Leck an Empathie gegenüber Lebewesen im Generellen offenbart. Solche geistigen Einstellungen ermöglichen überhaupt erst Kriege, Artensterben und alle Schlechte in dieser Welt.</p>
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<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Fesche Viecher (3)" href="https://glotz.net/schwachfug/fesche-viecher-3" rel="bookmark">Fesche Viecher (3)</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Mir ist heute so unglaublich versöhnlich zumute. Da entsann ich mich meiner Passion für interspezifische Freundschaften.

Drei Dinge werden mir bei einem solchen Video stets bewusst:
1.) An ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Mundpropaganda gegen homophobe Propaganda</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Dec 2013 15:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empör dich!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
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		<description><![CDATA[Da traut sich (laut Focus) ein Ian McKellen* aus Angst vor den &#8220;neuen&#8221; Gesetzen gegen &#8220;homosexuelle Propaganda&#8221;** nicht nach Russland einzureisen. Nun da die Olympischen Spiele in Sotschi fast schon die sprichwörtliche Fußmatte erreicht haben, wird die Diskussion um das kürzlich verschärfte*** Homophobie-Gesetz in Russland wieder angeheizt. Es braucht scheinbar sportliche Ereignisse, um nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da traut sich (laut Focus) ein Ian McKellen* aus Angst vor den &#8220;neuen&#8221; Gesetzen gegen &#8220;homosexuelle Propaganda&#8221;** nicht nach Russland einzureisen. Nun da die Olympischen Spiele in Sotschi fast schon die sprichwörtliche Fußmatte erreicht haben, wird die Diskussion um das kürzlich verschärfte*** Homophobie-Gesetz in Russland wieder angeheizt. Es braucht scheinbar sportliche Ereignisse, um nicht nur die ewig selben &#8220;Nörgler&#8221; ihre dauerkritische Stimme erheben zu lassen, sondern auch die breite**** mediale Aufmerksamkeit zu erreichen. Ich hoffe ja in meinem niemals versiegenden Optimismus, noch auf ein Massenouting in Fußballerkreisen, geschlossene Mannschaftsabsagen und derlei idealistische Maßnahmen, bevor es 2018 nach <a title="Homosexualität in Bahrain" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Bahrain" target="_blank">Bahrain</a> geht. Witziger wäre nur noch ein Nachdenken vor der Vergabe von derlei öffentlichen Austragungsorten.<br />
Doch auch in den vermeintlich fortschrittlichen und weltoffenen Demokratien herrscht teilweise immer noch ein Menschen-(und Demokratie-)bild, das mich immer wieder von meiner rosaroten Wahrnehmungswolke zu schubsen vermag. So fand ich dann heute unter besagtem Artikel ein heiteres Kommentar, welches mich glatt in bulämische Launen versetzte:<br />
<a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/12/focus-leser-wissen-mehr.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2707" title="focus leser wissen mehr" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/12/focus-leser-wissen-mehr-300x180.jpg" alt="Focus-Leser wissen mehr" width="300" height="180" /></a><br />
Wirklich ätzend wird es, wenn sich auch noch offener Hass zu solch argumentatorischen Tieffliegern gesellt oder sie gar rudelweise auftreten.***** <span style="font-size: 1rem;">Zum Glück gehört es zu meinen Grundsätzen, nicht mit Spaten zu diskutieren.****** Sonst hätte ich mich womöglich noch geärgert. Da freue ich mich dann, wenn auch in unserer vermeintlichen Vorzeigegesellschaft, in der eine Merkel im Wahlkampf sagen kann, sie hätte ein schlechtes &#8220;Gefühl&#8221; (ein GEFÜHL!) es einfach ohne Expertenrat (was?!) zu erlauben, dass Homosexuelle Kinder adoptieren dürften*******, von nicht ganz unrespektablen Künstlern ein wenig Nährboden zum Wachstum echter Toleranz geschaffen wird:</span></p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/RkhvYintpJ0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>___<br />
* Für alle, die (genau wie ich) nicht ganz so firm mit Schauspielernamen sind: Das ist der Mensch, der den Gandalf im &#8220;Herr der Ringe&#8221; verkörpert hat.</p>
<p>** AU! AUA! AUTSCH! &#8230;&#8221;zum Kinderschutz&#8221;! AAAAAAAAH!</p>
<p>*** eigentlich wurde hier augenscheinlich nur an gesellschaftliche Gegebenheiten angepasst und somit Übergriffe durch reaktionäre Hohlköppe auf Homosexuelle quasi rechtlich legitimiert, indem eine nicht definierte &#8220;Beeinflussung&#8221; der Jugend unter Strafe gestellt wurde, welche sowohl die Erwähnung von Sexualität außerhalb der heteronormativen Norm, auch zum Zwecke der reinen Sexualkunde-Aufklärung, als auch die &#8220;Zurschau-Stellung&#8221; was vom unschuldigen Händchenhalten bis hin zu Sex in der Öffentlichkeit reichen kann, untersagt.</p>
<p>****im Sinne &#8220;echter&#8221; Massenmedien</p>
<p>***** Nicht nur auf nationalistischen, vermeintlich christlichen Plattformen oder eben im Kommentarbereich der BILD &#8211; traurig empfinde ich die tief verwurzelte Homophobie auch in großen Teilen der HipHop-Bewegung. Hier tut sich für mich ein gewisser Abgrund aus, da viele Künstler und auch einfach nur dem Lebenstil frönende Gesellen aus diesem Bereich, mir seit Kindheitstagen immer eher &#8220;links, weltoffen und selbst irgendwie in der Außenseiterstellung befindlich&#8221; begegneten. Dass durchaus sexistisch angehauchte &#8220;Battle-Rap-Vokabular&#8221; nahm ich selbst teilweise sogar eher als kritisch, zynisch oder eben nicht länger sexistisch aufgeladen wahr. Doch als ich kürzlich &#8220;die Zungenkuss-Debatte&#8221; um einen Trailerpark-Auftritt verfolgte, war ich kurz geneigt, manchen Hardcore-Feminist_innen in ihrer Abneigung zum Rap im allgemeinen ein wenig mehr Zustimmung zu gewähren.</p>
<p>****** Nichts gegen ein Pläuschchen mit Gartengeräten &#8211; ich möchte an dieser Stelle ausschließlich auf humanoide Klappspaten verweisen.</p>
<p>******* ganz ehrlich AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU! Sollte die Sorge um das eigene Land nicht ins Unermessliche wachsen, wenn die vermeintlich weltliche Führung, wie ein Echo der &#8220;geistlichen Elite&#8221; klingt?</p>
<blockquote><p><a title="Das große Kotzen" href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/churer-bischof-kanzelthomosexuelle-ab-1.18200247" target="_blank">&#8220;Eine «Auslieferung von Kindern an gleichgeschlechtliche Paare» beraubt sie «der Grundlage einer gesunden psychischen Entwicklung».</a></p>
<p><a title="Das große Kotzen" href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/churer-bischof-kanzelthomosexuelle-ab-1.18200247" target="_blank">- Vitus Hounder, Bischof in einem &#8220;fortschrittlichen&#8221; Land -</a></p></blockquote>
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Hey Leute, das mit dem rosa Ü-Ei für Mädchen lief zwar nicht exakt so, wie geplant, aber diese ganzen kleinen Motztiraden aus der feministischen ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Du alte Faltschachtel&#8230;" href="https://glotz.net/schwachfug/du-alte-faltschachtel" rel="bookmark">Du alte Faltschachtel&#8230;</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Wir melden uns live zwischen Kartons, Sperrmüll und Laminatspänen mit ein wenig unterirdischem Umzugshumor:

</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Genre-Grenzen einreißen</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jul 2013 21:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachperlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das politische Thema muss diese Woche ausfallen, wegen is&#8217; so. Dafür schmeißt das Monster uns einen dicken Brocken hin (Zeitformen &#38; Kontext bitte eigenhändig anpassen beziehungsweise ergänzen. Dieser Artikel liegt hier schon ne ganze Weile rum und ich möchte ihn nicht allzu sehr schütteln &#8211; Staublunge und so&#8230;) Ein bestimmtes Genre Ich bin ja ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg"><img class="size-full wp-image-1831 alignleft" title="52 Bücher reloaded" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/01/52-Bücher.jpg" alt="Projekt 52 Bücher" width="216" height="247" /></a>Das politische Thema muss diese Woche ausfallen, wegen is&#8217; so. Dafür schmeißt das Monster uns einen dicken Brocken hin (Zeitformen &amp; Kontext bitte eigenhändig anpassen beziehungsweise ergänzen. Dieser Artikel liegt hier schon ne ganze Weile rum und ich möchte ihn nicht allzu sehr schütteln &#8211; Staublunge und so&#8230;)</p>
<blockquote><p><a title="Literaturgenres" href="http://monstermeute.wordpress.com/2013/06/09/52-bucher-woche-21-2/" target="_blank">Ein bestimmtes Genre</a></p></blockquote>
<p>Ich bin ja ein außerordentlich ordentlicher Mensch. Ich sortiere meine Bücher tatsächlich: Die Regale nach Inhalten und die einzelnen Regalbretter dann nach Größe, Symmetrie und derlei. Solch zwanghaftes Verhalten lege ich allerdings nur bei den wirklich wichtigen Dingen in meiner Umgebung an den Tag. Demnach muten also sowohl Bücherregale als auch Kühlschrank-Innenleben wie kleine penible Inseln im sonstigen Chaos an.</p>
<h4>Wie ich versuche den gewaltigen Bücherbergen mit meinem rigiden Ordnungssinn beizukommen</h4>
<p>Mit festgelegten Genres habe ich es nicht so.<span id="more-2381"></span> Vielmehr sortiere ich schlicht thematisch. So sind meine liebsten wie vollsten Regale sortiert nach: Sprachwissenschaft, Philosophie, &#8220;Rebellen &amp; Kriminalisierten&#8221;-Literatur, Bücher zur Shoa &amp; Faschismus im Allgemeinen und natürlich Feministische Literatur. Allerdings birgt auch diese Ordnung so ihre Tücken. Nehmen wir beispielsweise mal die &#8220;Frauenecke&#8221;: Hier finden sich die unterschiedlichsten Genres sowie Hardcorefeminismus neben ultrasexistischer Trivialliteratur (als schlechtes abschreckendes Beispiel quasi). Von dem Trivialroman &#8220;Nesthäkchen lernt häkeln&#8221; (oder so ähnlich) über populärwissenschaftliche Ratgeberliteratur (zum Zerpflücken) oder Esoterik-Gedöhns (weil wegen angeblich typisch weiblich und oft wiederkehrenden UrWeib-Motiven) bis hin zur wissenschaftlichen Fachliteratur. In jenem Regal stehen auch durchaus maskulinistische Werke &amp; Bücher, die bei echten Hardliner_innen also sicher direkt auf dem Index landen würden. Doch genauso gehört diese Ordnung &#8211; alles was thematisch mit diesem Wissensgebiet in Berührung steht und sich nun, ob gewollt oder ungewollt, weil es eben in solch krassen Gegensatz <span style="line-height: 1.6;">mit jener Thematik steht, damit auseinandersetzt, wird ins Regal geräumt.</span><br />
Dieses Arrangement ist allerdings manchmal etwas schwierig aufrecht zu erhalten. Denn gerade Bücher, welche sich dem Holocaust, aus welchem Blickwinkel auch immer, nähern, erzählen oftmals auch von den großen und kleinen Widerständigen jener Zeit. Auch das Gebiet der Geschlechterforschung (ja in der Frauenecke stehen nicht nur Frauen, sondern auch Männer und sogar alles dazwischen sowie darüber hinaus) ist ja ein durchaus weitläufiges, kollidiert daher manchmal mit der Philosophie, mal mit den Sprachwissenschaften oder spiegelt auch mal die Frauen im Ghetto, Widerstand, auf nationalsozialistischer Täterseite etc. wieder. Ja, so ist das irgendwie mit all diesen Ordnungskategorien. Furchtbar!</p>
<h3>Zufällige Wahl eines Lieblingsgenres</h3>
<p>Krimis sind nicht so mein Fall. Ich habe bisher auch lediglich genau ein Exemplar dieses Genres gelesen. Der war auch gut und die restlichen Bände dieser Reihe haben es daher sogar auf meine Wuli geschafft. Doch an und für sich interessiert mich das Rätselraten aus Sicht der Ermittler weniger als das Haken-Schlagen aus der Perspektive der Kriminellen und die Auseinandersetzung mit so etwas wie Moral im allgemeinen. Ich glaube, der Überbegriff heißt <strong>Gangsterroman</strong> oder so etwas in der Art. Doch ich bevorzuge lieber das selbst erdachte Etikett <em>&#8220;Literatur der Kriminalisierten&#8221;</em>. Gesetz, Gerechtigkeit &amp; Moral schwingen schließlich nicht zu jeder Zeit und allerorten im Gleichklang. Dank der Kriminalisierung politischer Radikalisierungen, welche vorgeblich hauptsächlich in Regimen anzutreffen sei, ist dieses Ungleichgewicht ja auch selbst den behaglichsten Gemütern durchaus in irgendeiner Wahrnehmungsecke bewusst. Wobei sich vermeintlich freiheitliche Staaten gern recht hochnäsig und nicht ganz uneigennützig oftmals <span style="line-height: 1.6;">die Definitionsmacht eines sogenannten &#8220;Regimes&#8221; vorbehalten. Ab diesem Punkt wird das Rechtsbewusstsein dann spätestens auch schon mal komplizierter, aber eben auch spannender. Aktuellstes Beispiel für die Auslegungssache von Recht &amp; Gerechtigkeit, Diktatur und &#8220;freie&#8221; Demokratie liefern derzeit die ganzen diplomatischen Geschichten um Edward Snowden &#8211; dazu gefiel mir dieser Tage besonders ein kleiner lakonischer Kommentar meines liebsten Ex-Radiomoderators, der wiedermal gewieft so vieles auf den kotzenden Punkt bringt und dem ich daher das klare Schlusswort in meinen wirren Darstellungen überlassen möchte:<a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/07/Kuttner-Rechtsstaat1.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2403" title="Kuttner Rechtsstaat" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2013/07/Kuttner-Rechtsstaat1.png" alt="Recht Gerechtigkeit Kuttner" width="620" height="828" /></a></span><br />
Sorry Kutti, aber ich will noch kurz anmerken, dass sich natürlich nicht nur politische Kriminelle in jenes von mir bevorzugte Genre verirren. Auch wenn alles doch irgendwie Politik ist, weil eben politisch geregelt (da ist es wieder, das inhaltliche Differenzieren mit seiner erbarmungslosen Grenzenlosigkeit). So finden sich darin dann auch Drogenbaron_innen, Waffenschieber_innen und sogar Vergewaltiger_innen (wobei sich mein Identifikationspotenzial mit letzteren, wömöglich verständlich in Grenzen hält).</p>
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<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Übersetzungslücken, Interpretation und &#8220;nicht&#8221;-Einfügen" href="https://glotz.net/lesen/transkription-interpretation" rel="bookmark">Übersetzungslücken, Interpretation und &#8220;nicht&#8221;-Einfügen</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />ACHTUNG - ACHTUNG - Hier kommt ein Thema des Krötengenerals. Die Anhänger der 52-Bücher werden hiermit aufgefordert, sich unverzüglich dem bisher wohl krudest zusammengestoffelten Thema der ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Papa macht mobil</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 15:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schatten]]></category>

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		<description><![CDATA[ACHTUNG: Möglicherweise unlesenswerter, abschweifender, blasphemisch wirkender, respektlos klingender Mumpitz &#8212;&#8212;- Im großen D lichten sich nicht nur die Reihen der universitären Würdenträger_innen. Ab Ende Februar sind wir nun also nicht einmal mehr Papst. Eine Schande! Benedikt XVI.: &#8220;Wenn ein Papst zur klaren Erkenntnis kommt, dass er physisch, psychisch und geistig den Auftrag seines Amtes nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ACHTUNG: Möglicherweise unlesenswerter, abschweifender, blasphemisch wirkender, respektlos klingender Mumpitz</strong></p>
<p>&#8212;&#8212;-</p>
<p><span style="line-height: 1.6;">Im großen D lichten sich nicht nur die Reihen der universitären Würdenträger_innen. Ab Ende Februar sind wir nun also nicht einmal mehr Papst. Eine Schande!</span></p>
<blockquote><p><em>Benedikt XVI.: &#8220;Wenn ein Papst zur klaren Erkenntnis kommt, dass er physisch, psychisch und geistig den Auftrag seines Amtes nicht mehr bewältigen kann, dann hat er ein Recht und unter Umständen auch eine Pflicht zurückzutreten.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Dem Amt des Stellvertreter Gottes geistig nicht gewachsen sein. Eine Aussage, die mich doch arg ins Grübeln brachte. Bisher dachte ich gar, um spiritistische Karriereleitern zu erklimmen, würde es sich vielmehr anbieten, psychisch ein wenig neben der Spur zu laufen. Erinnern wir uns nur (mit Grauen oder Ehrfurcht &#8211; je nach Glauben) an die (passendes Adjektiv bitte selbstständig ergänzen, mir fehlen an dieser Stelle weiterhin die Worte) <a title="Religion und Teufelswerk" href="http://www.dark-johann.de/2013/02/05/die-welt-in-der-wir-leben/" target="_blank">Aussagen des Martin Lohmann</a> zur Pille danach, der körperlichen Selbstbestimmung von Frauen oder auch zur Lebensentscheidung &#8220;Scheidung&#8221;.<br />
Einst musste ich hart lernen,<span id="more-2056"></span> dass bei diversen psychischen Störungen, die Krankheitseinsicht einige Jahre in Anspruch nimmt. Wenn die betreffenden Personen allerdings in ihrer Realitätsflucht bekräftigt werden, beispielsweise indem ein in sich geschlossenes und erstaunlicherweise funktionierendes System um sie herum errichtet wird, wie etwa die Institution Kirche, kann jene Einsicht weiter verzögert werden oder womöglich nie eintreten. Das Konstrukt Kirche (ich nehme Abstand hierbei so etwas wie &#8220;echten&#8221; Glauben oder Religion mit zu meinen), ein Ort an dem ihre Wahrnehmung als Realität anerkannt wird, eine Stätte in der sie Gleichgesinnte treffen können, wo sie so etwas wie eine Aufgabe haben und sich fühlen, als ob auch sie etwas zum Leben in der Gemeinschaft beitragen würden, kann also fatale Auswirkungen auf die Chancen geistiger Genesung haben. Bietet jedoch in der Regel immerhin ein sicheres Auffangbecken für geistig Verwirrte &#8211; im Gegensatz zum deutschen Gesundheitssystem. In der katholischen Glaubensgemeinschaft soll es unter Umständen vorkommen, dass &#8220;Stimmen hören&#8221; oder &#8220;Visionen haben&#8221; die Betroffenen auf den ab dem 28. Februar um 20 Uhr, vakanten Sessel katapultiert. Hier darf nun nach Lust und Laune mit den Stimmen geplaudert werden, wenn es denn auf Latein, nach vorgeschriebenen Zeremonien und mit der Anrede Gott einhergeht. Wer sich diesen Rahmenbedingungen nicht unterordnen will oder kann, muss weiterhin noch die örtlichen psychiatrischen Anstalten aufsuchen. Macht aber nichts, die Pharmaindustrie wird sie als lebende Versuchskaninchen mit allerlei wirk- jedoch eher weniger heilsamen Mittelchen versorgen. Zudem stellen wir Ihnen einen Schlafplatz mit interessanten wie abwechslungsreiche Menschen, sowie diverses und ausreichendes Kantinenessen zur Verfügung. Wahlweise haben wir auch noch lustige Mal-, Spiel-, Bastel-, oder gar Musizierkurse im Angebot, denen Sie sich keineswegs verweigern sollten, wenn sie als &#8220;therapiefähig&#8221; gelten und damit einen längeren Aufenthalt bei uns sicher haben möchten. Sollten Sie sich von dem Angebot genervt oder gar nicht ernst genommen fühlen, setzen wir Sie gern kurzerhand an die Luft und warten, bis Sie das nächste Mal bei uns auf der Matte stehen, weil irgendwer sie beim Spazierengehen auf der Autobahn aufsammelte, oder sie am Messer packt (mit welchem Sie ihrem Finder lediglich das dritte Auge öffnen wollten) und zu uns führt. Für weitere Fragen, zu einschlägigen Adressen, Aufnahmeritualen oder dezidierten Beipackzetteln, fragen Sie Ihre Autorin, welche mit Vorliebe in der dritten Person von und mit sich spricht, sie wird sich karitativ um jedes entlaufene Schäfchen kümmern.</p>
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Thema war der "Shitstorm (oder wie das Merkel ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Apokalypse die Vierte" href="https://glotz.net/schwachfug/apokalypse-die-vierte" rel="bookmark">Apokalypse die Vierte</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Überlebt! Wenn das kein Anlass ist, die Puppen tanzen zu lassen.

...von wegen aller guten Dinge sind drei. Selbst dem 63. Weltuntergang bin ich hiermit offiziell heil entkommen. Und das obwohl 63 ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Mit dem Linken sieht sie &#8220;besser&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2013 20:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mach wat!]]></category>
		<category><![CDATA[Faschopack]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurz vor dem jährlich im sonst so schönen Dresden stattfindenden Naziaufmarsch, welcher sich stets hinter dem perfiden Motto des Gedenkens und Trauerns versteckt und dessen ebenso etablierter Gegenveranstaltung wurden einige Zeichen gesetzt. Besonders ein altbekanntes deutsches Virus befiel hierbei abermals die deutsche Justiz. Würde Jesus noch bzw. wieder unter uns wandeln, so könnte davon ausgegangen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor dem jährlich im sonst so schönen Dresden stattfindenden Naziaufmarsch, welcher sich stets hinter dem perfiden Motto des Gedenkens und Trauerns versteckt und dessen ebenso etablierter Gegenveranstaltung wurden einige Zeichen gesetzt. Besonders ein altbekanntes deutsches Virus befiel hierbei abermals die deutsche Justiz. Würde Jesus noch bzw. wieder unter uns wandeln, so könnte davon ausgegangen werden, dass die wundersamen Heilkräfte des Heilands über die Jahrhunderte stark an Intensität eingebüßt hätten. So werden Blinde nicht mehr zu komplett Sehenden, sondern die gute Justizia kränkelt wieder einmal am verheerenden Backbord-Zyklopismus.<span id="more-1899"></span></p>
<p><a title="rechtsprechung auf rechtem auge blind" href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2013/01/17/urteil-gegen-nazigegner-ein-fatales-gesellschaftspolitisches-signal_11085" target="_blank">Die gesprochenen Urteile zum Dresdner Neonazi-Aufmarsch von 2011 sowie auch deren Begründung</a> sprechen jedenfalls Bände und setzen klare Signale an jene, die auch dieses Jahr (hoffentlich trotzdem zahlreich) nicht auf ihren Hintern sitzen bleiben können, wenn ein Heer von Menschenverachtung durch Dresdens Straßen zu marschieren gedenkt.</p>
<p>Ich hoffe, es lassen sich dennoch nicht allzu viele von derartigen Signalen abschrecken. Stattdessen wäre es grandios, sollten aus Empörung über eine solche Recht(s)sprechung sogar jene auf die Straße getrieben werden, welche bisher an solchen Tagen lediglich im Geiste bei den Rädelsführer_innen, Sitzblockierer_innen, Megaphonträger_innen waren. Mir wurde unlängst einmal wieder vorgeworfen einen grenzwertig naiven Optimismus in mir zu tragen &#8211; heute kamen bereits 500 Menschen zur Soli-Demo für Tim. Am 13. Februar wird der pessimistische Frevel lügen gestraft &#8211; da bin ich ganz optimistisch. <img src='https://glotz.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und weil Protest und Antifaschismus auch oder vorallem schöne, witzige, bunte, laute und clevere Seiten haben kann:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ZPSKNg3iEg4" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Vielen Dank an den Wandel-Verb-Kommentator</p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Kommunistisches Känguru trifft anarchistischen Kleinkünstler" href="https://glotz.net/lesen/kommunistisches-kanguru-trifft-anarchistischen-kleinkunstler" rel="bookmark">Kommunistisches Känguru trifft anarchistischen Kleinkünstler</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br /> Da es sich hier um den zweiten Beitrag zur ABC-Challenge handelt, sollen auch gleich zwei Werke vorgestellt werden. Dies wird natürlich nicht als Tradition etabliert. Ich werde gewiss nicht zum 26. ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Grenzwertige Literatur" href="https://glotz.net/lesen/grenzwertige-literatur" rel="bookmark">Grenzwertige Literatur</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />
Getreu dem Motto "Das Beste kommt zum Schluss" präsentiert Ihre Felligkeit zur vorerst vorletzten Bücherwoche ein eigens erdachtes Thema:
Ein Buch, das Du auch mit 10 XXL-Caipis intus oder für ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Gott mag&#8217;s von hinten</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 22:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen formen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein weiterer Beitrag aus der Reihe &#8220;Wir rezensieren das Alphabet. Heute der Buchstabe &#8220;W&#8221; wie &#8220;Wie&#8221; oder auch &#8220;Weichnase&#8221;, &#8220;Wolpertinger&#8221;, &#8220;Wanderprediger&#8221; &#38; &#8220;Wahnvorstellung&#8221;. So schön die anderen W-orte auch sind, widmen wir uns dem profanen &#8220;Wie&#8221;. Nicht irgendein Wie, sondern ein überaus sakrales Wie: &#160; Wie es Gott gefällt Beim Lesen auf der Feuertreppe, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1430" title="quer gelesen" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/10/ABC-Challenge1-300x236.jpg" alt="Lesen nach Alphabet" width="270" height="212" /></a> Ein weiterer Beitrag aus der Reihe &#8220;Wir rezensieren das Alphabet. Heute der Buchstabe &#8220;W&#8221; wie &#8220;Wie&#8221; oder auch &#8220;Weichnase&#8221;, &#8220;Wolpertinger&#8221;, &#8220;Wanderprediger&#8221; &amp; &#8220;Wahnvorstellung&#8221;. So schön die anderen W-orte auch sind, widmen wir uns dem profanen &#8220;Wie&#8221;. Nicht irgendein Wie, sondern ein überaus sakrales Wie:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wie es Gott gefällt</h2>
<p>Beim Lesen auf der Feuertreppe, die bei uns vorwiegend von Rauchern zur sinnvollen wie gesunden Pausengestaltung genutzt wird, verblüffte mich die Frage eines Kollegen zum Buch: &#8220;Wie gefällt es denn Gott? Von hinten?&#8221;<br />
Ich lachte höflich über den recht unbeholfenen Scherz, doch am entscheidenden Wendepunkt der Geschichte erschien mir diese spontane Einschätzung zum Roman plötzlich in einem anderen, unheimlichen Licht zwischen kaltem Schauer &amp; kochender Wut.<span id="more-1645"></span></p>
<h3>Inhalt</h3>
<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/12/wie-es-gott-gefällt.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1668" title="niccolo ammaniti wie es gott gefällt" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/12/wie-es-gott-gefällt-197x300.jpg" alt="ammaniti wie es gott gefällt" width="197" height="300" /></a><em>Wie es Gott gefällt</em> erzählt von einem außergewöhnlich infernalischen Trio, dessen Anführer Rino Zena ist. Rino ist ohne Arbeit &amp; Perspektive, ein brutaler Säufer, bekennender Nazi und obendrein alleinerziehender Vater seines dreizehnjährigen Sohnes, Christiano. Rinos beste Freunde, Quattro Formaggi und Danilo bilden neben Christianos Vater sowohl die einzigen, als auch fatalen Sozialkontakte des Heranwachsenden. Quattro Fromaggi, benannt nach seiner Lieblingspizza, ist ein tief religiöser Einfaltspinsel. Nachdem er einst vom Blitz getroffen wurde, gesellen sich zu seiner geistigen Schwäche auch noch einige körperliche Ticks, welche seinen Außenseiterstatus in der Dorfgesellschaft zementieren. Danilo hängt seit der Trennung von seiner Frau täglich in einer Bar gegenüber der örtlichen Bank herum und sinniert über den ganz großen Coup. Gemeinsam mit seinen Kumpanen Quattro Formaggi und Rino möchte er den Geldautomaten klauen.<br />
Wenn drei solch begnadete Verbrecher gemeinsam ein Ding planen, ist absehbar, dass eigentlich alles schief laufen wird. Die Richtung welche die Geschichte in jener Schiksalsnacht des Diebstahls jedoch nimmt, ist ebenso unerwartet wie niederschmetternd.<br />
Trotz oder gerade wegen ihres Außenseiterdaseins wachsen einem die drei Pappköpfe ziemlich schnell ans Herz. Einerseits sitzt die Abscheu tief, keinem von ihnen möchte man allein in einer dunklen Gasse begegnen, geschweige denn ein längeres Gespräch führen. Dennoch flackert zwischen dem ganzen Hass auf &#8220;die da oben&#8221;, &#8220;die Schlampen&#8221; &amp; &#8220;die Kanaken&#8221; und der von Faschismus, Sexismus und purer Dummheit geprägten Weltanschauung stets auch etwas berührend Menschliches in den Protagonisten mit. Mitleid, mit dem verklemmten Quattro, dem verzweifelten Träumer Danilo und auch dem verletzten Rino. Ständig läuft irgendetwas schief, dreht die Welt sich schneller, als sie   oder werden sie ausgetauscht gegen bessere Modelle, ob als Liebhaber oder Arbeitskraft. Die Kratzer an der Seele sind nachvollziehbar, die Schlussfolgerungen daraus lediglich mit ebenso beschränktem Horizont.<br />
Alles, was Rino seinem Sohn bieten kann, ist seine Zeit und seine unbeholfene Fürsorge. Beides nutzt er, um aus Christiano einen &#8220;waschechten Kerl&#8221; zu formen. Trotz der emotionalen Beschränktheit, ist der gute Wille durchaus erkennbar und der dumpfe Nazi wird erschreckender Weise die Identifikationsfigur des Romans. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn, welche in katastrophalen ärmlichen Verhältnissen hausen, ist das Lichtelement dieser Düsteren Szenerie am Rande der Gesellschaft. Eine Geschichte die sich stets zwischen den Enttäuschungen und erfreulichen Kleinigkeiten des Alltags bewegt, getragen von ebenso ambivalenten Charakteren, welche einem im einen Augenblick noch das Herz öffnen, wie Quattro Fromaggi mit seiner abstrusen Krippenbastelei und im nächsten Augenblick schon wieder Enttäuschung und Wut beim Lesenden provozieren.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Der Autor, Niccolo Ammaniti legt einen außergewöhnlichen und spannenden Schreibstil hin. Die rasanten Schnitte in seiner Erzählung wirken dabei fast schon filmisch. Das Setting in Sachen Milieu und Charaktere erinnert ein wenig an die britische Reihe zur Geschichte der Skinhead-Bewegung&#8221;<a title="This is England" href="http://de.wikipedia.org/wiki/This_Is_England" target="_blank">This is England</a>&#8220;. Die Tristesse und der Abgrund, welcher die Protagonisten stets nach unten zieht, wirkt an mancher Stelle tatsächlich ein klein wenig konstruiert und getragen von Klischees. Aber nichtsdestotrotz fehlt es den Charakteren keineswegs an Tiefe, wenn auch an Tiefgang. Über sie zu lachen, statt mit ihnen fällt manchmal leichter, denn der Humor in ihren Kreisen, ist ebenso rauh wie die Sitten. Ich hab selten mal ein Buch angeschrien, Ammaniti konnte diese irrationale Handlung provozieren, also wenn das nichts ist&#8230;</p>
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So steht es in irgendeiner wissenschaftlichen Studie, welche die Neon ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Satz warmer Ohren (6)</title>
		<link>https://glotz.net/musik-video-film/satz-warme-ohren-6</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Sep 2012 14:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guck!]]></category>
		<category><![CDATA[KONSUM! (Drogen Schuhe Süchte halt)]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Schwippschwagers Stiefzwilling]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zuge der Vorbereitungen auf die bevorstehende Zombie-Apokalypse sollte mensch sich doch auch schon mal Gedanken zum angemessenen Umgang mit seinen Mitmenschen oder auch Mitzombies machen. Sollte also nach der Infektion mit dem Todesvirus noch einige Zeit zum Nachdenken bleiben, so ist dringend angeraten, im Vorhinein Listen mit lohnenswerten Aufenthaltsorten zu erstellen. Eine Mutation macht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der Vorbereitungen auf die bevorstehende Zombie-Apokalypse sollte mensch sich doch auch schon mal Gedanken zum angemessenen Umgang mit seinen Mitmenschen oder auch Mitzombies machen.</p>
<p>Sollte also nach der Infektion mit dem Todesvirus noch einige Zeit zum Nachdenken bleiben, so ist dringend angeraten, im Vorhinein Listen mit lohnenswerten Aufenthaltsorten zu erstellen. Eine Mutation macht nur dann auch nachhaltig Sinn, wenn man sich anschließend direkt beispielsweise in den heiligen Hallen der Telekom, in Berlin im Hauptgebäude der BVG oder gern auch in einem Thor Steinar-Geschäft aufhält.<span id="more-1222"></span> Rein nahrungsmitteltechnisch wird es an keinem dieser Orte viel zu holen geben, aber sollte Genugtuung auch ins Untoten-Stadium transportabel sein, ist Nährwert nebensächlich.</p>
<p>So und nun genug herumgeredet &#8211; Zeit für postapokalyptische Romantik. Liebe bis in den Tod und darüber hinaus. Mit der richtigen Vorbereitung kann nach dem 22.12.2012 nichts mehr schiefgehen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ZPNqub966Tw" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
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In der letzten Woche hat die weitgerühmte Lady Limette in einer Stöckchenschlacht ganze Regenwälder abgeholzt und wird hier somit als Alleinschuldige für die derzeitige Hitzewelle denunziert. ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Weihnachtsstress" href="https://glotz.net/kaufen/weihnachtsstress" rel="bookmark">Weihnachtsstress</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />DillEmma steht vor einem Dilemma.
Drei Tage vor Weihnachten geht ja nun mal wieder die Welt unter. Lohnt es sich da überhaupt noch Geld für Weihnachtsgeschenke rauszuhauen oder sollte ich selbiges ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Satz warmer Ohren (4)</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2012 09:51:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empör dich!]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>

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		<description><![CDATA[Todd Akins Äußerungen zur Unmöglichkeit von Schwangerschaften durch &#8220;echte&#8221; Vergewaltigungen ließen verständlicherweise nicht nur durch die feministische Bewegung ein ungläubiges &#8220;Kopf gegen die Wand&#8221;-Schlagen gehen. Fragen danach, wie ausufernd der Grad an Dummheit, Ignoranz &#38; Verblendung eines Menschen sein darf oder gar sein muss, um es an die politische Spitze einer scheinbar aufgeklärten wie fortschrittlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Todd Akins Äußerungen zur Unmöglichkeit von Schwangerschaften durch &#8220;echte&#8221; Vergewaltigungen ließen verständlicherweise nicht nur durch die feministische Bewegung ein ungläubiges &#8220;Kopf gegen die Wand&#8221;-Schlagen gehen. Fragen danach, wie ausufernd der Grad an Dummheit, Ignoranz &amp; Verblendung eines Menschen sein darf oder gar sein muss, um es an die politische Spitze einer scheinbar aufgeklärten wie fortschrittlichen Nation zu schaffen, bewegten die Leser_Innen weltweit. Überwiegend wurde versucht jener allgemeinen Fassungslosigkeit mit <a title="schwanger = illegitime Vergewaltigung" href="http://www.theonion.com/articles/pregnant-woman-relieved-to-learn-her-rape-was-ille,29258/" target="_blank">Satire</a> entgegenzutreten. Denn eine derart offensichtlich falsche &amp; unendlich rücksichtslose wie antiquierte Ansicht verdient oder bedarf kaum einer ernsthaften politischen, ja gar wissenschaftlichen Auseinandersetzung.</p>
<p>Doch obwohl alles so klar scheint, entbrannte über die Akin-Debatte erneut eine Diskussion in den Staaten darüber, ab wann denn nun eine &#8220;echte&#8221; Vergewaltigung anfängt und wo die ersten Grenzen überschritten seien. Prinzipiell auch eine wichtige Debatte, welche richtig geführt sicher auch viele Opfer aus schamvoller Verwirrung führen könnte oder im Idealfall sogar <a title="Vergewaltiger im Freundeskreis" href="https://highoncliches.wordpress.com/2012/08/11/tw-you-can-stop-r-schritt-4-warum-seid-ihr-freunde/" target="_blank">einige Fälle von Vergewaltigung verhindern könnte</a>. Sei es durch bessere Aufklärung vorab bei Betroffenen und sonstig Involvierten oder gar durch eine präventive Schärfung des gesamtgesellschaftlichen Blicks und einer damit einhergehenden allgemeinen Haltungsänderung gegenüber dieser Problematik.</p>
<p>Eine in ihrer Schlichtheit grandiose Antwort kam dieser Tage aus dem <a title="Aktivist Feminist" href="http://coochwatch.com" target="_blank">Coochwatch-Blog</a>. An dieser Stelle möchte ich mich jetzt schon dafür entschuldigen, dass beim Klicken auf das Video &#8220;Hands Off, Crazy&#8221; erneut, die schon einmal hier (und derzeit an allen Ecken des Internets sowie vermutlich sogar der Radiosender) verbreitete, unsägliche Melodie erklingen wird. Text und Video sind das Grauen aber allemal wert. Zudem erheitert mich die Vorstellung, dass sich diese Version des Ohrwurms mindestens ebenso rasant verbreitet wie das Original und wir fortan lauter &#8220;it&#8217;s my vagina&#8221;-trällernden Jugendlichen auf den Straßen begegnen, ganz ohne Ansehen, welchem Geschlecht die Singenden von außen spontan zugeordnet werden könnten. Vielleicht ist dies trotz der fast 55.000 Views in lediglich zwei Tagen ein utopischer Gedanke, dennoch ringt mir jene Vorstellung ein seeliges Lächeln ab.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/2Jxw3Pw0yo0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<div class="SPOSTARBUST-Related-Posts"><H3>Auf den zweiten Glotz</H3><ul class="entry-meta"><li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Liebesknochen" href="https://glotz.net/schwachfug/liebesknochen" rel="bookmark">Liebesknochen</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />

Wie bereits hier erklärt, bin ich vor kurzem unter die virtuellen Holzhacker gegangen. Ich zerteilte den Mörderstock der Comtesse Caipi und schnitze nun aus dem zweiten Stück so ein ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Wir sind schon wieder nicht Päpstin" href="https://glotz.net/schwachfug/wir-sind-schon-wieder-nicht-papstin" rel="bookmark">Wir sind schon wieder nicht Päpstin</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />...war zu erwarten.

Habemus Mamam - Pustifix</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Datenverkauf durch Bürgerämter &#8211; Nachbeben</title>
		<link>https://glotz.net/aufregen/datenverkauf-durch-burgeramter-nachbeben</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jul 2012 18:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empör dich!]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem das Meldegesetz mit groben Änderungen am Gesetzentwurf bereits am 28. Juni beschlossen wurde, wenn auch scheinbar in Abwesenheit &#38; Unkenntnis aller wichtigen Beteiligten, wie beispielsweise der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, rollen diverse Wellen des Protestes und der Distanzierung durch Medien, Internet &#38; jegliche wichtigen Informations- bzw. Selbstdarstellungskanäle. Mit abnehmender Fußballseeligkeit sowie zunehmender Nüchternheit und aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/07/Datenverkauf-Meldeamt.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-656" title="Regierungsbeschluss zum Datenverkauf" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/07/Datenverkauf-Meldeamt-300x199.jpg" alt="Deutsche Daten Bürgeramt Verkauf" width="300" height="199" /></a> Nachdem das Meldegesetz mit groben Änderungen am Gesetzentwurf bereits am 28. Juni beschlossen wurde, wenn auch scheinbar in Abwesenheit &amp; Unkenntnis aller wichtigen Beteiligten, wie beispielsweise der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, rollen diverse Wellen des Protestes und der Distanzierung durch Medien, Internet &amp; jegliche wichtigen Informations- bzw. Selbstdarstellungskanäle. Mit abnehmender Fußballseeligkeit sowie zunehmender Nüchternheit und aus dem allgemeinen EM-Taumel erwachenden<span id="more-655"></span>, politisch interessierten Fussballfans formierte sich zunächst eine anschwellende Welle der Empörung über den zufällig während des Halbfinale &#8211; Deutschland vs. Italien &#8220;vor leeren Stuhlreihen und innerhalb von 57 Sekunden&#8221; (ARD) durchgewunkenen Gesetzesbeschluss. Kritik wurde insbesondere in der Internetcommunity laut. Wo auch sonst? Diese Minderheit versucht doch stets mittels <a href="http://glotz.net/musik-video-film/shitstorm-mit-panorama-blick">Shitstorm</a> der Masse ihre Meinung aufzuoktroyieren. Prompt meldeten sich Opposition sowie vor dem Volk für derartige Vorgänge Verantwortung tragende Personen zu Wort, wie jene bereits erwähnte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Da wurde mit der bewährten Lieblingsfloskel von Kindergartenkind, Deutschen &amp; Politik nicht gespart. Politiker_in hätte ja &#8220;von all dem nichts gewusst&#8221;. Doch wie die Staatsoberen, ihre ausführenden Organe und deren Helfershelfer_innen wie _außen ihren Schäfchen so gern bei minderschweren Vergehen ins Bewusstsein rufen: &#8220;Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.&#8221;<br />
Besteht nicht für mündige Bürger_innen und selbst für deren repräsentative Vertretungen auf Landes- &amp; Bundesebene so etwas wie Informationspflicht? Soll ja auch überhaupt kein Vorwurf sein, wir alle machen ja mal Fehler, die einen mehr die anderen weniger, wieder andere am laufenden Band und die nächsten regieren eben.<br />
Schuldvorwürfe über unsaubere politische Methoden, versteckte Abstimmungsorte (wo war noch einmal dieser ominöse Bundestag?) und kleingedruckte, bösartig verknüpfte wie verklausulierte Gesetzesentwürfe &#8211; all diese kleinen Tricksereien, welche jene, den Lobbyisten näher stehenden gegen die anderen, welche zumindest nicht so gern in der Nähe jener Lobby-Vertreter gesehen werden, anwenden &#8211; da hat das Volk doch ein Einsehen. Nein, das ist jetzt ungerecht, es soll ja tatsächlich engagierte Menschen in der Politik geben, selbst innerhalb von Parteien. Ja, sogar in Parteien, die nicht ganz so toll &amp; ehrlich sind (also alle außer dieser <a title="Die Partei" href="http://www.die-partei.de/" target="_blank">Partei</a> :p)<br />
Weitaus großartiger als die kleinlauten Leugner, wie unsere Verbraucherschutzministerin (wie auch immer sie noch hieß), sind jedoch die großspurigen Hardliner, welche tapfer dem Druck jener mehrheitigen Minderheit, in Form dieser suspekten Netzgemeinde entgegenwirken und Stellung beziehen. So wie &#8211; nein, diesmal nicht Ilse Aigner, sondern Hans-Peter Uhl. Herr Uhl, seines Zeichen innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Der CSU-Politiker versteht nämlich überhaupt nicht, was die ganze Aufregung um den Datenschutz soll. Behördlich organisierten Adresshandel rechtlich abzusegnen stellt <a title="CSU Adresshandel" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1807329/" target="_blank">CSU-Uhl im Deutschlandradio</a> gar als verwaltungstechnische Notwendigkeit dar. Die armen Sachbearbeiter kommen sonst nämlich mit Vor-, Rück- &amp; Nebenfragen nicht mehr hinterher.<br />
Sehr gehaltvoll sind auch die Argumente, welche der Unions-Sprecher da ins argumentative Minen-Feld führt:</p>
<blockquote><p><em>Die Daten-Massen der Werbewirtschaft können ja wohl kaum von den Einwohnermeldeämtern stammen, da diese dort jeden professionellen Adresshändler mit 10€ pro Adresse in die Pleite führen würden.</em></p></blockquote>
<p>Dass so ein Datensatz, durch Firmen zu mehreren Personen gekauft, hier schon an Wert für den einzelnen Händler verliert, im Endeffekt durch einen vielfachen Wiederverkauf und in der Masse dennoch ein gutes Sümmchen abwerfen wird, kann man als CSU-Advokat der Werbe-Lobby getrost mal unter den Tisch fallen lassen.</p>
<p>Zudem kann man das Ganze auch getrost unter dem schon angeführten Motto &#8220;Unwissenheit schützt vor Strafe nicht sehen&#8221;. Die Menschen müssten ja schließlich wissen, dass sie mit der</p>
<blockquote><p><em>Teilnahme an Preisausschreiben &amp; Katalogbestellungen ihre Adressen freiwillig in die Hände der Werbefirmen geben</em></p></blockquote>
<p>Damit verwirken sie aber nun eindeutig ihr Recht auf Widerspruch gegen eine Datenweitergabe! Mit der neuen Gesetzesregelung kann dann demnach, laut Hans-Peter Uhl, zurecht nicht mehr verhindern werden, dass die Adressen bis zum Tod aktualisiert und eventuell auch weiterverkauft werden. Tja selbst schuld, liebes Volk, was müsst ihr auch Dinge per Katalog bestellen? Auf ewig sollt ihr in der Werbehölle schmoren! Wenn ihr einem Versandhaus eure Daten anvertraut, haben ja wohl automatisch alle das recht für alle Ewigkeit auf dem neuesten Stand zu sein, was eure Adresse angeht. Verständlich.</p>
<p>Das Kräftemessen zwischen Innenministerium und Verbraucherschutzministerium geht dann mit der Bundesratssitzung Ende September in die nächste Runde. Hauptsache, die Frau Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner wird darüber auch rechtzeitig in Kenntnis gesetzt. Nicht dass die überlasteten Meldeämter dahinterstecken und einfach den Rundengong verstecken. Wer weiß das schon. Vielleicht haben ja auch findige Lobbyisten aus der Adresshändler-Mafia die ganzen Informationsmaterialen geklaut. Man kann ja nie wissen. Ihre Adresse werden sie ja sicher haben &#8211; oder kauft eine gut informierte Ministerin für Verbraucherschutz gar nicht im Internet oder per Katalog? Ohne das nötige Kleingeld für entsprechende Datensätze bin ich in dieser Hinsicht leider auf Spekulationen angewiesen.</p>
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</ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Nationalsozialismus, Faschismus oder schlicht Holocaust?</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jun 2012 21:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DillEmma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies!]]></category>
		<category><![CDATA[Faschopack]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur 52]]></category>
		<category><![CDATA[Moral & Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Shoah]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine ordentliche Portion Durchgeknalltheit wirkt hauptsächlich bei jenen Menschen interessant, wo die Verrücktheit lediglich schillernde Oberfläche eines vielschichtigen Nährbodens ist. Boah! *sülz* &#8211; ich scheine ein echtes Problem damit zu haben, gerade heraus zu sagen: &#8220;Dit Fellmonster is knorke. Mir jefällt die Mischung aus Intelligenz und Blödelei.&#8221; Na siehste, war das nun so schwer? Muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-143" title="52 Bücher" src="http://glotz.net/wp-content/uploads/2012/06/52.jpg" alt="Lesen" width="216" height="247" /></a>Eine ordentliche Portion Durchgeknalltheit wirkt hauptsächlich bei jenen Menschen interessant, wo die Verrücktheit lediglich schillernde Oberfläche eines vielschichtigen Nährbodens ist. Boah! *sülz* &#8211; ich scheine ein echtes Problem damit zu haben, gerade heraus zu sagen: &#8220;Dit Fellmonster is knorke. Mir jefällt die Mischung aus Intelligenz und Blödelei.&#8221; Na siehste, war das nun so schwer? Muss man immer alles so verklausulieren? Näheprobleme oder lediglich ein Einstimmen auf die Ernsthaftigkeit folgender Problematik der Bücherwoche 26?</p>
<div id="attachment_599" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Wahrheit-und-Dichtung-Umgang-mit-dem-Holocaust.jpg"><img class="size-full wp-image-599" title="Wahrheit und Dichtung - Umgang mit dem Holocaust" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Wahrheit-und-Dichtung-Umgang-mit-dem-Holocaust.jpg" alt="Dichtung und Wahrheit - Holocaust in der Literatur" width="600" height="750" /></a><p class="wp-caption-text">X-Files: The Truth is out there ...oder irgendwo dazwischen</p></div>
<p>Es ist aber wirklich auch kein einfaches Thema. Nicht nur, dass Unmengen Literatur der unterschiedlichsten Sorte dazu existiert &#8211; vom Erfahrungsbericht, unzähligen Biografien, sowohl von Tätern wie Opfern<span id="more-313"></span> als auch von denen, welche eine Art Mischwesen sind oder sein wollen, über geschichtliche wie politische Auseinandersetzung und wissenschaftliche Analyse zur Entstehung und Verlauf jener nicht so leicht fassbaren Zeit (emotional wie literarisch) bishin zu fiktiver Literatur, die sich dem Thema auf völlig neue Art nähert und damit überwiegend Versuch ist, das nicht wirklich fassbare oder durch vielerlei Tabu ungreifbar gestaltete Thema zu durchdringen. Die Rede ist, man ahnt es schon vom</p>
<blockquote><p><a href="http://monstermeute.wordpress.com/2012/05/04/52-bucher-woche-27/">Nationalsozialismus</a></p></blockquote>
<p>Ich bin in vielerlei Hinsicht dieser sehr unkonkreten bis falschen Selbstbezeichnung abgeneigt, dessen Praktiken so wenig mit Sozialismus, auch nicht auf nationaler bzw. &#8220;völkischer&#8221; Ebene, zu tun hatten. Es bieten sich leider kaum hilfreichere Titel an, die alle Phänomene und Abgründe jener Zeit unter einen Terminus zusammen fassen. Selbst die Shoa, welche sicherlich größtes Symptom jener Zeit darstellt, ist zu kurz gegriffen, gegenüber den Vorgängen, welche da mit anderen Bevölkerungsgruppen auf Opfer- &amp; Täterseite abliefen. Der Holocaust, als nicht auf die Juden beschränkter Begriff (anders als bei dem spezifischeren Ausdruck &#8220;<a href="http://glotz.net/tag/shoah">Shoah</a>&#8220;) für Völkermord, scheint mir daher irgendwie angemessener, wenn natürlich auch nicht allumfassend. Faschismus vielleicht &#8230;aber der referenziert ja auch schon wieder weiter.</p>
<p>Eine Auswahl aus diesem manchmal schon abschreckend riesigen Berg an Literatur zu jener an sich schon erschreckenden Zeit zu treffen, kann also nur unzureichend sein. Allerdings wird das ja auch irgendwie wieder durch die bunte Mischung der anderen Beiträge im Projekt einigermaßen relativiert.<br />
Ich möchte mich dem Thema von zwei Seiten nähern:</p>
<h2>Die Täter-Perspektive</h2>
<p>Auch wenn es die ewige Streitfrage ist, ob man den Tätern von je her nicht mehr bis zuviel Beachtung gegenüber den Opfern schenkt, so halte ich diesen Blick persönlich für einen wichtigen. Er hilft, sich mit eigenen Unzulänglichkeiten in den Dialog zu begeben, zu verstehen, wie solche Mordmaschinerien in Gang kommen können und damit auch, stets wachsam zu sein, um nicht arglos solche Zeiten, Verhaltensweisen und menschliche Abgründe zu reproduzieren.<br />
Natürlich gestaltet sich die Täter-Definition bei einem solchen Massenphänomen auch als eine unheimlich facettenreiche. Fast könnte man die nationalsozialistische Mordmaschinerie mit einem großen Konzern vergleichen, jeder Mitarbeiter, Kunde, Zulieferer und Aktieninhaber trägt seinen Teil der Verantwortung, hat mal mehr oder weniger Einblick in die Abläufe, trägt aber zum Funktionieren des Großen Ganzen maßgeblich bei. Natürlich ist in einer solchen Struktur jeder Mitarbeiter potentiell ersetzbar, die Weigerungshaltung eines Einzelnen, wird also nicht zum Konkurs der Firma beitragen, zudem möchte auch keiner der Arbeitslosigkeit anheim fallen, gibt daher sein Bestes oder versucht sogar innerhalb der Strukturen aufzusteigen. Der Vergleich ist natürlich arg vereinfacht, aber er strukturiert immerhin minimal unterschiedliche Dimensionen von Schuld. Außerhalb des Unternehmen selbst sowie innerhalb vom Firmeninhaber, über die Chefetage, Managements-Ebene bis hin zum kleinen Angestellten oder gar dem Saboteur. Weiterhin gibt er wenigstens einige Motive preis, für die Mittäterschaft in einem solch perfiden Konstrukt.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Monologe-aus-dem-Führerhauptquartier.jpg"><img class="size-full wp-image-605" title="Blick hinter die Kulissen des Führer" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Monologe-aus-dem-Führerhauptquartier.jpg" alt="Hitler privat" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Monologe aus dem Führerhauptquartier&quot; - Eine Einsicht in die obere Führungsetage</p></div>
<p>Heinrich Heim, Adjutant des Reichsleiter Martin Bormann zeichnete (heimlich?) die allabendlichen Monologe auf, welche Hitler vor seinen engen Vertrauten in kleiner Runde und privatem Ton zum Besten gab. Es ist keine wortwörtliche Mitschrift sondern ein gekürztes Gedächtnisprotokoll, welches sicherlich auch positiv eingefärbt sein kann durch persönliche Bewunderung oder vorauseilendem Gehorsam. Man weiß es nicht. Dennoch bieten diese Monologe einen interessanten Einblick ins Persönlichkeitsprofil des gefährlich charismatischen Menschen hinter der Medienfigur. Damals wie heute wurde war die Person Hitler selbst lediglich durch die öffentliche Darstellung fassbar, ob nun zeitlebens inszeniert oder im Nachhinein betrachtet. Bis zur Lektüre dieses Werkes war mir das erstaunlicherweise kaum bewusst. Aus dem Blickwinkel der heutigen Zeit erscheint es einem bei gesundem Menschenverstand ja eigentlich unverständlich, dass dieser winzige Hampelmann, mit seinem Geschrei tatsächlich die Massen begeistert haben könnte. Die vertraulichen Reden zeigen jedoch einen durchaus belesenen Mann mit teilweise wahnwitzigen, aber auch interessanten Ideen und Weltansichten. Ich möchte diesen Menschen hier keineswegs schönreden, dass da ganz schön was quer lief in diesem Kopf, wird durchaus auch in jenen überwiegend unpolitischen oder zumindest vom Kriegsalltag losgelösten Schilderungen ziemlich schnell bewusst. Eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit diesen privaten Gesprächen lässt jedoch zumindest im Ansatz Verständnis für eine gewisse Faszination aufkommen.</p>
<h2>Die Opfer-Perspektive</h2>
<p>Einen meiner liebsten Romane überhaupt und eben auch in Hinsicht auf den Nationalsozialismus schrieb Edgar Hilsenrath mit</p>
<div id="attachment_609" class="wp-caption alignleft" style="width: 403px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/der_nazi_und_der_friseur.jpg"><img class="size-full wp-image-609" title="Literatur Nationalsozialismus" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/der_nazi_und_der_friseur.jpg" alt="Edgar Hilsenrath: Nazi &amp; Friseur" width="393" height="626" /></a><p class="wp-caption-text">Der Nazi und sein Friseur</p></div>
<p>Dass ich gerade diesen Roman unter der Opferperspektive vorstelle, sollte keineswegs falsch interpretiert werden. Das lyrische Ich ist ganz klar Täter &#8211; und was für einer: KZ-Aufseher, Massenmörder &amp; SS-Sturmführer Max Schulz, der überdies seinen besten Freund aus Schulzeiten Itzig Finkelstein und dessen Eltern später im Zuge seines &#8220;Berufs&#8221; gewissenlos hinrichtet. Das perfide an der Sache ist, dass die Finkelsteins ihm in Kinderzeiten sicher mehr Familie waren als die eigene Mutter, eine Prostituierte und der prügelnde Stiefvater. Überboten wird diese Kaltblütigkeit lediglich von dem Umstand, dass Max nach der Niederlage Deutschlands auch noch die Identität seines ehemals besten Freundes annimmt und nach Palästina reist, um dort ein neues, jüdisches Leben zu beginnen.</p>
<div id="attachment_610" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Edgar-Hilsenrath.jpg"><img class="size-full wp-image-610" title="Edgar Hilsenrath" src="http://kostenlose-online-rollenspiele.de/wp-content/uploads/2012/05/Edgar-Hilsenrath.jpg" alt="deutsch-jüdischer Schriftsteller" width="800" height="533" /></a><p class="wp-caption-text">Edgar Hilsenrath</p></div>
<p>Der Roman ist purer Wahnsinn. Edgar Hilsenrath, deutsch-jüdischer Schriftsteller, der im Alter von 12 aus Nazideutschland nach Rumänien floh, nach der Besetzung ins Ghetto verschleppt wurde, bis dieses von der Roten Armee befreit wurde, setzt sich auf eine denkwürdige Art &amp; Weise mit den Schatten seiner eigenen Vergangenheit auseinander. Das Opfer schwingt sich literarisch zum Täter auf, beide Identitäten vermischen sich im Laufe des Romans in einem überforderten Geist. Die Geschichte steckt so voller Sarkasmus, Ironie und Brutalität, dass man sich des Öfteren bei einem fassungslosen oder befreienden Lachen ertappt, sich jedoch gleich wieder, ganz deutsch fragt, ob man das dürfe. So versetzt Hilsenrath den Leser gekonnt in einen grotesken Geisteszustand der Beklemmung und Verwirrung, der vielleicht im Ansatz das Gefühlschaos, welches die Zeit der Nationalsozialisten in Tätern und Opfern auslöste und hinterließ, spüren lässt. Eine wirklich gelungene, unterhaltsame und in mancher Hinsicht heilsame Auseinandersetzung mit den Nachwehen des Faschismus.</p>
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Tiere sind schlichtweg grandios!

Auch wenn ich Menschen nicht mag, die es mit der Tierliebe übertreiben und ihre soziale Imkompetenz damit kompensieren - meist garniert mit fadenscheinigen ...</li>
<li class="SPOSTARBUST-Related-Post"><a title="Rostock Lichtenhagen &#8211; 20 Jahre danach" href="https://glotz.net/aufregen/rostock-lichtenhagen-20-jahre-danach" rel="bookmark">Rostock Lichtenhagen &#8211; 20 Jahre danach</a><!--SPOSTARBUST 303 excerpt_length=200 --><br />Dem Land zwischen Verdrängung und Gedenken steht diesen Sommer ein Jubiläum ins Haus, welchem in meiner Wahrnehmung und Medienrezeption bisher noch kaum wirkliche Beachtung gezollt wurde. Um ganz ...</li>
</ul></div>]]></content:encoded>
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